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Uns im Dienst verbessern für die Woche vom 1. bis 7. Februar 2027

Uns im Dienst verbessern für die Woche vom 1. bis 7. Februar 2027

Was würdest du sagen?

Aufgabendaten

Aufgabe: Was würdest du sagen?
Dauer: 5 min
Lektion und Punkt: Lektion 2 · Natürlichkeit · Punkt 3
Lernziel: Beobachten Sie aufmerksam. Was verraten Ihnen der Gesichtsausdruck und die Körpersprache über die Person? Macht sie den Eindruck, dass sie reden möchte? Eine einfache Möglichkeit, einen biblischen Gedanken einzuleiten, ist die Frage: „Wussten Sie schon, dass …?“ Wenn jemand nicht reden möchte, bestehen Sie nicht darauf.
Rahmenhandlung: Beim Haus-zu-Haus-Dienst nähert sich ein Verkündiger zum ersten Mal einem lächelnden Mann, der in der Einfahrt seines Hauses sein Auto repariert
Zugeordneter Bibeltext: Apostelgeschichte 8:30-31 — Philịppus lief nebenher und hörte den Mann laut den Propheten Jesaja lesen. Er fragte: „Verstehst du denn, was du da liest? “ Der Mann antwortete: „Wie soll ich das jemals verstehen, wenn mir nicht jemand dabei hilft? “Dann bat er Philịppus eindringlich, aufzusteigen und sich zu ihm zu setzen.
Offizielles Material: BESPRECHUNG MIT DEM PUBLIKUM. HAUS-ZU-HAUS-DIENST. Wiederhole kurz aus „Eine Liebe, die ansteckt“, Lektion 2, Punkt 3. Erwähne das Bild und frage dann:
Was könntest du angesichts dessen, was wir auf dem Bild sehen, sagen, um ein Gespräch zu beginnen?
Welchen Text würdest du zeigen?

Ein Lächeln kann uns ermuntern, jemanden zu begrüßen, bedeutet aber nicht unbedingt, dass die Person Zeit für ein Gespräch hat. Bei dieser fünfminütigen Besprechung mit dem Publikum geht es um den Haus-zu-Haus-Dienst. Wir betrachten den ersten Kontakt mit dem Mann auf dem Bild, wiederholen aus der Lektion 2 „Natürlichkeit“ den Punkt 3 und verwenden Apostelgeschichte 8:30, 31.

Das Ziel ist, aufmerksam zu beobachten. Punkt 3 fordert uns auf, auf den Gesichtsausdruck und die Körpersprache zu achten, um wahrzunehmen, ob jemand reden möchte. Außerdem wird vorgeschlagen, einen biblischen Gedanken mit einer einfachen Frage einzuleiten, zum Beispiel: „Wussten Sie schon, dass …?“ Und es wird eine wichtige Grenze genannt: Wenn jemand nicht reden möchte, sollten wir nicht darauf bestehen.

Sehen wir uns das Bild an. Wir sehen einen lächelnden Mann, der in der Einfahrt seines Hauses sein Auto repariert. Das wissen wir. Wir können nicht behaupten, dass er Mechaniker ist, gern Reparaturen durchführt oder Schwierigkeiten hat. Gut zu beobachten bedeutet auch, zwischen dem zu unterscheiden, was wir tatsächlich sehen, und dem, was wir uns vorstellen.

Was könntest du angesichts dessen, was wir auf dem Bild sehen, sagen, um ein Gespräch zu beginnen? Eine Möglichkeit wäre, ihn zu begrüßen und zu sagen: „Guten Morgen. Ich sehe, Sie arbeiten an Ihrem Auto. Haben Sie einen Moment Zeit, oder soll ich Sie weitermachen lassen?“ Das ist ein einfacher Gesprächseinstieg: Er nimmt seine Tätigkeit wahr und lässt ihm die Entscheidung, ohne vorauszusetzen, dass er uns zuhören möchte.

Nach der Begrüßung ist es wichtiger zuzuhören, als eine Präsentation zu Ende zu bringen. Antwortet er kurz und konzentriert sich weiter auf die Reparatur, wäre es nicht angebracht, eine Frage nach der anderen zu stellen, um seine Aufmerksamkeit zu behalten. Wir können uns freundlich verabschieden. Sein anfängliches Lächeln verpflichtet uns nicht, weiterzumachen, und macht seine Höflichkeit nicht zu einer Einladung, alles darzulegen, was wir vorbereitet hatten.

Wenn er dagegen seine Arbeit kurz unterbricht und etwas darüber sagt, können wir auf seinen Kommentar eingehen. Erklärt er zum Beispiel, dass er gerade lernt, es zu reparieren, wäre die Frage passend: „Haben Sie sich das selbst beigebracht, oder hat es Ihnen jemand gezeigt?“ Das wäre weder eine persönliche Frage noch ein abrupter Themenwechsel: Wir würden weiter über das sprechen, was er gerade erwähnt hat.

Hier können wir Gemeinsamkeiten finden. Etwas Praktisches zu lernen erfordert oft Erklärungen, Beobachtung und Geduld. Erzählt der Mann, dass ihm jemand geholfen hat, könnten wir anerkennen, wie hilfreich eine gute Erklärung ist. Aber wir müssen nicht so tun, als hätten wir Kenntnisse in Mechanik, oder behaupten, uns sei dasselbe passiert. Aufrichtiges Interesse braucht keine erfundenen Erfahrungen.

Welchen Text würdest du zeigen? Eine Möglichkeit ist Apostelgeschichte 8:30, 31, besonders wenn das Gespräch darauf hinausgelaufen ist, wie wertvoll es ist, beim Lernen Hilfe zu erhalten. In diesem Bericht geht es nicht um die Reparatur von Autos, sondern um einen Mann, der Hilfe brauchte, um das zu verstehen, was er las. Um zu sehen, warum der Text passen könnte, hören wir, was geschah, als Philippus sich ihm näherte.

Apostelgeschichte 8:30-31 — Philịppus lief nebenher und hörte den Mann laut den Propheten Jesaja lesen. Er fragte: „Verstehst du denn, was du da liest? “ Der Mann antwortete: „Wie soll ich das jemals verstehen, wenn mir nicht jemand dabei hilft? “Dann bat er Philịppus eindringlich, aufzusteigen und sich zu ihm zu setzen.

Philippus achtete darauf, was der Mann tat: Er hörte ihn lesen. Seine Frage bezog sich direkt auf diese Tätigkeit. Außerdem zeigte die Antwort des Mannes, dass er Hilfe wollte, und er selbst lud Philippus ein, sich neben ihn zu setzen. Philippus musste sein Interesse nicht erraten; der Mann brachte es mit eigenen Worten zum Ausdruck.

In der Szene mit dem Auto könnten wir den Bericht so einleiten: „Wussten Sie schon, dass die Bibel von einem Mann berichtet, der um Hilfe bat, um zu verstehen, was er las?“ Danach könnten wir ihm anbieten, den Text zu zeigen. Dieser Übergang wäre natürlich, wenn er zuvor davon gesprochen hätte, mit Hilfe zu lernen. Wenn diese Verbindung nicht entsteht, müssen wir sie nicht erzwingen.

Nach dem Lesen würde es genügen, einen Gedanken hervorzuheben: Fragen zu stellen und eine Erklärung anzunehmen kann uns helfen, die Bibel zu verstehen. Wir könnten ihn fragen, ob er beim Lesen schon einmal etwas gefunden hat, das er nur schwer verstand. Diese Frage wäre aber nur sinnvoll, wenn er weiterhin Interesse zeigt. Wir müssen nicht innerhalb weniger Sekunden von einer Begrüßung zu einem tiefen Gespräch übergehen.

Wir sollten auch auf eine andere Reaktion vorbereitet sein. Vielleicht spricht die Person gern über Autos, möchte aber nicht über die Bibel reden. In diesem Fall gibt uns ein gefundenes Alltagsthema nicht das Recht, darauf zu bestehen. Wir können uns für die Zeit bedanken und sie weitermachen lassen. Ihre Entscheidung zu respektieren gehört dazu, den Rat der Lektion anzuwenden.

Oder sie sagt, dass sie beim Lesen keine Hilfe braucht. Wir sollten nicht diskutieren oder andeuten, dass sie wenig weiß. Der Bericht zeigt, dass ein Mann Hilfe wollte; er beweist nicht, dass alle Menschen gleich reagieren müssen. Wenn wir diesen Unterschied wahrnehmen, können wir das Gespräch anpassen, statt zu versuchen, es auf einen Weg zu bringen, den die Person nicht gewählt hat.

Der Vorschlag ist also natürlich, respektvoll und anpassungsfähig. Natürlich, weil er bei einer sichtbaren Tätigkeit ansetzt. Respektvoll, weil wir fragen, ob es ein guter Zeitpunkt ist, und eine Ablehnung akzeptieren. Anpassungsfähig, weil der nächste Kommentar von der Antwort abhängt, nicht von einem auswendig gelernten Text. Derselbe Gesprächseinstieg muss nicht immer zur gleichen weiteren Entwicklung führen.

Das Bild erinnert uns an eine einfache Richtlinie: Beobachten, bevor wir sprechen, und weiter beobachten, während wir zuhören. Wir können eine passende Frage und einen passenden Text vorbereiten, lassen der Person aber Raum, sich zu äußern. So wenden wir Punkt 3 an: Wir nutzen eine Gelegenheit, natürlich ins Gespräch zu kommen, ohne sie für denjenigen, der uns empfängt, zu einer Verpflichtung zu machen.

Interesse fördern

Aufgabendaten

Aufgabe: Interesse fördern
Dauer: 2 min
Lektion und Punkt: Lektion 9 · Einfühlungsvermögen · Punkt 5
Lernziel: Verwenden Sie Informationen, die für die Person nützlich sind. Zeigen Sie ihr so bald wie möglich, wie ein Bibelkurs ihre Fragen beantworten und ihr auf vielerlei Weise helfen kann.
Rahmenhandlung: An der Tür seines Hauses unterhält sich Markus erneut mit einem Verkündiger, nachdem er ihm bei einem früheren Besuch erzählt hat, dass ihn die Arbeit von zu Hause ziemlich isoliert
Zugeordneter Bibeltext: Hebräer 10:24-25 — Auch lasst uns aufeinander achten und uns gegenseitig zur Liebe und zu guten Taten anspornen. Und geben wir unser Zusammenkommen nicht auf, wie manche es sich angewöhnt haben, sondern machen wir uns gegenseitig Mut — und das umso mehr, je näher ihr den Tag herankommen seht.
Offizielles Material: HAUS-ZU-HAUS-DIENST. Lade die Person zu einer Zusammenkunft ein (lmd Lektion 9, Punkt 5).

Verkündiger: Hallo, Markus. Erwische ich Sie zwischen zwei Anrufen, oder arbeiten Sie noch?

Person: Ich bin gerade fertig geworden. Ich wollte ein bisschen spazieren gehen. An manchen Tagen rede ich mit den Leuten nur über einen Bildschirm.

Verkündiger: Ich musste gerade an das denken, was Sie mir beim letzten Mal erzählt haben: Sie arbeiten gern zu Hause, vermissen aber die Gespräche mit Ihren Kollegen.

Person: Ja, aber ich möchte die Woche auch nicht mit Verpflichtungen vollpacken. Wenn ich fertig bin, bin ich müde. Manchmal lehne ich sogar Verabredungen ab und beschwere mich dann, dass ich allein bin.

Verkündiger: Das verstehe ich. Sie brauchen Gesellschaft, aber auch Erholung. Bei unserem letzten Besuch haben wir darüber gesprochen, wie uns die Bibel helfen kann. In einem Bibelkurs kann man Fragen untersuchen wie: Was kann uns helfen, wenn wir uns einsam fühlen, und wie können wir gute Freundschaften entwickeln?

Person: Das interessiert mich schon, aber ich sehe nicht ganz, was Lernen mit Gesellschaft zu tun hat.

Verkündiger: Das verstehe ich. Es geht nicht nur darum, Wissen zu erwerben, sondern es auch anzuwenden. Die Bibel zeigt zum Beispiel, dass wir durch das Zusammenkommen ermuntert werden. Beachten Sie, wie Hebräer 10:24, 25 das erklärt.

Verkündiger: Hebräer 10:24-25 — Auch lasst uns aufeinander achten und uns gegenseitig zur Liebe und zu guten Taten anspornen. Und geben wir unser Zusammenkommen nicht auf, wie manche es sich angewöhnt haben, sondern machen wir uns gegenseitig Mut — und das umso mehr, je näher ihr den Tag herankommen seht. Mir gefällt, dass hier das Interesse an anderen hervorgehoben wird. Es geht nicht einfach darum, am selben Ort zu sein, sondern darum, uns gegenseitig zu guten Taten anzuspornen. Deshalb wollte ich Sie zu einer unserer Zusammenkünfte einladen.

Person: Aber ich kenne niemanden. Allein zu einer religiösen Zusammenkunft zu gehen, wäre mir ziemlich unangenehm.

Verkündiger: Das kann ich verstehen; irgendwo anzukommen, ohne jemanden zu kennen, kann unangenehm sein. Wenn Sie kommen möchten, können wir uns am Eingang treffen und zusammensitzen. Dann müssten Sie nicht allein hineingehen.

Person: Das wäre etwas anderes. Sie können mir die Adresse und die Uhrzeit dalassen, aber ich verspreche nicht, dass ich diese Woche komme.

Verkündiger: Natürlich. Ich schreibe sie Ihnen auf, und Sie können in Ruhe darüber nachdenken. Wenn sich eine Frage ergibt, können wir darüber sprechen, wenn wir uns wiedersehen.

Person: Gut, dann kann ich überlegen, wie ich es einrichten kann. Jetzt werde ich den Spaziergang nutzen.

Verkündiger: Übrigens, Sie müssen nicht versuchen, am ersten Tag alle kennenzulernen. Wir können damit anfangen, dass Sie sich mit einer Person unterhalten. So können Sie nach und nach die anderen kennenlernen, ohne sich überfordert zu fühlen.

Person: Das beruhigt mich. In einer großen Gruppe fällt es mir schwer, mich zu unterhalten, aber zuerst jemanden kennenzulernen erscheint mir leichter.

Verkündiger: Natürlich, ich halte Sie nicht länger auf. Viel Freude bei Ihrem Spaziergang, Markus.

Vortrag

Aufgabendaten

Aufgabe: Vortrag
Dauer: 5 min
Rahmenhandlung: Im Königreichssaal hilft ein Bruder der Versammlung, darüber nachzudenken, wie die Verheißungen des Königreichs dem Wunsch entsprechen, in Frieden zu leben und sich an seinem Zuhause und seiner Arbeit zu erfreuen
Zugeordneter Bibeltext: Psalmen 46:9 — Weltweit macht er dem Krieg ein Ende. Den Bogen zerbricht er, den Speer zersplittert er, die Kriegswagen verbrennt er. / Psalmen 37:10-11 — Nur noch kurze Zeit und die Bösen gibt es nicht mehr. Du wirst dorthin schauen, wo sie waren, aber sie sind nicht mehr da. Doch Menschen mit einem sanften Wesen werden die Erde besitzen, und sie werden größte Freude verspüren an Frieden im Überfluss. / Jesaja 65:21-23 — Sie werden Häuser bauen und sie bewohnen und sie werden Weingärten anlegen und deren Ertrag essen. Sie werden nicht bauen, damit es ein anderer bewohnt, und auch nicht pflanzen, damit es ein anderer isst. Denn mein Volk wird so lange leben wie ein Baum, und meine Auserwählten werden das, was ihre Hände leisten, in vollen Zügen genießen. Sie werden sich nicht umsonst abmühen noch Kinder zur Welt bringen, die dann Unglück trifft, denn sie sind der von Jehova gesegnete Nachwuchs zusammen mit ihren Nachkommen.
Offizielles Material: lmd Anhang A, Punkt 23. Thema: Das Königreich Gottes ist die einzige Lösung für die Probleme der Menschheit (th Lektion 18).

Ein ruhiges Zuhause haben, die Früchte unserer Arbeit genießen und sehen, wie unsere Kinder glücklich aufwachsen. Das sind keine übertriebenen Wünsche. Es sind einfache Dinge, die das Leben schön machen. Für viele Menschen scheinen sie jedoch schwer erreichbar zu sein. Was müsste sich ändern, damit alle sie sicher genießen könnten?

Vielleicht lautet unsere erste Antwort: Die Kriege müssen aufhören. Das ist verständlich. Aber denken wir etwas weiter. Selbst wo kein Krieg herrscht, kann es Gewalt, Ungerechtigkeit oder Zukunftsängste geben. Die Lösung, die die Menschheit braucht, muss daher über das Beenden von Kampfhandlungen hinausgehen.

Das Königreich Gottes ist die einzige Lösung für die Probleme der Menschheit. Um diese Aussage besser zu verstehen, achten wir auf den Umfang der Verheißungen Jehovas: Was wird er beseitigen, und was wird er uns ermöglichen zu genießen? Dieser Unterschied wird uns helfen, den versprochenen Frieden als etwas viel Vollständigeres zu sehen als lediglich die Abwesenheit von Krieg.

Beginnen wir mit etwas, das keine Familie allein erreichen kann: einer Welt ohne Kriege. Ein Mensch kann sich bemühen, friedlich zu leben, aber er kann nicht alle Konflikte beenden. Jehova verspricht, das zu tun. Hören wir, wie Psalm 46:9 sein Eingreifen beschreibt.

Psalmen 46:9 — Weltweit macht er dem Krieg ein Ende. Den Bogen zerbricht er, den Speer zersplittert er, die Kriegswagen verbrennt er.

Beachten wir zwei Einzelheiten. Erstens umfasst die Verheißung die ganze Erde; keine Region bleibt ausgenommen. Zweitens beschränkt sich Jehova nicht darauf, eine Schlacht zu unterbrechen: Er zerstört die im Psalm erwähnten Kriegswaffen. Das Bild vermittelt einen machtvollen Gedanken: Er kann Kriege beenden, nicht nur ihre Folgen lindern.

Doch eine wichtige Frage bleibt. Würden wir uns sicher fühlen, wenn es zwar keine Kriegswaffen mehr gäbe, aber Menschen, die anderen unbedingt schaden wollen? Zum Frieden gehört auch, dass die Bosheit verschwindet. Jehova übersieht dieses Problem nicht. Um zu sehen, wie er es lösen wird, lesen wir Psalm 37:10, 11.

Psalmen 37:10-11 — Nur noch kurze Zeit und die Bösen gibt es nicht mehr. Du wirst dorthin schauen, wo sie waren, aber sie sind nicht mehr da. Doch Menschen mit einem sanften Wesen werden die Erde besitzen, und sie werden größte Freude verspüren an Frieden im Überfluss.

Hier finden wir mehr als nur das Verschwinden der Bösen. Es wird auch gesagt, wer auf der Erde leben wird und wie ihr Leben sein wird. Die Sanftmütigen werden Frieden genießen. Jehova wird also nicht nur beseitigen, was die Ruhe bedroht; er wird ein Leben ermöglichen, in dem diese Ruhe vollkommen genossen werden kann.

Denken wir über den Unterschied zwischen einem ruhigen Augenblick und einem Leben in Frieden nach. Ein ruhiger Augenblick kann durch eine Bedrohung oder Ungerechtigkeit enden. Jehovas Verheißung beschreibt nicht einfach eine kurze Atempause. Sie lädt uns ein, uns ein Leben ohne böse Menschen vorzustellen, die die Sicherheit anderer zerstören.

Ein glückliches Leben besteht allerdings nicht nur darin, in Sicherheit zu sein. Wir möchten auch nützliche Dinge tun, für unsere Familie sorgen und das genießen, was wir durch unsere Anstrengungen erreichen. Gehören diese ganz persönlichen Bedürfnisse zu Jehovas Lösung? Achten wir auf die Einzelheiten in Jesaja 65:21-23.

Jesaja 65:21-23 — Sie werden Häuser bauen und sie bewohnen und sie werden Weingärten anlegen und deren Ertrag essen. Sie werden nicht bauen, damit es ein anderer bewohnt, und auch nicht pflanzen, damit es ein anderer isst. Denn mein Volk wird so lange leben wie ein Baum, und meine Auserwählten werden das, was ihre Hände leisten, in vollen Zügen genießen. Sie werden sich nicht umsonst abmühen noch Kinder zur Welt bringen, die dann Unglück trifft, denn sie sind der von Jehova gesegnete Nachwuchs zusammen mit ihren Nachkommen.

Wie interessant: Diese Beschreibung stellt keine Menschen dar, die nichts zu tun haben. Sie spricht vom Bauen und Pflanzen. Es wird Tätigkeit und Arbeit geben, aber keine frustrierende Mühe. Wer baut, wird sich an seinem Zuhause erfreuen, und wer pflanzt, wird den Ertrag der Erde genießen. Die Arbeit wird mit Zufriedenheit verbunden sein.

Stellen wir uns eine Familie vor, die sich nach einem Tag lohnender Arbeit gemeinsam an ihrem Zuhause erfreut. Das Wertvollste wäre nicht nur das Haus oder die Nahrung. Es wäre die Sicherheit, beides genießen zu können, ohne dass andere ihnen das Ergebnis ihrer Anstrengungen wegnehmen. Das verleiht der Verheißung Tiefe.

Der Text berücksichtigt auch die Kinder. Jehova weiß, dass Eltern nicht nur an ihr eigenes Wohlergehen denken; sie machen sich Sorgen um die Zukunft ihrer Familie. Seine Verheißung geht auf diese Sorge ein. Die beschriebenen Segnungen sind nicht unpersönlich: Sie betreffen das Zuhause, die Arbeit und das Familienleben.

Wie hilft uns diese Information heute? Wenn uns eine Sorge überwältigt, können wir feststellen, welcher Aspekt dieser Verheißungen darauf eingeht. Beunruhigen uns die Kriege, denken wir an ihre weltweite Reichweite. Tut uns die Ungerechtigkeit weh, denken wir an das Verschwinden der Bosheit. Machen wir uns Sorgen um unsere Familie, meditieren wir über die Sicherheit, die Jehova verspricht.

Das bedeutet nicht, die heutigen Probleme zu ignorieren oder das Leid herunterzuspielen. Es bedeutet, nicht zuzulassen, dass die Probleme das Einzige sind, was unseren Sinn beschäftigt. Wenn wir über konkrete Einzelheiten der Bibel nachdenken, wird unsere Hoffnung nicht zu einer allgemeinen Idee, sondern verbindet sich mit dem, was wir jeden Tag erleben.

Das Königreich Gottes bietet also keine teilweise Lösung. Jehova wird Kriege und Bosheit beseitigen und es den Menschen ermöglichen, Frieden, ein Zuhause und lohnende Arbeit zu genießen. Das ist der Grund, seinem Königreich zu vertrauen: Seine Verheißungen entsprechen den tatsächlichen Bedürfnissen der Menschheit.

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