Thema: „Ich handelte um meines Namens willen“
Wenn jemand schlecht über einen Menschen redet, den wir lieben, tut uns das weh. Wir denken nicht nur an einen Namen, sondern an die Person dahinter – an ihre Eigenschaften, ihre Beweggründe und ihre Art, andere zu behandeln. Wenn Jehova verleumdet wird, steht etwas viel Wichtigeres auf dem Spiel. Wir lieben unseren Vater und möchten, dass jeder weiß, wie er wirklich ist. Deshalb liegt uns sein Name so sehr am Herzen.
Um zu verstehen, warum nichts wichtiger ist als Jehovas Name, denken wir darüber nach, was in Eden geschah. Satan schlug nicht einfach nur ein falsches Verhalten vor. Zuerst griff er Gottes Ruf an. Er erweckte den Eindruck, Jehova sei nicht großzügig und seine Grenzen seien zu streng. Dann widersprach er dem, was Gott gesagt hatte, und stellte ihn als Lügner dar. Er wollte erreichen, dass Eva Jehova misstraute und ihm deshalb nicht mehr gehorchte.
Diese Rebellion hatte also direkt damit zu tun, wie man Jehova betrachtet. Wenn jemand glaubt, Gott sei ungerecht oder würde ihm etwas Gutes vorenthalten, wird es für ihn leichter, Jehovas Anleitung abzulehnen. Satan benutzt weiterhin Lügen, um ein solches Misstrauen zu fördern. Jehovas Namen zu heiligen bedeutet deshalb weit mehr, als ihn respektvoll auszusprechen. Wir möchten, dass er von jeder Verleumdung reingewaschen wird und dass ihn alle als heilig betrachten.
Jehova ist entschlossen, seinen Namen zum Wohl der gesamten Schöpfung zu reinigen. Auch Jesus hob diese Priorität hervor, als er seine Jünger lehrte, darum zu beten, dass der Name seines Vaters geheiligt werde. Das hilft uns, unsere eigenen Sorgen richtig einzuordnen. Unsere Bedürfnisse sind Jehova wichtig, aber wir möchten nicht nur an sie denken. Unsere Gebete sollen zeigen, wie sehr uns sein Ruf am Herzen liegt.
Außerdem wird die Bedeutung dieses Namens nicht verschwinden, wenn die Fragen, die mit der Rebellion zusammenhängen, geklärt sind. Jehova möchte, dass sein heiliger Name für immer gepriesen wird. Es geht also nicht um eine vorübergehende Angelegenheit. Jehova kennenzulernen und zu ehren wird unserer Anbetung weiterhin Sinn geben. Wenn sein Name aber so wichtig ist, was hat er dann getan, um sich gegen die Anschuldigungen zu verteidigen?
Jehova ist nicht gleichgültig geblieben und hat die Lügen Satans nicht unbeantwortet gelassen. Durch seine Taten zeigt er, wie er wirklich ist. In Hesekiel, Kapitel 20, finden wir eine Erklärung, die Jehova selbst wiederholt, wenn er über seine Behandlung Israels spricht. Lesen wir Hesekiel 20:9, 14 und 22 und achten wir auf den Grund, den er hervorhebt.
Hesekiel 20:9,14,22 — Ich handelte jedoch meinem Namen zuliebe, damit er vor den Völkern, unter denen sie lebten, nicht entweiht würde. Denn vor den Augen dieser Völker gab ich mich ihnen zu erkennen, als ich sie aus Ägypten herausführte. Doch ich handelte meinem eigenen Namen zuliebe, damit er vor den Völkern, vor deren Augen ich sie herausgeführt hatte, nicht entweiht würde. Doch ich hielt mich zurück und handelte meinem eigenen Namen zuliebe, damit er vor den Völkern, vor deren Augen ich sie herausgeführt hatte, nicht entweiht würde.
In allen drei Versen verbindet Jehova seine Entscheidungen mit der Heiligkeit seines Namens. Er hatte die Israeliten vor den Augen anderer Völker aus Ägypten herausgeführt. Wie er mit ihnen umging, beeinflusste, was diese Völker von ihm denken würden. Deshalb war sein Ruf kein nebensächliches Detail. Selbst als er sich zurückhielt, hatte er im Sinn, dass sein Name nicht entweiht wurde. Seine Entscheidungen waren von etwas bestimmt, das weit größer war als das Verhalten jener Israeliten.
Das hilft uns, Jehovas Geduld nicht mit Schwäche oder mangelndem Interesse zu verwechseln. Die Rebellion hat ihm Schmerz bereitet, doch er ist mit Weisheit, Geduld und Gerechtigkeit damit umgegangen. Er hat auch seine Macht und vor allem seine Liebe gezeigt. Er muss nicht überstürzt handeln, um zu beweisen, dass er im Recht ist. Alles, was er tut, trägt dazu bei zu zeigen, dass die Anschuldigungen gegen ihn falsch sind und dass er unser Vertrauen verdient.
Die Bibel gibt eine vollständige Antwort auf diese Anschuldigungen: Durch das Königreich in der Hand seines Sohnes heiligt Jehova seinen Namen und bringt Frieden und Gerechtigkeit auf die Erde zurück. Das stärkt uns, wenn wir Leid und Schlechtigkeit sehen. Auch wenn wir nicht jede Situation verstehen, wissen wir, dass Jehova nie aufgehört hat, seinen Namen zu heiligen. Das führt uns zu einer persönlichen Frage: Können auch wir dazu beitragen, ihn zu ehren?
Ja, Jehova erlaubt seinen Dienern, sich an etwas so Wertvollem zu beteiligen. Im selben Kapitel aus Hesekiel kündigte er an, dass er sein Volk versammeln und seine Anbetung wieder annehmen würde. Achten wir beim Hören auf diese Verheißung auf den Zusammenhang zwischen dem Dienst seines Volkes und der Heiligung seines Namens. Lesen wir Hesekiel 20:40 und 41.
Hesekiel 20:40-41 — ‚Denn auf meinem heiligen Berg, auf einem hohen Berg Israels‘, so erklärt der Souveräne Herr Jehova, ‚dort wird das ganze Haus Israel, ja sie alle, mir im Land dienen. Dort werde ich mich über sie freuen. Und ich werde eure Beiträge und eure Erstlingsopfer fordern, all eure heiligen Dinge. Wegen des angenehmen Geruchs werde ich mich über euch freuen, wenn ich euch aus den Völkern herausführe und aus den Ländern zusammenbringe, in die ihr zerstreut worden seid. Und ich werde unter euch geheiligt werden vor den Augen der Völker.‘
Jehova versprach, dass er an seinem Volk und seinen Opfergaben Gefallen finden würde. Die reine Anbetung sollte wiederhergestellt werden. Dass er diese Opfergaben annahm, bedeutete jedoch nicht, dass das Verhalten derer, die sie darbrachten, unwichtig war. Die Juden, die zurückkehrten, mussten weiterhin gehorsam und geistig rein bleiben. So würden sie Vergebung und ein enges Verhältnis zu Gott genießen. Ihre Anbetung und ihre Lebensweise mussten miteinander übereinstimmen; beides musste Jehova ehren.
Christen bringen keine Tieropfer dar. Wir bringen Jehova Lobpreis dar und verkündigen die Botschaft über ihn. Das Nachschlagewerk hebt hervor, dass der treue und verständige Sklave seit 1919 noch mehr Wert auf das Predigen legte und es gründlicher organisierte. So haben immer mehr Diener Gottes seinem Namen Lobpreis dargebracht. Wenn wir uns am Dienst beteiligen und Jehova in den Zusammenkünften lobpreisen, ehren auch wir ihn.
Unsere Worte müssen jedoch von Taten begleitet werden. Denken wir an eine Alltagssituation: Jemand weiß, dass wir Jehovas Zeugen sind, und beobachtet, wie wir reagieren, wenn man uns schlecht behandelt. Eine respektvolle Antwort und das Bemühen, ruhig zu bleiben, können ihm helfen, eine gute Meinung von dem Gott zu bekommen, dem wir dienen. Dasselbe gilt, wenn wir ehrlich sind, obwohl es uns schwerfällt. Wir möchten nicht, dass man uns bewundert, sondern dass unser Verhalten Jehova ehrt.
Auch in der Familienanbetung können wir diesen Wunsch stärken. Ein Vorschlag wäre, das Video „Vater, verherrliche deinen Namen“ anzusehen und darüber zu sprechen, wie die Neue-Welt-Übersetzung Jehovas Namen heiligt. Danach könnten wir uns fragen: „Wie können wir das Gelernte nutzen, um jemandem zu helfen, Jehova besser kennenzulernen?“ Dieses Gespräch kann uns helfen, unser Studium mit dem Predigen und mit unseren täglichen Entscheidungen zu verbinden. So wird das Ehren seines Namens zu einer Priorität, die die ganze Familie teilt.
Nichts ist wichtiger als Jehovas Name. Er hat nie aufgehört, etwas zu unternehmen, um ihn zu heiligen, und er gibt uns die Ehre, durch unsere Anbetung und unser Verhalten mit ihm zusammenzuarbeiten. Fragen wir uns bei unseren Entscheidungen in dieser Woche: „Wird das, was ich sagen oder tun werde, Jehova ehren?“ Unsere Liebe zu ihm soll uns dazu bewegen, seinen guten Ruf zu verteidigen und anderen zu helfen, ihn kennenzulernen.
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