Hesekiel 4:12-15. Was lehrt uns Jehovas Rücksichtnahme auf Hesekiels Bitte? (w94 1.8. S. 13 Abs. 14, 15)
Hesekiel 4:15 — „Gut“, erwiderte er, „ich erlaube dir, Rinderdung statt Menschenkot zu nehmen. Darauf wirst du dein Brot backen. “
Antwort 1: Dass Jehova Hesekiels Bitte akzeptierte, zeigt, dass er vernünftig und nicht unnachgiebig ist. Obwohl er ihm eine konkrete Anweisung gegeben hatte, berücksichtigte er seine Bedenken und erlaubte ihm, einen anderen Brennstoff zu verwenden. Die Referenz hebt genau diese Rücksichtnahme hervor, bei der die Fakten menschlich und vernünftig betrachtet werden. Jehova behandelte den Propheten nicht so, als wären seine Gefühle unwichtig. Er hörte seine Bitte und gewährte ihm eine Änderung, die auf seine Bedenken einging.
Hesekiel 4:14 — Da sagte ich: „Bloß das nicht, Souveräner Herr Jehova! Von meiner Jugend an bis heute habe ich mich nicht verunreinigt, indem ich das Fleisch eines verendeten oder gerissenen Tieres gegessen hätte, und kein unreines Fleisch ist in meinen Mund gekommen. “
Antwort 2: Jehova berücksichtigte die Gründe, die Hesekiel nannte. Der Prophet erklärte, dass er sich von Jugend an davor gehütet hatte, sich durch unreine Nahrung zu verunreinigen. Er sagte damit nicht, dass er sich weigerte, Jehova zu dienen, sondern äußerte eine Sorge im Zusammenhang mit seiner bisherigen Lebensführung. Jehovas Antwort zeigt, dass er sich anhört, was seine Diener zu sagen haben. Bei der Ausübung seiner Autorität berücksichtigt er die Fakten und die Umstände eines Menschen, statt hart zu reagieren.
Antwort 3: Dieser Bericht zeigt auch, dass vernünftig zu sein nicht bedeutet, den Zweck einer Anweisung aufzugeben. Jehova änderte den Brennstoff, den Hesekiel verwenden durfte, aber er strich nicht die Botschaft, die dieser über Israel übermitteln sollte. Er machte eine konkrete Zugeständnis, ohne seinen Zweck aufzugeben. Seine Antwort war daher kein Zeichen von Unentschlossenheit. Sie zeigt vielmehr, dass er das Wesentliche seiner Anordnung beibehalten und gleichzeitig rücksichtsvoll mit seinem Diener umgehen kann.
Antwort 4: Die Rücksichtnahme, die Jehova Hesekiel zeigte, passt zu seiner Bereitschaft, barmherzig zu sein. Die Referenz erklärt, dass die Bereitschaft zu vergeben ein grundlegender Beweis dafür ist, dass man vernünftig ist. Zwar wurde Hesekiel keine Sünde vergeben, doch wir sehen dieselbe Abwesenheit von Härte. Jehova übt seine Autorität nicht kalt aus: Er berücksichtigt Menschen und reagiert freundlich, wenn es Gründe für ein Zugeständnis gibt.
Antwort 5: Hesekiels Bitte zeigt, dass Jehovas Rücksichtnahme mit seiner Gerechtigkeit vereinbar ist. Die Referenz veranschaulicht das auch an David: Jehova war barmherzig mit ihm, als er bereute, korrigierte ihn aber durch Nathan. Vernünftig zu sein bedeutet nicht, Falsches zu übersehen. Im Fall Hesekiels ging Jehova auf seine Sorge ein, ohne die Warnung vor Israel zurückzunehmen. Seine Güte und die Festigkeit seiner Entscheidungen widersprechen sich nicht.
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Geistige Schätze aus HESEKIEL 3
Hesekiel 3:1 — Er sagte dann zu mir: „Menschensohn, iss, was du vor dir hast. Iss diese Buchrolle, geh und sprich zum Haus Israel. “
Kommentar 1: In Hesekiel 3:1 sollte der Prophet die Buchrolle essen, bevor er zu Israel sprach. Diese Reihenfolge erinnert mich daran, dass ich mich zuerst geistig ernähren muss, bevor ich andere lehre. Mich auf den Dienst vorzubereiten bedeutet nicht nur, etwas zu suchen, was ich sagen kann, sondern die biblische Botschaft zu verstehen und mich von ihr beeinflussen zu lassen.
Hesekiel 3:3 — Weiter sagte er zu mir: „Menschensohn, iss die Buchrolle, die ich dir gebe, und füll deinen Magen damit. “Also begann ich sie zu essen und sie war in meinem Mund so süß wie Honig.
Kommentar 2: Hesekiel 3:3 sagt, dass die Buchrolle dem Propheten süß schmeckte. Obwohl er eine Botschaft an Menschen überbringen sollte, die nicht zuhören wollten, war es angenehm, Jehovas Worte zu empfangen. Das hilft mir, das Bibelstudium zu schätzen, selbst wenn ich auf Ratschläge stoße, die ich nur schwer annehmen kann. Nicht alles, was ich lese, wird leicht anzuwenden sein. Doch ich kann Freude daran haben, von Jehova zu lernen, und dankbar sein, dass er mich seine Denkweise kennenlernen lässt.
Hesekiel 3:4 — Er forderte mich auf: „Menschensohn, begib dich unter das Volk Israel und überbring ihm meine Worte.
Kommentar 3: In Hesekiel 3:4 machte Jehova deutlich, dass der Prophet seine Worte übermitteln sollte. Hesekiel musste keine Botschaft erfinden, die ansprechender wirkte. Das lehrt mich, die Bibel zur Grundlage dessen zu machen, was ich im Dienst sage. Ich kann meine Erklärungen an den Zuhörer anpassen, darf aber ihren Inhalt nicht verändern oder meine Ansichten als Gedanken Jehovas darstellen. Entscheidend ist, der Botschaft treu zu bleiben.
Hesekiel 3:7 — Doch das Volk Israel wird sich weigern, auf dich zu hören, denn es will nicht auf mich hören. Alle vom Volk Israel sind hartköpfig und hartherzig.
Kommentar 4: Hesekiel 3:7 zeigt, dass die Ablehnung des Propheten einen tieferen Grund hatte: Die Israeliten wollten nicht auf Jehova hören. Das hilft mir, eine negative Reaktion im Dienst nicht automatisch als persönliches Versagen zu betrachten. Natürlich sollte ich meine Ausdrucksweise weiter verbessern und jeden respektvoll behandeln. Aber ich kann nicht für andere entscheiden. Das im Sinn zu behalten hilft mir, meine Freude zu bewahren und weiterzupredigen, ohne den Wert meiner Anstrengungen allein an der Reaktion anderer zu messen.
Hesekiel 3:9 — Wie einen Diamanten, härter als Kieselstein, habe ich deine Stirn gemacht. Fürchte dich nicht vor ihnen und erschrick nicht vor ihren Gesichtern, denn sie sind ein rebellisches Volk. “
Kommentar 5: In Hesekiel 3:9 versicherte Jehova dem Propheten, dass er ihn stärken würde, damit er sich nicht einschüchtern ließ. Er versprach nicht, dass feindselige Gesichter verschwinden würden, sondern dass Hesekiel seinen Auftrag trotz ihnen erfüllen konnte. Es macht mir Mut, dass Mut nicht voraussetzt, dass alle Umstände günstig sind. Wenn ich Angst habe, über meinen Glauben zu sprechen, kann ich Jehova um Hilfe bitten und mich darauf konzentrieren, ihm zu gefallen. Fest im Glauben zu sein erfordert keine harte Reaktion.
Hesekiel 3:10 — Weiter sagte er zu mir: „Menschensohn, nimm dir alle meine Worte zu Herzen, die ich dir sage, und hör gut zu.
Kommentar 6: Hesekiel 3:10 verbindet zwei Dinge: Jehovas Worte zu hören und sie sich zu Herzen zu nehmen. Ich kann einen Rat hören und ihn sogar jemand anderem erklären, ohne ihn wirklich zu meinem eigenen zu machen. Der Vers fordert mich auf, mich zu fragen, wie das Gelernte meine Entscheidungen beeinflusst. Wenn ein biblischer Rat zeigt, dass ich etwas ändern muss, bedeutet ihn von Herzen anzunehmen, dass ich mich nicht mehr rechtfertige, sondern konkrete Schritte unternehme, ihn umzusetzen.
Hesekiel 3:15 — Ich ging also zu den Verschleppten in Tel-Abịb, die am Fluss Kẹbar wohnten, und blieb bei ihnen. Ganz benommen blieb ich sieben Tage unter ihnen.
Kommentar 7: Hesekiel 3:15 berichtet, dass der Prophet sieben Tage lang unter den Verschleppten wie betäubt war. Dieses Detail zeigt, dass ein treuer Diener durch Erlebtes tief betroffen sein kann. Es wäre nicht richtig, anzunehmen, dass Überforderung immer auf Glaubensmangel hindeutet. In der Versammlung ermuntert mich dieser Bericht, mit Menschen, die schwierige Situationen durchmachen, geduldig zu sein. Bevor ich erwarte, dass sie sofort wieder aktiv oder fröhlich sind, kann ich ihnen zuhören und versuchen zu verstehen, wie sie sich fühlen.
Hesekiel 3:17 — „Menschensohn, ich habe dich als Wächter für das Volk Israel eingesetzt, und wenn du ein Wort aus meinem Mund hörst, musst du es in meinem Namen warnen.
Kommentar 8: In Hesekiel 3:17 setzte Jehova den Propheten als Wächter ein und wies ihn an, das Volk in seinem Namen zu warnen. Die Warnung beruhte nicht auf Hesekiels persönlicher Meinung, sondern auf dem, was Jehova ihm mitteilte. Das erinnert mich daran, wie ernst es ist, die biblische Botschaft weiterzugeben. Wenn ich mit anderen spreche, sollte ich nicht durch persönliche Vorstellungen Angst machen oder Vorhersagen aufstellen. Meine Aufgabe ist, klar zu erklären, was die Bibel sagt, und ihnen zu helfen zu erkennen, warum es Aufmerksamkeit verdient.
Hesekiel 3:19 — Wenn du jedoch einen Bösen warnst und er sich von seiner Schlechtigkeit nicht abwendet und seinen schlechten Kurs nicht verlässt, dann wird er für sein Vergehen sterben, doch dein eigenes Leben wirst du ganz bestimmt retten.
Kommentar 9: Hesekiel 3:19 unterscheidet zwischen der Verantwortung des Propheten, zu warnen, und der Verantwortung desjenigen, der die Warnung erhielt. Wenn Hesekiel seinen Auftrag erfüllte, machte die Ablehnung des Bösen ihn nicht schuldig. Dieser Grundsatz hilft mir, beim Versuch, jemandem zu helfen, ausgeglichen zu bleiben. Ich sollte liebevoll sprechen und mein Möglichstes tun, kann aber niemanden zwingen, sich zu ändern. Diese persönliche Verantwortung zu respektieren bewahrt mich davor, eine Schuld zu tragen, die nicht meine ist.
Hesekiel 3:20 — Gibt dagegen ein Gerechter seine Gerechtigkeit auf und handelt verkehrt, dann werde ich einen Stolperstein vor ihn legen und er wird sterben. Falls du ihn nicht gewarnt hast, wird er für seine Sünde sterben, und seine gerechten Taten werden nicht in Erinnerung gerufen, aber sein Blut werde ich von dir zurückfordern.
Kommentar 10: Hesekiel 3:20 warnt davor, dass ein Gerechter seinen guten Weg verlassen und anfangen konnte, schlecht zu handeln. Seine früheren Taten machten seine gegenwärtigen Sünden nicht akzeptabel. Das lehrt mich, mich nicht auf die Jahre zu verlassen, die ich Jehova gedient habe, oder auf das, was ich in der Vergangenheit getan habe. Treue zeigt sich auch in den heutigen Entscheidungen. Deshalb muss ich weiterhin auf meine Gewohnheiten achten, Korrektur annehmen und ein Verhalten nicht verharmlosen, das mich von Jehova entfernen könnte.
Hesekiel 3:21 — Doch wenn du den Gerechten davor gewarnt hast, zu sündigen, und er nicht sündigt, wird er ganz bestimmt am Leben bleiben, weil er gewarnt wurde, und du hast dann dein eigenes Leben gerettet. “
Kommentar 11: In Hesekiel 3:21 konnte eine Warnung einem Gerechten helfen, nicht zu sündigen und am Leben zu bleiben. Einen Rat zu erhalten bedeutet daher nicht unbedingt, dass wir bereits einen schweren Fehler begangen haben. Manchmal schützt er uns davor. Dieser Vers ermuntert mich, nicht defensiv zu reagieren, wenn mich jemand auf Grundlage der Bibel auf eine Gefahr hinweist. Statt zu denken, dass er mir misstraut, kann ich dankbar sein, dass er sich um mein geistiges Wohl sorgt.
Hesekiel 3:23 — Also machte ich mich auf und ging zur Talebene, und da war die Herrlichkeit Jehovas. Sie war wie die Herrlichkeit, die ich am Fluss Kẹbar gesehen hatte, und ich warf mich zu Boden.
Kommentar 12: Hesekiel 3:23 zeigt, dass der Prophet Jehovas Anweisung gehorchte, in die Talebene zu gehen, und beim Anblick seiner Herrlichkeit zu Boden fiel. Eine wichtige Aufgabe hatte ihn nicht überheblich gemacht. Er erkannte weiterhin die Größe desjenigen an, dem er diente. Das erinnert mich daran, dass jede Verantwortung in der Versammlung von Demut begleitet sein sollte. Entscheidend ist nicht, dass andere meine Arbeit schätzen, sondern dass meine Einstellung und mein Dienst Jehova ehren.
Geistige Schätze aus HESEKIEL 4
Hesekiel 4:1 — Und nun, Menschensohn, nimm einen Ziegelstein und leg ihn vor dich. Ritze darauf eine Stadt ein: Jerusalem.
Kommentar 1: In Hesekiel 4:1 sollte der Prophet Jerusalem auf einem Ziegelstein darstellen. Etwas Einfaches würde eine ernste Botschaft vermitteln. Das erinnert mich daran, dass eine Erklärung nicht kompliziert sein muss, um gut zu lehren. Beim Bibelstudium kann ich einfache Beispiele verwenden, die den Gedanken verdeutlichen, ohne vom Text abzulenken.
Hesekiel 4:3 — Nimm eine eiserne Backplatte und stell sie als eiserne Mauer zwischen dich und die Stadt. Richte dein Gesicht gegen sie und so wird sie belagert werden — du sollst sie belagern. Das ist ein Zeichen für das Haus Israel.
Kommentar 2: Hesekiel 4:3 erklärt, dass die Darstellung der Belagerung als Zeichen für das Haus Israel dienen sollte. Jehova ließ das Volk nicht ohne Warnung vor dem Kommenden. Das hilft mir, die Bedeutung biblischer Warnungen zu erkennen, auch wenn ihr Inhalt ernst oder unangenehm ist. Statt sie zu meiden, weil ich lieber angenehme Botschaften höre, kann ich mich fragen, was ich korrigieren muss. Eine rechtzeitige Warnung kann uns dazu bringen, Änderungen vorzunehmen, die wir sonst aufschieben würden.
Hesekiel 4:5 — Und ich werde 390 Tage über dich verhängen, entsprechend den Jahren ihrer Schuld, und du wirst die Schuld des Hauses Israel tragen,
Kommentar 3: In Hesekiel 4:5 verband Jehova die Tage der Darstellung mit den Jahren der Schuld Israels. Das zeigt, dass er den Verlauf des Ungehorsams des Volkes kannte; er richtete nicht ohne die Fakten zu berücksichtigen. Das erinnert mich daran, dass der Lauf der Zeit etwas Falsches nicht richtig macht. Wenn ich ein Verhalten erkenne, das Jehova missfällt, sollte ich es nicht damit rechtfertigen, dass ich schon immer so gehandelt habe. Vernünftig ist es, es anzuerkennen und so bald wie möglich zu korrigieren.
Hesekiel 4:6 — bis die Zeit abgelaufen ist. Leg dich dann ein zweites Mal hin, auf deine rechte Seite, und trag 40 Tage lang die Schuld des Hauses Juda. Einen Tag für ein Jahr, einen Tag für ein Jahr habe ich für dich bestimmt.
Kommentar 4: Hesekiel 4:6 ist ein gutes Beispiel dafür, warum wir die Bibel ihre eigenen Symbole erklären lassen sollten. In dieser Darstellung gab Jehova ausdrücklich an, dass jeder Tag einem Jahr entsprach. Hesekiel musste die Bedeutung nicht erraten oder selbst festlegen. Beim Studium prophetischer Passagen ermuntert mich das, auf Erklärungen zu achten, die der Text tatsächlich liefert. Es wäre unvernünftig, aus einem Detail dieses Berichts eine Regel für jede andere Zeitangabe zu machen.
Hesekiel 4:7 — Und du wirst dein Gesicht und deinen entblößten Arm auf das belagerte Jerusalem richten und du sollst gegen die Stadt prophezeien.
Kommentar 5: In Hesekiel 4:7 sollte der Prophet seine Aufmerksamkeit auf die Belagerung Jerusalems richten und gegen die Stadt prophezeien. Es war eine Gerichtsbotschaft gegen die Stadt seines eigenen Volkes, nicht lediglich gegen eine weit entfernte Nation. Das erinnert mich daran, dass Jehovas Warnungen auch das betreffen können, woran wir sehr hängen. Beim Bibellesen möchte ich nicht nur daran denken, wie es auf andere zutrifft. Ich muss meine eigenen Entscheidungen und mein Verhalten ehrlich prüfen.
Hesekiel 4:8 — Ich werde dich mit Stricken fesseln, damit du dich nicht von der einen Seite auf die andere umdrehen kannst, bis die Tage deiner Belagerung abgelaufen sind.
Kommentar 6: Hesekiel 4:8 zeigt, dass der Prophet die festgelegten Tage dieser Darstellung vollenden musste. Er konnte seinen Auftrag nicht beenden, wann er wollte. Das bringt mich über die Ausdauer nachdenken, die nötig ist, um Jehova zu dienen. Begeisterung am Anfang ist wertvoll, aber ebenso wichtig ist es, weiterzumachen, wenn eine Aufgabe eintönig wird oder Geduld erfordert. Ich kann diese Beständigkeit entwickeln, indem ich meine Pflichten Tag für Tag erfülle, ohne davon abhängig zu sein, dass sie immer neu oder aufregend sind.
Hesekiel 4:10 — Pro Tag wirst du 20 Schekel davon abwiegen und essen. Zu festgesetzten Zeiten wirst du es essen.
Kommentar 7: In Hesekiel 4:10 musste die Nahrung des Propheten abgewogen und zu festgesetzten Zeiten gegessen werden. Diese Ration war Teil der Darstellung der Knappheit, unter der Jerusalem leiden würde; sie war keine Empfehlung zur Ernährung. Wenn ich über diese Einschränkung nachdenke, schätze ich etwas Alltägliches wie genügend Nahrung mehr. Ich möchte Dankbarkeit zeigen, nichts verschwenden und nicht zulassen, dass kleine Vorlieben mich vergessen lassen, dass die notwendige Nahrung ein echter Grund zur Dankbarkeit ist.
Hesekiel 4:11 — Auch dein Wasser wird abgemessen sein, ein sechstel Hin. Zu festgesetzten Zeiten wirst du es trinken.
Kommentar 8: Hesekiel 4:11 fügt hinzu, dass auch das Wasser rationiert sein würde. Diese Darstellung hilft, die Angst zu verstehen, ein so grundlegendes Bedürfnis nicht frei stillen zu können. Sie hilft mir, Menschen, die Mangel leiden, mit mehr Mitgefühl zu betrachten. Statt ihre materiellen Sorgen für unwichtig zu halten, kann ich ihnen zuhören und überlegen, welche praktische Hilfe ich leisten kann. Mitgefühl für die Bedürfnisse anderer beginnt damit, anzuerkennen, dass etwas, was für mich alltäglich ist, für sie schwer zu bekommen sein kann.
Hesekiel 4:13 — Jehova sagte weiter: „So werden die Israeliten bei den Völkern, unter die ich sie zerstreue, ihr Brot essen — unrein. “
Kommentar 9: Hesekiel 4:13 erklärt, dass die Israeliten unter den Völkern, in die sie zerstreut würden, unreines Brot essen würden. Ihr Ungehorsam würde sie in ganz andere Umstände bringen als die, die sie kannten. Der Vers erinnert mich daran, dass eine schlechte Entscheidung Folgen haben kann, die über den Moment ihrer Entscheidung hinausgehen. Bevor ich handle, sollte ich nicht nur daran denken, was ich jetzt möchte, sondern auch daran, wie sich die Entscheidung auf meine Anbetung Jehovas und meine Fähigkeit auswirken könnte, seine Maßstäbe einzuhalten.
Hesekiel 4:14 — Da sagte ich: „Bloß das nicht, Souveräner Herr Jehova! Von meiner Jugend an bis heute habe ich mich nicht verunreinigt, indem ich das Fleisch eines verendeten oder gerissenen Tieres gegessen hätte, und kein unreines Fleisch ist in meinen Mund gekommen. “
Kommentar 10: In Hesekiel 4:14 erklärte der Prophet, dass er sich von Jugend an davor gehütet hatte, unreine Nahrung zu essen. Seine Sorge hing mit einer Lebensweise zusammen, die er jahrelang beibehalten hatte. Das ermuntert mich, so früh wie möglich gute geistige Gewohnheiten zu entwickeln, statt zu denken, ich könne Jehovas Maßstäbe später ernst nehmen. Kleine, wiederholte Entscheidungen formen unser Verhalten. Im Alltag treu zu sein hilft uns, unsere Überzeugungen klar zu bewahren, wenn eine schwierige Situation entsteht.
Hesekiel 4:15 — „Gut“, erwiderte er, „ich erlaube dir, Rinderdung statt Menschenkot zu nehmen. Darauf wirst du dein Brot backen. “
Kommentar 11: Hesekiel 4:15 zeigt, dass Jehova eine Änderung erlaubte, nachdem er die Sorge des Propheten gehört hatte. Das lehrt mich auf konkrete Weise, mit anderen vernünftig zu sein. Wenn jemand eine Schwierigkeit äußert, muss ich nicht sofort annehmen, dass er Ausreden sucht. Ich kann zuhören und überlegen, ob es eine andere akzeptable Möglichkeit gibt, etwas zu tun. In der Familie und in der Versammlung zeigt es Rücksichtnahme, nicht auf einer persönlichen Vorliebe zu bestehen, wenn eine gültige Alternative vorhanden ist.
Hesekiel 4:17 — Sie sollen einander entsetzt anschauen, weil sie kaum Brot und Wasser haben, und wegen ihres Vergehens dahinsiechen.
Kommentar 12: Hesekiel 4:17 bringt das für Jerusalem angekündigte Leiden ausdrücklich mit den Fehlern seiner Bewohner in Verbindung. Diese Erklärung kam von Jehova, nicht aus einer Vermutung des Propheten. Das erinnert mich daran, die Grenzen dessen zu respektieren, was die Bibel sagt. Der Bericht berechtigt mich nicht zu dem Schluss, dass jeder, der heute Hunger leidet, wegen seiner Sünden bestraft wird. Ich kann aus den Folgen des Ungehorsams Israels lernen, ohne Menschen, die Schwierigkeiten durchmachen, ungerecht zu richten.
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