Hesekiel
a. Wie entscheidet Jehova gemäß Hesekiel 18:19-22, ob ein Mensch gut oder schlecht ist?
Hesekiel 18:19-22 — Ihr werdet jedoch fragen: „Warum trägt der Sohn keine Schuld am Vergehen seines Vaters? “Da der Sohn fair und gerecht gehandelt hat, sich an all meine Bestimmungen gehalten und sie umgesetzt hat, wird er ganz bestimmt am Leben bleiben. Die Seele, die sündigt, sie wird sterben. Ein Sohn wird nicht die Schuld am Vergehen seines Vaters tragen und ein Vater nicht die Schuld am Vergehen seines Sohnes. Dem gerechten Menschen allein wird seine Gerechtigkeit angerechnet werden und dem schlechten Menschen allein wird seine Schlechtigkeit angerechnet werden. Wenn sich nun ein schlechter Mensch von all seinen Sünden abwendet, sich an meine Bestimmungen hält und nach Recht und Gerechtigkeit handelt, wird er ganz bestimmt am Leben bleiben. Er wird nicht sterben. Keine seiner Übertretungen wird ihm angelastet werden. Er wird am Leben bleiben, weil er gerecht handelt.‘
Kommentar 1: Jehova beurteilt jeden Menschen nach seinem eigenen Verhalten, nicht nach dem, was seine Eltern oder seine Kinder getan haben. Das zeigt seine vollkommene Gerechtigkeit. Niemand wird verurteilt, weil er zu einer bestimmten Familie gehört, und niemand erhält automatisch Gottes Anerkennung, nur weil seine Angehörigen treu sind. Jeder kann durch seine Entscheidungen zeigen, dass er Jehova gehorchen möchte.
Kommentar 2: Der Abschnitt zeigt auch, dass Jehova auf aufrichtige Veränderungen achtet. Wenn jemand sein schlechtes Verhalten aufgibt und anfängt, das zu tun, was er für gerecht hält, verurteilt ihn seine Vergangenheit nicht für immer. Das zieht uns zu Jehova hin, denn er ist kein Richter, der sich weigert, Reue oder Bemühungen um Veränderung anzuerkennen.
Kommentar 3: Der Maßstab für Gut und Böse sind Jehovas Maßstäbe, nicht einfach das, was jemand von sich selbst denkt. Der Text verbindet Jehovas Anerkennung mit Gehorsam und gerechtem Handeln. Wenn wir uns deshalb prüfen, reicht es nicht, uns mit anderen zu vergleichen. Wir müssen uns fragen, ob unsere Entscheidungen mit dem übereinstimmen, was Jehova uns lehrt.
b. Beachte, wie Jehova reagieren wird, wenn Gog sein Volk angreift (38:18, 19, 22). Was löst das in dir aus?
Hesekiel 38:18-19 — ‚An jenem Tag, dem Tag, an dem Gog ins Land Israel einmarschiert‘, so erklärt der Souveräne Herr Jehova, ‚wird mein heftiger Zorn aufflammen. In meinem Eifer, in meinem glühenden Zorn, werde ich reden, und an jenem Tag wird sich im Land Israel ein großes Erdbeben ereignen.
Kommentar 1: Es gibt mir ein Gefühl von Schutz, zu wissen, dass Jehova den Angriff auf sein Volk nicht gleichgültig beobachten wird. Seine Reaktion zeigt, wie sehr ihm das, was seinen Dienern geschieht, am Herzen liegt. Auch wenn uns der Gedanke an diesen Angriff beeindrucken kann, lädt uns die Prophezeiung ein, uns darauf zu konzentrieren, wer uns verteidigen wird und wie entschlossen Jehova ist zu handeln.
Kommentar 2: Außerdem weckt das in mir Respekt vor Jehova. Seine Barmherzigkeit bedeutet nicht, dass er die Aggression gegen diejenigen, die ihn anbeten, auf unbestimmte Zeit dulden wird. Er hat die Macht und die Autorität, sie aufzuhalten. Das hilft mir, seine Geduld nicht mit Schwäche zu verwechseln und darauf zu vertrauen, dass er handeln wird, wenn der von ihm bestimmte Zeitpunkt gekommen ist.
Kommentar 3: Dieses Versprechen hilft mir, die Angst vor der Zukunft zu bekämpfen. Der Bericht stellt Gog nicht als jemanden dar, der Jehovas Vorhaben vereiteln könnte. Im Gegenteil, er zeigt, dass Jehova sein Volk verteidigen wird. Statt mir jedes Detail des Angriffs auszumalen, kann ich jetzt mein Vertrauen in ihn und meinen Wunsch stärken, treu zu bleiben.
c. Jehova verspricht seinem Volk „strömenden Segen“ (34:26). Wie haben sich diese Worte in deinem Leben erfüllt?
Hesekiel 34:26 — Ich werde sie und die Gegend um meinen Hügel herum zu einem Segen werden lassen und dafür sorgen, dass es zur richtigen Zeit regnet. Der Segen wird wie Regen auf sie herabströmen.
Kommentar 1: Eine Möglichkeit zu antworten besteht darin, darüber nachzudenken, was wir über Jehova gelernt haben. Dieses Buch hilft uns, seine Gerechtigkeit, seine Barmherzigkeit und seinen Wunsch kennenzulernen, für seine Diener zu sorgen. Diese Anleitung zu haben ist ein Segen, den wir persönlich schätzen können. Sie hilft uns, Entscheidungen nach einem sicheren Maßstab zu treffen, statt uns ausschließlich auf unsere eigenen Vorstellungen zu verlassen.
Kommentar 2: Wir können auch an die Möglichkeiten denken, die wir haben, um zusammenzukommen und Jehova anzubeten. Treue Juden schätzten solche Zusammenkünfte sogar in Babylon. In unserem Fall ist es gut, sich an eine konkrete Gelegenheit zu erinnern, bei der uns das Hören auf die Schriften Kraft gegeben hat. Dann wird unsere Antwort nicht allgemein bleiben, sondern ein aufrichtiger Ausdruck der Dankbarkeit für einen Segen sein, den wir wirklich erhalten haben.
Kommentar 3: Auch die Hoffnung, die Jehova bietet, kann ein sehr persönlicher Segen sein. Zu wissen, dass er seine Versprechen erfüllt und seinen Dienern eine friedliche Zukunft wünscht, gibt uns Gründe weiterzumachen. Bei der Vorbereitung dieses Kommentars können wir darüber nachdenken, wie diese Hoffnung uns tatsächlich geholfen hat, ohne den Eindruck zu erwecken, dass der Dienst für Jehova alle Schwierigkeiten beseitigt.
a. Warum wird Hesekiel „Menschensohn“ genannt? (3:17; nwt Glossar). Wer wird in der Bibel noch so genannt? (Mat. 20:28).
Hesekiel 3:17 — „Menschensohn, ich habe dich als Wächter für das Volk Israel eingesetzt, und wenn du ein Wort aus meinem Mund hörst, musst du es in meinem Namen warnen.
Kommentar 1: Indem Hesekiel als Menschensohn bezeichnet wurde, wurde seine menschliche Stellung hervorgehoben. Obwohl er außergewöhnliche Visionen erhalten hatte und mit einer wichtigen Aufgabe betraut worden war, blieb er ein Mensch im Dienst Jehovas. Seine Befugnis, Israel zu warnen, ging nicht von ihm selbst aus, sondern von demjenigen, der ihn eingesetzt hatte. Er musste das weitergeben, was Jehova ihm sagte.
Matthäus 20:28 — genauso wie der Menschensohn nicht gekommen ist, um bedient zu werden, sondern um zu dienen und sein Leben als Lösegeld für viele zu geben. “
Kommentar 2: Auch Jesus gebrauchte in Matthäus 20:28 diesen Ausdruck für sich selbst. In diesem Zusammenhang erklärte er, dass er gekommen war, um zu dienen und sein Leben als Lösegeld zu geben. Deshalb dürfen wir nicht schlussfolgern, Hesekiel und Jesus hätten dieselbe Aufgabe gehabt, nur weil ein ähnlicher Ausdruck verwendet wird. Der Zusammenhang hilft uns zu verstehen, was jeweils hervorgehoben wird.
Kommentar 3: Diese Bibeltexte helfen uns auch, beim Dienst für Jehova eine demütige Haltung zu bewahren. Hesekiel musste die empfangene Botschaft weitergeben, und Jesus hob den Dienst für andere hervor. Wenn uns eine Verantwortung übertragen wird, ist es nicht wichtig, auf uns selbst aufmerksam zu machen, sondern sie treu zu erfüllen und an das Wohl der Menschen zu denken.
b. Wie erfüllte sich Hesekiel 17:16? (Jer. 52:11).
Hesekiel 17:16 — ‚„So wahr ich lebe! “, erklärt der Souveräne Herr Jehova. „Er wird in Babylon sterben, an dem Ort, wo der König lebt, der ihn zum König machte, derjenige, dessen Eid er verachtete und dessen Bund er brach.
Kommentar 1: Jehova kündigte an, dass Zedekịa in Babylon sterben würde, an dem Ort, an dem der König lebte, dessen Bund er gebrochen hatte. Der Kasten erklärt, dass genau das nach der Zerstörung Jerusalems geschah. Die Prophezeiung kündigte nicht nur den Sturz des Königs an, sondern sogar, wo sein Leben enden würde.
Jeremia 52:11 — Dann blendete der König von Babylon Zedekịa, legte ihm kupferne Ketten an, brachte ihn nach Babylon und hielt ihn bis zum Tag seines Todes gefangen.
Kommentar 2: Jeremia berichtet von der Erfüllung: Der König von Babylon blendete Zedekịa, brachte ihn gefangen nach Babylon und hielt ihn dort bis zu seinem Tod in Haft. Wenn wir die beiden Berichte vergleichen, können wir die Vorhersage und das Ereignis, durch das sie erfüllt wurde, klar unterscheiden. Das ist ein konkretes Beispiel dafür, wie andere Bibelbücher die Prophezeiungen Hesekiels bestätigen.
Kommentar 3: In der Prophezeiung wird auch erwähnt, dass Zedekịa einen Eid verachtet und einen Bund gebrochen hatte. Sein Ende wird nicht als ein Ereignis dargestellt, das ohne Zusammenhang mit seinem Verhalten war. Das erinnert uns daran, dass Jehova Verpflichtungen ernst nimmt. Gleichzeitig stärkt die genaue Erfüllung unser Vertrauen darauf, dass keine seiner Warnungen wirkungslos bleibt.
c. Wie zeigt die Genealogie aus Matthäus 1, dass Jesus „das gesetzliche Recht“ hatte, „die Krone“ zu erhalten? (21:26, 27).
Hesekiel 21:26-27 — Das sagt der Souveräne Herr Jehova: ‚Entfern den Turban und nimm die Krone ab. Es wird nicht so bleiben wie bisher. Erhöhe den Niedrigen und erniedrige den Hohen. In Trümmer, Trümmer, Trümmer werde ich es legen. Und es wird niemandem gehören, bis der kommt, der das gesetzliche Recht hat, und ihm werde ich es geben.‘
Kommentar 1: Hesekiel kündigte an, dass die Krone niemandem gehören würde, bis derjenige käme, der das Recht hatte, sie zu erhalten. Die Genealogie in Matthäus 1 verbindet Jesus mit der königlichen Familie Davids. Deshalb ist sie wichtig: Sie stellt Jesus nicht als jemanden außerhalb der verheißenen Linie dar, sondern als den Nachkommen, in dem sich die Prophezeiung erfüllt.
Kommentar 2: Die lange Zeit, in der der Thron leer stand, machte Jehovas Verheißung nicht ungültig. Die Genealogie hilft uns, die Verbindung zwischen David und Jesus zu erkennen, während Hesekiel angekündigt hatte, dass Jehova die Krone der dafür bestimmten Person geben würde. Zusammen erinnern uns diese Angaben daran, dass Gott im Lauf der Zeit nicht vergisst, was er versprochen hat.
Kommentar 3: Diese Verbindung hilft uns, den Wert biblischer Genealogien zu schätzen. Sie mögen wie Namenslisten wirken, aber in diesem Fall liefern sie wichtige Informationen, um den verheißenen Messias zu identifizieren. Außerdem stimmen sie mit dem überein, was Lukas über den Thron Davids sagt. Unser Vertrauen in Jesus als König stützt sich auf Jehovas Verheißungen und darauf, wie sie sich erfüllt haben.
a. Wie kann dir das, was in Hesekiel 18:21, 22 steht, helfen, wenn du dich wegen vergangener Fehler schlecht fühlst?
Hesekiel 18:21-22 — Wenn sich nun ein schlechter Mensch von all seinen Sünden abwendet, sich an meine Bestimmungen hält und nach Recht und Gerechtigkeit handelt, wird er ganz bestimmt am Leben bleiben. Er wird nicht sterben. Keine seiner Übertretungen wird ihm angelastet werden. Er wird am Leben bleiben, weil er gerecht handelt.‘
Kommentar 1: Dieser Bibeltext erinnert mich daran, dass Jehova einen Menschen nicht für immer durch seine Fehler definiert. Wenn er bereut, das Böse aufgibt und gerecht handelt, berücksichtigt Jehova diese Veränderung. Wenn wir diese Schritte gegangen sind, müssen wir deshalb nicht denken, dass unsere Vergangenheit uns für immer daran hindert, seine Anerkennung zu erhalten oder ein gutes Verhältnis zu ihm zu haben.
Kommentar 2: Der Text hilft mir auch, zwischen Bedauern und lähmenden Schuldgefühlen zu unterscheiden. Jehova zeigt einen Weg: das falsche Verhalten aufzugeben und das Richtige zu tun. Deshalb kann ich meine Anstrengungen darauf konzentrieren, ihm jetzt zu gehorchen. Es geht nicht darum, die Sünde herunterzuspielen, sondern anzuerkennen, dass seine Barmherzigkeit eine echte Veränderung ermöglicht.
Kommentar 3: Wenn Erinnerungen an vergangene Fehler wiederkommen, kann ich meine Gefühle mit dem vergleichen, was Jehova hier versichert. Sich schlecht zu fühlen bedeutet nicht unbedingt, dass er mich weiterhin verurteilt. Seine Worte helfen mir, seiner Vergebung bei aufrichtiger Reue zu vertrauen. Die Grundlage dafür, den Frieden wiederzugewinnen, ist nicht, alles zu vergessen, sondern auf seine barmherzige Art zu richten zu vertrauen.
b. Wie hängt Hesekiel 3:18, 19 mit dem Predigtwerk zusammen?
Hesekiel 3:18-19 — Wenn ich zu einem Bösen sage: ‚Du wirst ganz bestimmt sterben‘, aber du warnst ihn nicht und sagst ihm nicht, er soll sich von seinem schlechten Kurs abwenden, damit er am Leben bleibt, dann wird er wegen seiner Schlechtigkeit für sein Vergehen sterben, aber sein Blut werde ich von dir zurückfordern. Wenn du jedoch einen Bösen warnst und er sich von seiner Schlechtigkeit nicht abwendet und seinen schlechten Kurs nicht verlässt, dann wird er für sein Vergehen sterben, doch dein eigenes Leben wirst du ganz bestimmt retten.
Kommentar 1: Hesekiel hatte die Verantwortung, Jehovas Warnung weiterzugeben. Er durfte nicht einfach schweigen, nur weil die Botschaft schwer zu übermitteln war. Das hilft uns, das Predigtwerk ernst zu nehmen. Die biblische Botschaft weiterzugeben ist nicht unwichtig; dadurch zeigen wir, dass wir die Verantwortung schätzen, anderen zu helfen, das kennenzulernen, was Jehova sagt.
Kommentar 2: Der Bibeltext unterscheidet zwischen der Verantwortung des Boten und der Entscheidung des Zuhörers. Hesekiel musste warnen, konnte aber niemanden zwingen, sich zu ändern. Das macht uns Mut, wenn wir predigen und die Reaktion begrenzt ist. Unsere Aufgabe ist es, uns anzustrengen, die Botschaft gut zu vermitteln; wie jemand darauf reagiert, liegt nicht in unserer Hand.
Kommentar 3: Die Warnung sollte die betreffende Person dazu bewegen, ihren schlechten Weg zu verlassen und am Leben zu bleiben. Deshalb sollten wir uns nicht nur auf unsere Verantwortung konzentrieren; auch das Wohl derer, die uns zuhören, ist wichtig. Wenn wir mit diesem Interesse predigen, bemühen wir uns, klar und respektvoll zu sprechen, und wünschen uns aufrichtig, dass die Botschaft ihnen hilft, Jehova näherzukommen.
c. Was können die Ältesten aus Hesekiel 34:11-16 lernen? (1. Pet. 5:2)
Hesekiel 34:11-16 — Denn das sagt der Souveräne Herr Jehova: „Hier bin ich! Ich werde selbst nach meinen Schafen suchen und mich um sie kümmern. Ich werde mich so um meine Schafe kümmern wie ein Hirte, der seine verstreuten Schafe gefunden hat und sie weidet. Ich werde sie retten, wohin sie auch immer zerstreut wurden am Tag der Wolken und des dichten Dunkels. Ich werde sie aus den Völkern herausführen, sie aus den Ländern sammeln und in ihr Land bringen und sie auf den Bergen Israels weiden, an den Bächen und an allen bewohnten Orten im Land. Auf gutem Land werde ich sie weiden und die Plätze, auf denen sie grasen, werden sich auf Israels hohen Bergen befinden. Dort werden sie auf gutem Weideland lagern und auf den besten Wiesen der Berge Israels weiden. “ „Ich selbst werde meine Schafe weiden und ich selbst werde sie lagern lassen“, erklärt der Souveräne Herr Jehova. „Nach den Verlorenen werde ich suchen, die Verirrten zurückbringen, die Verletzten verbinden und die Schwachen stärken. Aber die Fetten und Starken werde ich vernichten — nach Recht und Gerechtigkeit werde ich sie weiden. “
Kommentar 1: Jehova ergreift die Initiative, um nach seinen Schafen zu suchen und sich um sie zu kümmern. Die Ältesten können ihn nachahmen, indem sie sich für diejenigen interessieren, die Hilfe brauchen, statt immer darauf zu warten, dass sie darum bitten. In dem Abschnitt ist von verlorenen, verletzten und schwachen Schafen die Rede. Das erinnert daran, dass nicht jeder dasselbe braucht und dass bei der Betreuung die Situation jedes Einzelnen berücksichtigt werden muss.
Kommentar 2: Jehova sorgt auch dafür, seine Schafe zu ernähren und ihnen einen Ort zu geben, an dem sie sich ausruhen können. Für die Ältesten unterstreicht das, wie wichtig es ist, für geistige Nahrung zu sorgen und die Brüder so zu behandeln, dass sie dadurch gestärkt werden. Die Herde zu hüten besteht nicht nur darin, sich um organisatorische Angelegenheiten zu kümmern, sondern auch darin, den Menschen zu helfen, sich umsorgt zu fühlen und Jehova näherzukommen.
1. Petrus 5:2 — Hütet die Herde Gottes, die euch anvertraut ist, und dient als Aufseher — nicht aus Zwang, sondern freiwillig vor Gott, nicht aus Liebe zu unehrlichem Gewinn, sondern voll Eifer.
Kommentar 3: Petrus fügt hinzu, dass die Ältesten die Herde bereitwillig und mit Eifer hüten sollen, nicht aus Zwang oder um persönlichen Gewinn zu suchen. Die Herde gehört Gott, und sie haben das Vorrecht, sich um sie zu kümmern. Wenn sie daran denken, hilft ihnen das, ihre Beweggründe zu überprüfen und jeden Bruder als jemand Wertvolles für Jehova zu sehen und nicht als eine weitere Aufgabe, um die sie sich kümmern müssen.
4. WELCHE WEITEREN WERTVOLLEN SCHÄTZE HAST DU IN DIESEM BIBELBUCH GEFUNDEN?
Kommentar 1: Wertvoll finde ich das Beispiel für Hesekiels Gehorsam. Jehova beauftragte ihn mit schwierigen und ungewöhnlichen Aufgaben, doch er führte sie mit Demut und Mut aus. Das bringt mich dazu, zu prüfen, wie ich reagiere, wenn mir eine Verantwortung schwerfällt. Statt nur an mein eigenes Unbehagen zu denken, kann ich mich auf die Gelegenheit konzentrieren, Vertrauen in Jehova zu zeigen.
Kommentar 2: Mir fällt auf, welche Bedeutung die Maße in der Tempelvision haben. Das Material erklärt, dass Jehova dadurch seine gerechten Maßstäbe hervorhob und die Wiederherstellung der reinen Anbetung zusicherte. Für mich lautet die Lehre, dass es nicht an uns ist, selbst zu entscheiden, wie wir ihn anbeten. Wir müssen seine Maßstäbe kennenlernen und sie gern respektieren.
Kommentar 3: Ein weiterer Schatz ist zu sehen, wie Jehova direkt nach der Zerstörung Jerusalems Hoffnung gab. Er verschwieg nicht, wie ernst das Geschehene war, ließ sein Volk aber auch nicht ohne Zukunft. Das lehrt mich etwas über seine Art zu helfen: Er kann entschieden korrigieren und gleichzeitig Gründe geben, wieder aufzustehen und weiterzumachen.
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