Hesekiel 5:1, 2. Was bedeutete das, was Hesekiel tat? (rr S. 63 Abs. 6).
Antwort 1: Hesekiel stellte prophetisch die Zerstörung Jerusalems und das Leiden seiner Bewohner dar. Bemerkenswert ist, dass er gleichzeitig zwei Rollen spielte: Einerseits stellte er dar, was Jehova bei der Vollstreckung seines Urteils tun würde, und andererseits, was die Juden erleiden würden. Es handelte sich also nicht einfach um ein ungewöhnliches Verhalten. Jede Handlung war Teil einer Darstellung, die eine Äußerung von Jehovas gerechter Empörung ankündigte.
Antwort 2: Die Hand, mit der Hesekiel das Schwert hielt, stellte Jehovas Hand dar. Sie symbolisierte das Urteil, das Jehova durch das babylonische Heer an Jerusalem vollstrecken würde. Die Szene kündigte daher nicht nur einen militärischen Angriff an. Sie zeigte, dass Jehova dieses Heer gebrauchen würde, um sein Urteil auszuführen. Dieses Detail erklärt die erste Rolle des Propheten: Mit dem Schwert in der Hand stellte er dar, was Jehova tun würde.
Antwort 3: Indem Hesekiel sich Kopf und Bart rasierte, stellte er dar, was mit den Juden geschehen würde: Sie würden angegriffen werden und es würde ein großes Blutbad geben. Dieser Teil der Darstellung zeigte das Leiden der Menschen, nicht nur die Zerstörung einer Stadt. Während die Hand mit dem Schwert die Vollstreckung von Jehovas Urteil darstellte, veranschaulichte das Rasieren die schrecklichen Folgen dieses Urteils für die Bewohner Jerusalems.
Antwort 4: Das Wiegen und Aufteilen der abgeschnittenen Haare hatte eine wichtige Bedeutung. Es zeigte, dass Jehovas Urteil nicht unkontrolliert oder spontan vollstreckt werden würde. Es wäre sorgfältig und vollständig. Die Waage und die Portionen machten deutlich, dass Jehova genau festgelegt hatte, was geschehen würde. Obwohl die Darstellung also eine schreckliche Zerstörung ankündigte, beschrieb sie keine unkontrollierte Reaktion, sondern die sorgfältig festgelegte Vollstreckung eines Urteils gegen Jerusalem.
Antwort 5: Die drei Haarportionen zeigten verschiedene Aspekte des Unglücks. Hesekiel sollte einen Teil verbrennen, einen anderen mit dem Schwert zerschlagen und den letzten im Wind verstreuen. Im selben Kapitel wird erklärt, dass ein Drittel der Bevölkerung durch Pest oder Hunger sterben würde, ein weiteres Drittel durch das Schwert fallen und das letzte Drittel zerstreut und verfolgt werden würde. So kündigte die Darstellung konkret an, wie die Bewohner Jerusalems leiden würden.
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Geistige Schätze aus HESEKIEL 5
Hesekiel 5:1 — Und nun, Menschensohn, nimm dir ein scharfes Schwert und benutze es wie das Schermesser eines Barbiers. Schere deinen Kopf und deinen Bart, und nimm dann eine Waage, um die Haare zu wiegen und in Teile aufzuteilen.
Kommentar 1: Hesekiel 5:1 zeigt, dass Jehova anordnete, die Haare zu wiegen und sorgfältig aufzuteilen. Wie die Darstellung erklärt, würde sein Urteil sorgfältig und nicht unkontrolliert vollstreckt werden. Das hilft mir, auf seine Gerechtigkeit zu vertrauen. Auch wenn mich ein Urteil von ihm beeindrucken kann, darf ich es nicht an den impulsiven Reaktionen messen, die Menschen manchmal zeigen.
Hesekiel 5:2 — Ein Drittel davon wirst du in der Stadt verbrennen, wenn die Tage der Belagerung abgelaufen sind. Dann wirst du das nächste Drittel nehmen und rings um die Stadt mit dem Schwert zerhauen. Und das letzte Drittel wirst du in den Wind streuen und ich werde ihm mit einem gezückten Schwert hinterherjagen.
Kommentar 2: In Hesekiel 5:2 blieb die im Wind verstreute Haarportion außerhalb der Reichweite des Urteils. Jehova kündigte an, dass ein Schwert diejenigen verfolgen würde, die sie darstellte. Das erinnert mich daran, dass ein Ortswechsel ein geistiges Problem nicht automatisch löst. Wenn ich etwas korrigieren muss, kommt es nicht darauf an, die Umgebung zu wechseln, damit andere nichts bemerken, sondern das Problem ehrlich anzupacken und die nötigen Änderungen vorzunehmen.
Hesekiel 5:5 — Das sagt der Souveräne Herr Jehova: ‚Dies ist Jerusalem. Ich habe die Stadt mitten unter die Völker gesetzt mit Ländern ringsum.
Kommentar 3: Hesekiel 5:5 hebt hervor, dass Jehova Jerusalem mitten unter andere Nationen gesetzt hatte. Doch wie der Rest des Kapitels zeigt, schützte diese Stellung die Stadt nicht, als sie sich gegen ihn auflehnte. Das lehrt mich, dass es nicht genügt, Vorrechte erhalten oder eine gute Vergangenheit zu haben. Entscheidend ist, wie ich jetzt auf das reagiere, was Jehova mir gegeben hat. Ich möchte meine Möglichkeiten, ihm zu dienen, schätzen und seine Anerkennung nicht als selbstverständlich ansehen.
Hesekiel 5:6 — Doch sie hat sich gegen meine Rechtsentscheidungen und Bestimmungen aufgelehnt und noch schlechter gehandelt als die Völker und Länder um sie herum. Denn ihre Bewohner haben meine Rechtsentscheidungen abgelehnt und sind meinen Bestimmungen nicht gefolgt.‘
Kommentar 4: Hesekiel 5:6 sagt, dass die Bewohner Jerusalems Jehovas Rechtsentscheidungen ablehnten und seine Bestimmungen nicht befolgten. Ihr Problem bestand nicht einfach darin, dass sie nicht wussten, was er verlangte, sondern darin, dass sie ihm nicht gehorchen wollten. Das motiviert mich, beim Studieren mit folgender Frage vorzugehen: Was muss ich in die Tat umsetzen? Man kann eine Lehre gut kennen und sich trotzdem weigern, sie anzuwenden. Der wahre Nutzen biblischer Erkenntnis zeigt sich in den Entscheidungen, die ich treffe.
Hesekiel 5:7 — Deshalb sagt der Souveräne Herr Jehova: ‚Weil ihr schlimmer wart als die Völker um euch herum und weder meinen Bestimmungen gefolgt seid noch meine Rechtsentscheidungen ausgeführt habt, sondern euch an die Rechtsentscheidungen der Völker ringsum gehalten habt,
Kommentar 5: In Hesekiel 5:7 wies Jehova darauf hin, dass sein Volk die Entscheidungen der umliegenden Nationen übernommen hatte statt seine eigenen. Hier sehe ich die Gefahr, dass ich meine Umgebung darüber entscheiden lasse, was richtig oder falsch ist. Nur weil ein Verhalten üblich ist, bedeutet das nicht, dass Jehova es gutheißt. Bei der Wahl von Unterhaltung, im Geschäftsleben oder beim Lösen eines Konflikts muss ich seine Grundsätze zu Rate ziehen und darf mich nicht damit begnügen zu denken: Alle machen das so.
Hesekiel 5:8 — darum sagt der Souveräne Herr Jehova: „Ich bin gegen dich, o Stadt, und ich selbst werde in deiner Mitte das Urteil vollstrecken vor den Augen der Völker.
Kommentar 6: Hesekiel 5:8 zeigt, dass Jehova sein Urteil an Jerusalem vor den anderen Nationen vollstrecken würde. Er würde ihre Bosheit nicht einfach übersehen, nur weil sie die Stadt seines Volkes war. Das hilft mir zu verstehen, dass die Zugehörigkeit zu Jehovas Volk Verantwortung bedeutet und keine Erlaubnis, Böses zu tun. In der Versammlung möchte ich falsches Verhalten nicht wegen Freundschaft oder Ähnlichkeit rechtfertigen. Meine Loyalität zu Jehova muss über meinen persönlichen Vorlieben stehen.
Hesekiel 5:9 — Wegen all deiner abscheulichen Praktiken werde ich in dir etwas tun, was ich noch nie getan habe, und dergleichen werde ich auch nicht wieder tun.
Kommentar 7: Hesekiel 5:9 verbindet die Schwere des Urteils mit den abscheulichen Praktiken Jerusalems. Es handelte sich nicht um eine grundlose Strafe, sondern um eine Reaktion auf sehr schwere Bosheit. Das bringt mich dazu, darüber nachzudenken, wie ich reagiere, wenn die Bibel ein bestimmtes Verhalten verurteilt. Statt es herunterzuspielen, weil andere es für normal halten, möchte ich lernen, es so zu sehen wie Jehova. Dadurch verhindere ich, dass die Vertrautheit mit dem Schlechten mein Gewissen schwächt.
Hesekiel 5:11 — ‚So wahr ich lebe!‘, erklärt der Souveräne Herr Jehova. ‚Weil es mein Heiligtum war, das du mit all deinen widerlichen Götzen und mit all deinen abscheulichen Praktiken verunreinigt hast, darum werde auch ich dich verstoßen. Mein Auge wird kein Mitleid haben und ich werde kein Mitgefühl zeigen.
Kommentar 8: In Hesekiel 5:11 prangerte Jehova an, dass sein Heiligtum durch widerliche Götzen und abscheuliche Praktiken verunreinigt worden war. Dass etwas an einem ihm gewidmeten Ort geschah, machte es nicht annehmbar. Das lehrt mich, dass die reine Anbetung nicht mit Dingen vermischt werden darf, die Jehova ablehnt. Bei einer religiösen Tradition genügt es nicht, dass sie schön wirkt oder einen Gefühlswert hat. Ich muss prüfen, ob sie mit dem übereinstimmt, was er in seinem Wort offenbart hat.
Hesekiel 5:13 — Dann wird meine Verärgerung aufhören und mein Zorn auf sie wird sich legen, und ich werde Genugtuung empfinden. Und wenn mein Zornausbruch zu Ende ist, werden sie erkennen müssen, dass ich, Jehova, gesprochen habe, weil ich auf ausschließlicher Ergebenheit bestehe.
Kommentar 9: Hesekiel 5:13 erklärt, dass Jehova auf ausschließlicher Ergebenheit besteht. Er wollte nicht einfach einen Platz unter anderen Göttern oder religiösen Interessen einnehmen. Das lädt mich ein zu prüfen, welchen Platz er in meinem Leben hat. Meine Anbetung soll sich nicht auf einige Aktivitäten beschränken, während andere Dinge meine Entscheidungen bestimmen. Ich kann ausschließliche Ergebenheit zeigen, wenn Jehovas Wünsche Vorrang haben, auch wenn Gehorsam bedeutet, auf etwas zu verzichten, das mich anzieht oder bequem wäre.
Hesekiel 5:14 — Ich werde dich zu einem verwüsteten Ort und zum Gespött unter den umliegenden Völkern und in den Augen jedes Vorbeiziehenden machen.
Kommentar 10: Hesekiel 5:14 kündigt an, dass Jerusalem zu einem verwüsteten Ort und zum Gespött werden würde. Es ist beeindruckend, dass eine Stadt mit solcher Bedeutung das verlieren konnte, was ihr scheinbar Sicherheit gab. Das erinnert mich daran, wie zerbrechlich es ist, sein ganzes Vertrauen auf sichtbare Dinge wie Besitz oder gesellschaftliche Stellung zu setzen. Ohne anzunehmen, dass jeder Verlust eine Strafe Jehovas ist, spornt mich diese Warnung an, meine Beziehung zu Jehova höher zu schätzen als materielle Dinge.
Hesekiel 5:15 — Du wirst zum Gespött und zum Hohn werden, zu einem warnenden Beispiel und zum Grauen für die Völker um dich herum, wenn ich in meiner Verärgerung und in meinem Zorn und mit heftigen Strafen das Urteil an dir vollstrecke. Ich, Jehova, habe gesprochen.
Kommentar 11: Hesekiel 5:15 sagt, dass das, was Jerusalem widerfuhr, als Warnung dienen würde. Wir können also aus den Folgen falscher Entscheidungen lernen, ohne sie selbst wiederholen zu müssen. Wenn ich einen biblischen Bericht über Ungehorsam lese, möchte ich nicht nur darüber nachdenken, wie schlecht andere gehandelt haben. Besser ist es, mich zu fragen, ob ich eine ähnliche Einstellung korrigieren muss. Eine rechtzeitige Warnung kann mir helfen, vernünftigere Entscheidungen zu treffen und unnötiges Leid zu vermeiden.
Hesekiel 5:16 — Ich werde die tödlichen Pfeile der Hungersnot gegen euch abschießen, um euch zu vernichten. Die Pfeile, die ich dann abschieße, werden euren Untergang herbeiführen. Ich werde eure Hungersnot noch schwerer machen, indem ich eure Nahrungsmittelversorgung abschneide.
Kommentar 12: Hesekiel 5:16 beschreibt, wie schlimm es wäre, während dieses Urteils die Lebensmittelversorgung zu verlieren. Beim Lesen denke ich darüber nach, wie leicht man die Grundbedürfnisse als selbstverständlich betrachtet, wenn sie gedeckt sind. Dieser Vers bewegt mich, für Nahrung dankbar zu sein und mit Menschen mitzufühlen, die Hunger leiden. Das bedeutet nicht, dass ihre Schwierigkeiten eine Strafe Jehovas sind. Doch wenn ich daran denke, wie schmerzhaft Mangel ist, kann ich weniger verschwenderisch und großzügiger werden.
Geistige Schätze aus HESEKIEL 6
Hesekiel 6:1 — Wieder erhielt ich eine Botschaft von Jehova. Sie lautete:
Kommentar 1: Hesekiel 6:1 bezeichnet Jehova als Quelle der Botschaft des Propheten. Hesekiel äußerte keine persönliche Meinung. Das erinnert mich daran, im Dienst zwischen den Lehren der Bibel und meinen eigenen Gedanken zu unterscheiden. Mein Ziel ist nicht, mit originellen Erklärungen zu beeindrucken, sondern treu zu vermitteln, was Jehova offenbart hat.
Hesekiel 6:2 — „Menschensohn, richte dein Gesicht auf die Berge Israels und prophezeie gegen sie.
Kommentar 2: In Hesekiel 6:2 beauftragte Jehova den Propheten, eine Botschaft gegen die Berge Israels zu verkünden. Sie war nicht angenehm, gehörte aber zu seinem Auftrag. Das lehrt mich, dass es Mut erfordern kann, Gottes Wort treu zu verkündigen. Im Dienst möchte ich eine Lehre nicht vermeiden, nur weil sie schwer anzunehmen ist. Gleichzeitig kann ich sie taktvoll und respektvoll erklären, ohne den Aussagen der Bibel Härte hinzuzufügen.
Hesekiel 6:3 — Du sollst sagen: ‚O Berge Israels, hört die Worte des Souveränen Herrn Jehova: Das sagt der Souveräne Herr Jehova zu den Bergen, Hügeln, Bächen und Tälern: „Ich werde ein Schwert über euch bringen und eure Höhen vernichten.
Kommentar 3: Hesekiel 6:3 erwähnt Berge, Hügel, Bäche und Täler, an denen Jehova die Höhenheiligtümer vernichten würde. Die natürliche Umgebung machte die dort praktizierte Anbetung nicht annehmbar. Das erinnert mich daran, dass eine schöne Landschaft oder ein tief bewegendes Erlebnis allein nicht beweisen, dass eine religiöse Praxis Gott gefällt. Wenn ich mit jemandem über seinen Glauben spreche, kann ich seine Gefühle respektieren und ihm zugleich helfen, zu prüfen, was die Bibel lehrt.
Hesekiel 6:4 — Eure Altäre werden dann niedergerissen und eure Räucherständer zerbrochen, und eure Erschlagenen werde ich vor eure widerlichen Götzen werfen.
Kommentar 4: Hesekiel 6:4 macht deutlich, wie nutzlos die Götzen waren: Ihre Anbeter würden vor ihnen sterben und ihre Altäre würden zerstört werden. Die Bilder konnten sie nicht schützen. Dieser Schatz hilft mir, respektvoll zu erklären, dass geistiges Vertrauen nicht auf religiöse Gegenstände gesetzt werden sollte. Im Dienst kann ich mich darauf konzentrieren, jemandem zu helfen, Jehova kennenzulernen und ihm zu vertrauen, statt mich über etwas lustig zu machen, das ihm wichtig ist.
Hesekiel 6:6 — An allen Orten, wo ihr wohnt, werden die Städte verwüstet und die Höhen niedergerissen werden und verlassen daliegen. Dann werden eure Altäre niedergerissen und zertrümmert, eure widerlichen Götzen verschwinden, eure Räucherständer werden umgehauen und eure Werke zunichtegemacht.
Kommentar 5: Hesekiel 6:6 kündigt die Beseitigung von Altären, Götzen und anderen mit der falschen Anbetung verbundenen Werken an. Jehova billigte es offensichtlich nicht, diese Anbetung mit kleinen Änderungen beizubehalten. Das motiviert mich, entschlossen zu handeln, wenn ich etwas entdecke, das mit der reinen Anbetung unvereinbar ist. Ich möchte es nicht aus Anhänglichkeit oder wegen der Mühe behalten, die es mich gekostet hat. Entscheidend ist nicht, wie wertvoll ich einen Gegenstand oder eine Praxis finde, sondern wie Jehova darüber denkt.
Hesekiel 6:7 — Und die Erschlagenen werden in eurer Mitte liegen, und ihr werdet erkennen müssen, dass ich Jehova bin.
Kommentar 6: Hesekiel 6:7 zeigt, dass die Israeliten bei der Vollstreckung des Urteils erkennen müssten, wer Jehova ist. Es ging nicht nur darum, seinen Namen zu kennen, sondern seine Autorität und die Bedeutung seiner Worte anzuerkennen. Das bringt mich dazu, mich zu fragen, wie ich zeige, dass ich Jehova kenne. Seinen Namen auszusprechen ist wichtig, doch seine Maßstäbe müssen auch meine Entscheidungen beeinflussen. Ich möchte seine Autorität freiwillig anerkennen und nicht erst die Folgen des Ungehorsams abwarten.
Hesekiel 6:8 — Aber ich werde einen Überrest übrig lassen, denn einige von euch werden unter den Völkern dem Schwert entkommen, wenn ihr überallhin zerstreut werdet.
Kommentar 7: Mitten in dieser ernsten Prophezeiung kündigt Hesekiel 6:8 an, dass Jehova einen Überrest übrig lassen würde. Einige würden dem Schwert entkommen. Dieses Detail hilft mir, den Bericht ausgewogen zu betrachten: Ich darf weder die Schwere des Urteils übersehen noch Jehovas Entschluss, Überlebende zu bewahren. Beim Studium schwieriger Bibelstellen möchte ich auf alle Einzelheiten achten, damit ich kein unvollständiges Bild von Jehova erhalte.
Hesekiel 6:9 — Und die Entkommenen werden sich unter den Völkern, zu denen sie gefangen weggeführt werden, an mich erinnern. Ihnen wird dann bewusst, dass sie mir das Herz brachen mit ihrem untreuen Herzen, das sich von mir abgewandt hatte, und mit ihren Augen, die nach ihren widerlichen Götzen gieren. Sie werden sich schämen und sich ekeln vor all den Schlechtigkeiten und den Abscheulichkeiten, die sie verübt haben.
Kommentar 8: Hesekiel 6:9 berührt mich, weil Jehova erklärt, dass die Untreue seines Volkes ihm großen Schmerz bereitet hatte. Sünde bedeutete nicht nur, eine Regel zu brechen; sie beschädigte die Beziehung zu ihm. Die Überlebenden würden das, was sie getan hatten, verabscheuen. Das hilft mir zu verstehen, dass Reue mehr bedeutet, als die Folgen zu bedauern. Ich muss darüber nachdenken, wie mein Verhalten Jehova berührt, und das Schlechte ablehnen lernen, weil mir meine Freundschaft mit ihm wichtig ist.
Hesekiel 6:10 — Sie werden erkennen müssen, dass ich Jehova bin und dass es keine leeren Drohungen waren, als ich ihnen dieses Unglück angekündigt habe. “‘
Kommentar 9: Hesekiel 6:10 betont, dass Jehovas Warnungen keine leeren Worte waren. Was er angekündigt hatte, würde sich erfüllen. Das motiviert mich, biblische Ratschläge ernst zu nehmen, auch wenn die Folgen des Ignorierens nicht sofort eintreten. Man könnte denken, es geschehe nichts, und eine Änderung immer weiter aufschieben. Doch das Ausbleiben unmittelbarer Folgen macht eine schlechte Entscheidung nicht gut. Es ist weiser, auf Jehova zu hören und unverzüglich zu handeln.
Hesekiel 6:11 — Das sagt der Souveräne Herr Jehova: ‚Klatsch in die Hände und stampf mit dem Fuß auf und beklage all die Schlechtigkeiten und Abscheulichkeiten des Hauses Israel, denn sie werden durch Schwert, Hunger und Pest fallen.
Kommentar 10: In Hesekiel 6:11 gebot Jehova dem Propheten, über die schlechten und abscheulichen Dinge zu klagen, die Israel getan hatte. Er sollte ihnen nicht gleichgültig gegenüberstehen. Das lässt mich darüber nachdenken, wie ich reagiere, wenn ich von einer schweren Sünde höre. Ich sollte sie nicht als Unterhaltung oder als sensationslüsternes Gesprächsthema behandeln. Eine geistige Einstellung führt dazu, dass ich über den verursachten Schaden traurig bin und prüfe, wie ich Jehova treu bleiben kann.
Hesekiel 6:13 — Und man wird erkennen müssen, dass ich Jehova bin, wenn ihre Erschlagenen mitten unter ihren widerlichen Götzen liegen, rund um ihre Altäre, auf jedem hohen Hügel, auf allen Berggipfeln, unter jedem üppigen Baum und unter den Zweigen großer Bäume, wo sie all ihren widerlichen Götzen wohlriechende Opfer dargebracht haben, um sie friedlich zu stimmen.
Kommentar 11: Hesekiel 6:13 beschreibt viele Orte, an denen die Israeliten ihren Götzen Opfer darbrachten. Auf Hügeln, Bergen und unter üppigen Bäumen herrschte religiöse Aktivität, doch ihre Fülle bedeutete nicht, dass sie Jehovas Anerkennung hatten. Das lehrt mich, dass die Menge religiöser Handlungen keinen Gehorsam ersetzt. Bei meiner Anbetung möchte ich nicht nur darauf achten, wie viel ich tue. Ich muss mich auch fragen, ob ich es so tue, wie Jehova es verlangt, und ob ich ihm aufrichtig gefallen möchte.
Hesekiel 6:14 — Ich werde meine Hand gegen sie ausstrecken und das Land verwüsten, und alle ihre Wohnorte werden trostloser sein als die Wildnis bei Dịbla. Und sie werden erkennen müssen, dass ich Jehova bin.‘“
Kommentar 12: Hesekiel 6:14 kündigt an, dass die Verwüstung alle Wohnorte erreichen würde. Die Untreue gegenüber Jehova würde sich nicht nur auf die Orte beschränken, an denen Götzendienst betrieben wurde; ihre Folgen würden das Leben der ganzen Nation betreffen. Das erinnert mich daran, dass ich meine Anbetung nicht vom übrigen Verhalten trennen kann. Was ich zu Hause, bei der Arbeit oder allein tue, ist ebenfalls wichtig. Ich möchte Jehova in allen Bereichen meines Lebens gehorchen.
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