Hesekiel 38:2. Warum könnte man sagen, dass sich der Name Gog auf keinen menschlichen Herrscher bezieht? (it „Gog“ Nr. 2 Abs. 5)
Antwort 1: Ein erster Grund ist, dass Gog keinem bekannten menschlichen Herrscher der Geschichte zugeordnet werden konnte. Das steht im Gegensatz zu den Ländern und Völkern, die in derselben Prophezeiung erwähnt werden und die sich anhand der Bibel und bis zu einem gewissen Grad auch anhand der weltlichen Geschichte identifizieren lassen. Es gibt also keine gültige historische Identifizierung, aufgrund deren man sagen könnte, Gog sei ein bekannter menschlicher König oder Anführer gewesen.
Antwort 2: Am häufigsten wurde Gog mit Gyges, dem König von Lydien im Westen Kleinasiens, gleichgesetzt. In den Aufzeichnungen des assyrischen Königs Assurbanipal erscheint er unter dem Namen Guggu. Das ist die historische Erklärung, die in der Studienhilfe untersucht wird. Doch die Tatsache, dass dieser Name in den Aufzeichnungen vorkommt, beweist nicht, dass Gyges der Gog war, von dem Hesekiel sprach.
Antwort 3: Der entscheidende Grund, Gyges auszuschließen, ist die Chronologie. Dieser König war Jahrzehnte vor der Niederschrift der Prophezeiung Hesekiels gestorben. Ihn mit Gog gleichzusetzen, passt daher nicht zu der Zeit, in der der Angriff angekündigt wurde. Es geht nicht einfach darum, dass Einzelheiten über seine Herrschaft fehlen. Die zeitlichen Angaben passen nicht zusammen, weshalb diese Identifizierung, wie die Studienhilfe erklärt, nicht akzeptabel ist.
Antwort 4: Neben den historischen Angaben muss man berücksichtigen, wann die Prophezeiung selbst den Angriff Gogs einordnet. Hesekiel 38:8 und 16 verlegen ihn in eine Zeit am Ende, nicht in die Tage eines Königs, der bereits vor der Niederschrift des Buches gestorben war. Dieser zeitliche Rahmen ist ein wichtiger Grund, Gog nicht als den Namen eines alten Herrschers aus der Zeit Hesekiels zu verstehen.
Antwort 5: Die Schlussfolgerung lautet, dass Gog ein rätselhafter oder symbolischer Name sein muss. Zwar wird er in der Prophezeiung als Anführer dargestellt und es werden identifizierbare Völker erwähnt, doch das bedeutet nicht, dass sein Name der eines historischen Königs sein muss. Die Erklärung in der Studienhilfe unterscheidet zwischen der prophetischen Gestalt und bekannten Herrschern. Deshalb sollte man ihm nicht die Identität eines menschlichen Anführers zuschreiben, für den es keine gültige Identifizierung gibt.
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Geistige Schätze aus HESEKIEL 38
Hesekiel 38:1 — Wieder erhielt ich eine Botschaft von Jehova. Sie lautete:
Kommentar 1: Hesekiel 38:1 macht deutlich, dass die Botschaft von Jehova stammte und nicht der Fantasie des Propheten entsprang. Das erinnert mich daran, dass ich mich beim Kommentieren einer Prophezeiung auf das stützen sollte, was Jehova offenbart hat. Im Dienst und in der Versammlung ist es besser, die Grenzen unseres Wissens anzuerkennen, als persönliche Erklärungen hinzuzufügen.
Hesekiel 38:3 — Sag: ‚Das sind die Worte des Souveränen Herrn Jehova: „Ich bin gegen dich, Gog, du oberster Herrscher von Mẹschech und Tụbal.
Kommentar 2: In Hesekiel 38:3 stellt sich Jehova als der Souveräne Herr vor und erklärt, dass er gegen Gog ist. Der Feind mag einen bedeutenden Titel tragen, aber er steht nicht über Gott. Das hilft mir, Bedrohungen richtig einzuordnen. Wenn sich jemand unserer Anbetung widersetzt, sollte ich mich nicht nur auf seinen Einfluss konzentrieren. Am wichtigsten ist, Jehovas Anerkennung zu bewahren, denn seine Autorität übertrifft die jedes Gegners.
Hesekiel 38:8 — Nach vielen Tagen werde ich die Aufmerksamkeit auf dich richten. Am Ende der Jahre wirst du in das Land einmarschieren, dessen Volk zurückgekehrt ist, nachdem das Schwert gewütet hatte. Aus vielen Völkern wurde es zusammengeführt, hin zu den lange verwüsteten Bergen Israels. Die Bewohner dieses Landes wurden aus den Völkern herausgeführt und leben allesamt in Sicherheit.
Kommentar 3: Hesekiel 38:8 beschreibt ein Volk, das aus vielen Nationen zusammengeführt wurde und in einem Land lebt, das früher verwüstet war. Der Gegensatz zwischen Verwüstung und Wiederherstellung erinnert mich daran, dass eine schmerzhafte Situation nicht endgültig sein muss. Jehova kann sein Volk wiederherstellen. Wenn ich wegen Schwierigkeiten entmutigt bin, hilft mir dieser Vers, nicht nur auf das Verlorene zu schauen, sondern auch auf das, was Jehova zu tun verspricht.
Hesekiel 38:10 — Das sagt der Souveräne Herr Jehova: ‚An jenem Tag werden Gedanken in deinem Herzen aufkommen und du wirst einen boshaften Plan schmieden.
Kommentar 4: Hesekiel 38:10 zeigt, dass Gogs Angriff mit bösen Gedanken zusammenhängt, die in seinem Herzen entstehen. Das bringt mich dazu, über die Bedeutung nachzudenken, darauf zu achten, was ich in meinem Inneren nähre. Groll oder Ehrgeiz mögen wie private Angelegenheiten erscheinen, können aber schließlich meine Entscheidungen beeinflussen. Wenn ich einen schädlichen Gedanken bemerke, möchte ich ihn korrigieren, bevor ich ihn rechtfertige oder in einen Plan umsetze. Ein Verhalten, das Jehova gutheißt, beginnt damit, auf das Herz zu achten.
Hesekiel 38:11 — Du wirst sagen: „Ich werde in das Land mit den ungeschützten Siedlungen einmarschieren. Ich werde gegen die anrücken, die ungestört und in Sicherheit leben. Sie wohnen alle in Siedlungen, die nicht durch Mauern, Riegel und Tore geschützt sind. “
Kommentar 5: In Hesekiel 38:11 hält Gog diejenigen für ein leichtes Ziel, die ohne die von ihm erwarteten Verteidigungsanlagen leben. Seine Denkweise verwechselt ein friedliches Leben mit Schwäche. Das erinnert mich daran, dass ich keine aggressive Haltung annehmen muss, um Stärke zu zeigen. Auf eine Provokation kann ich ruhig reagieren, ohne meine Überzeugungen aufzugeben. Der Anschein von Verletzlichkeit erzählt nicht die ganze Geschichte; auch die Beziehung dieses Volkes zu Jehova muss berücksichtigt werden.
Hesekiel 38:12 — Das Ziel ist, große Beute zu machen und viel zu plündern, die verwüsteten Orte zu überfallen, die inzwischen bewohnt sind, und ein aus den Völkern zusammengeführtes Volk anzugreifen, das Reichtum und Besitz ansammelt und in der Mitte der Erde wohnt.
Kommentar 6: Hesekiel 38:12 enthüllt, dass Gog sich das aneignen will, was anderen gehört. Statt sich über die Wiederherstellung dieses Volkes zu freuen, sieht er darin eine Gelegenheit, Nutzen daraus zu ziehen. Das lädt mich ein zu prüfen, wie ich reagiere, wenn es jemandem gut geht. Freue ich mich ehrlich oder beginne ich, mich zu vergleichen und mir das Seine zu wünschen? Dankbarkeit für das, was ich habe, hilft mir, andere großzügig zu behandeln und nicht als Gelegenheit zum eigenen Vorteil zu sehen.
Hesekiel 38:16 — Wie Wolken, die das Land bedecken, wirst du gegen mein Volk Israel anrücken. Am Ende der Tage werde ich dich gegen mein Land heranführen, damit die Völker mich erkennen, wenn ich mich vor ihren Augen durch dich, o Gog, heilige. “‘
Kommentar 7: Hesekiel 38:16 erklärt, dass Jehova durch sein Vorgehen bewirken wird, dass die Nationen ihn erkennen und seine Heiligkeit anerkennen. In der Prophezeiung geht es also nicht nur um den Angriff auf sein Volk. Auch Jehovas Ansehen steht auf dem Spiel. Das hilft mir, seinem Namen in meinen Gebeten und Gesprächen Priorität einzuräumen. Statt vor allem meine Neugier über künftige Ereignisse zu befriedigen, möchte ich, dass mein Studium mich dem Gott näherbringt, der sie ankündigt.
Hesekiel 38:17 — Das sagt der Souveräne Herr Jehova: ‚Bist du nicht der, von dem ich in der Vergangenheit sprach durch meine Diener, die Propheten Israels, die jahrelang prophezeiten, dass du gegen sie herangeführt wirst?‘
Kommentar 8: In Hesekiel 38:17 erinnert Jehova daran, dass er viele Jahre lang durch seine Propheten gesprochen hatte. Das zeigt, dass der angekündigte Angriff ihn nicht überrascht. Ich lerne daraus, die Geduld zu schätzen, mit der Jehova seine Warnungen mitteilt. Wenn eine biblische Lehre wiederholt wird, möchte ich nicht denken, ich müsse sie nicht mehr beachten. Eine Wiederholung kann mein Vertrauen stärken und mir helfen, bereit zu sein, in schwierigen Situationen gläubig zu handeln.
Hesekiel 38:18 — ‚An jenem Tag, dem Tag, an dem Gog ins Land Israel einmarschiert‘, so erklärt der Souveräne Herr Jehova, ‚wird mein heftiger Zorn aufflammen.
Kommentar 9: Hesekiel 38:18 zeigt, dass Jehova den Angriff auf sein Volk nicht gleichgültig betrachtet. Die Invasion ruft seinen heftigen Zorn hervor. Das tröstet mich, weil es zeigt, dass ihm das, was seinen Dienern geschieht, tief am Herzen liegt. Wenn ich Ungerechtigkeiten sehe, darf ich Schmerz empfinden, ohne daraus zu schließen, Jehova kümmere sich nicht darum. Ich muss mich auch nicht von Wut beherrschen lassen. Ich kann darauf vertrauen, dass er die Situation kennt und weiß, wann und wie er eingreifen wird.
Geistige Schätze aus HESEKIEL 39
Hesekiel 39:3 — Ich werde dir den Bogen aus der linken Hand schlagen und deine Pfeile aus deiner rechten Hand fallen lassen.
Kommentar 1: Hesekiel 39:3 zeigt, wie Jehova Gog die Mittel nimmt, mit denen er angreifen will. Jehova muss sich dem Feind nicht unter gleichen Bedingungen stellen, sondern kann ihn entwaffnen. Das stärkt mein Vertrauen. So einschüchternd eine Bedrohung auch wirken mag, sie liegt niemals außerhalb von Jehovas Reichweite und übersteigt nicht seine Handlungsfähigkeit.
Hesekiel 39:7 — Ich werde meinem Volk Israel meinen heiligen Namen offenbaren. Ich werde nicht zulassen, dass mein heiliger Name noch länger entweiht wird, und die Völker werden erkennen müssen, dass ich Jehova bin, der Heilige in Israel.‘
Kommentar 2: Hesekiel 39:7 zeigt, wie sehr Jehova die Heiligkeit seines Namens schätzt. Er wird nicht zulassen, dass er weiterhin entweiht wird. Das lässt mich darüber nachdenken, dass es eine Ehre ist, seinen Namen zu tragen, die aber auch Verantwortung mit sich bringt. Es reicht nicht, ihn beim Predigen zu erwähnen. Ich möchte so reden und andere behandeln, dass es dem Gott würdig ist, den ich vertrete. Zu Hause, am Arbeitsplatz und in der Versammlung sollte mein Verhalten Respekt vor Jehova zeigen.
Hesekiel 39:8 — ‚Ja, es kommt und wird herbeigeführt werden‘, erklärt der Souveräne Herr Jehova. ‚Das ist der Tag, von dem ich gesprochen habe.
Kommentar 3: In Hesekiel 39:8 bestätigt Jehova, dass das, was er angekündigt hat, eintreffen wird. Die Gewissheit der Verheißung hängt von ihm ab, nicht davon, dass wir berechnen können, wann es geschehen wird. Das hilft mir, geduldig zu sein, ohne die Erwartung zu verlieren. Wenn Zeit vergeht, muss ich nicht denken, Jehova habe sein Wort vergessen. Ich kann weiter eifrig in seinem Dienst tätig sein, überzeugt davon, dass seine Aussagen zuverlässig sind und dass er zu dem von ihm bestimmten Zeitpunkt handeln wird.
Hesekiel 39:9 — Die Bewohner der Städte Israels werden hinausgehen und mit den Waffen Feuer machen — mit den Kleinschilden und Großschilden, den Bogen und Pfeilen, den Kriegskeulen und Lanzen. Sie werden damit sieben Jahre lang Feuer anzünden.
Kommentar 4: Hesekiel 39:9 beschreibt eine beeindruckende Veränderung: Die Waffen des Feindes werden schließlich als Brennstoff dienen. Was vorbereitet worden war, um Schaden anzurichten, wird diesem Zweck nicht mehr dienen. Dieses Detail hebt hervor, wie vollständig seine Niederlage sein wird. Beim Lesen muss ich nicht nach einer besonderen Bedeutung für jede erwähnte Waffe suchen. Der Hauptgedanke ist bereits sehr ermutigend: Jehova kann die Bedrohung beseitigen. Das hilft mir, über Konflikte hinauszuschauen und auf sein Eingreifen zu vertrauen.
Hesekiel 39:13 — Das ganze Volk des Landes wird damit beschäftigt sein, sie zu begraben, und das wird ihm Ruhm eintragen an dem Tag, an dem ich mich verherrliche‘, erklärt der Souveräne Herr Jehova.
Kommentar 5: In Hesekiel 39:13 beteiligt sich die gesamte Bevölkerung des Landes am Begraben der Toten. Diese Zusammenarbeit bei einer notwendigen, wenn auch unangenehmen Arbeit fällt mir auf. Persönlich möchte ich diese Bereitschaft zeigen, wenn es in der Versammlung praktische Aufgaben gibt. Auch Reinigung und Instandhaltung verdienen meine Anstrengungen. Ich sollte nicht nur das auswählen, was am sichtbarsten ist. Freiwillige Mitarbeit zeigt, dass mir das Wohl aller wichtig ist.
Hesekiel 39:14 — ‚Beauftragte werden ständig durchs Land ziehen und die auf der Erdoberfläche übrig gebliebenen Leichen begraben, um das Land zu reinigen. Diese Sucharbeit wird sieben Monate dauern.
Kommentar 6: Hesekiel 39:14 beschreibt Männer, die ständig durch das Land ziehen, um seine Reinigung abzuschließen. Es reichte nicht, die Arbeit zu beginnen; man musste ausdauernd sein und auf alles achten, was noch offen war. Ohne dieses prophetische Detail zu einer Versammlungsregel zu machen, kann ich von diesem Fleiß lernen. Wenn ich eine Verantwortung übernehme, möchte ich sie bis zum Ende erfüllen. Zuverlässig zu sein bedeutet auch, Einzelheiten weiterzuverfolgen, selbst nachdem die Begeisterung des Anfangs nachgelassen hat.
Hesekiel 39:21 — ‚Ich werde unter den Völkern meine Herrlichkeit zeigen, und sie alle werden das Urteil sehen, das ich vollstreckt habe, und die Macht, die ich an ihnen demonstriert habe.
Kommentar 7: Hesekiel 39:21 verbindet die Demonstration von Jehovas Macht mit der Vollstreckung seines Urteils. Es geht nicht einfach darum, Stärke zu zeigen, sondern darum, als Richter zu handeln. Das hilft mir, seine Urteile mit Respekt und Vertrauen zu betrachten und nicht als Anlass, Rachegefühle zu nähren. Wenn ich über das Ende der Bosheit nachdenke, möchte ich mich auf Jehovas Gerechtigkeit konzentrieren. Er hat die Autorität zu richten; mir obliegt es, seine Maßstäbe einzuhalten.
Hesekiel 39:23 — Und die Völker werden erkennen müssen, dass die Israeliten wegen ihres eigenen Vergehens verschleppt wurden, weil sie mir untreu waren. Deshalb verbarg ich mein Gesicht vor ihnen und übergab sie ihren Feinden, und sie alle fielen durch das Schwert.
Kommentar 8: Hesekiel 39:23 erklärt, dass Israel wegen seiner Untreue ins Exil geführt wurde, nicht weil Jehova es nicht hätte beschützen können. Das Volk musste seine Verantwortung übernehmen. Das erinnert mich daran, dass eine Beziehung zu Jehova nicht allein dadurch erhalten bleibt, dass man zu seinem Volk gehört. Ich muss ihm in meinen Entscheidungen treu bleiben. Wenn ich wegen eines Fehlers korrigiert werde, möchte ich mein Verhalten ehrlich prüfen, statt Ausreden zu suchen oder andere für die Folgen verantwortlich zu machen.
Hesekiel 39:25 — Deshalb sagt der Souveräne Herr Jehova: ‚Ich werde die Gefangenen Jakobs zurückbringen und mit dem ganzen Haus Israel Erbarmen haben, und ich werde meinen heiligen Namen voller Eifer verteidigen.
Kommentar 9: Hesekiel 39:25 zeigt, dass die Disziplinierung Jehovas Barmherzigkeit nicht aufhob. Nachdem er Israels Fehler erklärt hat, kündigt er an, die Gefangenen zurückzubringen. Das hilft mir, eine ausgeglichene Sicht auf ihn zu bewahren: Er nimmt Untreue ernst, zeigt aber auch Mitgefühl. Wenn ich einen Fehler gemacht habe, möchte ich ihn weder verharmlosen noch denken, es gebe keine Hoffnung mehr. Ich möchte mein Verhalten korrigieren und Jehova näherkommen, indem ich seine Barmherzigkeit tief schätze.
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