Kapitel 7: Er stellte sich der Gefahr, um seine Familie zu beschützen
1. Warum segnete Jehova Jakob mit dem Erstgeburtsrecht und nicht Ẹsau? (w03 15. 10. S. 29 Abs. 2)
Kommentar 1: Jehova gab Jakob das Erstgeburtsrecht nicht, weil er es Ẹsau weggenommen hätte. Schon vor ihrer Geburt hatte Jehova gesagt, dass der Ältere dem Jüngeren dienen würde. Die Entscheidung stimmte also mit Jehovas Vorsatz überein.
Kommentar 2: Ẹsau verachtete das Erstgeburtsrecht, während Jakob geistige Dinge schätzte. Das zeigt, dass Jehova seine Segnungen nicht einfach deshalb gewährt, weil jemand glaubt, sie aufgrund seiner Geburt oder Stellung zu verdienen.
Kommentar 3: Jakob erhielt das Erstgeburtsrecht, weil Jehova demjenigen, den er ausgewählt hatte, unverdiente Güte erwies. Jakob wünschte sich den Segen, der mit dem Bund verbunden war, den Jehova mit Abraham geschlossen hatte.
Kommentar 4: Der Vergleich mit den leiblichen Juden lehrt uns, dass die Zugehörigkeit zu einer Familie, die Jehova dient, keine gute Beziehung zu ihm garantiert. Jeder muss sich bemühen, gottesfürchtig zu sein und geistige Dinge wirklich zu schätzen.
Kommentar 5: Dieser Bericht regt uns an, uns zu fragen, welchen Stellenwert geistige Dinge in unserem Leben haben. Jehova sieht, ob wir seine Segnungen im Glauben suchen und sie als weit wertvoller betrachten als jeden materiellen Vorteil.
2. Was zeigte Jehova Jakob in einem Traum, und was bestätigte dieser Traum Jakob? (w03 15. 10. S. 28, 29)
Kommentar 1: Jehova zeigte Jakob Engel, die auf einer Leiter oder Treppe, die Erde und Himmel verband, auf- und abstiegen. Diese Vision machte deutlich, dass Engel im Dienst derer stehen, die Gottes Anerkennung haben.
Kommentar 2: In dem Traum versicherte Jehova Jakob, dass er mit ihm sein, ihn auf der Reise beschützen und ihn in dieses Land zurückbringen würde. Jakob musste der Zukunft, die vor ihm lag, nicht allein entgegensehen.
Kommentar 3: Die Vision bestätigte außerdem, dass die Versprechen an Abraham und Isaak durch Jakob und seine Nachkommen weitergeführt würden. Durch diese Nachkommen sollten alle Familien der Erde gesegnet werden.
Kommentar 4: Wie beruhigend muss es für Jakob gewesen sein, diese Zusicherung zu erhalten, als er auf dem Weg nach Haran war. Jehova wusste, welche Schwierigkeiten ihm begegnen würden, bestätigte ihm aber, dass er sein Versprechen erfüllen würde.
Kommentar 5: Jakob reagierte dankbar und verpflichtete sich, Jehova treu zu sein. Auch wir können auf Beweise für Jehovas Schutz und Fürsorge reagieren, indem wir unseren Entschluss stärken, ihm treu zu dienen.
3. Warum war Jakob sicher, dass der Engel ihn segnen konnte? (w03 15. 10. S. 31 Abs. 1)
Kommentar 1: Jakob wusste, dass die früheren Erscheinungen von Engeln mit der Erfüllung des abrahamischen Bundes durch seine Nachkommen zusammenhingen. Deshalb verstand er, dass dieser Engel ihm einen Segen geben konnte.
Kommentar 2: Der Kampf war nicht aus Stolz entstanden. Jakob wollte Jehovas Gunst und Segen erhalten, denn er war überzeugt, dass jede Anstrengung, diesen Segen zu erlangen, die Mühe wert war.
Kommentar 3: Obwohl der Engel viel stärker war und Jakob bereits 97 Jahre alt war, gab er nicht auf. Seine Ausdauer zeigte, wie sehr er den göttlichen Segen schätzte.
Kommentar 4: Jakob kämpfte und flehte sogar unter Tränen. Sein Beispiel lehrt uns, dass wir uns mit tiefer Aufrichtigkeit an Jehova wenden können, wenn wir seine Hilfe brauchen und seine Anerkennung erhalten möchten.
Kommentar 5: Am Ende änderte Gott Jakobs Namen in Israel. Dieser Name hob seine Ausdauer hervor. Jehova schätzt es, wenn wir auch unter sehr schwierigen Umständen im Glauben weiter nach seinem Segen suchen.
4. Welche Maßnahmen ergriff Jakob, um seine Familie vor dem Einfluss der Kanaaniter zu schützen? (w95 15. 9. S. 21 Abs. 5, Fußnote)
Kommentar 1: Jakob bemerkte zunächst nicht, dass Dina sich daran gewöhnt hatte, mit den heidnischen Kanaanitern Umgang zu haben. Auch handelte er nicht sofort, als er erfuhr, dass sich in seinem Haus Gegenstände der falschen Religion befanden.
Kommentar 2: Nach der tragischen Situation, die Dina erlebt hatte, handelte Jakob entschlossen. Er wies seine Familie an, die fremden Götter, die sie bei sich hatten, zu beseitigen.
Kommentar 3: Zusätzlich dazu, dass sie diese Gegenstände entfernen sollten, befahl Jakob ihnen, sich zu reinigen. Damit machte er deutlich, dass der Schutz der Familie erforderte, sich vollständig vom Einfluss der falschen Religion zu trennen.
Kommentar 4: Jakobs Beispiel erinnert Eltern daran, dass sie auf Freundschaften und Einflüsse achten müssen, die ins Zuhause gelangen. Eine Situation, die der Familie geistig schaden kann, sollte man nicht ignorieren.
Kommentar 5: Wenn wir einen schlechten Einfluss feststellen, sollten wir entschlossen handeln, aber zugleich der Familie helfen, vor Jehova rein zu bleiben. Das Ziel ist, ihre Freundschaft mit ihm zu schützen.
Jakob fühlte sich für jedes einzelne Schaf Labans verantwortlich (1. Mo. 31:38-40). Wie können christliche Hirten zeigen, dass ihnen Jehovas Schafe, also ihre Brüder und Schwestern, sehr am Herzen liegen?
1. Mose 31:38-40 — In den 20 Jahren, die ich bei dir gewesen bin, hatten deine Schafe und deine Ziegen keine Fehlgeburten, und ich habe nie einen Schafbock von deiner Herde gegessen. Wenn eins deiner Tiere von Raubtieren gerissen wurde, habe ich es nicht zu dir gebracht, sondern den Verlust selbst getragen. Ob ein Tier tagsüber oder nachts gestohlen wurde, ich musste es dir immer ersetzen. Am Tag litt ich unter der Hitze, in der Nacht unter der Kälte, und oft tat ich kein Auge zu.
Kommentar 1: Jakob kümmerte sich um die Herde, obwohl es ihn viel kostete. Ebenso zeigen christliche Hirten echtes Interesse, wenn sie sich um ihre Brüder und Schwestern kümmern und sie nicht nur als eine Verantwortung betrachten.
Kommentar 2: Eine Möglichkeit, sich um die Schafe zu kümmern, besteht darin, ihnen aufmerksam zuzuhören. Zum Beispiel besucht der Älteste auf den Bildern einen älteren Bruder und lässt ihn erzählen, wie er sich fühlt.
Kommentar 3: Das Interesse endet nicht mit einem Besuch. Die Nachricht, die der Älteste anschließend schickt, zeigt, dass er weiter an den Bruder gedacht hat. Ein einfacher Kontakt kann dazu führen, dass sich jemand sehr geliebt fühlt.
Kommentar 4: Hirten können die Brüder und Schwestern auch ermuntern, sich entsprechend ihren Möglichkeiten am Dienst zu beteiligen. Auf dem Bild predigt der ältere Bruder zuversichtlich und erklärt an einer Tür einen Bibelvers.
Kommentar 5: Christliche Fürsorge erfordert Zeit und Kraft, wie sie auch Jakob aufbrachte. Doch Älteste spiegeln Jehovas Liebe wider, wenn sie jedem Bruder praktische und geistige Unterstützung geben.
Als Jakob Angst hatte, betete er zu Jehova (1. Mo. 32:6-12). Was lehrt uns Jakobs Beispiel darüber, worüber wir mit Jehova in unseren Gebeten sprechen können?
1. Mose 32:6-12 — Nach einiger Zeit kamen die Boten zu Jakob zurück und sagten: „Wir sind bei deinem Bruder Ẹsau gewesen. Er kommt dir jetzt mit 400 Männern entgegen. “ Da erschrak Jakob sehr und bekam Angst. Er teilte die Leute, die bei ihm waren, sowie die Kleinviehherden, die Rinder und die Kamele in zwei Lager auf. Er sagte: „Wenn Ẹsau das eine Lager angreift, kann das andere fliehen. “ Jakob betete dann: „O Gott meines Vaters Abraham und Gott meines Vaters Isaak, o Jehova, du hast zu mir gesagt: ‚Kehr in dein Land und zu deinen Verwandten zurück und ich werde dir Gutes tun.‘ Ich habe all die loyale Liebe und Treue, die du mir, deinem Diener, gezeigt hast, nicht verdient. Als ich den Jordan überquerte, hatte ich nur meinen Stab, und nun bin ich zu zwei Lagern geworden. Ich bitte dich, rette mich aus der Hand meines Bruders Ẹsau. Ich habe Angst vor ihm — dass er kommt und mich angreift und auch die Mütter mit ihren Kindern. Du hast gesagt: ‚Ich werde dir ganz bestimmt Gutes tun, und ich lasse deine Nachkommen wie die Sandkörner am Meer werden, von denen es so viele gibt, dass man sie nicht zählen kann.‘“
Kommentar 1: Jakob sagte Jehova offen, dass er Angst vor Ẹsau und davor hatte, was seiner Familie geschehen könnte. Auch wir können Jehova unsere konkreten Sorgen mitteilen und offen sagen, wie wir uns fühlen.
Kommentar 2: Jakob erkannte demütig an, dass er die loyale Liebe und Treue, die Jehova ihm erwiesen hatte, nicht verdient hatte. Auch unsere Gebete können Dankbarkeit für die Güte zum Ausdruck bringen, die Jehova uns bereits gezeigt hat.
Kommentar 3: Er erinnerte sich an Jehovas Anweisungen und Versprechen. Wenn wir beten, können wir im Glauben biblische Versprechen erwähnen, die uns Mut machen und uns helfen, auf Jehova zu vertrauen.
Kommentar 4: Jakob bat nicht nur um Schutz für sich selbst, sondern dachte auch an seine Söhne und deren Mütter. Wir können für unsere Familie und für andere Brüder und Schwestern beten, die bedrückende Situationen durchmachen.
Kommentar 5: Obwohl Jakob praktische Maßnahmen ergriff, vertraute er nicht ausschließlich auf seine eigenen Pläne. Sein Gebet zeigt, dass wir bei Angst zuerst Jehovas Hilfe und Anleitung suchen sollten.
Wie können Sie Jakobs mutiges Beispiel nachahmen?
Kommentar 1: Wir können Jakob nachahmen, indem wir Jehova gehorchen, auch wenn uns das Schwierigkeiten bringt. Er verließ Haran, weil Jehova es ihm aufgetragen hatte, obwohl er wusste, dass Laban eine Gefahr darstellen konnte.
Kommentar 2: Jakob war mutig, mit Laban zu sprechen und auf die ungerechte Behandlung hinzuweisen, die er erfahren hatte. Trotzdem wollte er Frieden suchen. Christlicher Mut ist nicht aggressiv, sondern fördert den Frieden.
Kommentar 3: Als Ẹsau mit 400 Männern näher kam, bekam Jakob Angst, aber er ließ sich davon nicht lähmen. Er betete, ergriff Maßnahmen und ging allein seinem Bruder entgegen.
Kommentar 4: Seine Demut war ein Zeichen von Mut. Jakob verbeugte sich siebenmal vor Ẹsau, um Frieden zu schließen. Manchmal braucht es großen Mut, den ersten Schritt zu tun und ein Problem zu lösen.
Kommentar 5: Jakob harrte aus, um Jehovas Segen zu erhalten. Wir zeigen denselben Mut, wenn wir angesichts anhaltender Prüfungen unseren Glauben nicht aufgeben und Jehova weiter dienen.
Was lehrt mich dieser Bericht über Jehova?
Kommentar 1: Jehova erfüllte sein Versprechen, mit Jakob zu sein und ihn zu beschützen. Obwohl Jakob viele Probleme hatte, verließ Jehova ihn nicht und brachte ihn schließlich nach Kanaan zurück.
Kommentar 2: Jehova schätzt geistige Dinge. Er segnete Jakob nicht aufgrund eines automatischen Erbes, sondern weil Jakob den Segen schätzte, der mit dem göttlichen Vorsatz verbunden war.
Kommentar 3: Jehova hört auf die aufrichtigen Gebete von Menschen, die Angst haben. Jakob sprach demütig und vertrauensvoll mit ihm, und Jehova half ihm, eine beunruhigende Situation zu bewältigen.
Kommentar 4: Jehova kann seine Engel gebrauchen, um seine Diener zu unterstützen. Die Vision von der Treppe versicherte Jakob, dass der Himmel sich sehr um ihn kümmerte.
Kommentar 5: Jehova ist der Gott der Lebenden und garantiert die Auferstehung Jakobs. Zu wissen, dass Jakob wieder leben wird, bestätigt, dass Jehova seine treuen Diener nicht vergisst.
Wie steht dieser Bericht mit Jehovas Vorsatz und dem Hauptthema der Bibel in Verbindung?
Kommentar 1: Jehova bestätigte Jakob, dass die Versprechen an Abraham und Isaak durch seine Nachkommen weitergeführt würden. Dadurch bewahrte er die Familienlinie, die mit seinem Vorsatz verbunden war.
Kommentar 2: Das Versprechen besagte, dass durch Jakobs Nachkommen alle Familien des Erdbodens gesegnet werden würden. Deshalb stand das, was Jakob widerfuhr, mit der Verwirklichung von Jehovas Vorsatz in Verbindung.
Kommentar 3: Mit der Zeit wurde Israel zu einer großen Nation, genau wie Jehova es versprochen hatte. Das beweist, dass keine Gefahr und kein Widerstand Jehova daran hindern kann, seinen Vorsatz auszuführen.
Kommentar 4: Der Bericht hebt hervor, dass Jehova seine Diener und die Linie der versprochenen Nachkommen bewahrt. Dadurch steht er mit dem Hauptthema der Bibel in Verbindung: der Verwirklichung von Jehovas Vorsatz.
Kommentar 5: Der Bericht stärkt auch unser Vertrauen in künftige Versprechen. Jehova erfüllte, was er Jakob gesagt hatte, und er wird alles, was er zum Segen derer versprochen hat, die ihm gehorchen, vollständig erfüllen.
Was möchte ich Jakob bei seiner Auferstehung fragen?
Kommentar 1: Wir könnten ihn fragen, wie er sich fühlte, als Ẹsau nach so vielen Jahren der Spannungen auf ihn zulief und ihn umarmte. Es muss sehr bewegend gewesen sein zu sehen, dass der Frieden die Angst ersetzt hatte.
Kommentar 2: Vielleicht würden wir ihn gern fragen, was er persönlich aus den schwierigen Jahren mit Laban gelernt hat. Jakob sagte, dass seine Jahre schwierig gewesen waren, doch er bewies weiterhin Glauben und Ausharren.
Kommentar 3: Es wäre interessant, ihn zu fragen, wie die Vision von den Engeln und die Versprechen, die er im Traum erhielt, sein Vertrauen in Jehova stärkten.
Kommentar 4: Wir könnten ihn auch fragen, was es für ihn bedeutete, nach dem Kampf mit dem Engel den Namen Israel zu erhalten. Dieses Erlebnis blieb ihm bestimmt für immer im Gedächtnis.
Kommentar 5: Diese Frage hilft uns, mit Freude über die Auferstehung nachzudenken. Jehova garantiert, dass Jakob wieder leben wird, und dann können wir aus erster Hand erfahren, wie Jehova ihn stützte.
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