UNS IM DIENST VERBESSERN — Woche vom 5. bis 11. Oktober 2026
GESPRÄCHE BEGINNEN
Dauer: 2 Minuten
Rahmen: Von Haus zu Haus
Lektion: Natürlichkeit: Sei aufmerksam
Bibeltext: Psalm 37:29
Situation: Ein Mann kümmert sich um die Pflanzen in seinem Garten. Der Verkündiger greift etwas auf, das ihm auffällt, um ein natürliches Gespräch zu beginnen.
Verkündiger/in: Guten Tag. Ihr Garten ist wirklich sehr gepflegt. Die Blumen sind wunderschön.
Person: Danke. Sie machen ziemlich viel Arbeit, aber ich kümmere mich gern um sie.
Verkündiger/in: Man sieht, dass Sie viel Zeit investieren. Kümmern Sie sich schon seit vielen Jahren um den Garten?
Person: Seit ich in Rente bin. Früher hatte ich fast keine Zeit, aber jetzt hilft es mir, mich zu beschäftigen.
Verkündiger/in: Das kann ich verstehen. Von Natur umgeben zu sein, wirkt sehr beruhigend.
Person: Ja, obwohl es nicht leicht ist, alles so zu erhalten. Es wird immer heißer und Wasser immer knapper.
Verkündiger/in: Das stimmt. Viele fragen sich, was aus der Erde wird, wenn sie weiter geschädigt wird. Glauben Sie, dass wir eines Tages leben können, ohne uns darüber Sorgen machen zu müssen?
Person: Das wäre schön, aber ich bin nicht sehr optimistisch. Es sieht so aus, als würden wir alles kaputtmachen.
Verkündiger/in: Ich kann verstehen, dass Sie das so sehen. Die Bibel verschweigt die Probleme nicht, zeigt aber auch eine andere Zukunft. In Psalm 37:29 heißt es: „Die Gerechten werden die Erde besitzen und für immer auf ihr leben.“
Person: Laut der Bibel werden die Menschen also weiter auf der Erde leben?
Verkündiger/in: Genau. Gott hat die Erde nicht erschaffen, um sie aufzugeben oder ihre Zerstörung zuzulassen. Er verspricht, sie zu einem sicheren und dauerhaften Zuhause zu machen.
Person: Das klingt gut, aber wenn man sieht, wie es heute in der Welt aussieht, ist das schwer vorstellbar.
Verkündiger/in: Da haben Sie recht. Ein einzelner Vers erklärt natürlich noch nicht, wie das geschehen wird. Die Bibel zeigt, was Gott tun wird, um die Schäden zu beheben, und wie das Leben dann sein wird. Wenn Sie möchten, könnte ich Ihnen bei einer anderen Gelegenheit kurz eine dieser Verheißungen zeigen.
Person: Sie können gern wiederkommen. Ich verspreche nicht, dass ich zustimme, aber wir können darüber reden.
Verkündiger/in: Natürlich. Wichtig ist, dass Sie selbst prüfen können, was die Bibel sagt. Sind Sie nachmittags normalerweise zu Hause?
Person: Meistens bin ich nach fünf im Garten.
Verkündiger/in: Perfekt. Dann komme ich nächste Woche um diese Zeit vorbei. Danke, dass Sie mir Ihre Pflanzen gezeigt haben.
GESPRÄCHE BEGINNEN
Dauer: 2 Minuten
Rahmen: Informelles Zeugnisgeben, in einem Copyshop
Lektion: Natürlichkeit: Sei anpassungsfähig
Bibeltext: Psalm 34:18
Situation: Während sie auf ihre Kopien wartet, bemerkt die Verkündigerin, dass eine Frau Probleme hat, mehrere Lebensläufe auszudrucken.
Person: Das darf doch nicht wahr sein … Ausgerechnet heute muss der Drucker kaputtgehen.
Verkündiger/in: Er scheint sich aufgehängt zu haben. Wenn Sie möchten, kann ich den Mitarbeiter holen; ich habe gesehen, wie er ins Büro nebenan gegangen ist.
Person: Danke. Ich habe in einer halben Stunde ein Vorstellungsgespräch und muss diese Lebensläufe noch ausdrucken.
Verkündiger/in: Klar, ich hole ihn gleich. So etwas direkt vor einem Vorstellungsgespräch ist bestimmt ziemlich stressig.
Person: Allerdings. Ich suche seit Monaten Arbeit, und das ist die erste Firma, die mich eingeladen hat.
Verkündiger/in: Dann verstehe ich, warum dieses Gespräch für Sie so wichtig ist.
Person: Ja. Ich versuche, den Mut nicht zu verlieren, aber nach so vielen Absagen ist das schwer.
Verkündiger/in: Es ist verständlich, dass Sie sich so fühlen. Ich kenne Sie zwar nicht, aber monatelang Arbeit zu suchen, muss sehr zermürbend sein.
Person: Die Leute sagen einem, man soll nicht aufgeben, aber sie bekommen ja nicht die Absage-E-Mails.
Verkündiger/in: Da haben Sie recht. Manchmal helfen aufmunternde Sätze nicht, weil sie nicht widerspiegeln, was man gerade durchmacht. Es gibt einen Bibeltext, der solche Gefühle nicht herunterspielt. In Psalm 34:18 steht: „Jehova ist denen nah, die ein gebrochenes Herz haben; er rettet die, die am Boden zerstört sind.“
Person: Ich bin nicht besonders religiös, aber mir gefällt, dass anerkannt wird, dass man sich völlig niedergeschlagen fühlen kann.
Verkündiger/in: Genau. Da steht nicht, dass Entmutigung ein Zeichen von mangelndem Glauben oder fehlender Stärke ist. Der Vers zeigt, dass Gott versteht, wie es jemandem in so einer Situation geht.
Person: Das ist wirklich tröstlich.
Verkündiger/in: Auf jw.org gibt es biblische Ratschläge dazu, wie man mit Entmutigung umgehen kann. Wenn Sie möchten, kann ich Ihnen während des Wartens zeigen, wo Sie sie finden.
Person: Ja, aber zuerst muss ich das Problem mit dem Drucker lösen.
Verkündiger/in: Natürlich. Ich suche den Mitarbeiter, und danach kann ich Ihnen die Seite zeigen, wenn noch Zeit ist.
GESPRÄCHE BEGINNEN
Dauer: 4 Minuten
Rahmen: Öffentliches Zeugnisgeben
Lektion: Taktgefühl: Wähle deine Worte sorgfältig
Bibeltext: Johannes 13:35
Situation: Ein Mann bleibt vor dem Literaturwagen stehen und schaut sich eine Veröffentlichung mit dem Titel Werden wir irgendwann nicht mehr leiden? an. Der Verkündiger lässt ihm Zeit, sie anzusehen, bevor er das Gespräch beginnt.
Verkündiger/in: Dieser Titel regt zum Nachdenken an, oder?
Person: Ja. Ich nehme aber an, Ihre Antwort lautet, dass Gott dem Leiden irgendwann ein Ende machen wird.
Verkündiger/in: Genau. Die Bibel verspricht, dass Leid nicht für immer bestehen bleibt. Fällt es Ihnen schwer, das zu glauben?
Person: Ziemlich. Religionen versprechen seit Jahrhunderten vieles, aber viele von ihnen haben auch Leid verursacht.
Verkündiger/in: Es stimmt, dass im Namen der Religion schreckliche Dinge getan wurden. Ich kann verstehen, dass viele Menschen deshalb misstrauisch geworden sind.
Person: Ich bin nicht nur misstrauisch. Ich glaube, die Welt wäre ohne Religionen besser dran.
Verkündiger/in: Ich verstehe, warum Sie zu diesem Schluss gekommen sind. Wenn eine Religion Gewalt fördert, Missbrauch vertuscht oder Menschen finanziell ausnutzt, richtet sie Schaden an, statt zu helfen.
Person: Genau. Und jede behauptet, die Wahrheit zu haben.
Verkündiger/in: Das ist ein berechtigter Einwand. Deshalb sollten wir eine Religion nicht allein deshalb für richtig halten, weil sie die Bibel benutzt oder von Gott spricht. Man müsste ihre Lehren und ihre Auswirkungen prüfen.
Person: Aber alle finden irgendeinen Bibeltext, um ihr Verhalten zu rechtfertigen.
Verkündiger/in: Es stimmt, dass man einen Vers aus dem Zusammenhang reißen kann. Deshalb finde ich es wichtig, auf ein sehr klares Kennzeichen zu achten, das Jesus nannte, um seine echten Jünger zu erkennen.
Person: Welches Kennzeichen?
Verkündiger/in: Es steht in Johannes 13:35. Jesus sagte: „Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid: wenn ihr Liebe zueinander habt.“ Was sollte echte Christen nach diesen Worten auszeichnen?
Person: Liebe. Aber alle Religionen sagen doch, dass sie lieben.
Verkündiger/in: Richtig. Es würde nicht reichen, das nur zu behaupten. Diese Liebe müsste sich darin zeigen, wie sie andere behandeln – unabhängig von Nationalität, Hautfarbe oder finanzieller Situation. Sie müsste sie auch davon abhalten, gegen Menschen mit demselben Glauben Krieg zu führen.
Person: Damit würden einige Religionen schon ausscheiden.
Verkündiger/in: Zumindest hätten wir damit einen Maßstab, an dem wir sie prüfen können. Ich würde Sie nicht bitten, einer Religion zu vertrauen, ohne ihre Lehren und ihr Verhalten zu prüfen.
Person: Und Sie glauben, dass Sie das vollkommen erfüllen?
Verkündiger/in: Wir behaupten nicht, perfekte Menschen zu sein. Auch wir machen Fehler und müssen Dinge korrigieren. Entscheidend ist, ob eine Religion ihre Mitglieder lehrt und ihnen hilft, dem Vorbild Jesu zu folgen.
Person: Trotzdem fällt es mir schwer, an Gott zu glauben. Wenn es ihn gibt und er uns liebt, warum lässt er dann so viel Leid zu?
Verkündiger/in: Das ist eine sehr wichtige Frage. Eigentlich geht sie noch tiefer als die Frage nach Religionen. Diese Veröffentlichung erklärt, warum Gott Leid vorübergehend zulässt und was er tun wird, um es zu beseitigen.
Person: Kostet die etwas?
Verkündiger/in: Nein, alle diese Veröffentlichungen sind kostenlos. Sie können gern eine mitnehmen und in Ruhe lesen.
Person: Ich nehme sie mit, aber das heißt nicht, dass ich Ihre Erklärung akzeptiere.
Verkündiger/in: Natürlich. Es ist vernünftig, die Argumente zu prüfen und sich selbst ein Urteil zu bilden. Wenn Sie wieder vorbeikommen und Ihnen etwas nicht einleuchtet, können wir darüber sprechen.
Person: Das finde ich fair. Danke.
Verkündiger/in: Danke Ihnen, dass Sie so offen gesagt haben, was Sie denken.
UNSERE GLAUBENSANSICHTEN ERKLÄREN
Dauer: 3 Minuten
Format: Vortrag mit nur einem Redner
Thema: Wer ist Jehova?
Lektion: Sprich einfach und verständlich
Bibeltexte: Jesaja 42:8 und 1. Johannes 4:8
Viele Menschen glauben an Gott, wissen aber nicht, wie er heißt oder wie er ist. Manche sehen ihn als eine geheimnisvolle Kraft, andere denken, er sei sehr weit von uns entfernt. Die Bibel hilft uns jedoch, ihn als eine wirkliche Person kennenzulernen. Wer ist also Jehova?
Zunächst einmal ist Jehova Gottes Eigenname. Lesen wir, was er selbst in Jesaja 42:8 sagt: „Ich bin Jehova. Das ist mein Name.“ Wörter wie „Gott“, „Herr“ oder „Schöpfer“ sind Titel. Zum Beispiel kann jemand Vater, Lehrer oder Arzt sein, aber er hat auch einen Namen. Ebenso hat Gott viele Titel, aber sein Name ist Jehova.
Dieser Name erscheint in alten Bibelhandschriften Tausende Male. Er wurde mit vier hebräischen Buchstaben geschrieben, die den Konsonanten JHWH entsprechen. Wie der Name ursprünglich genau ausgesprochen wurde, ist zwar nicht mit Sicherheit bekannt, doch die Form „Jehova“ hat im Deutschen seit Jahrhunderten Tradition. Entscheidend ist nicht, ihn genau so auszusprechen wie in alter Zeit, sondern den Namen zu kennen und ihm den gebührenden Platz zu geben.
Aber nur weil wir den Namen von jemandem kennen, kennen wir die Person noch lange nicht gut. Wir müssen auch wissen, wie sie ist. Die Bibel erklärt, dass Jehova der wahre Gott und der Schöpfer aller Dinge ist. Er ist nicht nur der Gott eines bestimmten Volkes oder einer bestimmten Kultur. Er ist der Gott der ganzen Erde.
Jehova möchte außerdem, dass wir seine Persönlichkeit kennenlernen. Eine seiner herausragendsten Eigenschaften wird in 1. Johannes 4:8 erwähnt. Dort lesen wir: „Gott ist Liebe.“ Das bedeutet nicht nur, dass Jehova hin und wieder Liebe zeigt. Liebe prägt alles, was er tut. Seine Ratschläge, Maßstäbe und Versprechen spiegeln seine Zuneigung zu den Menschen wider.
Es ist auch wichtig, zwischen Jehova und Jesus zu unterscheiden. Jesus hat nie behauptet, Jehova zu sein. Er betete seinen Vater an und bezeichnete ihn sogar als „meinen Gott“. Jesus kam auf die Erde, um uns die Wahrheit über seinen Vater zu lehren und uns zu helfen, ihm näherzukommen.
Jehova ist also keine unbekannte Kraft und kein ferner Gott. Er ist der Schöpfer, hat einen Eigennamen und interessiert sich für uns. Ihn kennenzulernen bedeutet, zu erfahren, wie er denkt, seine Liebe zu erkennen und seine Ratschläge anzuwenden. Je besser wir Jehova durch die Bibel kennenlernen, desto mehr Gründe haben wir, ihm zu vertrauen und seine Freunde sein zu wollen.
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