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Schätze aus Gottes Wort für die Woche vom 7. bis 13. Dezember 2026

Schätze aus Gottes Wort für die Woche vom 7. bis 13. Dezember 2026

Thema: Wir haben gute Gründe, furchtlos zu predigen

Bevor wir an eine Tür klopfen oder ein Gespräch über die Bibel beginnen, verspüren wir vielleicht eine gewisse Angst. Wie wird die Person reagieren? Werden wir wissen, was wir sagen sollen? Solche Nervosität bedeutet nicht, dass uns Jehova nicht liebt. Entscheidend ist, wie wir damit umgehen. Die Erfahrung von Hesekiel hilft uns, über unsere Grenzen hinauszusehen und zu erkennen, dass wir gute Gründe haben, furchtlos zu predigen – selbst wenn wir mit einer ungünstigen Reaktion rechnen.

Hesekiel erhielt einen schwierigen Auftrag. Er sollte mit Menschen sprechen, die nicht auf Jehova hören wollten. Daher war es verständlich, dass ihre Einstellung ihn einschüchtern konnte. Jehova verlangte von ihm jedoch nicht, sich nur auf seine eigene Kraft zu verlassen. Er versicherte ihm, dass er ihn auf diesen Widerstand vorbereiten würde. Achten wir beim Lesen von Hesekiel 3:8, 9 darauf, wer ihm die Festigkeit geben würde, die er zur Erfüllung seines Auftrags brauchte.

Hesekiel 3:8-9 — Sieh nur! Ich habe dein Gesicht genauso hart gemacht wie ihr Gesicht und deine Stirn genauso hart wie ihre Stirn. Wie einen Diamanten, härter als Kieselstein, habe ich deine Stirn gemacht. Fürchte dich nicht vor ihnen und erschrick nicht vor ihren Gesichtern, denn sie sind ein rebellisches Volk. “

Der Vergleich mit dem Diamanten vermittelt den Gedanken großer Festigkeit. Jehova konnte Hesekiel helfen, gegenüber denen fest zu bleiben, die sich seiner Botschaft widersetzten. Er brachte ihm nicht bei, hart mit den Menschen umzugehen, sondern sich von ihnen nicht lähmen zu lassen. Sein Mut würde nicht davon abhängen, freundliche Gesichter vorzufinden, sondern von Jehovas Unterstützung. Dieser Unterschied kann auch unsere Einstellung zum Dienst verändern.

Auch wir brauchen die Hilfe des heiligen Geistes, um zu predigen. Satan versucht, dieses Werk aufzuhalten, und aus eigener Kraft könnten wir ihm nicht widerstehen. Doch jedes Mal, wenn wir trotz Widerstand am Dienst teilnehmen, zeigen wir, dass seine Drohungen uns nicht aufgehalten haben. Dass wir treu weiterpredigen, beweist, dass Jehova uns durch seinen Geist Kraft gibt und wir seine Anerkennung haben.

Denken wir an einen Verkündiger, der nach einer unangenehmen Antwort weiterpredigen geht. Vielleicht ist er noch nervös, bittet Jehova aber um Hilfe und versucht es erneut. Sein Mut besteht nicht darin, überhaupt keine Angst zu haben, sondern darin, im Vertrauen auf Jehova weiterzumachen. Außerdem beweist eine negative Reaktion nicht, dass er ein schlechter Prediger ist. Hesekiel wurde erklärt, dass die Menschen, die ihn ablehnten, in Wirklichkeit Jehova ablehnten.

Das führt uns zu einem weiteren Grund, mutig zu sprechen: Die Botschaft stammt nicht von uns. Wir müssen keine persönlichen Meinungen verteidigen oder andere davon überzeugen, dass wir mehr wissen. Wir vertreten Jehova und machen seine Lehren bekannt. Damit wir sie jedoch überzeugend vermitteln können, müssen wir selbst zuerst zuhören und sie annehmen. Beachten wir diese Reihenfolge in Jehovas Anweisungen an Hesekiel. Lesen wir Hesekiel 3:10, 11.

Hesekiel 3:10-11 — Weiter sagte er zu mir: „Menschensohn, nimm dir alle meine Worte zu Herzen, die ich dir sage, und hör gut zu. Begib dich unter die Verschleppten deines Volkes und sprich mit ihnen. Sag zu ihnen: ‚Das sind die Worte des Souveränen Herrn Jehova‘— ob sie hören oder nicht. “

Bevor Hesekiel losging, musste er Jehovas Worte anhören und sie in seinem Herzen annehmen. Es genügte nicht, eine Botschaft auswendig zu wiederholen. Er musste zulassen, dass sie ihn beeinflusste. Bei uns ist es genauso. Wenn wir die Bibel lesen und über ihre Lehren nachdenken, wächst unser Vertrauen. Dann sprechen wir nicht einfach, weil wir einige Sätze vorbereitet haben, sondern weil wir von dem überzeugt sind, was Jehova sagt.

Deshalb bemühen wir uns im Dienst, aus der Bibel vorzulesen, ihre Lehren zu erklären und mit den Menschen zu argumentieren. Bei der Vorbereitung eines Gesprächs könnten wir uns zum Beispiel fragen: Welche biblische Lehre möchte ich vermitteln? Welcher Bibeltext unterstützt sie? Wie kann ich einfach erklären, in welcher Beziehung beides zueinander steht? Diese Vorbereitung hilft uns, die Aufmerksamkeit auf Gottes Wort zu lenken. Die Person kann erkennen, dass wir ihr keine von uns erfundenen Gedanken anbieten.

Wenn wir uns daran erinnern, woher die Botschaft kommt, wird uns auch eine Last abgenommen: Ihr Wert hängt weder von unserer Ausdrucksfähigkeit noch von der Reaktion des Zuhörers ab. Sie ist zuverlässig, weil sie auf Gottes Wort beruht. Nach Misshandlungen musste Paulus Mut fassen, um zu predigen, und er schaffte es mit Jehovas Hilfe. Auch wir können uns auf ihn stützen und zuversichtlich sprechen, selbst wenn wir zu Beginn eines Gesprächs noch nervös sind.

Wenn manche Menschen nicht zuhören wollen, warum sollten wir es dann weiter versuchen? Weil das, was wir ihnen überbringen, ihr Leben retten kann. Wir predigen nicht nur, um unsere Ängste zu überwinden oder eine Aufgabe zu erfüllen. Die Menschen liegen uns am Herzen, und wir möchten ihnen die Gelegenheit geben, Jehova kennenzulernen. Die folgenden Worte an Hesekiel zeigen, wie ernst diese Verantwortung ist. Lesen wir Hesekiel 3:18, 19.

Hesekiel 3:18-19 — Wenn ich zu einem Bösen sage: ‚Du wirst ganz bestimmt sterben‘, aber du warnst ihn nicht und sagst ihm nicht, er soll sich von seinem schlechten Kurs abwenden, damit er am Leben bleibt, dann wird er wegen seiner Schlechtigkeit für sein Vergehen sterben, aber sein Blut werde ich von dir zurückfordern. Wenn du jedoch einen Bösen warnst und er sich von seiner Schlechtigkeit nicht abwendet und seinen schlechten Kurs nicht verlässt, dann wird er für sein Vergehen sterben, doch dein eigenes Leben wirst du ganz bestimmt retten.

Jehova machte deutlich, dass Hesekiel den Bösen warnen musste. Er konnte nicht für ihn entscheiden oder ihn zu einer Änderung zwingen, aber er war dafür verantwortlich, mit ihm zu sprechen. Wenn er die Warnung gab und die Person sie ablehnte, hatte Hesekiel seine Aufgabe erfüllt. Das hilft uns, ausgeglichen zu bleiben: Wir nehmen das Predigen sehr ernst, laden uns aber nicht die Verantwortung dafür auf, wie andere reagieren. Diese Entscheidung liegt bei ihnen.

Auch Noahs Beispiel macht uns Mut. Obwohl die Menschen gleichgültig waren, erfüllte er treu seine Aufgabe, sie zu warnen. Seine Beharrlichkeit erinnert uns daran, dass Gleichgültigkeit die Notwendigkeit des Predigens nicht beseitigt. Wir sprechen weiter, weil wir möchten, dass andere leben. Dieser Dienst steht auch mit unserer eigenen Rettung in Verbindung, wie aus dem Rat hervorgeht, den Paulus Timotheus gab. Lesen wir 1. Timotheus 4:16.

1. Timotheus 4:16 — Achte immer auf dich selbst und auf dein Lehren. Halte an alldem fest, denn wenn du das tust, wirst du sowohl dich retten als auch die, die auf dich hören.

Paulus verband Beharrlichkeit damit, sowohl auf das eigene Verhalten als auch auf die Lehre zu achten. Es geht also nicht nur darum, die richtigen Worte zu sagen. Wir möchten im Einklang mit dem leben, was wir lehren, und denen, die uns zuhören, weiterhin helfen. Unsere Lebensweise sollte mit der Botschaft übereinstimmen. Gleichzeitig achten wir auf unsere Lehre, damit die Menschen erfahren, was die Bibel tatsächlich sagt.

Wenn wir vor einem Gespräch Angst haben, uns zu blamieren, können wir den Mittelpunkt unserer Aufmerksamkeit verlagern: Statt nur an uns selbst zu denken, denken wir an das Gute, das die Person erhalten kann. Vielleicht hört sie etwas, was sie dazu bewegt, Jehova kennenzulernen. Wir können ihre Reaktion nicht vorhersehen, ihr aber respektvoll diese Gelegenheit bieten. Der Wunsch, ihr zu helfen, gibt uns einen gewichtigen Grund, unsere Ängste zu überwinden.

Wenn wir also vor dem Predigen wieder nervös werden, sollten wir uns an diese drei Gründe erinnern: Jehova gibt uns die nötige Kraft, die Botschaft kommt von ihm, und unser Dienst kann Leben retten. Wir müssen nicht auf unsere eigenen Fähigkeiten vertrauen oder unsere Treue an der Reaktion anderer messen. Vertrauen wir auf Jehova, gebrauchen wir sein Wort und denken wir an die Menschen. Mit dieser Unterstützung und diesen Gründen können wir mutig weiterpredigen.

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