Kapitel 31: Ein kleines Sklavenmädchen sprach mutig
Auf welche Weise bewies das israelitische Mädchen Mut?
Kommentar 1: Sie bewies Mut, als sie in einem Haus, in dem ein anderer Gott angebetet wurde, über Jehova sprach. Naaman war ein wichtiger Heerführer, sie dagegen ein kleines ausländisches Sklavenmädchen. Es konnte einschüchternd sein, den Propheten Jehovas als jemanden zu empfehlen, der ihm helfen konnte. Doch sie ließ sich durch den Unterschied in ihrer Stellung nicht zum Schweigen bringen. Sie sprach mit Naamans Frau, weil sie auf Jehova vertraute und das Leid lindern wollte, das sie in dieser Familie sah.
Kommentar 2: Mutig war sie auch dadurch, dass sie fern von ihrer Familie und umgeben von Götzenanbetern weiter auf Jehova vertraute. Wie das Kapitel erklärt, wusste sie nicht, ob Elisa schon einmal jemanden von Aussatz geheilt hatte, aber sie war überzeugt, dass Jehova ihn gebrauchen konnte, um das Nötige zu tun. Ihr Mut hing nicht davon ab, alle Antworten zu kennen oder das Ergebnis kontrollieren zu können. Er beruhte auf dem, was sie über ihren Gott wusste. Dieses Vertrauen veranlasste sie zu sprechen.
Kommentar 3: Ihr Mut war mit großer Anteilnahme verbunden. Die Syrer hatten sie von ihrer Familie getrennt, und Naaman war ein Feind Israels. Trotzdem freute sie sich nicht über seine Krankheit und war dem Leid seiner Frau gegenüber nicht gleichgültig. Sie unternahm etwas, um ihnen zu helfen. Das lehrt mich, dass Mut nicht immer bedeutet, sich jemandem entgegenzustellen. Manchmal bedeutet er, unter sehr schwierigen Umständen Gutes zu tun und nicht zuzulassen, dass eigenes erlittenes Leid den Wunsch zu helfen erstickt.
1. Warum könnte das israelitische Mädchen die Syrer als beängstigend und fremd angesehen haben? (w96 15. 5. 8 Abs. 3). A
2. Könige 5:2 — Bei einem ihrer Überfälle hatten die Syrer in Israel ein kleines Mädchen gefangen genommen. Die Kleine wurde eine Dienerin von Naamans Frau.
Kommentar 1: Dieser Vers zeigt, dass sie nicht freiwillig nach Syrien gekommen war. Man hatte sie bei einem Angriff gefangen genommen und zu einer Dienerin gemacht. Deshalb ist verständlich, dass ihr die Syrer beängstigend vorkamen: Durch ihre Ankunft hatte sie die Nähe ihrer Familie verloren und war in ein unbekanntes Land geraten. Wenn wir uns bewusst machen, wie sie in dieses Haus gekommen war, schätzen wir ihr Beispiel noch mehr. Sie sprach nicht aus einer bequemen Lage über Jehova, sondern nachdem sie sehr schmerzhafte Umstände erlebt hatte.
Kommentar 2: Außerdem bestand ein gewaltiger religiöser Unterschied. Die Quelle erklärt, dass die Syrer die Sonne, den Mond, die Sterne, Pflanzen und sogar Steine anbeteten. Sie dagegen stammte aus einer Familie, die Jehova, den einzigen wahren Gott, anbetete. Sie war also nicht nur von vertrauten Menschen getrennt, sondern lebte auch unter Leuten mit ganz anderen Glaubensansichten. Dieser Gegensatz hilft zu verstehen, warum ihr diese Umgebung so fremd vorkommen konnte und warum sie Mut brauchte, über ihren Gott zu sprechen.
Kommentar 3: Das Mädchen war von einer gottesfürchtigen Familie getrennt worden. Früher hatte es die Gesellschaft von Menschen, die seine Anbetung teilten; in Syrien hatte es dieses vertraute Umfeld nicht mehr. Dadurch wurde seine Lage noch schwieriger: Es musste sich an ein neues Leben gewöhnen, ohne das aufzugeben, was es über Jehova gelernt hatte. Mich beeindruckt, dass sein Vertrauen in Jehova trotz der großen Veränderungen bei Menschen und Umständen stark genug blieb, mutig über ihn zu sprechen.
2. Welche Auswirkungen kann Aussatz auf einen Menschen haben? (it „Aussatz“ Abs. 3-5).
Kommentar 1: Das Nachschlagewerk erklärt, dass eine Form von Aussatz die Haut verdicken und zuerst im Gesicht, später auch an anderen Körperteilen Knoten bilden kann. Außerdem können die Schleimhäute von Nase und Hals geschädigt werden. Es handelt sich also nicht lediglich um eine oberflächliche Hautveränderung. Die Krankheit kann einen Menschen entstellen und seine Gesundheit ernsthaft beeinträchtigen. Das hilft uns zu verstehen, warum im Kapitel eine so traurige Atmosphäre in Naamans Haus beschrieben wird.
Kommentar 2: Eine andere Form befällt hauptsächlich die peripheren Nerven. Dadurch kann die Haut bei Berührung schmerzen oder umgekehrt jedes Gefühl verlieren und taub werden. Es gibt auch eine Form, die verschiedene Symptome miteinander verbindet. Wir wissen nicht, welche konkreten Erscheinungen Naaman hatte, und sollten ihm deshalb nicht alle zuschreiben. Wenn wir diese möglichen Auswirkungen kennen, verstehen wir jedoch besser, wie schwer seine Krankheit war und wie viel Mitgefühl das Mädchen empfand, als es sah, wie er und seine Frau litten.
Kommentar 3: Im weiteren Verlauf kann die Krankheit nässende Wunden, den Verlust von Haaren und Augenbrauen sowie eine Schädigung der Nägel verursachen. In schweren Fällen können Gewebe an Fingern, Nase und Augen zerstört werden und sogar der Tod eintreten. Diese Auswirkungen zeigen, dass Naaman ein sehr ernstes Problem hatte, das seine Macht als Heerführer nicht lösen konnte.
3. Warum nahm Elisa Naamans Geschenk nicht an? (w05 1. 8. 9 Abs. 2).
Kommentar 1: Elisa nahm das Geschenk nicht an, weil er wusste, dass Naaman durch Jehovas Macht geheilt worden war, nicht durch seine eigene. Er hatte Gottes Anweisungen übermittelt, war aber nicht die Quelle dieser Macht. Das Geschenk abzulehnen, stand mit dieser Erkenntnis im Einklang. Er wollte aus der Aufgabe, die Jehova ihm gegeben hatte, keinen persönlichen Vorteil ziehen. Sein Beispiel lehrt uns, demütig zu bleiben und uns nicht den Verdienst für etwas zuzuschreiben, das wir mit Jehovas Hilfe tun können.
Matthäus 10:8 — Heilt Kranke, erweckt Tote auf, macht Aussätzige gesund, treibt Dämọnen aus. Kostenlos habt ihr bekommen, kostenlos gebt.
Kommentar 2: Jesu Anweisung in Matthäus 10:8 enthält einen Grundsatz, der mit Elisas Verhalten übereinstimmt: Was man von Gott erhalten hat, darf nicht dazu dienen, persönlichen Gewinn zu erlangen. Die Jünger hatten die Macht, die Jesus ihnen gab, nicht gekauft. Ebenso hatte Elisa Naamans Heilung nicht selbst bewirkt. Die Quelle wendet diesen Grundsatz auf Jehovas Diener heute an: Wir dienen, um Menschen zu helfen, nicht um aus ihnen Nutzen zu ziehen.
Kommentar 3: Ich finde bemerkenswert, dass Elisa bei seiner Entscheidung blieb, obwohl Naaman weiter darauf bestand. Das Problem war nicht, dass Naaman undankbar gewesen wäre; er wollte seine Dankbarkeit tatsächlich durch ein Geschenk ausdrücken. Doch Elisa wusste genau, dass er seinen Dienst für Jehova nicht dazu verwenden durfte, reich zu werden. Das lehrt uns, im Voraus zu entscheiden, warum wir Gott dienen. Wenn Liebe zu Jehova und zu den Menschen unser Beweggrund ist, können wir unberechtigte Vorteile ablehnen.
4. Warum war Elisa sicher, dass Jehova Naaman vergeben würde, wenn er sich vor Rimmon verbeugte? (2. Kö. 5:18, 19; w05 1. 8. 9 Abs. 3). B
2. Könige 5:18-19 — Doch in einer Sache bittet dein Diener Jehova um Verzeihung: Wenn mein Herr in das Haus Rịmmons geht, um sich dort zu verbeugen, dann stützt er sich auf meinen Arm und ich muss mich auch verbeugen. Möge Jehova deinem Diener bitte verzeihen, wenn ich mich im Haus Rịmmons verbeuge. “ Darauf sagte Elịsa zu ihm: „Geh in Frieden. “Nachdem Naaman weggegangen war und schon ein Stück Weg zurückgelegt hatte,
Kommentar 1: Naaman erklärte, dass sich der König beim Sichverbeugen auf seinen Arm stützte. Die Quelle macht deutlich, dass der alte König wegen seiner schwachen Gesundheit diese Unterstützung brauchte. Wenn Naaman sich also verbeugte, tat er es, um ihn zu stützen, nicht um Rimmon anzubeten. Es wäre eine rein mechanische Bewegung im Zusammenhang mit seiner bürgerlichen Pflicht gewesen. Elisa glaubte seiner Erklärung. Die Antwort des Propheten billigte keine falsche Anbetung, sondern berücksichtigte, was Naaman tatsächlich tun würde.
Kommentar 2: Der Zusammenhang zeigt, dass Naaman nicht nach einer Möglichkeit suchte, weiterhin zwei Götter anzubeten. Nach seiner Heilung hatte er erklärt, dass er nur Jehova Opfer darbringen wollte. Seine Sorge war, wie er seine Pflicht erfüllen sollte, den König zu stützen, wenn dieser sich vor Rimmon verbeugte. Elisa erkannte an, dass dies seine wirkliche Absicht war. Entscheidend war also nicht einfach die Körperhaltung, sondern dass seine Handlung ausschließlich dazu diente, den König zu unterstützen.
Kommentar 3: Dieser Fall lehrt mich, die Tatsachen sorgfältig zu prüfen, bevor ich über jemanden urteile. Von außen hätte jemand Naaman sich verbeugen sehen und denken können, er bete Rimmon an. Seine Erklärung zeigte jedoch, dass er den König stützte und nur Jehova dienen wollte. Das macht die Teilnahme an falscher Anbetung nicht akzeptabel. Es erinnert uns vielmehr daran, zwischen dem äußeren Eindruck einer Handlung und dem, was in einer konkreten Situation tatsächlich geschieht, zu unterscheiden.
Naaman war der Heerführer Syriens. Obwohl er in Israel eingefallen war, heilte Jehova ihn. Was lehrt Sie das über Jehovas Barmherzigkeit und Unparteilichkeit? C
Kommentar 1: Das lehrt mich, dass Jehova seine Barmherzigkeit nicht auf Menschen einer bestimmten Nationalität beschränkt. Naaman war Syrer und Heerführer einer Nation, die Israels Feind war. Trotzdem heilte Jehova ihn, als er die durch Elisa übermittelten Anweisungen befolgte. Wir sollten nicht denken, jemand stehe wegen seiner Herkunft oder Gruppenzugehörigkeit außerhalb der Reichweite von Jehovas Hilfe. Der Bericht motiviert mich, jeden Menschen als jemanden zu sehen, der Jehova kennenlernen und ihm dienen kann.
Kommentar 2: Ich sehe auch, dass Jehova Naaman ermöglichte, sich zu ändern. Zuerst wurde er über die erhaltenen Anweisungen wütend und wollte fast weggehen. Doch er hörte auf seine Diener, demütigte sich und gehorchte. Jehova heilte ihn, und danach erkannte Naaman den wahren Gott an. Das hilft mir, einen Menschen nicht nur nach seiner ersten Reaktion zu beurteilen. Jemand, der das Gehörte zunächst ablehnt, kann später darüber nachdenken, Demut zeigen und positiv auf geistige Hilfe reagieren.
Kommentar 3: Ich kann diese Unparteilichkeit nachahmen, wenn ich Zeugnis gebe und mich nicht vom Äußeren eines Menschen beeinflussen lasse. Das Bild im Material zeigt einen jungen Zeugen, der mit einem Mitschüler spricht, dessen Aussehen anders ist als seines. Allein durch sein Äußeres können wir nicht erkennen, was im Herzen eines Menschen ist. Das israelitische Mädchen sah in Naaman einen leidenden Menschen, der Hilfe erhalten konnte. Auch ich möchte auf die Bedürfnisse eines Menschen achten, statt im Voraus zu entscheiden, dass er Jehova nicht kennenlernen möchte.
Wie hilft Ihnen das Beispiel des israelitischen Mädchens, trotz Angst Zeugnis zu geben?
Kommentar 1: Ihr Beispiel erinnert mich daran, dass Angst nicht bedeutet, dass ich nicht mutig handeln kann. Das Mädchen befand sich in einer einschüchternden Lage, hatte aber etwas Gutes mitzuteilen. Das Kapitel deutet an, dass es Jehova wahrscheinlich um Mut bat. Auch ich kann vor einem Gespräch, das mir Sorgen macht, beten. Statt darauf zu warten, völlig ruhig zu sein, kann ich mich auf die Hilfe konzentrieren, die der andere erhalten könnte, und einen einfachen Schritt unternehmen, um respektvoll über Jehova zu sprechen.
Kommentar 2: Mir hilft der Gedanke, dass sie keine lange Erklärung geben musste. Ihre wenigen Worte gegenüber Naamans Frau zeigten, wo Hilfe zu finden war. Manchmal nimmt die Angst zu, weil wir denken, wir müssten vieles erklären oder jede Frage beantworten können. Der Bericht ermuntert mich, mit etwas Einfachem zu beginnen, das ich gut kenne. Ein klarer biblischer Gedanke, der mit echtem Interesse geäußert wird, kann ein Gespräch eröffnen. Ich muss nicht alles auf einmal sagen, um ein gutes Zeugnis zu geben.
Kommentar 3: Das Mädchen dachte an Naamans und seiner Frau Leid, nicht nur daran, wie schwierig das Gespräch für sie sein könnte. Das lehrt mich, die Aufmerksamkeit auf den anderen zu richten. Wenn ein Mitschüler Sorgen hat oder eine schmerzhafte Zeit durchmacht, kann ich mich fragen, welcher biblische Gedanke ihn trösten könnte. Der Wunsch zu helfen kann mich trotz Nervosität zum Reden bewegen. So wird das Zeugnisgeben nicht nur zu einer beängstigenden Situation, sondern zu einer Gelegenheit, Liebe zu zeigen.
Auf welche anderen Arten können Sie den Mut des israelitischen Mädchens nachahmen?
Kommentar 1: Ich kann sie nachahmen, indem ich Jehova gegenüber loyal bleibe, wenn ich von Menschen umgeben bin, die meine Glaubensansichten nicht teilen. Das Mädchen vertraute weiter auf ihn, obwohl es von seiner Familie getrennt war und in einer Umgebung falscher Anbetung lebte. Auch ich könnte in der Schule oder am Arbeitsplatz ohne andere Zeugen sein. Sein Beispiel ermuntert mich, meine Überzeugungen nicht aus Scham zu verbergen und mich nicht vom Umfeld beeinflussen zu lassen. Ich kann andere respektieren und gleichzeitig Jehova treu bleiben.
Kommentar 2: Eine weitere Möglichkeit besteht darin, auch unter schwierigen Umständen weiter Gutes zu tun. Das Mädchen hatte viel gelitten, bewahrte aber ein mitfühlendes Herz. Es ließ nicht zu, dass sein eigenes Leid es gegenüber dem Leiden anderer gleichgültig machte. Das ermuntert mich, nicht zu denken, ich könne erst helfen, wenn alle meine Probleme gelöst sind. Selbst in einer schwierigen Phase kann ich vielleicht jemandem zuhören, Mut machen oder etwas Freundliches tun. Sein Beispiel zeigt, dass Mut und Mitgefühl zusammengehören können.
Kommentar 3: Ich kann es auch nachahmen, wenn ich mich durch das Alter oder die Stellung eines Menschen nicht davon abhalten lasse, etwas beizutragen. Es war ein Sklavenmädchen, kannte aber Jehova und wusste, wo Naaman Hilfe finden konnte. Es versuchte nicht, jemanden zu beeindrucken, und sprach nicht hart. Es teilte einfach mit, was helfen konnte. Das ermuntert besonders junge Menschen: Auch wenn andere mehr Erfahrung oder Autorität haben, könnt ihr viel Gutes tun, indem ihr demütig weitergebt, was ihr von Jehova gelernt habt.
Was lehrt mich dieser Bericht über Jehova?
Kommentar 1: Ich lerne, dass Jehova die Macht hat, etwas zu tun, was kein Mensch aus eigener Kraft erreichen kann. Naaman war ein bedeutender und angesehener Krieger, doch seine Krankheit konnte er dadurch nicht loswerden. Als er die durch Elisa übermittelten Anweisungen befolgte, wurde er völlig rein. Die Heilung kam weder durch Naamans militärische Macht noch durch die mitgebrachten Mittel, sondern von Jehova. Das stärkt mein Vertrauen, dass menschliche Grenzen keine Grenzen für unseren Gott darstellen.
Kommentar 2: Ich lerne, dass Jehova Menschen schätzt, die von anderen vielleicht übersehen werden. Die Bibel nennt den Namen des Mädchens nicht, bewahrt aber, was es getan hat. Das Kapitel hebt hervor, dass Jehova seinen Namen kennt und davon spricht, wie schön es sein wird, es nach seiner Auferstehung kennenzulernen. Das berührt mich, weil es keine wichtige Stellung hatte. Seine Treue und sein Mut zeichneten es aus. Für Jehova muss ein Mensch weder berühmt noch mächtig sein, damit seine Treue wertvoll ist.
Kommentar 3: Ich lerne auch, dass die Erkenntnis Jehovas einen Menschen tiefgreifend verändern kann. Naaman kehrte nicht nur mit gesunder Haut nach Hause zurück. Nachdem er Jehovas Macht erlebt hatte, beschloss er, anderen Göttern keine Opfer mehr zu bringen und Jehova zu dienen. Das Mädchen hatte auf eine Lösung für seine Krankheit hingewiesen, doch das Ergebnis ging weit darüber hinaus. Das erinnert mich daran, dass die wertvollste Hilfe, die wir anbieten können, darin besteht, jemanden Jehova näherzubringen, denn das kann seine Anbetung und seine Lebensweise verändern.
Wie steht dieser Bericht mit Jehovas Vorsatz und dem Hauptthema der Bibel in Verbindung?
Kommentar 1: Der Bericht steht mit der Heiligung von Jehovas Namen in Verbindung, weil Naaman dadurch erkannte, wer der wahre Gott ist. Er hatte Rimmon angebetet, doch nach seiner Heilung erkannte er Jehova an und beschloss, nur ihm zu dienen. Das Ergebnis bestand nicht darin, dem Mädchen Ruhm zu bringen oder Elisa reich zu machen. Entscheidend war, dass Jehova die ihm gebührende Anerkennung erhielt. Wir sehen daran, wie eine persönliche Erfahrung die Wahrheit über Gott hervorheben und seinen Namen ehren kann.
Kommentar 2: Wir sehen auch, dass die Erkenntnis Jehovas nicht auf eine Familie oder Nation beschränkt bleiben sollte. Die Worte eines israelitischen Mädchens erreichten einen syrischen Heerführer und durch ihn den König von Syrien. Naaman begann schließlich, Jehova anzubeten. Der Bericht zeigt, dass Menschen aus anderen Nationen den wahren Gott kennenlernen können. Das verleiht unseren Bemühungen, mit Menschen jeder Herkunft über ihn zu sprechen, zusätzlichen Sinn. Wir sollten nicht annehmen, ihre Vergangenheit würde sie daran hindern zuzuhören.
Kommentar 3: Das Kapitel lenkt unsere Aufmerksamkeit auch auf die Auferstehung, denn es lädt uns ein, daran zu denken, dieses Mädchen kennenzulernen, wenn Jehova es auferweckt. Die Geschichte beschränkt sich nicht auf das Leid, das es erlebt hat, oder auf die wenigen Einzelheiten, die wir über sein Leben kennen. Jehova kennt den weiteren Verlauf seiner Geschichte und kann ihm das Leben zurückgeben. Diese Perspektive verbindet den Bericht mit der biblischen Hoffnung für Verstorbene und ermuntert uns, seinen Glauben jetzt nachzuahmen, mit dem Wunsch, es in der Zukunft kennenzulernen.
Was würde ich das israelitische Mädchen gern fragen, wenn es aufersteht? a
Kommentar 1: Ich würde es gern nach seinem Namen fragen und mehr über seine Familie erfahren. Das Kapitel zeigt uns seinen Glauben und Mut, lässt aber viele Einzelheiten seines Lebens offen. Es wäre schön, von ihm selbst zu hören, wie sein Leben in Israel war, bevor es gefangen weggeführt wurde. Der Gedanke an dieses Gespräch macht die Auferstehungshoffnung für mich persönlicher: Es geht nicht nur darum, sich an einen Bericht zu erinnern, sondern die Person kennenzulernen, die ihn erlebt hat.
Kommentar 2: Ich würde fragen, was es vor seiner Ankunft in Syrien über Jehova und Elisa gelernt hatte. Das Kapitel sagt, dass seine Eltern ihm wahrscheinlich von den erstaunlichen Dingen erzählt hatten, die Jehova durch den Propheten getan hatte, nennt aber nicht, welche davon es kannte. Ich möchte wissen, welche Lehren sein Vertrauen so sehr stärkten. Seine Antwort könnte uns helfen, den Wert zu schätzen, Kinder über Jehova zu belehren und ihnen zu helfen, ihn gut kennenzulernen, bevor sie schwierige Situationen erleben.
Kommentar 3: Ich würde fragen, was ihm half, sich an das neue Leben zu gewöhnen, ohne das Vertrauen in Jehova zu verlieren. Wir wissen, dass es von seiner Familie getrennt und zum Sklaven gemacht wurde, kennen aber nicht alle Herausforderungen, denen es täglich gegenüberstand. Ich möchte hören, wie es seinen Glauben unter diesen Umständen lebendig hielt. Ich möchte keine Einzelheiten voraussetzen, die die Bibel nicht berichtet. Gerade deshalb wäre es so wertvoll, seine eigene Erfahrung zu hören und zu erfahren, wie es sich auf Jehova stützte.
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