So bleibt man im Predigtdienst begeistert
Wie fühlten sich Sara, Young-jae und Nane anfangs mit den letzten Änderungen im Predigtdienst?
Kommentar 1: Am Anfang reagierten nicht alle gleich. Aus ihren Erfahrungen sehen wir, dass sie erleichtert waren, bestimmte Angaben nicht mehr machen zu müssen, dass aber auch die Tätigkeit nachließ und es ihnen schwerfiel, nicht mehr automatisch Gespräche zu führen. Sie mussten den Zweck der Änderungen besser verstehen und ihre Einstellung zum Predigtdienst überprüfen.
Kommentar 2: Mich beeindruckt die Offenheit, mit der anerkannt wird, dass es sich wie eine Last anfühlte, keine Stunden mehr melden zu müssen. Das Problem war, dass man danach weniger oft hinausging und den Predigtdienst gelassener nahm. Diese anfängliche Erleichterung führte nicht dazu, dass man mehr Freude am Dienst hatte. Im Gegenteil, es waren Änderungen nötig, um den Wunsch, sich zu beteiligen, wiederzugewinnen.
Kommentar 3: Was die Rückbesuche betrifft, wird anerkannt, dass man nach dem Wegfall der Berichtspflicht auch aufhörte, Menschen zu besuchen, die Interesse gezeigt hatten. Eine dieser Personen schrieb und fragte, warum man in der vergangenen Woche nicht bei ihr gewesen sei. Das löste große Verlegenheit und das Gefühl aus, eine Verantwortung nicht erfüllt zu haben. Jemand wartete weiterhin darauf, Hilfe zu bekommen, auch wenn dieser Besuch nicht mehr in einem Bericht eingetragen wurde.
Kommentar 4: Eine weitere Schwierigkeit bestand darin, weiterhin automatisch Gespräche zu führen. Man lernte ein Thema und einen Bibeltext auswendig und benutzte denselben Gesprächseinstieg, selbst wenn er nicht zur Situation passte. Das Beispiel mit dem Kommentar über den Garten macht es sehr deutlich: Nicht einmal die Person, die ihn äußerte, war davon überzeugt. Die Änderungen hatten diese Gewohnheit nicht von selbst beseitigt; man musste lernen, aufmerksam zu beobachten und sich wirklich für jeden Menschen zu interessieren.
Kommentar 5: Nachdenklich stimmt mich, wie der Verlust der Begeisterung beschrieben wird: Je weniger man predigte, desto weniger gefiel einem der Predigtdienst, und dadurch beteiligte man sich noch weniger. Es ging nicht einfach um eine Änderung des Zeitplans; der Wunsch zu predigen war betroffen. Diese Situation zu erkennen war wichtig, denn dadurch bat man Jehova um den nötigen Wunsch und die nötige Kraft, sich zu ändern und wieder Freude am Dienst zu haben.
Was hat sich in unserem Predigtdienst nicht geändert? Wie hilft uns das, begeistert zu bleiben?
Jesaja 43:10 — „Ihr seid meine Zeugen“, erklärt Jehova, „ja mein Diener, den ich ausgewählt habe, damit ihr erkennt und an mich glaubt und versteht, dass ich immer derselbe bin. Vor mir wurde kein Gott gebildet und auch nach mir gibt es keinen.
Kommentar 1: Es hat sich nichts an der Ehre geändert, Jehovas Zeugen zu sein. Der Leitfaden verbindet diesen Text mit unserem Beitrag, seinen Namen zu verteidigen. Wenn wir uns daran erinnern, sehen wir den Dienst als etwas, das weit wichtiger ist, als einen Bericht abzugeben. Wir haben nach wie vor einen sehr wertvollen Grund, begeistert zu predigen.
Kommentar 2: Die Menschen brauchen weiterhin unsere Aufmerksamkeit und Fürsorge. Im Video wird erklärt, dass für Jehova nicht Zahlen am wichtigsten sind, sondern dass wir Liebe zeigen. Wenn wir das im Sinn behalten, verändert sich unsere Einstellung zum Predigtdienst: Statt uns darauf zu konzentrieren, wie viel wir getan haben, überlegen wir, wem wir helfen können. Diese Motivation ermöglicht es uns, in einem aufrichtigen Gespräch und darin, jemandes Interesse zu betreuen, Befriedigung zu finden.
Kommentar 3: Unser Ziel ist weiterhin, Menschen zu helfen und Jünger zu machen. Das wird am Ende des Videos gesagt. Die Änderungen haben dieses Ziel nicht beseitigt, sondern helfen uns, uns darauf zu konzentrieren. Wenn wir uns daran erinnern, warum wir predigen, fällt es leichter, ein Gespräch an die Bedürfnisse der Person anzupassen, statt das Gefühl zu haben, eine vorbereitete Präsentation vollständig vortragen zu müssen.
Kommentar 4: Der Predigtdienst ist nach wie vor die wichtigste Arbeit, die auf der Erde getan wird. Sein Wert hängt nicht davon ab, ob wir die Stunden melden müssen. Mir hilft der Gedanke, dass sich die Art geändert hat, wie wir unsere Tätigkeit melden, nicht aber die Bedeutung, die gute Botschaft weiterzugeben. Das gibt uns einen beständigen Grund, uns weiter zu beteiligen, auch während wir uns an eine andere Art zu sprechen gewöhnen.
Kommentar 5: Unsere Verantwortung, uns um Menschen zu kümmern, die Interesse zeigen, ist nicht verschwunden. Die Nachricht, die die Person im Video schickte, zeigt, dass ein Rückbesuch für den Empfänger sehr viel bedeuten kann. Wenn wir daran denken, dass jemand auf unseren Besuch wartet, betrachten wir den Dienst nicht nur aus unserem eigenen Blickwinkel. Wir werden angespornt, über das Gute nachzudenken, das wir tun können, und uns weiterhin verpflichtet zu fühlen, zurückzukehren.
Kommentar 6: Liebe ist nach wie vor entscheidend. Mir gefiel die Erklärung, dass die Broschüre Eine Arbeit aus Liebe Eigenschaften lehrt, nicht Techniken. Wir wollen uns nicht wie Verkäufer verhalten, sondern wie Menschen, die sich aufrichtig für andere interessieren. Wenn wir uns darauf konzentrieren zuzuhören und Mitgefühl zu zeigen, wird der Predigtdienst weniger automatisch. Im Video wird erklärt, dass der Dienst dadurch viel interessanter und angenehmer wurde.
Kommentar 7: Die gute Botschaft hilft den Menschen weiterhin. Im Video wird erzählt, dass einige das Gespräch mit den Worten beendeten, sie fühlten sich besser oder hätten sich über das Gespräch gefreut. Solche Äußerungen machten große Freude, weil sie zeigten, dass die Botschaft sie erreichte. Wenn wir diesen Nutzen im Sinn behalten, hilft uns das, begeistert zu bleiben: Wir gehen nicht einfach hinaus, um etwas zu sagen, sondern um eine Botschaft weiterzugeben, die ihnen helfen kann.
Warum ist es wichtig, in unserem Dienst Verantwortungsgefühl und Verpflichtungsbewusstsein zu entwickeln?
Kommentar 1: Weil der Wegfall bestimmter Angaben nicht bedeutet, dass wir keine Verantwortung mehr haben. Das Video zeigt, dass wir beides verwechseln und anfangen können, uns weniger zu beteiligen. Eine persönliche Verpflichtung hilft uns, weiter zu predigen, weil wir Jehova gefallen und anderen helfen möchten, nicht weil wir eine Zahl vorlegen müssen.
Kommentar 2: Es gibt Menschen, die auf unsere Hilfe zählen, auch wenn wir das vielleicht nicht merken. Die Person, die nach dem Besuch in der vergangenen Woche fragte, hatte bemerkt, dass wir nicht gekommen waren. Deshalb ist es wichtig, das Interesse, das wir finden, ernst zu nehmen. Die Verpflichtung bewegt uns dazu, einen Rückbesuch zu planen und ein vielversprechendes Gespräch nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Hinter jedem Rückbesuch steht ein Mensch, nicht nur eine Tätigkeit.
Kommentar 3: Ein Verantwortungsgefühl kann uns helfen, wenn wir wenig Lust haben hinauszugehen. Sara musste sich dazu aufraffen, aufzustehen und zu predigen, und dachte daran, dass sie sich bei ihrer Rückkehr besser fühlen würde, als wenn sie auf dem Sofa geblieben wäre. Sie wartete nicht darauf, dass die Lust von selbst kam. Ihre Erfahrung hilft uns zu erkennen, dass Initiative und Beteiligung dazu beitragen können, die Begeisterung wiederzugewinnen, statt die Untätigkeit weiter zu verstärken.
Kommentar 4: Das ist wichtig, weil gute Vorsätze in Pläne umgesetzt werden müssen. Im Video wird erzählt, dass der Predigtdienst im Laufe des Monats wieder organisiert wurde und verschiedene Brüder angerufen wurden, um gemeinsam hinauszugehen. Das zeigt eine konkrete Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen. Es blieb nicht bei der Erkenntnis, dass man sich verbessern musste; es wurden Änderungen vorgenommen, die es erleichterten, sich mehr zu beteiligen und wieder Freude am Predigtdienst zu haben.
Jesaja 43:10 — „Ihr seid meine Zeugen“, erklärt Jehova, „ja mein Diener, den ich ausgewählt habe, damit ihr erkennt und an mich glaubt und versteht, dass ich immer derselbe bin. Vor mir wurde kein Gott gebildet und auch nach mir gibt es keinen.
Kommentar 5: Jehovas Zeugen zu sein ist eine Ehre, die Verantwortung mit sich bringt. Der Leitfaden erinnert uns daran, dass unser Dienst dazu beiträgt, seinen Namen zu verteidigen. Deshalb wollen wir diese Arbeit ernst nehmen. Wenn wir daran denken, wen wir vertreten, schätzen wir unsere Beteiligung mehr und betrachten den Predigtdienst nicht als etwas, das wir nur tun, wenn es uns bequem ist.
Kommentar 6: Verantwortung und Liebe stehen nicht im Widerspruch zueinander. Am Ende des Videos wird anerkannt, dass wir eine Pflicht zu erfüllen haben, dass wir aber viel mehr Freude empfinden, wenn wir aus Liebe predigen. Die Verpflichtung hilft uns, beständig zu sein, und die Liebe bewegt uns, uns dafür zu interessieren, wie es der Person geht und was sie braucht. Wir brauchen beides: nicht nur beim Predigtdienst anwesend zu sein, sondern uns mit aufrichtigem Interesse an anderen zu beteiligen.
Welche Vorschläge aus dem Video möchtest du diesen Monat in die Tat umsetzen?
Kommentar 1: Ich möchte in meinen Gebeten über den Dienst konkreter werden. Im Video wurde Jehova sowohl um den Wunsch als auch um die Kraft gebeten, sich zu ändern. Wenn ich merke, dass mir die Begeisterung fehlt, möchte ich aufrichtig mit ihm sprechen und ihn um Hilfe bitten, mehr Freude am Predigtdienst zu haben, statt mich einfach mit diesem Zustand abzufinden.
Kommentar 2: Diesen Monat möchte ich konkrete Pläne für den Predigtdienst machen, wie es im Video getan wurde. Statt auf eine Gelegenheit zu warten, möchte ich meine Zeit einteilen und einige Brüder anrufen, um gemeinsam hinauszugehen. Das scheint mir eine gute Möglichkeit zu sein, den Wunsch, mich mehr zu beteiligen, in die Tat umzusetzen. So bleibt der Vorsatz, mich zu verbessern, nicht nur eine Absicht, sondern zeigt sich in meiner Planung.
Kommentar 3: Ich möchte die Videos, in denen die Änderungen im Predigtdienst erklärt werden, noch einmal ansehen. Mir fiel auf, dass man sie mehrmals sehen musste, um ihren Zweck richtig zu verstehen. Vielleicht muss auch ich eine Erklärung noch einmal durchgehen und mich nicht nur daran erinnern, worin die Änderung bestand. Ich möchte besser im Sinn behalten, dass Jehova vor allem möchte, dass wir uns um die Menschen kümmern und ihnen Liebe zeigen.
Kommentar 4: Ich möchte eine Eigenschaft aus der Broschüre Eine Arbeit aus Liebe entwickeln, besonders Mitgefühl. Beim Gespräch möchte ich besser darauf achten, was die Person gerade braucht, und überlegen, wie ich ihr helfen kann. Das Beispiel, immer dasselbe zu wiederholen, obwohl es nicht zur Situation passt, hat mich zum Nachdenken gebracht. Ich möchte nicht so sehr auf meine Präsentation konzentriert sein, dass ich die Person vor mir nicht mehr beachte.
Kommentar 5: Ich möchte überprüfen, wen ich wieder besuchen könnte. Die Erfahrung der Person, die fragte, warum man nicht bei ihr gewesen sei, erinnerte mich daran, dass jemand vielleicht auf unsere Hilfe wartet. Diesen Monat möchte ich planen, das Interesse, das ich gefunden habe, besser zu betreuen. Auch wenn Rückbesuche nicht mehr gemeldet werden, bieten sie weiterhin die Gelegenheit zu zeigen, dass unser Interesse an der Person aufrichtig ist und nicht mit dem ersten Gespräch endet.
Kommentar 6: Ich nehme mir vor, nicht immer darauf zu warten, dass ich große Lust habe hinauszugehen. Sara erinnerte sich daran, dass sie sich nach dem Predigen besser fühlen würde, als wenn sie zu Hause bliebe und nichts täte. Diesen Gedanken möchte ich im Sinn behalten, wenn es mir schwerfällt, den ersten Schritt zu tun. Im Video wird erklärt, dass die Freude am Dienst zunahm, als man sich mehr beteiligte. Ich möchte mir die Gelegenheit geben, Freude zu empfinden, statt nur über die Anstrengung nachzudenken.
Kommentar 7: Ich möchte natürlicher und aufrichtiger sprechen. Ich will nichts nur deshalb sagen, weil es wie ein guter Gesprächseinstieg klingt; meine Worte sollen echtes Interesse widerspiegeln. Im Video wird erklärt, dass die Menschen den Unterschied bemerkten, wenn man über etwas sprach, das sie brauchten. Diesen Monat möchte ich aufmerksamer zuhören und meine Worte anpassen, damit die Person merkt, dass sie mir wichtig ist und ich ihr helfen möchte.
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