Unser Leben als Christen – Woche vom 3. bis 9. August 2026

Nuestra Vida Cristiana para la semana del 3 al 9 de agosto de 2026

„Von damals bis heute: Die leitende Körperschaft fördert die Einheit (Teil 1)“

Wie haben die Mitglieder der leitenden Körperschaft in einer Zeit ohne Internet und andere Technik gezeigt, dass sie gute Hirten waren?

Kommentar 1:
Sie zeigten sich als gute Hirten, indem sie persönlich reisten, um bei den Brüdern zu sein. 1945 unternahmen Bruder Knorr und Bruder Franz eine viermonatige Reise durch mehrere Länder Lateinamerikas. Sie wollten sich selbst ein Bild davon machen, wie es den Versammlungen ging, und das Predigen vom Königreich fördern.

Kommentar 2:
Auf den Dienstreisen hielten sie nicht nur Vorträge. Sie beaufsichtigten die Arbeit der Zweigbüros, übergaben neue Einrichtungen ihrer Bestimmung, besuchten Missionarheime und trafen sich mit den Versammlungen der Gegend. So konnten sie die Bedürfnisse der Brüder unmittelbar kennenlernen.

Kommentar 3:
Sie gaben auch praktische Anleitung, wie man predigt und Zusammenkünfte leitet, und erklärten, wie das Werk in anderen Ländern vorankam. Auf diese Weise halfen sie allen Versammlungen, geeint zusammenzuarbeiten, obwohl es die heutigen Kommunikationsmittel noch nicht gab.

Kommentar 4:
Eine sehr schöne Art, Interesse zu zeigen, war das Predigen mit den Brüdern. Obwohl sie einen vollen Terminkalender hatten, beaufsichtigten sie nicht nur vom Büro aus. Sie gingen mit den Verkündigern in den Dienst und teilten persönlich mit ihnen die Arbeit, die gute Botschaft bekannt zu machen.

Kommentar 5:
In Guatemala besuchten sie eine Versammlung von nur acht Personen. Das zeigt, dass für sie keine Versammlung zu klein oder unbedeutend war. Auch wenn es nur wenige waren, verdienten diese Brüder Ermunterung und das Gefühl, zur weltweiten Bruderschaft zu gehören.

Kommentar 6:
Bruder Knorr besuchte so viele Missionarheime wie möglich und sprach mit jedem Missionar. Er wollte wissen, welche Probleme sie hatten, ob sie eine bessere Unterkunft brauchten und wie die Menschen im Gebiet reagierten. Sein Interesse war nicht allgemein, sondern persönlich und praktisch.

Kommentar 7:
Selbst wenn er nur fünfzehn oder zwanzig Minuten an einem Bahnhof oder Flughafen hatte, nutzte Bruder Knorr die Zeit, um die Brüder zu ermuntern. Das zeigt, dass er jede Gelegenheit schätzte, sie zu stärken und zum Weiterpredigen zu motivieren.

Kommentar 8:
Nach dem Zweiten Weltkrieg besuchten Bruder Knorr und Bruder Henschel mehrere europäische Länder. Bahnstrecken und Brücken waren zerstört und das Reisen war sehr schwierig. Trotzdem nahmen sie die Mühe auf sich, weil sie den Brüdern helfen und sie ermuntern wollten, die viel gelitten hatten.

Kommentar 9:
Auf einer langen Reise von 76 000 Kilometern besuchten sie Orte, wo es nur wenige oder gar keine Zeugen gab. Sie trafen sich mit Versammlungen in Privathäusern, besuchten ihre Zusammenkünfte und begleiteten die Verkündiger zu Interessierten. So lernten sie deren Lage wirklich kennen.

Kommentar 10:
Bruder Knorr und Bruder Henschel beteiligten sich auch persönlich daran, die öffentlichen Vorträge anzukündigen. Sie gingen auf die Straße und fuhren sogar mit dem Fahrrad zusammen mit anderen Brüdern los, um die Menschen einzuladen. Sie hielten solche Aufgaben nicht für unter ihrer Würde.

Kommentar 11:
Die Reisen waren anstrengend und manchmal ging etwas schief. In Nigeria kosteten sie Probleme mit dem Auto viele Stunden und sie mussten auf einer vierundzwanzigstündigen Fahrt den Urwald durchqueren. Nach einer kurzen Rast setzten sie den Weg zum nächsten Zweigbüro fort.

Kommentar 12:
Nach einem Kongress ging Bruder Knorr nicht gleich schlafen. Er fuhr mit Bruder Henschel zum Bahnhof und blieb dort bis halb elf Uhr abends, um die Brüder zu verabschieden, die mit den Zügen abreisten. Ihm lag mehr an ihnen als an seiner eigenen Bequemlichkeit.

Kommentar 13:
Als die Behörden eine besondere Zusammenkunft in Athen verhinderten, gaben sie nicht auf. Bruder Knorr und Bruder Henschel fuhren mit dem Taxi von Haus zu Haus und hielten Vorträge von etwa zwanzig Minuten. Obwohl sie verhaftet werden konnten, gelang es ihnen, 905 griechische Brüder persönlich zu ermuntern.

Kommentar 14:
Bruder Franz besuchte Spanien, als das Werk verboten war. Um sich mit den Brüdern zu treffen, musste er unauffällig vorgehen: Er täuschte eine Autopanne vor und trug eine Baskenmütze und einen für die Gegend typischen Mantel. Er riskierte sogar seine Freiheit und wurde in Barcelona verhaftet.

Kommentar 15:
Das Video zeigt auch, dass sie an die Zukunft dachten. Da das Wachstum es nicht mehr zuließ, dass eine einzige Person alle Zweigbüros besuchte, bildeten sie andere aus, um bei der Hirtentätigkeit zu helfen. So würden die Brüder gut betreut und die Zweigbüros könnten weiter geeint arbeiten.


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