Lerne, dich so zu sehen, wie Jehova dich sieht
1. Warum ist es so wichtig, ganz klar zu wissen, wie Jehova uns sieht?
Psalmen 149:4 — Denn Jehova findet Gefallen an seinem Volk. Er schmückt die Sanften mit Rettung.
Antwort 1: Psalm 149:4 hilft uns zu verstehen, dass Jehova seine Diener nicht einfach nur duldet, sondern Freude an ihnen hat. Das klar zu erkennen ist wichtig, weil es unser Verhältnis zu ihm beeinflusst. Wenn wir überzeugt sind, dass er uns liebt, fällt es uns leichter, vertrauensvoll zu ihm zu kommen. Deshalb müssen wir akzeptieren, dass seine Zuneigung nicht nur seinem Volk als Ganzem gilt, sondern auch jedem einzelnen seiner Diener.
Antwort 2: Es ist wichtig, weil unsere Vorstellung davon, was Jehova für uns empfindet, beeinflusst, wie wir ihm dienen. Wenn wir denken, dass er uns nicht liebt, können wir ständig traurig sein, obwohl wir weiterhin das Richtige tun. Wenn wir dagegen wissen, dass er uns persönlich schätzt, hilft uns das, ihm mit Freude zu dienen. Es geht nicht nur darum, eine Lehre über Gottes Liebe zu kennen, sondern auch darum, diese Wahrheit auf unser Verhältnis zu ihm wirken zu lassen und dadurch Sicherheit zu gewinnen.
Antwort 3: Wir können sicher sein, dass Jehova die Brüder liebt, und uns selbst dennoch von dieser Liebe ausschließen. Der Absatz zeigt, dass eine solche Denkweise uns sehr schaden kann. Deshalb ist es gut, uns zu fragen, ob wir wirklich akzeptieren, dass Jehova auch uns für wertvoll hält. Wenn wir verstehen, wie er uns sieht, fällt es uns leichter, uns nicht mehr von ihm entfernt zu fühlen, und unser Wunsch wird stärker, eine immer engere Freundschaft mit unserem himmlischen Vater zu pflegen.
Antwort 4: Eine klare Vorstellung davon, wie Jehova über uns denkt, gibt uns eine sichere Grundlage für unsere Freude. Unsere Gefühle können uns einreden, dass wir seine Zuneigung nicht verdienen. Doch der Artikel ermuntert uns, zu lernen, wie er uns in Wirklichkeit sieht. Wenn wir dieser Wahrheit mehr Gewicht geben als unserem negativen Eindruck, können wir vertrauensvoll zu Jehova kommen. Dann wird unser Dienst nicht nur von der Sorge bestimmt sein, nicht zu genügen, sondern auch von der Freude, uns geliebt zu fühlen.
2. Was dachten einige Diener Gottes in alter Zeit über sich selbst, und warum?
Antwort 1: Mephiboscheth hatte eine sehr geringe Meinung von sich. Der Absatz wirft die Frage auf, ob seine Behinderung oder die Schande über das Verhalten seines Großvaters Saul dabei eine Rolle gespielt haben könnte, sagt aber nicht, was die Ursache war. Eines wird jedoch deutlich: Seine negative Meinung war nicht gerechtfertigt. David zeigte ihm loyale Liebe, versprach, für ihn zu sorgen, und gab ihm einen Platz an seinem Tisch. Sein Beispiel erinnert uns daran, dass wir nicht wirklich unbedeutend sind, nur weil wir uns so fühlen.
Lukas 5:8-11 — Als Sịmon Petrus das sah, fiel er zu den Knien von Jesus nieder und sagte: „Geh weg von mir, Herr, ich bin ein sündiger Mensch! “ Denn er und die Männer bei ihm waren überwältigt von dem Fang. Genauso ging es Jakobus und Johạnnes, den Söhnen von Zebedäus, die Sịmons Geschäftspartner waren. Doch Jesus sagte zu Sịmon: „Hab keine Angst mehr. Von nun an wirst du Menschen lebendig fischen. “ Da brachten sie die Boote wieder an Land, ließen alles zurück und folgten ihm.
Antwort 2: Petrus fühlte sich wegen seiner Sünden unwürdig, aber Jesus sah sein Potenzial und bot ihm an, sich am Predigen zu beteiligen.
Antwort 3: Petrus war sich seiner Fehler so bewusst, dass er sich sogar unwürdig fühlte, in Jesu Nähe zu sein. Jesus beurteilte ihn jedoch nicht nur nach seinen Unvollkommenheiten. Er wusste, dass Petrus später mit großem Eifer die gute Botschaft verkündigen würde. Das lehrt uns, dass es etwas anderes ist, unsere Fehler anzuerkennen, als daraus zu schließen, wir seien zu nichts zu gebrauchen. Wir können unsere Grenzen zugeben und gleichzeitig akzeptieren, dass Jehova in uns Eigenschaften und Möglichkeiten sieht, die wir vielleicht nur schwer erkennen.
Antwort 4: Sowohl Mephiboscheth als auch Petrus sahen sich selbst sehr negativ, erhielten aber eine Behandlung, die zeigte, dass sie wertvoll waren. David ehrte Mephiboscheth, und Jesus ermunterte Petrus, ihm weiter zu folgen. Es hilft mir, den Unterschied zwischen ihren Gefühlen und der Art, wie man mit ihnen umging, zu beachten. Wenn auch wir mit Minderwertigkeitsgefühlen kämpfen, erinnern uns diese Berichte daran, dass wir nicht die Einzigen sind und dass unsere Gefühle unseren Wert nicht immer richtig widerspiegeln.
Antwort 5: Diese Diener aus alter Zeit zeigen, dass Treue uns nicht gegen negative Gefühle immun macht. Der eine hielt sich für sehr wenig wert, und der andere konzentrierte sich so sehr auf seine Sünden, dass er sich nicht würdig fühlte, Jesu Jünger zu sein. Wenn es uns deshalb schwerfällt zu glauben, dass Jehova uns liebt, sollten wir nicht denken, mit uns stimme etwas Besonderes nicht. Vielmehr können wir daraus lernen, wie diesen Männern geholfen wurde, über ihre Grenzen hinauszusehen.
3. Wie können sich Menschen aus der Welt auf unser Selbstwertgefühl auswirken? (Siehe auch das Bild.)
2. Timotheus 3:1-5 — Das aber sollst du wissen: In den letzten Tagen werden kritische Zeiten herrschen, mit denen man schwer fertigwird. Denn die Menschen werden sich selbst und das Geld lieben. Sie werden angeberisch und überheblich sein, über Gott und Menschen lästern, nicht auf die Eltern hören, undankbar sein und nicht loyal. Sie werden lieblos sein, nicht kompromissbereit, verleumderisch, unbeherrscht und brutal und werden das Gute nicht lieben. Sie werden Verräter sein, eigensinnig, aufgeblasen vor Stolz und werden das Vergnügen lieben statt Gott. Nach außen hin wird es so aussehen, als hätten sie Gottesfurcht, aber die Kraft dahinter zeigt sich in ihrem Leben nicht. Von solchen Menschen wende dich ab.
Antwort 1: Die in 2. Timotheus beschriebenen Einstellungen helfen uns zu verstehen, warum manche Menschen uns geringschätzen. Ihre Untreue oder Grausamkeit kann unserem Selbstwertgefühl schaden, bestimmt aber nicht, wie viel wir Jehova wert sind.
Antwort 2: Die Welt kann uns glauben machen, unser Wert hänge davon ab, gelobt zu werden oder bestimmte Dinge zu kaufen. Wenn wir diesen Maßstab übernehmen, finden wir immer einen Grund, uns minderwertig zu fühlen. Das Bild von dem Bruder, der als Reinigungskraft arbeitet, veranschaulicht das: Er denkt an Geld, ein Luxusauto und Männer, die sich über ihn lustig machen, während er sich in einem Spiegel betrachtet, der sein Bild verzerrt. Solche Einflüsse können unsere Sicht auf uns selbst verzerren, zeigen aber nicht Jehovas Meinung.
Antwort 3: Auch soziale Netzwerke können unserem Selbstwertgefühl schaden, weil manche Beiträge den Eindruck erwecken, andere hätten mehr Freunde und ein glücklicheres Leben. Wenn wir uns mit diesen Bildern vergleichen, könnten wir denken, unser Leben sei weniger wert. Der Absatz hilft uns, diesen Einfluss zu erkennen, statt den Vergleich automatisch zu akzeptieren. Dass jemand ein aufregendes Leben zeigt, bedeutet nicht, dass wir ein Versager sind oder genauso leben müssen, um wertvoll zu sein.
4. Wie können sich unsere Lebensumstände darauf auswirken, wie wir uns sehen? (Siehe auch das Bild.)
Antwort 1: Erfahrungen aus der Vergangenheit können dazu führen, dass es uns schwerfällt, uns geliebt zu fühlen. Wenn unsere Eltern nicht liebevoll mit uns umgingen oder wir mit dem Gedanken aufwuchsen, nie etwas zu erreichen, haben wir diese Meinungen vielleicht als wahr akzeptiert. Die Gefahr besteht darin, dieselbe Vorstellung auf unser Verhältnis zu Jehova zu übertragen. Doch die Behandlung durch andere sagt nichts darüber aus, was er für uns empfindet. Wenn wir diesen Unterschied erkennen, verstehen wir besser, woher manche negativen Gefühle kommen.
Psalmen 71:9 — Wirf mich im Alter nicht weg. Verlass mich nicht, wenn meine Kraft versagt.
Antwort 2: Die Bitte aus Psalm 71:9 spiegelt die Sorge wider, die entstehen kann, wenn die Kräfte nachlassen. Ein Bruder, der Jehova viele Jahre gedient hat, kann vielleicht nicht mehr dasselbe tun wie früher und zu denken beginnen, er sei weniger wert. Eine Abnahme seiner Fähigkeiten bedeutet jedoch keine Abnahme seines Wertes. Dieser Text hilft uns, seine Gefühle zu verstehen und uns daran zu erinnern, dass wir Jehova von solchen Ängsten erzählen können.
Antwort 3: Das Bild zeigt einen älteren Bruder, der von Erinnerungen an frühere Tätigkeiten umgeben ist, sich selbst aber verzerrt sieht. Das kann uns passieren, wenn wir unseren Wert daran messen, was wir jetzt tun, verglichen mit dem, was wir früher getan haben. Auch die körperliche oder emotionale Gesundheit kann uns daran hindern, das zu tun, was wir möchten. Der Absatz hilft uns zu erkennen, dass eine solche Einschränkung unsere Sicht auf uns selbst beeinflussen kann, ohne dass wir deshalb für Jehova weniger wertvoll wären.
5. Wie kann sich die Unvollkommenheit auf uns auswirken? (Siehe auch das Bild.)
Antwort 1: Die Unvollkommenheit kann dazu führen, dass wir zwei Dinge miteinander verwechseln: Jehovas Maßstäbe nicht vollkommen einzuhalten und von ihm nicht geliebt zu werden. Wir möchten ihm gehorchen, machen aber Fehler. Dann könnte unser Herz darauf bestehen, dass Jehova uns nicht mehr liebt. Der Absatz hilft uns, diese Schlussfolgerung zu erkennen. Seine Maßstäbe ernst zu nehmen bedeutet nicht, von uns eine Vollkommenheit zu verlangen, die wir noch nicht haben, oder jeden Fehler als Beweis dafür zu deuten, dass wir in seinen Augen wertlos sind.
2. Korinther 2:7 — Ihr solltet ihm jetzt vielmehr verzeihen und ihn trösten, damit er nicht von übergroßer Traurigkeit überwältigt wird.
Antwort 2: 2. Korinther 2:7 zeigt, dass jemand von großer Traurigkeit überwältigt werden und Vergebung und Trost benötigen kann. Das macht deutlich, wie gefährlich es ist, uns wegen Sünden weiter zu bestrafen, die Jehova uns bereits vergeben hat. Reue ist wichtig, aber wir dürfen sie nicht in eine dauerhafte Verurteilung unserer selbst verwandeln. Jehovas Trost anzunehmen gehört ebenfalls dazu, zu lernen, uns ausgeglichener zu sehen.
Antwort 3: Paulus’ Beispiel zeigt, dass sich sogar jemand, der von Jehovas Liebe überzeugt ist, wegen seiner Fehler sehr schlecht fühlen kann. Er wollte das Richtige tun, litt aber unter dem Kampf gegen seine Unvollkommenheit. Traurigkeit über unsere Schwächen beweist deshalb nicht, dass Jehova aufgehört hat, uns zu lieben. Dieses Beispiel kann uns helfen, keine voreiligen Schlüsse über unser Verhältnis zu ihm zu ziehen, wenn wir entmutigt sind, und uns daran zu erinnern, dass andere treue Diener ähnliche Kämpfe erlebt haben.
Antwort 4: Das Bild von der Schwester vor einem Spiegel, der ihre Gestalt verzerrt, hebt hervor, wie wir uns sehen können, wenn wir entmutigt sind. Die Unvollkommenheit kann dazu führen, dass unsere Aufmerksamkeit so sehr auf den Fehlern liegt, dass wir alles andere aus den Augen verlieren. Der Absatz lädt uns nicht dazu ein, die Sünde zu verharmlosen, sondern eine unausgeglichene Sicht von uns selbst zu vermeiden. Wir müssen korrigieren, was falsch ist, ohne daraus zu schließen, dass Jehova uns nicht lieben kann oder dass wir für ihn nicht gut genug sind.
6. Wie können wir uns fühlen, obwohl wir nichts Falsches getan haben, und warum?
1. Johannes 3:19-20 — So werden wir wissen, dass wir auf der Seite der Wahrheit sind. Und wir werden unser Herz vor ihm beruhigen in allem, worin unser Herz uns verurteilen mag, weil Gott größer ist als unser Herz und alles weiß.
Antwort 1: Wir können uns schuldig fühlen, obwohl es keinen wirklichen Grund dafür gibt. In 1. Johannes 3:19, 20 wird uns daran erinnert, dass das Urteil unseres Herzens nicht über dem Jehovas steht. Unsere Unvollkommenheit kann dazu führen, dass wir uns zu Unrecht verurteilen, während er unsere gesamte Situation kennt. Deshalb beweist ein starkes Schuldgefühl allein nicht, dass wir etwas Falsches getan haben oder Jehova mit uns unzufrieden ist.
Antwort 2: Die im Absatz erwähnte Bethelschwester hatte das Gefühl, Jehova ihr Bestes zu geben bedeute, ihre Anstrengungen ständig zu steigern. Jedes Mal, wenn sie ein bestimmtes Niveau erreicht hatte, dachte sie, sie müsse noch mehr tun. Dadurch war sie mit ihrem Dienst nie zufrieden. Ihre Erfahrung zeigt, dass wir aus einem guten Wunsch eine endlose Forderung machen können. Wenn es uns so geht, müssen wir zwischen dem Dienst für Jehova von Herzen und dem ständigen Verlangen, noch mehr zu tun, unterscheiden, als könnte keine Anstrengung jemals genügen.
Antwort 3: Manchmal beschuldigt uns unser Herz, obwohl wir uns keines Vergehens schuldig gemacht haben. Das Problem kann in einer allzu anspruchsvollen Denkweise liegen, die durch die Unvollkommenheit genährt wird. Deshalb reicht es nicht, uns nur zu fragen, ob wir Schuld empfinden; wir sollten auch überlegen, ob es einen wirklichen Grund dafür gibt. Der Absatz räumt ein, dass dieser Kampf andauern kann. Das zu wissen hilft uns, das Wiederauftreten solcher Gefühle nicht als Beweis dafür zu deuten, dass wir Jehova enttäuschen.
7. Was sieht Jehova in uns, sodass er uns als wertvoll betrachtet?
1. Mose 1:27 — Dann erschuf Gott den Menschen in seinem Bild, in Gottes Bild erschuf er ihn. Als Mann und Frau erschuf er sie.
Antwort 1: 1. Mose 1:27 zeigt einen grundlegenden Grund dafür, warum wir für Jehova wertvoll sind: Er hat uns mit der Fähigkeit erschaffen, seine Eigenschaften widerzuspiegeln. Obwohl wir unvollkommen sind, können wir Liebe und andere Eigenschaften zeigen, durch die wir ihn nachahmen. Unsere Schwäche nimmt deshalb nicht alles Gute weg, was er in uns sieht. Wenn es uns schwerfällt, unseren Wert zu erkennen, können wir daran denken, dass Jehova uns innerhalb seiner irdischen Schöpfung eine besondere Würde gegeben hat.
Antwort 2: Jehova sieht unser Potenzial, nicht nur unsere derzeitigen Grenzen. Der Absatz erklärt, dass er schon bevor wir ihn kennenlernten sah, was aus uns werden konnte, und uns liebevoll zu sich zog. Das ist sehr ermunternd, weil wir uns manchmal nur durch das definieren, was uns fehlt, oder durch unsere Fehler. Er hat einen viel umfassenderen Blick. Darüber nachzudenken hilft uns, seinem Urteil zu vertrauen, statt an unserer negativen Meinung über uns festzuhalten.
Antwort 3: Das Lösegeld zeigt, dass unsere Unvollkommenheit Jehova nicht dazu gebracht hat, uns nicht mehr als wertvoll zu betrachten. Er gab seinen Sohn, damit wir seine Freunde werden konnten. Wir müssen also nicht erst vollkommen sein, um zu glauben, dass er uns liebt. Wenn wir an unserem Wert zweifeln, können wir darüber nachdenken, was er bereits getan hat, um uns zu sich zu ziehen. Dieser Beweis seiner Liebe wiegt viel schwerer als der negative Eindruck, den wir von uns selbst haben mögen.
Antwort 4: Um zu verstehen, warum Jehova uns als wertvoll betrachtet, müssen wir anerkennen, dass seine Denkweise unserer überlegen ist. Wir konzentrieren uns vielleicht fast ausschließlich auf einen Fehler, er aber sieht einen Menschen, der in seinem Bild erschaffen wurde und eine Freundschaft mit ihm entwickeln kann. Es geht also nicht darum, Jehova davon zu überzeugen, dass wir etwas wert sind. Vielmehr müssen wir lernen, die Wertschätzung anzunehmen, die er durch seine Liebe und das Lösegeld bereits gezeigt hat.
8. Was sieht Jehova in seinen hingegebenen Dienern? (Jesaja 43:1, 4, 10, 13)
Antwort 1: Jehova sieht die Loyalität und die Integrität seiner hingegebenen und getauften Diener. Diese Eigenschaften machen sie für ihn sehr kostbar. Der Absatz wendet die Worte aus Jesaja auf uns an, damit wir verstehen, dass Jehova uns nicht als anonyme Personen in einer Masse betrachtet. Er hat uns als Teil seiner Familie aufgenommen und schätzt uns persönlich. Wenn wir uns daran erinnern, können wir ihm mit Zuversicht dienen, überzeugt davon, dass unsere Beziehung zu ihm in seinen Augen wirklich wertvoll ist.
Sprüche 27:11 — Sei weise, mein Sohn, und mach meinem Herzen Freude, damit ich dem, der mich verhöhnt, eine Antwort geben kann.
Antwort 2: Sprüche 27:11 zeigt, dass unser Verhalten Jehova Freude machen und dazu beitragen kann, dem zu antworten, der ihn verhöhnt. Das hilft uns zu verstehen, wie sehr er unsere Loyalität schätzt. Vielleicht denken wir, dass das, was wir tun, wenig Bedeutung hat, doch er sieht es ganz anders. Jedes Mal, wenn wir weise handeln und seinen Namen verteidigen, zeigen wir, dass wir ihm vertrauen. Zu wissen, dass wir ihm Freude machen können, ist ein starker Grund, uns nicht für unbedeutend zu halten.
Antwort 3: Jehova vertraut seinen Dienern so sehr, dass er sie einlädt, seine Zeugen zu sein. Er erlaubt ihnen nicht nur, ihn kennenzulernen, sondern gibt ihnen auch die Ehre, seinen Namen zu verteidigen und dabei zu helfen, die über ihn verbreiteten Lügen zu widerlegen. Dieses Vertrauen sagt viel darüber aus, wie er uns sieht. Wenn wir uns wenig wertvoll fühlen, können wir an das Vorrecht denken, ihn zu vertreten. Er schätzt es, dass wir seine Einladung angenommen haben und uns bemühen, loyal zu bleiben.
Antwort 4: Auch der Schutz, den Jehova bietet, zeigt seine Liebe zu seinen Dienern. Der Absatz hebt hervor, dass niemand sie aus seiner Hand reißen kann. Das hilft uns zu erkennen, dass wir kein vergessenes oder vernachlässigtes kostbares Gut sind. Jehova möchte, dass wir uns in seiner Familie sicher fühlen. Wenn Zweifel daran aufkommen, wie wichtig wir ihm sind, können wir uns sowohl an seine Wertschätzung unserer Integrität als auch an seinen Wunsch erinnern, für uns zu sorgen und eine enge Beziehung zu uns zu bewahren.
9. Was macht Jehova mit unseren Sünden?
Psalmen 103:12-14 — So weit weg, wie der Sonnenaufgang vom Sonnenuntergang ist, so weit hat er unsere Übertretungen von uns entfernt. So wie ein Vater mit seinen Söhnen barmherzig ist, so ist Jehova mit denen barmherzig, die Ehrfurcht vor ihm haben. Denn er kennt unsere Beschaffenheit nur zu gut, er denkt daran, dass wir Staub sind.
Antwort 1: Psalm 103:12-14 zeigt, dass Jehova unsere Sünden von uns entfernt und uns barmherzig behandelt, wobei er unsere unvollkommene Lage berücksichtigt. Wenn wir bereuen, definiert er uns nicht weiterhin durch unsere Fehler. Das ermöglicht es uns, vertrauensvoll zu ihm zu kommen. Wenn er beschlossen hat, uns zu vergeben, müssen wir die vergebene Sünde nicht weiterhin so behandeln, als wäre sie das Einzige, was Jehova in uns sieht.
Antwort 2: Jehova sieht die Reue und vergibt großzügig. Das bedeutet nicht, dass die Sünde keine Bedeutung hätte, sondern dass seine Vergebung echt ist. Manchmal können wir theoretisch anerkennen, dass er uns vergeben hat, und trotzdem das Gefühl haben, seine Liebe nie wieder genießen zu können. Der Absatz ermuntert uns, diese Vorstellung zu korrigieren. Jehova konzentriert sich nicht auf die Fehler eines Menschen, der bereut hat, und wir können dankbar die Gelegenheit annehmen, ihm weiterhin vertrauensvoll zu dienen.
Antwort 3: Die Christen in Korinth sind ein Beweis dafür, wie vollständig Jehovas Vergebung sein kann. Einige hatten schwere Sünden begangen, aber sie bereuten, und für ihn waren sie rein. Deshalb konnten sie ihn mit der Gewissheit seiner Liebe anbeten. Dieses Beispiel hilft uns, nicht zu denken, unsere Vergangenheit würde uns in Jehovas Augen dauerhaft kennzeichnen. Der Absatz hebt seine Bereitschaft hervor, reumütigen Menschen zu vergeben, nicht sie auf unbestimmte Zeit unter der Last der Schuld zu halten.
Antwort 4: Jehovas Vergebung ermöglicht es uns, wieder die Gewissheit zu haben, dass er uns liebt. Wenn wir uns wegen etwas weiterhin schuldig fühlen, was er bereits vergeben hat, sollten wir daran denken, dass unsere Traurigkeit seine Entscheidung nicht aufhebt. Wir können demütig anerkennen, was geschehen ist, und daraus lernen, ohne zu dem Schluss zu kommen, wir hätten jeden Wert verloren. Die Art, wie Jehova mit den reumütigen Korinthern umging, ermuntert uns, auf seine Großzügigkeit zu vertrauen und ihm mit einem ruhigen Gewissen und einem dankbaren Herzen weiterzudienen.
10. Woher wissen wir, dass Jehovas Ansicht über uns nicht von unseren Aufgaben oder Ernennungen abhängt?
1. Könige 19:18 — Außerdem sind in Israel noch 7000 übrig, von denen sich keiner vor Baal hingekniet und ihn geküsst hat. “
Antwort 1: In 1. Könige 19:18 hob Jehova die Treue Tausender hervor, die Baal nicht angebetet hatten. Der Absatz verwendet dieses Beispiel, um zu zeigen, dass er den Glauben schätzt, nicht einfach die Aufgaben, die jemand hat. Deshalb bedeutet es nicht, dass Jehova uns weniger liebt, wenn wir keine Ernennung erhalten oder eine verlieren. Entscheidend ist, treu zu bleiben, auch wenn sich unsere Umstände oder Aufgaben ändern.
Antwort 2: Wir wissen, dass Ernennungen unseren Wert nicht bestimmen, weil der Artikel unsere Aufmerksamkeit auf eine andere Frage lenkt: Bemühen wir uns, Jesus nachzuahmen? Dieses Kriterium können wir anwenden, ganz gleich, ob wir viele Aufgaben oder keine haben. Statt uns nach einer Stellung zu beurteilen, sollten wir unser Verhalten und unseren Wunsch prüfen, das Richtige zu tun. So lernen wir, das zu schätzen, was Jehova schätzt, und verhindern, dass eine Änderung unserer Aufgaben unser Vertrauen in seine Liebe schwächt.
Antwort 3: Vielleicht verbinden andere den Wert eines Bruders mit seinen Aufgaben, und auch wir könnten so denken. Doch der Absatz erinnert uns daran, dass Jehovas Meinung entscheidend ist. Seine Liebe nimmt nicht je nach unserer Ernennung zu oder ab. Das hilft uns sowohl, uns wegen einer Aufgabe nicht überlegen zu fühlen, als auch, uns nicht minderwertig zu fühlen, wenn wir keine haben. Vor allem müssen wir auf unseren Glauben und unsere Anstrengungen achten, Christus nachzuahmen.
Antwort 4: Der Absatz erklärt, dass diejenigen, die sich bemühen, Jesus nachzuahmen, zu einem Volk gehören, das er als sein besonderes Eigentum betrachtet. Diese Ehre ist nicht auf Personen mit einer Ernennung beschränkt. Wenn wir deshalb eine Aufgabe verlieren, dürfen wir den Verlust empfinden, ohne ihn als Verlust unseres persönlichen Wertes zu deuten. Wir haben weiterhin Gründe, gute Taten zu tun und freudig zu dienen. Unsere Beziehung zu Jehova und Christus ist viel wichtiger als jede Aufgabe, die wir erhalten können.
11. Was wird dir helfen, den Gedanken zu überwinden, dass Jehova dich nicht wertschätzt? (2. Korinther 10:4, 5).
2. Korinther 10:4-5 — Die Waffen unserer Kriegführung sind nämlich nicht menschlich, sondern hinter ihnen steht Gottes Kraft, und man kann damit starke Befestigungen umstoßen. Wir stoßen Überlegungen um und alles, was sich gegen die Erkenntnis Gottes erhebt, und wir nehmen jeden Gedanken gefangen, um ihn dem Christus gehorsam zu machen.
Antwort 1: 2. Korinther 10:4, 5 zeigt, dass Jehova wirksame Mittel bereitstellt, um falsche Überlegungen zu bekämpfen. Der Gedanke, dass wir ihm nichts wert sind, kann tief verwurzelt sein, aber dadurch wird er nicht wahr. Wir können ihm mit biblischen Beweisen für seine Liebe entgegentreten und lernen, unsere Gedanken dem unterzuordnen, was er lehrt, statt jede Anklage unseres Herzens als wahr hinzunehmen.
Antwort 2: Es hilft uns zu erkennen, dass uns ein Gedanke sehr überzeugend erscheinen und trotzdem falsch sein kann. Vielleicht denken wir schon seit Jahren, dass Jehova uns nicht liebt, und deshalb fällt es uns schwer, das infrage zu stellen. Doch der Absatz lädt uns ein, diese Überzeugung mit den vielen Beweisen der Bibel zu vergleichen. Wenn Jehova versichert, dass seine Diener wertvoll sind, müssen wir sein Zeugnis annehmen. Wie lange wir etwas gedacht haben, macht es nicht zuverlässiger als Gottes Wort.
Antwort 3: Wir können uns daran erinnern, wie wir unsere Ansichten änderten, als wir die Wahrheit kennenlernten. Vielleicht hatten wir tief verwurzelte religiöse Vorstellungen, lehnten sie aber ab, als wir feststellten, dass sie nicht mit der Bibel übereinstimmten. Nun müssen wir denselben Maßstab auf unsere eigene Sichtweise anwenden. Wenn der Gedanke, dass Jehova uns nicht wertschätzt, dem widerspricht, was wir über ihn gelernt haben, sollten wir ihn nicht nur deshalb festhalten, weil er uns vertraut ist. Die biblische Wahrheit kann auch unsere Sicht auf uns selbst korrigieren.
Antwort 4: Es ist wichtig, unser Vertrauen auf Jehovas Wahrhaftigkeit zu stützen, nicht nur darauf, wie wir uns gerade fühlen. Er hat viele Beweise dafür gegeben, dass ihm jeder seiner Diener wichtig ist. Wenn also ein Gedanke diese Zuneigung leugnet, können wir uns fragen, ob wir unserem Eindruck mehr Autorität geben als seinen Worten. Auf Jehova zu vertrauen schließt ein, ihm zu glauben, wenn er uns erklärt, wie wertvoll wir für ihn sind, auch wenn uns das schwerfällt.
Antwort 5: Diesen Gedanken niederzureißen erfordert mehr, als anzuerkennen, dass er schmerzlich ist: Wir müssen ihn zurückweisen, weil er den Beweisen widerspricht, die Jehova uns gibt. Der Artikel fordert uns auf, die Texte über seine Liebe noch einmal durchzugehen und sie zu nutzen, um unseren negativen Gedanken zu antworten. Das bedeutet nicht, dass das Gefühl sofort verschwindet. Es bedeutet, dass wir es nicht länger als unbestreitbare Wahrheit behandeln, sondern beginnen, eine Sichtweise aufzubauen, die darauf beruht, was Jehova tatsächlich über seine Diener denkt.
12. Wie können wir die Bibel wie einen Spiegel gebrauchen? (Jakobus 1:22-25).
Jakobus 1:22-25 — Hört jedoch nicht nur das Wort Gottes, sondern lebt auch danach, sonst betrügt ihr euch durch falsche Überlegungen selbst. Denn wenn jemand das Wort Gottes hört und nicht danach lebt, ist er wie ein Mensch, der sein Gesicht im Spiegel betrachtet. Er betrachtet sich, geht weg und vergisst gleich wieder, was für ein Mensch er ist. Wer aber in das vollkommene Gesetz, das Freiheit bringt, hineinschaut und dabei bleibt, ist kein Mensch, der etwas hört und es dann wieder vergisst, sondern einer, der danach lebt. Und das, was er tut, wird ihn glücklich machen.
Antwort 1: Jakobus fordert uns auf, uns anhand von Gottes Wort zu prüfen und entsprechend zu handeln. Wir können es wie einen Spiegel gebrauchen, um zu erkennen, welche Eigenschaften Jehova schätzt, und uns bemühen, sie zu zeigen. Dabei dürfen wir nicht vergessen, was wir über seine Sichtweise auf uns gelernt haben.
Antwort 2: Bevor wir die Bibel lesen, können wir Jehova bitten, uns zu helfen, eine ausgeglichene Meinung über uns selbst zu haben. Beim Studium des Lebens seiner Diener achten wir dann auf die Eigenschaften, die er an ihnen schätzte. So wird das Lesen nicht bloß zu einer Liste von Dingen, die uns fehlen. Es hilft uns auch, die Anstrengungen zu erkennen, die wir bereits unternehmen, um ihn zu lieben und treu auszuharren, und zu verstehen, warum das für ihn wertvoll ist.
Antwort 3: Die Bibel berichtet von unvollkommenen Männern und Frauen, die Jehova liebte. Beim Lesen können wir uns fragen, ob auch wir ihm Liebe zeigen und uns bemühen, treu zu bleiben. Es geht nicht darum zu behaupten, wir seien diesen Personen in jeder Hinsicht gleich, sondern Eigenschaften zu erkennen, die Jehova schätzt. Wenn er ihre Liebe und ihr Ausharren trotz ihrer Fehler schätzte, haben wir Grund zu glauben, dass er diese Eigenschaften auch an uns schätzt.
Antwort 4: Die Bibel wie einen Spiegel zu gebrauchen bedeutet, zu lernen, uns nach Jehovas Maßstäben zu betrachten. Unser Hauptgrund, sie zu lesen, ist, ihn besser kennenzulernen. Dazu gehört auch zu entdecken, was jemanden für ihn wertvoll macht. Wenn wir nur auf unsere Fehler achten, sehen wir nicht das ganze Bild. Der Absatz ermuntert uns, auch die Liebe und das Ausharren anzuerkennen, die wir zu zeigen versuchen. So können wir das Nötige korrigieren, ohne all das Gute zu leugnen, das Jehova sieht.
Antwort 5: Wir müssen außerdem bewahren, was wir in diesem Spiegel entdecken. Es würde nicht genügen, uns beim Lesen ermutigt zu fühlen und unseren Wert danach wieder an den Maßstäben der Welt zu messen. Der Artikel erinnert uns daran, dass Jehova auf diejenigen achtet, die Ehrfurcht vor ihm haben, und es schätzt, wenn sie ihn während Prüfungen weiterlieben. Darüber nachzudenken kann uns helfen, den ganzen Tag über eine ausgeglichene Meinung von uns zu behalten, besonders wenn uns unsere Grenzen oder die Kommentare anderer entmutigen.
13. Was kannst du tun, um daran zu denken, dass du für Jehova wertvoll bist?
Antwort 1: Es ist gut, eine schriftliche Sammlung von Texten und Gedanken anzulegen, die uns davon überzeugen, dass Jehova uns liebt. Wir können hinzufügen, was wir beim Bibellesen oder im persönlichen Studium finden. Das Aufschreiben hat den Vorteil, dass wir uns nicht nur auf das verlassen, woran wir uns in entmutigten Momenten erinnern. Wenn negative Gedanken auftauchen, haben wir konkrete Beweise für Jehovas Liebe zur Hand und können sie wiederholen, um eine ausgeglichenere, auf seinem Wort beruhende Denkweise zurückzugewinnen.
1. Johannes 4:10 — Die Liebe besteht hier nicht darin, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt hat und seinen Sohn als Sühnopfer für unsere Sünden gesandt hat.
Antwort 2: 1. Johannes 4:10 eignet sich gut für diese Sammlung, weil daraus hervorgeht, dass Jehova den ersten Schritt getan hat, uns zu lieben, und seinen Sohn für uns sandte. Wenn wir denken, wir hätten seine Zuneigung nicht verdient, sollten wir daran denken, dass seine Liebe großzügig ist und kein Preis, den wir durch Vollkommenheit verdienen können. Über Jehovas Initiative nachzudenken hilft uns, die Liebe, die er uns schenken möchte, dankbar anzunehmen.
Antwort 3: Zusätzlich zu eigener Recherche können wir Brüder fragen, was ihnen geholfen hat, von Jehovas Liebe überzeugt zu sein. Ihre Antworten können unsere Aufmerksamkeit auf Texte oder Gedanken lenken, die wir bisher nicht beachtet haben. Der Absatz empfiehlt, solche Erkenntnisse aufzuschreiben. So wird unsere Sammlung immer reichhaltiger, und wir können bei Bedarf darauf zurückgreifen. Es geht nicht darum, ständig Lob zu suchen, sondern Gründe zu sammeln, die unser Vertrauen in Jehovas Zuneigung stärken.
Antwort 4: Es ist sinnvoll, Informationen zu der konkreten Frage zu suchen, die uns beschäftigt. Wenn wir zum Beispiel denken, wir hätten Jehovas Liebe nicht verdient, können wir seine loyale Liebe und seine unverdiente Güte studieren. Das hilft uns zu verstehen, dass keiner von uns seine Zuneigung als etwas einfordern kann, das er sich verdient hat. Er schenkt sie großzügig. Diesen Gedanken aufzuschreiben und wiederzulesen kann verhindern, dass wir unseren Mangel an Verdiensten mit einem angeblichen Mangel an Jehovas Liebe verwechseln.
14. Wie kannst du dich vor schlechten Einflüssen schützen? (Siehe auch das Bild.)
Antwort 1: Wir können uns schützen, indem wir, wenn möglich, weniger Zeit mit Menschen verbringen, die unser Selbstwertgefühl schädigen. Wenn die Umstände es nicht erlauben, solchen Kontakt zu vermeiden, müssen wir daran denken, dass ihre Worte und ihr Verhalten nicht Jehovas Gefühle für uns widerspiegeln. Dieser Unterschied ist wichtig: Wir können nicht immer ändern, wie andere uns behandeln, aber wir können uns bemühen, ihre Ansichten nicht als Maßstab für unseren Wert anzunehmen. Jehovas Meinung sollten wir im Sinn behalten.
Lukas 12:15 — Dann sagte er zu ihnen: „Haltet die Augen offen und hütet euch vor jeder Art von Gier, denn wenn jemand auch noch so viel hat, sein Besitz gibt ihm kein Leben. “
Antwort 2: Der Rat Jesu in Lukas 12:15 schützt uns davor, unser Leben an Besitz zu messen. Das kommerzielle System versucht uns einzureden, wir müssten mehr kaufen, um erfüllt zu sein. Dieser Druck kann uns jedoch dazu bringen, unnötige Dinge oder Dinge außerhalb unserer Möglichkeiten zu begehren. Wenn wir Jehovas Rat im Sinn behalten, betrachten wir einen einfachen Lebensstil weder als persönliches Versagen noch als Zeichen dafür, weniger wert zu sein.
Antwort 3: Wenn wir feststellen, dass soziale Netzwerke uns minderwertig fühlen lassen, schlägt der Absatz eine konkrete Maßnahme vor: die dort verbrachte Zeit zu verringern oder sie sogar nicht mehr zu nutzen. Wir müssen uns nichts aussetzen, was schädliche Vergleiche fördert. Es hilft auch, mit dem Nötigen zufrieden zu sein. Dann messen wir unser Glück nicht mehr an dem Lebensstil, den andere zeigen, und schützen eine Sichtweise, die besser mit Jehovas Rat übereinstimmt.
Antwort 4: Das Bild zeigt den jungen Bruder, wie er mit seinen Freunden eine Wanderung im Wald genießt. Das steht im Gegensatz zu der Szene, in der er über Luxus und den Spott anderer nachdachte. Dieser Unterschied ermuntert uns, auf die Einflüsse zu achten, die wir auswählen. Statt schädliche Vergleiche zu fördern, können wir Gelegenheiten nutzen, gute Gesellschaft zu genießen. Unser Selbstwertgefühl zu schützen bedeutet, zu erkennen, was uns schadet, und praktische Schritte zu unternehmen, um dessen Einfluss zu verringern.
15. Was kannst du tun, wenn deine Umstände deinen Dienst für Jehova einschränken? (Siehe auch das Bild.)
Römer 12:4-5 — Denn so, wie wir in einem einzigen Körper viele Körperteile haben, die aber nicht alle dieselbe Funktion erfüllen, so bilden wir, obwohl wir viele sind, in Verbindung mit Christus einen einzigen Körper, doch als Einzelne sind wir Teile, die zueinander gehören.
Antwort 1: Römer 12:4, 5 hilft uns daran zu denken, dass nicht alle dieselbe Aufgabe haben, aber jeder einen wertvollen Platz einnimmt. Wenn unsere Umstände unseren Dienst einschränken, sollten wir nicht schlussfolgern, dass wir nicht mehr nützlich sind. Wir können uns auf die Möglichkeiten konzentrieren, die wir jetzt haben, und sie von Herzen nutzen. Unser Wert hängt nicht davon ab, genau dasselbe zu tun wie andere Brüder oder wie früher.
Antwort 2: Wir können aufhören, unsere Aufmerksamkeit auf das zu richten, was nicht mehr in unserer Reichweite liegt, und unser Herz auf das konzentrieren, was wir tun können. Das Bild des älteren Bruders veranschaulicht es: Statt nur an seine früheren Tätigkeiten zu denken, predigt er einem Herrn. Seine Umstände haben sich verändert, aber er hat weiterhin Möglichkeiten, Jehova zu dienen. Diese Einstellung hilft uns, unsere gegenwärtigen Kräfte freudig einzusetzen, ohne Fähigkeiten von uns zu verlangen, die wir jetzt nicht haben.
Antwort 3: Eine Änderung des Dienstes macht das Gelernte nicht nutzlos. Der Absatz erwähnt jemanden, der seinen Dienst in Bethel beendet hat und seine Erfahrung nutzen kann, um seine neue Versammlung zu ermuntern. Das lehrt uns, nach Möglichkeiten zu suchen, das zu nutzen, was wir haben, statt auf die beendete Gelegenheit zu starren. Gesundheit, familiäre Verpflichtungen oder andere Umstände können bestimmte Tätigkeiten einschränken, doch wir können weiterhin etwas Wertvolles beitragen und unseren gegenwärtigen Dienst von Herzen tun.
16. Was kannst du tun, wenn ein negativer Gedanke wiederkommt? (Römer 12:2; siehe auch das Bild).
Römer 12:2 — Und lasst euch nicht mehr von diesem Weltsystem formen, sondern werdet durch die Neugestaltung eures Denkens umgewandelt, damit ihr durch Prüfung feststellen könnt, was der gute und annehmbare und vollkommene Wille Gottes ist.
Antwort 1: Römer 12:2 erinnert uns daran, dass wir unseren Sinn immer wieder erneuern müssen. Wenn ein negativer Gedanke wiederkommt, sollten wir deshalb nicht schlussfolgern, dass all unsere Mühe umsonst war. Wir können diesen Gedanken erneut anhand der Bibel prüfen und uns bemühen, so zu denken wie Jehova. Das Ziel ist nicht, sofort eine Veränderung von uns zu verlangen, sondern unsere Sichtweise mit der Hilfe seines Wortes weiter umzugestalten.
Antwort 2: Wir können daran denken, dass wir uns noch nicht genau so sehen können, wie Jehova uns sieht. Unser Wissen ist begrenzt, und wir sind weiterhin unvollkommen. Deshalb sollte uns das Wiederauftreten eines negativen Gedankens nicht überraschen oder dazu bringen, den Kampf aufzugeben. Der Absatz ermuntert uns, geduldig zu sein und weiterzulernen. Statt zu denken, wir müssten dieses Problem längst vollständig überwunden haben, können wir jede Gelegenheit schätzen, unsere Denkweise Jehovas ein wenig weiter anzunähern.
Antwort 3: Das Bild der Schwester mit der geöffneten Bibel, die lächelnd ein klares Spiegelbild betrachtet, unterstreicht, wie wichtig es ist, dass Gottes Wort unsere Sichtweise von uns selbst korrigiert. Wenn ein negativer Gedanke wiederkommt, können wir zu den Wahrheiten zurückkehren, die uns helfen, Jehovas Liebe zu verstehen. Wir müssen nicht wieder ein verzerrtes Bild akzeptieren, nur weil es uns vertraut ist. Weiter von ihm zu lernen hilft uns, wieder eine ausgewogenere Meinung über uns selbst zu gewinnen.
Antwort 4: Der Absatz erklärt, dass die Umgestaltung unseres Denkens ein Prozess ist, der andauern wird, bis wir die Vollkommenheit erreicht haben. Das ermöglicht uns realistische Erwartungen. Wir müssen unseren Fortschritt nicht daran messen, dass negative Gedanken völlig fehlen, sondern uns weiter bemühen, auf sie mit dem zu reagieren, was wir von Jehova lernen. Wenn ein Gedanke wiederkommt, können wir ihn erkennen und weiter an unserer Denkweise arbeiten. Wichtig ist, dass wir nicht den Mut verlieren und nicht aufhören, die Sichtweise unseres himmlischen Vaters zu suchen.
17. Woher weißt du, dass du für Jehova sehr wertvoll bist?
Römer 3:4 — Natürlich nicht! Sondern Gott wird sich als wahrhaftig erweisen, auch wenn sich jeder Mensch als Lügner erweist. In den Schriften steht ja: „Damit sich durch deine Worte zeigt, dass du gerecht bist, und du siegst, wenn ein Urteil über dich gesprochen wird. “
Antwort 1: Römer 3:4 hebt hervor, dass wir voll und ganz auf Gottes Wahrhaftigkeit vertrauen können. Wir wissen also, dass wir für Jehova wertvoll sind, weil er selbst uns in seinem Wort Gründe dafür gibt. Wir sind nicht ausschließlich darauf angewiesen, uns gut mit uns selbst zu fühlen. Wenn unsere Gefühle dem widersprechen, was er über seine Liebe lehrt, können wir seinem Wort den Vorrang geben. Seine Sichtweise von uns ist zuverlässiger als unser momentaner Eindruck.
Antwort 2: Wir wissen es, weil die Bibel uns deutliche Beweise für Jehovas persönliches Interesse bietet. Im Lauf des Artikels haben wir gesehen, dass er das Lösegeld gab, unsere Loyalität schätzt und großzügig vergibt, wenn wir bereuen. Das sind keine unbegründeten bloßen Aufmunterungen. Es sind Gründe, auf seine Zuneigung zu vertrauen. Wenn es uns schwerfällt, unseren Wert zu erkennen, können wir diese Beweise wiederholen und daran denken, dass Jehova möchte, dass wir eine Freundschaft mit ihm entwickeln, die für immer dauert.
Antwort 3: Unsere Sicherheit sollte auf Jehovas Meinung beruhen, weil sie am meisten zählt und immer richtig ist. Andere können uns falsch beurteilen, und auch wir können zu streng mit uns sein. Das ändert jedoch nichts an dem Wert, den er uns beimisst. Der Absatz ermuntert uns, seinem Wort in dieser Angelegenheit das letzte Wort zu lassen. Auf Jehova zu vertrauen schließt ein, anzunehmen, dass er uns liebt, und nicht nur andere Dinge zu glauben, die er lehrt.
Antwort 4: Auch wenn wir weiter gegen den Gedanken ankämpfen müssen, nichts wert zu sein, beseitigt dieser Kampf nicht die Beweise für Jehovas Liebe. Der Absatz ermuntert uns, auszuharren und darauf zu vertrauen, dass er uns für immer als Freunde haben möchte. Wir müssen daher nicht warten, bis alle Zweifel verschwunden sind, um uns ihm zu nähern. Wir können ihm weiter dienen und unser Vertrauen stärken, überzeugt davon, dass seine Zuneigung wirklich ist, auch wenn wir sie manchmal nur schwer empfinden.
Warum fällt es manchen schwer zu glauben, dass sie für Jehova wertvoll sind?
Antwort 1: Ein Grund ist der Einfluss der Welt. Die Geringschätzung, die Lügen und der Mangel an Liebe anderer können dazu führen, dass wir uns wertlos fühlen. Außerdem fördern Werbung und soziale Netzwerke Vergleiche, die auf Besitz, Beliebtheit oder einem scheinbar perfekten Leben beruhen. Wenn wir diese Maßstäbe übernehmen, kann unser Selbstwertgefühl stark leiden. Deshalb müssen wir daran denken, dass die Bewertungen der Welt nicht widerspiegeln, was Jehova für jeden seiner Diener empfindet.
Antwort 2: Auch vergangene oder gegenwärtige Umstände können eine Rolle spielen. Wer ohne Liebe aufgewachsen ist oder abwertende Bemerkungen gehört hat, findet es vielleicht schwer, zu akzeptieren, dass Jehova ihn liebt. In anderen Fällen schränken Alter oder Gesundheit ein, was wir tun können, und wir verwechseln diese geringere Aktivität mit einem Verlust an Wert. Doch unsere gegenwärtigen Fähigkeiten und die Behandlung in der Vergangenheit bestimmen nicht Jehovas Meinung. Er misst uns nicht nach solch begrenzten Maßstäben.
Antwort 3: Die Unvollkommenheit kann uns denken lassen, Jehova halte uns nicht für gut genug. Weil wir ihm gehorchen möchten, schmerzen uns unsere Fehler, und manchmal fühlen wir uns selbst nach seiner Vergebung noch bedrückt. Das Beispiel von Paulus zeigt, dass dieser Kampf treue Diener betreffen kann. Die Lehre ist: Dass wir uns wegen unserer Schwächen schlecht fühlen, beweist nicht, dass Jehova aufgehört hat, uns zu lieben. Wir müssen unsere Fehler anerkennen, ohne zuzulassen, dass sie unsere ganze Beziehung zu ihm bestimmen.
1. Johannes 3:19-20 — So werden wir wissen, dass wir auf der Seite der Wahrheit sind. Und wir werden unser Herz vor ihm beruhigen in allem, worin unser Herz uns verurteilen mag, weil Gott größer ist als unser Herz und alles weiß.
Antwort 4: Manchen fällt es schwer, das zu glauben, weil ihr Herz sie anklagt, obwohl sie nichts Falsches getan haben. 1. Johannes 3:19, 20 hilft uns, daran zu denken, dass Jehova mehr weiß als unser Herz. Wir können immer mehr von uns verlangen und das Gefühl haben, nie genug zu tun, aber dieses Gefühl beweist nicht, dass er enttäuscht ist. Sein vollständiges Wissen über uns verdient mehr Vertrauen als unsere unvollkommene Einschätzung.
Wie sieht Jehova uns?
Römer 5:8 — Doch Gott zeigt seine eigene Liebe zu uns dadurch, dass Christus für uns starb, während wir noch Sünder waren.
Antwort 1: Römer 5:8 zeigt, dass Jehova uns trotz unserer Unvollkommenheit für wertvoll hält. Er wartete nicht, bis wir vollkommen wären, sondern zeigte uns seine Liebe durch das Opfer Christi. Außerdem erschuf er uns mit Eigenschaften, durch die wir ihn nachahmen können, und sah unser Potenzial, bevor wir ihn kannten. Wenn wir daher denken, unsere Fehler machten uns seiner Zuneigung unwürdig, können wir daran denken, was er bereits getan hat, damit wir seine Freunde sein können.
Antwort 2: Jehova sieht bei seinen hingegebenen Dienern ihre Loyalität und Lauterkeit und betrachtet sie als etwas Besonderes. Er nimmt sie als Teil seiner Familie auf und vertraut ihnen an, seine Zeugen zu sein. Er freut sich auch, wenn sie dazu beitragen, seinen Namen zu verteidigen. Das zeigt, dass wir für ihn keine unbedeutenden Menschen sind. Unsere Treue ist wertvoll, und das Vorrecht, ihn zu vertreten, gibt uns einen soliden Grund, uns geliebt und geschätzt zu fühlen, auch wenn es uns manchmal schwerfällt, das zu erkennen.
Antwort 3: Wenn wir bereuen, konzentriert sich Jehova nicht auf unsere Sünden, sondern vergibt uns großzügig. So behandelte er die Korinther, die schwere Verhaltensweisen hinter sich gelassen hatten. Für ihn waren sie rein und konnten ihn in der Gewissheit seiner Liebe anbeten. Das lehrt uns, dass Jehova uns nicht für immer durch unsere schlimmsten Fehler definiert. Wir können seine Vergebung annehmen und unsere Freundschaft mit ihm weiter pflegen, ohne zu denken, unsere Vergangenheit mache uns dauerhaft weniger wertvoll.
Antwort 4: Jehova bestimmt unseren Wert nicht nach den Verantwortlichkeiten oder Aufgaben, die wir haben. Er schätzt unseren Glauben und unsere Bemühungen, Jesus nachzuahmen. Eine Aufgabe macht uns als Menschen also nicht wertvoller, und wenn wir sie nicht mehr haben, bedeutet das nicht, dass Jehova uns weniger liebt. Dieser Gedanke hilft uns, eine ausgewogene Sicht von uns und anderen zu bewahren. Entscheidend ist, loyal zu bleiben und die Gelegenheiten zu guten Taten zu nutzen.
Was hilft uns, uns so zu sehen, wie Jehova uns sieht?
2. Korinther 10:4-5 — Die Waffen unserer Kriegführung sind nämlich nicht menschlich, sondern hinter ihnen steht Gottes Kraft, und man kann damit starke Befestigungen umstoßen. Wir stoßen Überlegungen um und alles, was sich gegen die Erkenntnis Gottes erhebt, und wir nehmen jeden Gedanken gefangen, um ihn dem Christus gehorsam zu machen.
Antwort 1: Es wird uns helfen, negative Überlegungen mit den Beweisen zu bekämpfen, die Jehova uns gibt. 2. Korinther 10:4, 5 zeigt, dass solche Gedanken, auch wenn sie tief verwurzelt sind, niedergerissen werden können. Wenn die Bibel lehrt, dass Jehova seine Diener schätzt, müssen wir alles zurückweisen, was dieser Wahrheit widerspricht. Nicht weil sich Gefühle leicht ändern lassen, sondern weil wir Jehova mehr vertrauen als unserer unvollkommenen Wahrnehmung.
Antwort 2: Wir können die Bibel als Spiegel benutzen und Jehova bitten, uns zu helfen, die Eigenschaften zu erkennen, die er schätzt. Wenn wir über unvollkommene Diener lesen, die er liebte, können wir prüfen, ob auch wir Liebe und Ausharren zeigen. Außerdem ist es gut, Texte und Gedanken aufzuschreiben, die unser Vertrauen in seine Zuneigung stärken. Wenn wir entmutigt sind, wird uns das Durchsehen dieser Sammlung helfen, konkrete Beweise für unseren Wert in Erinnerung zu rufen, statt uns nur von unseren Gefühlen leiten zu lassen.
Antwort 3: Wir müssen uns auch vor Einflüssen schützen, die unsere Sichtweise von uns selbst verzerren. Wir können unnötigen Kontakt mit Menschen verringern, die uns herabsetzen, dem Druck widerstehen, unseren Wert an Besitz zu messen, und soziale Netzwerke einschränken, wenn sie uns schaden. Gleichzeitig sollten wir uns auf das konzentrieren, was wir jetzt für Jehova tun können. So nähren wir schädliche Vergleiche nicht weiter und nutzen von Herzen die Möglichkeiten, die wir haben, ohne zu denken, unsere Einschränkungen nähmen uns jeden Wert.
Antwort 4: Es wird uns helfen, geduldig weiter an unserer Denkweise zu arbeiten. Wenn ein negativer Gedanke wiederkommt, bedeutet das nicht, dass wir versagt haben; wir sind noch unvollkommen und müssen weiterlernen. Wir können zu biblischen Wahrheiten zurückkehren, uns an Jehovas Liebe erinnern und darauf vertrauen, dass seine Meinung richtig ist. Das Ziel ist, immer mehr so zu denken wie er. Wenn wir so ausharren, können wir ihm mit größerem Vertrauen und mehr Freude dienen, überzeugt davon, dass wir für unseren himmlischen Vater wertvoll sind.
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