Halte „unseren Blick auf das gerichtet, was man nicht sieht“
1, 2. Warum mussten Christen im ersten Jahrhundert ihren Blick auf Dinge gerichtet halten, die sie nicht sehen konnten? (2. Korinther 4:18).
2. Korinther 4:18 — Währenddessen halten wir unseren Blick nicht auf das gerichtet, was man sieht, sondern auf das, was man nicht sieht. Denn das, was man sieht, ist zeitlich, aber das, was man nicht sieht, ist ewig.
Antwort 1: Sie litten unter vielen Schwierigkeiten und mussten sich daran erinnern, dass diese nicht für immer andauern würden. Paulus half ihnen, ihre vorübergehenden Probleme mit der ewigen Hoffnung zu vergleichen, die sie hatten. Sich auf diese Hoffnung zu konzentrieren bedeutete nicht, ihr Leid zu ignorieren, sondern es ausgewogen zu betrachten. So konnten sie weitermachen, ohne zuzulassen, dass die Widrigkeiten ihre ganze Aufmerksamkeit beanspruchten.
Antwort 2: Diese Christen brauchten Kraft, um den Widerstand auszuhalten. Im Absatz wird erwähnt, dass sie ratlos waren, unter Druck standen und Verfolgung erlitten. Wenn sie nur an diese Umstände dachten, konnten sie sehr entmutigt werden. Deshalb ermunterte Paulus sie, sich auf Jehovas Versprechen zu konzentrieren. Ihre Hoffnung gab ihnen einen Grund auszuharren, auch wenn die Probleme nicht sofort verschwanden. Auch wir können uns daran erinnern, was Jehova verspricht, wenn eine Schwierigkeit unsere Gedanken völlig beherrscht.
Antwort 3: Den Blick auf ihre Hoffnung gerichtet zu halten half ihnen auch, gute Entscheidungen zu treffen. Wenn man unter Druck steht, könnte man geneigt sein, Entscheidungen nur im Hinblick auf die sofortige Erleichterung zu treffen. Diese Christen mussten jedoch so handeln, dass sie Vertrauen in Jehova bewiesen. Wenn sie seine Versprechen im Sinn behielten, konnten sie über das momentane Problem hinausdenken. Dadurch zeigte sich ihr Glaube nicht nur in dem, was sie hofften, sondern auch in dem, was sie taten.
Antwort 4: Obwohl sie die Erfüllung ihrer Hoffnung noch nicht sehen konnten, hatten sie gute Gründe, darauf zu vertrauen. Es ging nicht darum, die Realität auszublenden, sondern sich daran zu erinnern, dass die gegenwärtigen Probleme nicht die ganze Wirklichkeit waren. Es gab auch Jehovas Versprechen. Wenn sie diese fest im Sinn behielten, konnten sie besser ausharren und ihre Entscheidungen daran ausrichten. Dieselbe Einstellung hilft uns, unsere Zukunft nicht ausschließlich danach zu beurteilen, wie schwierig der heutige Tag ist.
3. Warum ist es so wichtig, dass wir unseren Blick auf die neue Welt gerichtet halten?
Psalmen 37:10-11 — Nur noch kurze Zeit und die Bösen gibt es nicht mehr. Du wirst dorthin schauen, wo sie waren, aber sie sind nicht mehr da. Doch Menschen mit einem sanften Wesen werden die Erde besitzen, und sie werden größte Freude verspüren an Frieden im Überfluss.
Antwort 1: Jehova verspricht eine Zukunft, die sich sehr von den Schwierigkeiten unterscheidet, die wir heute sehen. Dieser Psalm hilft uns, über den Frieden nachzudenken, den Menschen mit einem sanften Wesen genießen werden, statt nur über die gegenwärtigen Probleme. Wenn wir dieses Versprechen im Sinn behalten, werden wir daran denken, dass das Leid begrenzt ist. Das ermöglicht uns, jeden Tag hoffnungsvoll anzugehen, auch wenn wir noch schmerzhafte Umstände durchmachen.
Antwort 2: Das ist wichtig, weil die täglichen Probleme unsere ganze Aufmerksamkeit beanspruchen können. Manchmal ist es nicht eine einzelne Schwierigkeit, sondern die Anhäufung vieler Probleme, die uns erschöpft. Über die neue Welt nachzudenken hilft uns, eine ausgewogene Sicht zurückzugewinnen: Was wir jetzt leiden, ist real, aber nicht dauerhaft. Jehova hat etwas Besseres versprochen. Wenn wir daran denken, vermeiden wir, unser Leben nur durch die Sorgen zu sehen, die wir im Augenblick haben.
Antwort 3: Den Blick auf die neue Welt gerichtet zu halten erinnert uns daran, dass unsere Schwierigkeiten vorübergehend sind, so hart sie auch sein mögen. Das macht sie nicht unwichtig und bedeutet nicht, dass sie uns nicht wehtun. Vielmehr können wir sie mit allem vergleichen, was Jehova für die Zukunft verspricht. Wenn eine Prüfung endlos zu sein scheint, können wir innehalten und über diese Hoffnung nachdenken. So verhindern wir, dass das gegenwärtige Leid uns das Leben aus den Augen verlieren lässt, das vor uns liegt.
Antwort 4: Unsere Situation ähnelt der der Christen im ersten Jahrhundert: Auch wir leben in schwierigen Zeiten und müssen darauf achten, worauf wir unsere Gedanken richten. Probleme stellen sich von selbst ein, aber die Hoffnung lebendig zu erhalten erfordert, dass wir über sie nachdenken. Deshalb ist es gut, immer wieder zu Jehovas Versprechen zurückzukehren. Wir können nicht alle Sorgen vermeiden, aber wir können uns bemühen, nicht zuzulassen, dass sie die neue Welt aus unseren Gedanken verdrängen.
4. Welches Beispiel hilft uns zu verstehen, wie der Glaube unsere heutigen Entscheidungen beeinflusst?
Antwort 1: Das Beispiel einer schwangeren Frau hilft uns dabei. Sie erwartet ein gesundes Baby. Sie denkt über die Freude nach, Mutter zu werden, trifft aber auch Entscheidungen, um ihre Gesundheit und die des Babys zu schützen. Ähnlich sollte unsere Hoffnung, in der neuen Welt zu leben, nicht darauf beschränkt sein, uns eine glückliche Zukunft vorzustellen. Wenn wir wirklich auf Jehovas Versprechen vertrauen, wird dieses Vertrauen beeinflussen, wie wir unser Leben jetzt nutzen.
Antwort 2: Eine werdende Mutter wartet nicht, bis ihr Baby geboren ist, um mit der Fürsorge zu beginnen. Die Erwartung, es zu bekommen, beeinflusst schon jetzt ihre Entscheidungen. Dieses Detail hilft zu verstehen, wie Glaube funktioniert: Auch wenn die neue Welt noch nicht gekommen ist, kann unser Vertrauen in sie unser heutiges Handeln bestimmen. Wir müssen nicht warten, bis sich die Versprechen erfüllen, bevor wir entsprechend handeln. Schon jetzt können wir zeigen, dass diese Zukunft für uns real ist.
Antwort 3: Das Beispiel der schwangeren Frau hebt den Unterschied zwischen etwas zu wünschen und entsprechend zu handeln hervor. Sie denkt nicht nur daran, wie glücklich sie sein wird, sondern kümmert sich auch um ihre Gesundheit und die ihres Babys. Wir können uns fragen, ob unsere Hoffnung eine ähnliche Wirkung hat. Ist an unseren Entscheidungen zu erkennen, dass wir in der neuen Welt leben möchten? Starker Glaube zeigt sich in Taten, nicht nur in den Gefühlen, die der Gedanke an die Zukunft in uns auslöst.
Antwort 4: Ich finde es hilfreich, dass das Beispiel eine künftige Hoffnung mit Entscheidungen im Alltag verbindet. Die schwangere Frau hat einen ganz konkreten Grund, auf sich zu achten: Sie denkt an ihr Baby. Auch wir haben einen starken Grund, unsere Lebensweise gut zu wählen: Wir hoffen, für immer in der neuen Welt zu leben. Diese Hoffnung tröstet uns nicht nur bei Problemen. Sie hilft uns auch zu entscheiden, was unsere Aufmerksamkeit verdient und welchen Platz die verschiedenen Tätigkeiten einnehmen sollten.
5, 6. a) Was versprach Jehova Abraham?
1. Mose 12:2 — Ich werde dich zu einem großen Volk machen und dich segnen. Ich werde deinen Namen groß machen und du wirst ein Segen für andere werden.
Antwort 1: Jehova versprach ihm, dass aus ihm eine große Nation hervorgehen würde. Das war ein außergewöhnliches Versprechen, denn Abraham und Sara waren schon älter und hatten keine Kinder. Um auf seine Erfüllung zu vertrauen, mussten sie über ihre Umstände hinausblicken. Ihre Hoffnung beruhte nicht auf dem, was aus menschlicher Sicht möglich schien, sondern auf ihrem Vertrauen in Jehova.
Antwort 2: Zu dem Versprechen gehörte, dass Abraham sehr viele Nachkommen haben würde und dass aus ihm Nationen und Könige hervorgehen würden. Jehova sprach mit ihm über eine Zukunft, die Abraham noch nicht sehen konnte. Damals hatte er nicht einmal mit Sara einen Sohn, doch Gott beschrieb ihm eine große Nachkommenschaft. Das hilft uns zu verstehen, warum er starken Glauben brauchte: Er musste Jehovas Wort mehr vertrauen als dem, was er um sich herum sah.
Antwort 3: Jehova versicherte ihm, dass er zu einer großen Nation werden würde – ein Versprechen, das sein Leben verändern sollte. Bemerkenswert ist, dass weder Abrahams und Saras Alter noch die Tatsache, dass sie keine Kinder hatten, ihr Vertrauen in Gott verhinderten. Für sie machten diese Umstände Jehovas Aussage nicht ungültig. Ihr Beispiel lädt uns ein, daran zu denken, wer das Versprechen gegeben hat, wenn wir noch nicht sehen, wie es sich erfüllen wird.
Antwort 4: Zusätzlich zu einer großen Nachkommenschaft versprach Jehova ihm, ihn zu segnen und zu einem Segen zu machen. Das Versprechen beschränkte sich also nicht darauf, seinen Wunsch nach einem Sohn zu erfüllen. Abraham konnte darauf vertrauen, dass Jehova einen Zweck für ihn und seine Nachkommen hatte. Auch wenn er nicht alle Einzelheiten kannte, hatte er Gründe, sein Leben von diesem Versprechen bestimmen zu lassen.
5, 6. b) Wie bewiesen Abraham und Sara ihren Glauben? (1. Mose 17:1, 2, 6; siehe auch das Bild).
1. Mose 12:1 — Jehova forderte Ạbram dann auf: „Verlass dein Land, deine Verwandten und das Haus deines Vaters, und zieh in das Land, das ich dir zeigen werde.
Antwort 1: Sie bewiesen ihren Glauben, indem sie Jehovas Aufforderung gehorchten, ihr Land zu verlassen und in das Land zu ziehen, das er ihnen zeigen würde. Sie sagten nicht nur, dass sie dem Versprechen vertrauten, sondern trafen eine Entscheidung, die ihr Leben veränderte. Ihr Gehorsam zeigte, dass sie Jehovas Wort für sicher hielten, obwohl sie noch nicht sehen konnten, wie es sich erfüllen würde.
Antwort 2: Abraham und Sara handelten, bevor sie die Erfüllung des Versprechens über Nachkommen sahen. Obwohl sie älter waren und keine Kinder hatten, warteten sie nicht darauf, dass sich ihre Umstände änderten, bevor sie gehorchten. Das zeigt, dass ihr Glaube nicht davon abhing, zuerst das Versprochene zu erhalten. Wir können sie nachahmen, indem wir Jehova jetzt gehorchen, statt zu denken, wir würden es tun, wenn es leichter wäre oder wenn wir alle Einzelheiten der Zukunft verstehen würden.
Antwort 3: Ihr Glaube zeigte sich darin, dass sie bereit waren, ihr Land und ihre Verwandten zu verlassen, um Jehovas Anleitung zu folgen. Es war eine konkrete Entscheidung und nicht nur eine Äußerung guter Wünsche. Der Absatz hilft uns zu erkennen, dass Vertrauen auf Gott wichtige Veränderungen erfordern kann. Abraham und Sara waren dazu bereit, weil sie das schätzten, was er ihnen versprochen hatte. Ihr Beispiel ermuntert uns, unsere eigene Hoffnung unsere Entscheidungen beeinflussen zu lassen.
Antwort 4: Das Bild von Abraham und Sara neben ihrem Zelt regt uns an, über das Leben nachzudenken, das sie führten, nachdem sie Jehova gehorcht hatten. Sie hatten noch nicht alles gesehen, was versprochen worden war, aber sie hatten ihr Leben auf diese Hoffnung ausgerichtet. Darin zeigt sich ihr Glaube: Er war keine von ihrem Alltag getrennte Idee. Auch wir beweisen Vertrauen in Gottes Versprechen, wenn unsere heutigen Entscheidungen damit übereinstimmen.
7, 8. Warum war Abraham bereit, der Aufforderung zu gehorchen, Isaak zu opfern?
Hebräer 11:19 — Dabei ging er davon aus, dass Gott ihn sogar von den Toten auferwecken könnte, und sinnbildlich empfing er ihn auch von dort.
Antwort 1: Weil er davon überzeugt war, dass Jehova sein Versprechen durch Isaak erfüllen würde, selbst wenn er ihn dafür auferwecken müsste. Abraham wusste nicht genau, wie diese Situation gelöst werden würde, aber er vertraute auf Gottes Macht. Seine Überlegung zeigt einen sehr starken Glauben: Er ließ sich durch die Schwierigkeit der Anweisung nicht daran zweifeln, was Jehova ihm bereits zugesichert hatte.
Antwort 2: Abraham hatte fest im Sinn, dass Jehova Isaak als den Sohn bezeichnet hatte, durch den seine Nachkommen kommen würden. Obwohl Isaak noch keine Kinder hatte, war Abraham sicher, dass dieses Versprechen nicht scheitern würde. Deshalb war er bereit zu gehorchen. Sein Vertrauen hing nicht davon ab, im Voraus jeden einzelnen Schritt zu verstehen. Das lehrt uns, uns an das zu erinnern, was wir über Jehova und seine Versprechen wissen, wenn wir eine Situation nur schwer verstehen können.
Antwort 3: Außergewöhnlich ist, dass Abraham an die Möglichkeit einer Auferstehung glaubte, obwohl es keinen Beweis dafür gab, dass jemand wieder zum Leben gekommen war. Er stützte seinen Glauben nicht darauf, zuvor einen ähnlichen Fall gesehen zu haben. Er vertraute darauf, dass Jehova die Macht hatte, sein Wort zu erfüllen. Das hilft uns, die Tiefe seines Glaubens zu verstehen: Das Fehlen eines Präzedenzfalls veranlasste ihn nicht, dem, was Gott tun konnte, Grenzen zu setzen.
Antwort 4: Er war bereit zu gehorchen, weil Jehovas Versprechen für ihn so sicher war, dass es gewissermaßen so war, als könnte er Isaaks künftige Nachkommen bereits sehen. Seine Aufmerksamkeit richtete sich nicht nur auf das, was damals geschah, sondern auch auf das, was Gott für die Zukunft garantiert hatte. Dieses Vertrauen bestimmte sein Verhalten. Die Lehre für uns ist, dass eine fest verankerte Hoffnung uns die Kraft geben kann, selbst unter sehr schwierigen Umständen zu gehorchen.
Antwort 5: Seine Bereitschaft zu gehorchen zeigte, dass er Jehova völlig vertraute. Gott hielt ihn auf, bevor er Isaak opferte, sodass Abraham ihm nicht das Leben nahm. Trotzdem hatte er durch seine Taten bereits gezeigt, wie sehr er auf Gottes Versprechen vertraute. Der Bericht hebt hervor, dass sein Glaube nicht nur aus Worten bestand. Auch für uns ist es wichtig, dass sich unser Vertrauen auf Jehova in Gehorsam zeigt und nicht nur in dem, was wir zu glauben behaupten.
9. a) Wie war das Leben der Israeliten, als Moses jung war?
1. Mose 13:15 — denn das ganze Land, das du siehst, werde ich dir und deinen Nachkommen auf Dauer als Besitz geben.
Antwort 1: Die Israeliten waren Sklaven in Ägypten, obwohl Jehova versprochen hatte, ihnen das Land Kanaan zu geben. Zwischen dem, was sie erlebten, und dem, was Gott angekündigt hatte, bestand ein großer Gegensatz. Dieser Gegensatz hilft zu verstehen, warum Glaube nötig war: Ihre gegenwärtige Situation zeigte noch nicht die Erfüllung des Versprechens, aber das bedeutete nicht, dass Jehova es vergessen hatte.
Antwort 2: Das Leben der Israeliten war sehr hart, weil sie versklavt waren. Das Bild zeigt, wie die Ägypter sie schlugen und Moses darunter litt, diese Behandlung mitanzusehen. Sie lebten also nicht einfach nur weit von Kanaan entfernt, sondern erlitten Misshandlungen. Wenn wir dieses Leid im Sinn behalten, können wir die Entscheidung schätzen, die Moses später traf, als er sich auf die Seite von Gottes Volk stellte.
Antwort 3: Während Moses ein bequemes Leben führte, lebten die Israeliten als Sklaven. Dieser Gegensatz ist wichtig, um den Bericht zu verstehen: Sich mit ihnen zu identifizieren würde Moses kein leichteres Leben bieten. Ihre schwierige Lage änderte jedoch nichts daran, dass sie Gottes Volk waren. Das Beispiel erinnert uns daran, dass materielle Vorteile kein Maßstab für das sind, was wirklich wertvoll ist.
Antwort 4: Die Israeliten befanden sich als Sklaven in Ägypten und genossen nicht das Land, das Jehova Abrahams Nachkommen versprochen hatte. Aus ihrer unmittelbaren Lage heraus konnte es schwierig erscheinen zu verstehen, wie dieses Versprechen erfüllt werden würde. Der Absatz bereitet so den Gegensatz zwischen dem Sichtbaren und dem vor, was Jehova gesagt hatte. Moses musste über diese Umstände hinausblicken, um eine Entscheidung aus Glauben zu treffen.
9. b) Wie war Moses’ Leben?
Apostelgeschichte 7:22 — So wurde Moses in der ganzen Weisheit der Ägypter ausgebildet. Ja, er war mächtig in Wort und Tat.
Antwort 1: Moses hatte in Ägypten eine hervorragende Ausbildung erhalten und führte ein bequemes Leben. Die Tochter des Pharao hatte ihn als Baby adoptiert, sodass seine Umstände ganz anders waren als die der versklavten Israeliten. Doch diese Vorteile führten nicht dazu, dass er Jehovas Versprechen nicht mehr schätzte. Sein Beispiel zeigt, dass Bequemlichkeit nicht unsere Prioritäten bestimmen muss.
Antwort 2: Im Gegensatz zu den anderen Israeliten war Moses als Adoptivsohn der Tochter des Pharao aufgewachsen. Er führte ein bequemes Leben und war in der Weisheit der Ägypter ausgebildet worden. Deshalb war seine spätere Entscheidung, sich auf die Seite von Gottes Volk zu stellen, bedeutsam. Er wollte nicht einem Leben als Sklave entkommen, sondern entschied sich für das, was er für wertvoller hielt als die Vorteile Ägyptens.
Antwort 3: Moses genoss Vorteile, die die versklavten Israeliten nicht hatten, aber er behielt Jehovas Versprechen im Blick. Der Absatz sagt, dass seine Eltern wahrscheinlich mit ihm darüber gesprochen hatten. Diese Nuance sollte erhalten bleiben, denn es wird nicht als Gewissheit dargestellt. Der Bericht hebt jedoch hervor, dass sein bequemes Leben und seine ägyptische Ausbildung das Vertrauen in Gottes Versprechen nicht verdrängten.
Antwort 4: Sein Leben war bequem, aber das bedeutete nicht, dass Ägypten für ihn das Wichtigste war. Moses konnte die sichtbaren Vorteile mit der Zukunft vergleichen, die Jehova seinem Volk versprochen hatte. Dieser Unterschied zwischen seinen Umständen und seinen Prioritäten ist eine nützliche Lehre. Wir können für unsere Bedürfnisse sorgen und das schätzen, was wir haben, ohne zuzulassen, dass Bequemlichkeit mehr Gewicht bekommt als unsere Beziehung zu Jehova.
10. Welche Entscheidung traf Moses im Alter von 40 Jahren, und warum? (Hebräer 11:24-26; siehe auch das Bild.)
Hebräer 11:24-26 — Aufgrund von Glauben weigerte sich Moses, als er erwachsen war, Sohn der Tochter des Pharao genannt zu werden. Er wollte sich lieber mit dem Volk Gottes schlecht behandeln lassen, als den vorübergehenden Genuss der Sünde zu haben. Für ihn war die Schande des Christus größerer Reichtum als die Schätze Ägyptens, denn er hatte die Belohnung fest im Blick.
Antwort 1: Moses entschied sich, sich auf die Seite von Gottes Volk zu stellen, obwohl das Leiden bedeuten würde. Die von Jehova versprochene Belohnung war für ihn wertvoller als die Vorteile Ägyptens. Sein Glaube bestimmte seine Prioritäten.
Antwort 2: Im Alter von 40 Jahren entschied Moses, die schlechte Behandlung von Gottes Volk zu teilen, statt weiterhin die Vorteile Ägyptens zu genießen. Er tat das, weil er darauf vertraute, dass Jehova den Israeliten das Land Kanaan geben würde. Für ihn war es mehr wert, an der Erfüllung dieses Versprechens beteiligt zu sein, als Reichtum oder Ruhm zu besitzen. Seine Entscheidung zeigt, dass der Glaube uns dazu bringen kann, das Richtige zu wählen, auch wenn es nicht das Bequemste ist.
Antwort 3: Moses beurteilte seine Möglichkeiten nicht nur danach, was er in diesem Augenblick bekommen konnte. Er dachte an die künftige Belohnung und entschied sich, sich mit Jehovas Volk zu identifizieren. Das Bild hilft uns zu erkennen, dass er sich bewusst war, was die Israeliten erlitten. Trotzdem ließ er sich dadurch nicht von ihnen trennen. Sein Beispiel regt uns an, uns zu fragen, ob unsere Entscheidungen unmittelbaren Vorteilen oder dem, was Jehova verspricht, mehr Gewicht geben.
Antwort 4: Er wählte die Gemeinschaft mit Gottes Volk, weil er an der Erfüllung des göttlichen Versprechens teilhaben wollte. Später beauftragte Jehova ihn, die Israeliten aus Ägypten herauszuführen. Die Reihenfolge der Ereignisse ist interessant: Moses hatte seinen Glauben bereits durch diese Entscheidung gezeigt. Er wartete nicht auf diesen Auftrag, um seine Prioritäten zu beweisen. Auch wir können jetzt wählen, was Jehova gefällt, ohne bereits alle Dienstmöglichkeiten zu kennen, die wir haben werden.
11. Wie bewiesen andere treue Männer und Frauen der Vergangenheit, dass Gottes Versprechen für sie real waren? (Hebräer 11:39, 40.)
Hebräer 11:39-40 — Obwohl sie wegen ihres Glaubens die Bestätigung für Gottes Anerkennung bekamen, erlebten sie alle nicht die Erfüllung des Versprechens. Gott hatte nämlich etwas Besseres für uns vorgesehen, damit sie nicht ohne uns vollkommen gemacht würden.
Antwort 1: Sie bewiesen es dadurch, dass sie treu blieben, obwohl sie zu Lebzeiten nicht alles erhielten, was versprochen worden war. Jehova erkannte ihren Glauben an, und ihre Entscheidungen zeigten, dass sie ihm vertrauten. Ihr Beispiel lehrt uns, dass wir nicht alle Versprechen erfüllt sehen müssen, um zu gehorchen. Wir können von ihrer Gewissheit sein und unser Verhalten schon jetzt davon bestimmen lassen.
Antwort 2: Diese Männer und Frauen trafen Entscheidungen, die Jehovas Vorhaben unterstützten. Für sie waren Gottes Versprechen keine ferne Möglichkeit ohne Bezug zu ihrem Alltag. Sie waren so real, dass sie beeinflussten, wozu sie bereit waren. Das ermöglicht uns, unseren eigenen Glauben zu prüfen: Es reicht nicht, zu sagen, dass wir an die neue Welt glauben. Wir möchten auch, dass sich diese Hoffnung in unseren Prioritäten und in unserer Art, mit Schwierigkeiten umzugehen, zeigt.
Antwort 3: Sie bewahrten ihr Vertrauen, obwohl die vollständige Erfüllung der Versprechen noch in der Zukunft lag. Der Absatz erklärt, dass sie sie sehen werden, wenn sie in der neuen Welt auferweckt werden. Ihre Treue hing also nicht davon ab, sofort alle Vorteile zu erhalten. Dieser Gedanke stärkt uns, wenn wir warten müssen. Die Verzögerung aus unserer Sicht macht das Versprechen nicht weniger sicher, und wenn wir während des Wartens treu bleiben, beweisen wir, dass wir Jehova wirklich vertrauen.
Antwort 4: Ihre Taten machten ihren Glauben sichtbar. Zu den erwähnten Personen gehört zum Beispiel Rahab, die die Spione friedlich aufnahm. Das Kapitel erinnert auch an viele andere treue Diener. Obwohl ihre Umstände verschieden waren, hinterließen sie alle Beispiele, die unser Vertrauen in Jehova stärken. Beim Lesen dieser Berichte können wir darauf achten, wie der Glaube ihre Entscheidungen beeinflusste, und überlegen, was uns helfen wird auszuharren oder weise zu handeln.
12. Wie hilft uns der Glaube an Jehovas Versprechen, die Schläge des Lebens auszuhalten?
Jesaja 33:24 — Und kein Bewohner wird sagen: „Ich bin krank. “Dem Volk, das in dem Land wohnt, wird sein Vergehen verziehen werden.
Antwort 1: Die Verheißung, dass Krankheiten verschwinden werden, gibt uns konkrete Hoffnung, wenn wir eine schwere Diagnose erhalten. Vielleicht fühlen wir uns zunächst völlig niedergeschmettert. Doch wenn wir uns daran erinnern, was Jehova tun wird, kann uns das nach und nach helfen, wieder eine positive Einstellung zu entwickeln. Glaube bedeutet nicht, dass die Nachricht uns nicht mehr wehtut. Er bedeutet, dass wir weiterhin eine Zukunft sehen, die über die Krankheit hinausgeht.
Antwort 2: Das hilft uns, weil wir wissen, dass die schmerzlichen Umstände, die wir jetzt erleben, nicht die Zukunft sind, die Jehova für uns vorgesehen hat. Er hat eine neue Welt versprochen, in der wir für immer leben können. Wenn diese Hoffnung fest in uns verwurzelt ist, gibt sie uns die Kraft, weiterzumachen, wenn uns ein unerwarteter Schlag trifft. Wie Abraham, Sara und Moses können wir von Gottes Versprechen so überzeugt sein, dass sie unsere Einstellung zu dem beeinflussen, was uns noch immer leiden lässt.
Antwort 3: Das Beispiel einer schweren Krankheit zeigt, dass der Glaube uns nach und nach helfen kann. Der Absatz räumt ein, dass man sich zunächst vielleicht völlig niedergeschmettert fühlt und dass es Zeit brauchen kann, wieder eine positive Einstellung zu gewinnen. Das ist tröstlich, denn traurig zu sein bedeutet nicht unbedingt, dass uns der Glaube fehlt. Wichtig ist, dass wir uns weiterhin an Jehovas Versprechen erinnern. Dieses Vertrauen kann uns stützen, während wir die Situation verarbeiten und lernen, mit der Schwierigkeit zu leben.
Antwort 4: Der Glaube hilft uns, dem, was Jehova verspricht, mehr Gewicht zu geben als dem Eindruck, unser Leiden werde nie enden. Treue Diener der Vergangenheit hielten seine Versprechen für sicher, obwohl sie deren Erfüllung noch nicht erlebt hatten. Wir können dasselbe Vertrauen entwickeln. Wenn wir leiden, ist es nicht einfach ein Versuch, uns abzulenken, über das Leben nachzudenken, das Gott uns anbietet. Wir erinnern uns an einen soliden Grund, die Hoffnung zu bewahren und weiter auszuharren.
13. a) Warum ist es gut, wenn wir uns im Paradies vorstellen?
Hebräer 6:17-18 — So hat es auch Gott gemacht. Als er den Erben des Versprechens noch deutlicher zeigen wollte, wie unveränderlich sein Vorhaben ist, gab er mit einem Eid die Garantie dafür. So sind wir, die wir an den Zufluchtsort geflohen sind, durch zwei unveränderliche Dinge, bei denen Gott unmöglich lügen kann, sehr dazu ermutigt worden, die uns in Aussicht gestellte Hoffnung fest zu ergreifen.
Antwort 1: Wenn wir uns das Paradies vorstellen, wird unsere Hoffnung realer. Diese Bibelstelle gibt ihr eine sichere Grundlage: Jehova lügt nicht und ändert seinen Vorsatz nicht. Wir denken über eine Zukunft nach, die er garantiert.
Antwort 2: Das ist gut, weil es uns hilft, Jehovas Versprechen auf unser eigenes Leben zu beziehen. Wir können darüber nachdenken, was vollkommene Gesundheit, echter Frieden oder die Auferstehung unserer Angehörigen bedeuten wird. So ist das Paradies nicht mehr nur eine allgemeine Vorstellung, sondern nimmt in unseren Gedanken einen realeren Platz ein. Es geht nicht darum, Einzelheiten zu erfinden, sondern liebevoll über die Segnungen nachzudenken, die Jehova tatsächlich versprochen hat.
Antwort 3: Wenn wir uns dort sehen, kann das unseren Wunsch stärken, weiterhin auf Jehova zu warten. Der Absatz empfiehlt, die Bilder in unseren Veröffentlichungen und die Videos zu nutzen, um über die Segnungen der neuen Welt nachzudenken. Diese Hilfen können unsere Aufmerksamkeit auf Gesundheit, Frieden und die Auferstehung lenken. Wichtig ist jedoch nicht nur, ein schönes Bild zu genießen. Wir möchten dadurch angeregt werden, über Gottes Versprechen nachzudenken und sie für uns realer zu machen.
13. b) Was müssen wir außer unserer Vorstellungskraft noch tun, wenn wir starken Glauben haben möchten?
Antwort 1: Wir müssen unserem Glauben eine biblische Grundlage geben. Wenn wir darüber nachdenken, dass Jehova nicht lügen kann und sein Vorsatz sich nicht ändert, überzeugt uns das davon, dass unsere Hoffnung sicher ist.
Antwort 2: Wir müssen uns Zeit nehmen, über Bibelberichte und Prophezeiungen nachzudenken, die unser Vertrauen in Jehova stärken. Der Absatz schlägt sehr persönliche Fragen vor: Welcher Bericht stärkt meinen Glauben, und welche Texte überzeugen mich davon, dass Gottes Vorsatz verwirklicht wird? Es geht nicht nur darum, die Antworten zu kennen, die andere geben würden. Wir möchten unsere eigenen biblischen Gründe erkennen, Jehova zu vertrauen. Wenn wir darüber nachdenken, wird unsere Hoffnung immer fester begründet sein.
Antwort 3: Wir müssen nicht nur über die Segnungen des Paradieses nachdenken, sondern auch über die Beweise dafür, dass Jehova seine Versprechen erfüllen wird. Die Vorstellungskraft hilft uns, diese Zukunft zu schätzen, aber der Glaube braucht eine feste Grundlage. Deshalb sollten wir uns nicht darauf beschränken, einen Text zu lesen und zum nächsten überzugehen. Wir können innehalten und uns fragen, was er uns über Jehova lehrt und warum er unser Vertrauen in ihn stärkt. Diese Zeit zum Nachdenken stärkt die Überzeugung, nicht nur die Gefühle.
14. Welche Entscheidungen werden wir in Bezug auf Unterhaltung treffen, wenn wir an Gottes Versprechen glauben?
Psalmen 11:5 — Den Gerechten wie auch den Bösen beobachtet Jehova prüfend. Er hasst jeden, der Gewalt liebt.
Antwort 1: Wir werden Unterhaltung meiden, die die Liebe zu Gewalt fördert. Dieser Psalm zeigt, dass das für Jehova keine Nebensache ist: Er hasst jeden, der Gewalt liebt. Wenn wir in einer Welt leben möchten, in der es keine Gewalt geben wird, sollten unsere Vorlieben mit dieser Hoffnung übereinstimmen. Deshalb werden wir bei einem Film, einem Lied oder einer Sendung berücksichtigen, wie Jehova deren Inhalt beurteilt.
Antwort 2: Wir werden Unterhaltung ablehnen, die Gewalt, sexuelle Unmoral oder Spiritismus enthält. Die Argumentation des Absatzes ist klar: Diese Dinge wird es in der neuen Welt nicht geben, weil Jehova sie hasst. Es wäre daher nicht sinnvoll, diese Zukunft zu wünschen und uns gleichzeitig mit dem zu vergnügen, was Gott beseitigen wird. Unser Glaube hilft uns, zwischen dem, was wir erwarten, und dem, was wir im Alltag ansehen oder anhören, Übereinstimmung zu schaffen.
Antwort 3: Wenn wir entscheiden, wie wir uns unterhalten, fragen wir nicht nur, ob uns etwas interessant erscheint. Wir fragen uns auch, ob es die Werte der neuen Welt widerspiegelt, auf die wir hoffen. Viele Filme, Lieder und Sendungen stellen Dinge dar, die Jehova missbilligt. Wenn wir seine Versprechen im Sinn behalten, können wir diese Möglichkeiten nach geistigen Maßstäben beurteilen. Unsere Wahl hängt dann nicht nur davon ab, worauf wir gerade Lust haben, sondern von der Lebensweise, die wir führen möchten, und von unserer Freundschaft mit Jehova.
Antwort 4: Der Glaube wird uns dazu bringen zu prüfen, ob unsere Unterhaltung mit unserer Hoffnung übereinstimmt. Wir können uns fragen, ob wir etwas genießen, von dem wir wissen, dass es in der neuen Welt keinen Platz haben wird. Diese Frage hilft uns, die Entscheidung persönlich zu betrachten, ohne uns darauf zu konzentrieren, was andere auswählen. Wichtig ist, dass unsere Vorlieben zeigen, dass wir schätzen, was Jehova liebt, und wirklich nach seinen Maßstäben leben möchten.
15. Was haben einige Brüder mit ihrer Freizeit beschlossen, und warum? (Siehe auch das Bild.)
Antwort 1: Einige Familien haben beschlossen, in ihrer Freizeit Aktivitäten einzuplanen, die sie Jehova und seiner Organisation näherbringen. Zum Beispiel besuchten manche Eltern auf Reisen Königreichssäle und Zweigbüros, damit ihre Töchter die weltweite Bruderschaft schätzen lernten. Es ging nicht nur darum, Orte kennenzulernen, sondern ihren Töchtern zu helfen, ihre Brüder und Schwestern zu schätzen. So nutzten sie angenehme Familienmomente, um gleichzeitig ihren Glauben zu stärken.
Antwort 2: Ein Ehepaar beschloss, einen Teil seiner Freizeit mit seinem Sohn dafür zu verwenden, etwas über die Schöpfung zu lernen. Sie besuchten Museen und Aquarien und luden andere Familien ein, sie zu begleiten. Diese Aktivitäten ermöglichten ihnen, gemeinsam Freude zu haben und gleichzeitig mehr über Jehovas Werke zu lernen. Das Beispiel zeigt, dass Erholung und die Stärkung des Glaubens nicht voneinander getrennt sein müssen. Wir können angenehme Aktivitäten auswählen, durch die wir unseren Schöpfer noch mehr schätzen lernen.
Antwort 3: Das Bild zeigt Eltern und ihren Sohn bei einem Besuch in einem Museum in Bethel. Es veranschaulicht eine Möglichkeit, die Freizeit zu nutzen, um Jehova und seiner Organisation näherzukommen. Der Zweck des Absatzes besteht nicht darin, allen Familien eine bestimmte Aktivität vorzuschreiben, sondern uns anzuregen, über die Wirkung unserer Entscheidungen nachzudenken. Jeder Christ entscheidet selbst, wie er diese Zeit verwendet, kann aber darauf achten, dass einige Aktivitäten seine Hoffnung realer und wertvoller machen.
Antwort 4: Diese Brüder haben Aktivitäten ausgewählt, durch die sie etwas über die Schöpfung lernen und andere Diener Jehovas besser kennenlernen können. Was die Beispiele verbindet, ist weder ein bestimmtes Reiseziel noch eine einzige Art, den Urlaub zu verbringen, sondern der Wunsch, den Glauben der Familie zu stärken. Daraus ergibt sich eine praktische Anwendung: Wenn wir unsere Freizeit planen, können wir uns fragen, was uns helfen wird, gemeinsam Freude zu haben und Jehova außerdem näherzukommen.
16. Welche Entscheidungen werden wir in Bezug auf materielle Dinge treffen, wenn wir an Gottes Versprechen glauben? (1. Korinther 7:29-31; siehe auch das Bild).
Matthäus 6:33 — Setzt also das Königreich und Gottes gerechte Maßstäbe weiter an die erste Stelle und ihr werdet all das andere noch dazubekommen.
Antwort 1: Wir werden das Königreich an die erste Stelle setzen, statt die Suche nach materiellen Dingen zum Mittelpunkt unseres Lebens zu machen. Jesus übersah unsere Bedürfnisse nicht, zeigte aber, was den ersten Platz einnehmen sollte. Wenn wir auf Jehovas Versprechen vertrauen, werden wir unsere Entscheidungen an dieser Priorität ausrichten. Wir werden für Essen, Kleidung und eine Wohnung sorgen, ohne zuzulassen, dass der Wunsch nach mehr unseren Dienst für Gott verdrängt.
Antwort 2: Wir werden eine ausgeglichene Einstellung zu Besitztümern haben. Wir alle brauchen Nahrung, Kleidung und einen Ort zum Wohnen, daher sagt der Artikel nicht, dass diese Dinge unwichtig seien. Die Frage ist, welchen Stellenwert wir ihnen geben. Ein starker Glaube hilft uns, zwischen dem Befriedigen von Bedürfnissen und dem Erwerb von Besitz als unserem Hauptziel zu unterscheiden. Wenn die neue Welt für uns Wirklichkeit ist, werden wir möchten, dass materielle Entscheidungen Raum für die Interessen des Königreichs lassen.
Antwort 3: Wir werden nicht unser ganzes Leben in eine Welt investieren, die vergeht. Wir können das, was wir aus diesem System benötigen, nutzen, ohne zuzulassen, dass es all unsere Interessen in Anspruch nimmt. Das ist eine praktische Folge davon, dass wir an Jehovas Versprechen glauben: Wir schätzen es mehr, seinen Willen zu tun, als vergängliche Dinge anzuhäufen. Bevor wir eine materielle Entscheidung treffen, können wir überlegen, ob sie uns hilft, unsere geistigen Prioritäten beizubehalten, oder ob sie letztlich dazu führt, dass diese in den Hintergrund treten.
Antwort 4: Das Bild von dem Ehepaar neben dem Predigtwagen hilft uns, darüber nachzudenken, welchen Platz wir dem Dienst für Jehova geben. Der Absatz erklärt, dass wir unseren Glauben dadurch zeigen, dass wir die Interessen des Königreichs an die erste Stelle setzen. Das bedeutet nicht, unsere Bedürfnisse zu vernachlässigen, sondern zu vermeiden, dass die Suche nach mehr Besitz uns das Wichtigste nimmt. Unsere Hoffnung wird sichtbar, wenn Entscheidungen über materielle Dinge es uns ermöglichen, Jehova weiterhin Zeit und Aufmerksamkeit zu widmen.
17. Welche Entscheidungen haben einige Brüder getroffen, die von Gottes Versprechen überzeugt sind? (Siehe auch das Bild).
1. Timotheus 6:6 — Natürlich bringt Gottergebenheit großen Gewinn, wenn sie mit Zufriedenheit verbunden ist.
Antwort 1: Viele junge Menschen haben sich für irgendeinen Bereich des Vollzeitdienstes entschieden und erlebt, wie wertvoll es ist, Jehova zu dienen und mit dem zufrieden zu sein, was sie haben. Ihre Entscheidung zeigt, dass sie das von Gott versprochene Leben als sehr nahe betrachten. Sie haben ihre ganze Hoffnung nicht auf das gesetzt, was dieses System bietet. Stattdessen haben sie ihre Zukunft so ausgerichtet, dass sie mehr Zeit für den Dienst für Jehova einsetzen können.
Antwort 2: Einige Brüder haben sich entschieden, ihr Leben dem Vollzeitdienst zu widmen, weil sie von Jehovas Versprechen überzeugt sind. Wenn sie über ihre Zukunft nachdachten, fragten sie nicht nur, welche Möglichkeiten diese Welt bietet. Sie behielten im Sinn, dass diesem System nur noch wenig Zeit bleibt. Das Bild von dem jungen Mann, der bei einer Bautätigkeit mithilft, regt uns an, darüber nachzudenken, wie wir unsere Kräfte und Fähigkeiten im Dienst für Jehova und seine Organisation einsetzen können.
Antwort 3: Viele junge Menschen haben sich für den Vollzeitdienst entschieden, doch der Absatz erinnert auch daran, dass Entscheidungen wie zu heiraten oder Kinder zu haben persönlich sind. Jede Möglichkeit hat Vorteile und Schwierigkeiten, deshalb dürfen wir die Entscheidung anderer nicht zu einer Regel für alle machen. Die entscheidende Frage ist, ob unsere eigenen Entscheidungen Vertrauen in Gottes Versprechen erkennen lassen. Diese Einstellung hilft uns, unsere Zukunft glaubensvoll zu beurteilen und gleichzeitig die Entscheidungen anderer zu respektieren.
Antwort 4: Die erwähnten jungen Menschen bereuen es nicht, den Vollzeitdienst gewählt zu haben. Sie haben erlebt, dass Hingabe an Jehova, verbunden mit Zufriedenheit, ihr Leben sehr bereichert. Das zeigt, dass den Blick auf die Zukunft gerichtet zu halten nicht bedeutet, auf jede gegenwärtige Freude zu verzichten. Ihr Glaube hat ihnen geholfen, Entscheidungen zu treffen, die ihnen schon jetzt zugutekommen. Auch wir können überlegen, welche Ziele unser Vertrauen in das von Jehova versprochene Leben am besten widerspiegeln würden.
18. Wie kommt es uns schon jetzt zugute, starken Glauben an Jehovas Versprechen zu haben?
Antwort 1: Das nützt uns hauptsächlich in zweierlei Hinsicht: Es hilft uns, Schwierigkeiten auszuhalten und kluge Entscheidungen zu treffen. Die Hoffnung auf die neue Welt wird nicht erst in der Zukunft wertvoll sein. Sie beeinflusst schon jetzt, wie wir mit einer Krankheit umgehen, wie wir unsere Zeit verwenden und was wir in unserem Leben an die erste Stelle setzen. Je wirklicher Jehovas Versprechen für uns sind, desto mehr können sie uns in den Umständen, die wir jetzt erleben, leiten und stützen.
Antwort 2: Ein starker Glaube hilft uns, nicht von den gegenwärtigen Problemen verschlungen zu werden. Wir wissen, dass sie vorübergehend sind und dass Jehova eine Zukunft ohne solche Schwierigkeiten versprochen hat. Diese Gewissheit beseitigt den Schmerz nicht automatisch, gibt uns aber einen Grund auszuharren. Während wir sehnsüchtig auf die Erfüllung seiner Versprechen warten, können wir unser Vertrauen in sie weiter stärken. So wird die Hoffnung zu einer Hilfe für den Alltag und nicht nur zu einem schönen Gedanken über morgen.
Antwort 3: Sie nützt uns auch, weil sie uns einen klaren Maßstab dafür gibt, wie wir leben sollten. Wir können überlegen, ob unsere Entscheidungen in Bezug auf Unterhaltung, Freizeit, materielle Dinge und die Zukunft mit dem übereinstimmen, was wir von Jehova erwarten. Diese Sichtweise hilft uns, das Wichtigste an die erste Stelle zu setzen. Wir möchten nicht nur wünschen, dass die neue Welt kommt; unser Vertrauen in sie soll auch daran zu erkennen sein, wie wir unser Leben jetzt gebrauchen.
Wie zeigten treue Männer und Frauen der Vergangenheit, dass sie den Blick auf Jehovas Versprechen gerichtet hielten?
Hebräer 11:39-40 — Obwohl sie wegen ihres Glaubens die Bestätigung für Gottes Anerkennung bekamen, erlebten sie alle nicht die Erfüllung des Versprechens. Gott hatte nämlich etwas Besseres für uns vorgesehen, damit sie nicht ohne uns vollkommen gemacht würden.
Antwort 1: Sie bewiesen ihren Glauben, indem sie treu blieben, obwohl sie nicht sahen, wie alle Versprechen zu ihren Lebzeiten erfüllt wurden. Ihre Entscheidungen zeigten, dass sie Jehova vertrauten und sein Vorhaben unterstützten. Dass sie weiter warten mussten, machte ihre Treue nicht nutzlos. Ihr Beispiel ermuntert uns, jetzt gehorsam zu sein, in der sicheren Gewissheit, dass Jehova erfüllen wird, was er versprochen hat.
Antwort 2: Moses bewies es, indem er sich dafür entschied, beim Volk Gottes zu sein, statt die Vorteile zu behalten, die er in Ägypten hatte. Mit 40 Jahren traf er eine Entscheidung, die Leiden bedeutete, aber er tat es, weil er die künftige Belohnung schätzte. Für ihn wog Jehovas Versprechen mehr als der Reichtum und die Ehre, die er hätte haben können. Sein Beispiel fasst den Gedanken des Studiums sehr gut zusammen: Der Glaube an etwas, das wir noch nicht sehen, kann unsere gegenwärtigen Entscheidungen verändern.
Antwort 3: Männer und Frauen wie die in Hebräer erwähnten zeigten ihren Glauben durch Taten. Rahab zum Beispiel nahm die Spione friedlich auf. Nicht alle lebten unter denselben Umständen und mussten dieselbe Entscheidung treffen, doch ihr Vertrauen in Jehova zeigte sich in dem, was sie taten. Wenn wir ihre Beispiele betrachten, können wir uns fragen, welche unserer Entscheidungen dasselbe Vertrauen zeigen werden. So werden wir aus diesen Berichten Nutzen ziehen – nicht nur, indem wir ihren Glauben bewundern, sondern auch, indem wir unseren eigenen stärken.
Antwort 4: Diese Diener Gottes betrachteten seine Versprechen als etwas Wirkliches, obwohl die vollständige Erfüllung erst nach ihrer Auferstehung erfolgen sollte. Sie machten ihren Gehorsam nicht davon abhängig, alle Vorteile sofort zu erhalten. Ihr Leben war von Vertrauen in Jehova geprägt. Das lehrt uns, den Wert, ihm zu dienen, nicht nur danach zu beurteilen, wie leicht oder schwierig die Gegenwart ist. Wir können ausharren und gute Entscheidungen treffen, weil wir wissen, dass die von ihm versprochene Zukunft sicher ist.
Wie hilft uns starker Glaube an Jehovas Versprechen, Schwierigkeiten auszuhalten?
2. Petrus 3:13 — Es gibt jedoch einen neuen Himmel und eine neue Erde, die wir aufgrund seines Versprechens erwarten, und in diesen wird Gerechtigkeit herrschen.
Antwort 1: Er hilft uns, daran zu denken, dass Jehova eine neue Welt versprochen hat, in der Gerechtigkeit herrschen wird. Daher stellen die gegenwärtigen Schwierigkeiten nicht alles dar, was uns erwartet. Diese Sichtweise gibt uns Kraft auszuharren, ohne die Hoffnung zu verlieren. Auch wenn eine Prüfung andauert, können wir über sie hinausblicken und daran denken, dass unsere Zukunft mit einem Versprechen Gottes verbunden ist und nicht mit den Grenzen der heutigen Welt.
Antwort 2: Bei einer schweren Krankheit erinnert uns der Glaube daran, dass Jehova eine Zukunft ohne Krankheiten verspricht. Vielleicht fühlen wir uns anfangs sehr niedergeschlagen, doch diese Hoffnung kann uns helfen, nach und nach wieder eine positive Einstellung zu gewinnen. Es wird nicht erwartet, dass wir sofort aufhören zu leiden. Was uns stützt, ist die Überzeugung, dass die Situation nicht dauerhaft sein wird. Je wirklicher dieses Versprechen für uns ist, desto mehr kann es uns helfen weiterzumachen.
Antwort 3: Der Glaube hilft uns auszuharren, indem er die Segnungen, die Jehova verspricht, in unserem Denken lebendig hält. Wir können über vollkommene Gesundheit, echten Frieden und die Freude nachdenken, auferstandene Angehörige willkommen zu heißen. Dadurch können wir über das hinausblicken, was uns jetzt wehtut. Die Bilder in unseren Veröffentlichungen und die Videos können uns helfen, über diese Versprechen nachzudenken. So nimmt unsere Hoffnung auch in einer schwierigen Zeit einen wirklichen Platz in unserem Leben ein.
Antwort 4: Ein starker Glaube stützt uns, weil er auf einer festeren Grundlage beruht als unsere momentanen Gefühle. Deshalb müssen wir über Berichte, Prophezeiungen und Bibeltexte nachdenken, die uns davon überzeugen, dass Jehova sein Vorhaben verwirklichen wird. In einer Prüfung fällt es uns vielleicht schwer, uns ermutigt zu fühlen, aber wir können uns an die Gründe erinnern, die wir haben, ihm zu vertrauen. Wenn wir Zeit darauf verwenden, diese Überzeugung zu stärken, sind wir darauf vorbereitet, Schwierigkeiten zu begegnen, ohne allein davon abhängig zu sein, dass sich die Umstände verbessern.
Welche guten Entscheidungen werden wir treffen, wenn wir starken Glauben an Gottes Versprechen haben?
Matthäus 6:33 — Setzt also das Königreich und Gottes gerechte Maßstäbe weiter an die erste Stelle und ihr werdet all das andere noch dazubekommen.
Antwort 1: Wir werden die Interessen des Königreichs an die erste Stelle setzen. Dazu gehört, für unsere materiellen Bedürfnisse zu sorgen, ohne Besitz zum Wichtigsten zu machen. Wenn wir wirklich an die neue Welt glauben, werden wir nicht unser ganzes Leben damit verbringen, uns das zu beschaffen, was dieses System zu bieten hat. Unser Glaube wird uns helfen, materielle Dinge ausgeglichen zu gebrauchen und Zeit und Kraft dafür zu reservieren, Jehovas Willen zu tun.
Antwort 2: Wir werden Unterhaltung auswählen, die mit Jehovas Maßstäben übereinstimmt. Wir wollen uns nicht mit Gewalt, sexueller Unmoral oder Spiritismus unterhalten, weil wir wissen, dass es solche Dinge in der neuen Welt nicht geben wird. Unsere Hoffnung hilft uns, konsequent zu sein: Wenn wir in einer sauberen, friedlichen und gerechten Welt leben möchten, wollen wir schon jetzt zeigen, dass unsere Vorlieben diesem Wunsch entsprechen. Dadurch werden unsere Entscheidungen darüber, was wir ansehen und anhören, zeigen, dass wir unseren Blick auf die Versprechen Gottes gerichtet halten.
Antwort 3: Wir werden einen Teil unserer Freizeit für Aktivitäten verwenden, die uns Jehova und unseren Brüdern näherbringen. Zu den Beispielen aus dem Artikel gehören Besuche in Königreichssälen und Zweigbüros, etwas über die Schöpfung zu lernen und diese Aktivitäten mit anderen Familien zu unternehmen. Jeder Christ muss selbst entscheiden, wie er seine Zeit verwendet; es geht nicht darum, allen dieselbe Möglichkeit aufzuzwingen. Wichtig ist, über Aktivitäten nachzudenken, die uns nicht nur Freude machen, sondern auch helfen, unseren Glauben zu stärken.
Antwort 4: Wenn wir Pläne für die Zukunft machen, werden wir berücksichtigen, dass das Leben, das Jehova verspricht, nahe ist. Viele junge Menschen haben sich für den Vollzeitdienst entschieden und sind mit dieser Entscheidung glücklich. Andere Fragen, etwa ob man heiratet oder Kinder hat, sind nach wie vor persönliche Entscheidungen. Entscheidend ist, zu prüfen, ob unsere Ziele Vertrauen auf Gott erkennen lassen. Ein starker Glaube hilft uns, nicht nur nach den unmittelbaren Vorteilen zu entscheiden, sondern auch danach, was für unser Verhältnis zu Jehova den größten Wert haben wird.
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