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Schätze aus Gottes Wort für die Woche vom 12. bis 18. April 2027

Schätze aus Gottes Wort für die Woche vom 12. bis 18. April 2027

Thema: Er tat es, um seinen Namen zu heiligen

Wenn jemand schlecht über eine Person spricht, die wir lieben, ist es uns wichtig, dass die Wahrheit bekannt wird. Wir betrachten ihren Namen nicht als ein bloßes Wort, sondern denken an die Person, ihre Eigenschaften und ihren Ruf. Umso mehr liegt uns der Name Jehovas am Herzen. Die Kapitel 35 und 36 von Hesekiel zeigen, wie Jehova seinen heiligen Namen verteidigte, als andere ihn verächtlich behandelten.

Denken wir darüber nach, was geschah, als die Babylonier Juda und Jerusalem im Jahr 607 v. u. Z. eroberten. Die Edomiter, Feinde von Jehovas Volk, freuten sich über diese Katastrophe. Ihr Hass veranlasste sie, die Verwüster anzuspornen und Flüchtlinge aus Juda auszuliefern, damit sie hingerichtet wurden. Außerdem beteiligten sie sich an der Plünderung und wollten sich das verlassene Land aneignen. Doch ihre Überheblichkeit richtete sich nicht nur gegen Israel. Hören wir, wie Jehova ihre Worte betrachtete. Lesen wir Hesekiel 35:12, 13.

Hesekiel 35:12-13 — Dann wirst du erkennen müssen, dass ich selbst, Jehova, alles gehört habe, was du so unverschämt gegen die Berge Israels gesagt hast: „Sie sind verödet und uns zum Fraß vorgeworfen worden. “ Du hast großspurig gegen mich geredet und dabei viele Worte gemacht. Ich habe alles gehört.‘

Jehova hatte diese Beschimpfungen gehört. Obwohl die Edomiter über die Berge Israels sprachen, machte er deutlich, dass sie in Wirklichkeit gegen ihn selbst redeten. Die Nationen verstanden nicht, dass die Verwüstung eine Strafe für Israels Untreue war. Stattdessen kamen sie zu dem falschen Schluss, Jehova sei nicht in der Lage, sein Volk zu beschützen. So wurde Israels Tragödie für sie zu einer Gelegenheit, respektlos über Gottes Namen zu reden.

Diese Einstellung blieb Jehova nicht verborgen. Er kündigte an, dass Edoms Freude nur von kurzer Dauer sein würde und dass Edom für sein Verhalten zur Rechenschaft gezogen werden müsste. Das erinnert uns daran, dass die Überheblichkeit derer, die Jehova verachten, nicht beweist, dass sie recht haben. Wir sollten ihren scheinbaren Vorteil auch nicht als Zeichen dafür deuten, dass Jehova nicht handeln kann. Jehova wusste, was geschah, und würde seinen Namen verteidigen. Doch seine Reaktion würde nicht nur darin bestehen, die Feinde zu bestrafen.

Das Land, das die Feinde als verfügbaren Besitz betrachteten, würde Jehovas Volk wieder aufnehmen. Wo Verwüstung geherrscht hatte, würde es bewirtschaftete Felder geben; wo Ruinen gewesen waren, würden bewohnte Städte stehen. Der Gegensatz ist sehr schön: Die Feinde wollten das Unglück ausnutzen, Jehova dagegen kündigte eine Wiederherstellung an. Und es handelte sich nicht um einen unbestimmten Wunsch. Seine Verheißung beschrieb konkrete Veränderungen, die das Leben seines Volkes dort ermöglichen würden. Lesen wir Hesekiel 36:8-10.

Hesekiel 36:8-10 — Doch ihr Berge Israels, ihr werdet Zweige sprießen lassen und eure Frucht hervorbringen für mein Volk Israel, denn es wird bald zurückkommen. Denn ich bin bei euch und werde mich euch zuwenden, und man wird euren Boden bearbeiten und Samen säen. Ich werde die Menschen auf euch zahlreich werden lassen — das ganze Haus Israel, sie alle —, und die Städte werden bewohnt werden und die Ruinen wieder aufgebaut.

Jehova wendet sich an die Berge Israels und kündigt ihnen an, dass sie für sein Volk Frucht hervorbringen würden. Warum? Weil die Israeliten zurückkehren würden. Das Land würde bearbeitet und besät werden, die Bevölkerung würde zunehmen und die Ruinen würden wieder aufgebaut werden. Jedes Detail unterstreicht dieselbe Verheißung: Die Verwüstung würde nicht dauerhaft sein. Die Feinde hatten so geredet, als läge die Zukunft dieses Landes in ihrer Hand. Jehova zeigte jedoch, dass er sein Volk zurückbringen und den Wiederaufbau ermöglichen konnte.

Wie stärkt es doch unseren Glauben, darauf zu achten, wer diese Verheißung gegeben hat. Die Ruinen waren sichtbar, die Wiederherstellung dagegen noch nicht. Entscheidend war jedoch nicht, was auf den ersten Blick möglich schien, sondern was Jehova angekündigt hatte. Auch wir müssen seinen Verheißungen mehr Gewicht geben als dem äußeren Anschein. Dieser Bericht stärkt unser Vertrauen darauf, dass Jehova fähig ist, seine Zusagen zu erfüllen. Doch eine wichtige Frage bleibt noch: Was war der Hauptgrund, warum er Israel wiederherstellen wollte?

Vielleicht denken wir zuerst an die Erleichterung, die die Israeliten bei ihrer Rückkehr empfinden würden. Zweifellos wäre es ein großer Segen, in ihr Land zurückzukehren. Doch Jehova erklärte, dass es etwas Wichtigeres gab als ihr Wohlergehen. Um diese Wiederherstellung richtig zu verstehen, müssen wir sie aus seiner Sicht betrachten, nicht nur aus der Sicht derer, die davon profitierten. Lesen wir Hesekiel 36:22-24.

Hesekiel 36:22-24 — „Richte dem Haus Israel deshalb aus: ‚Das sagt der Souveräne Herr Jehova: „Ich handle nicht euretwegen, ihr Israeliten, sondern meinem heiligen Namen zuliebe, den ihr entweiht habt unter den Völkern, zu denen ihr gegangen seid. “‘ ‚Ich werde meinen großen Namen ganz bestimmt heiligen, der unter den Völkern entweiht wurde, den ihr unter ihnen entweiht habt, und die Völker werden erkennen müssen, dass ich Jehova bin‘, erklärt der Souveräne Herr Jehova, ‚wenn ich vor ihren Augen mitten unter euch geheiligt werde. Ich werde euch aus den Völkern herausholen und euch aus allen Ländern zurückbringen und euch in euer Land führen.

Die Erklärung ist eindeutig: Jehova würde um seines heiligen Namens willen handeln. Die Israeliten hatten den Namen, den sie vertraten, nicht geehrt. Durch ihren Ungehorsam hatten sie ihn entweiht, und die Strafe, die sie erhielten, gab den Nationen Anlass, ihn zu verachten. Deshalb durfte ihre Rückkehr nicht als Belohnung für vorbildliches Verhalten verstanden werden. Indem Jehova einen Überrest Israels befreite und zurückbrachte, würde er seinen Namen von dieser Schmach reinwaschen und zeigen, dass die Nationen sich in Bezug auf ihn geirrt hatten.

Den Namen Jehovas zu heiligen bedeutet, ihn anzuerkennen und als heilig zu behandeln. Dieser Bericht zeigt, warum das so notwendig war: Sowohl das Verhalten seines eigenen Volkes als auch die Worte seiner Feinde hatten diesen Namen entehrt. Jehova griff ein, damit bekannt wurde, wer er wirklich ist. Das führt uns zu einer sehr persönlichen Überlegung: Wie können wir dazu beitragen, den Namen Jehovas zu heiligen? Obwohl wir unvollkommen sind, erlaubt er uns, zu etwas beizutragen, was er für so wichtig hält.

Eine Möglichkeit besteht darin, darüber zu sprechen, wie Jehova wirklich ist. Jesus beschränkte sich nicht darauf, den Namen seines Vaters zu gebrauchen; er lehrte auch seine Eigenschaften. Menschen, die Jehova als fordernd, unnachgiebig oder grausam darstellten, half er, seine Geduld, seine Liebe und sein Mitgefühl kennenzulernen. Wir können seinem Beispiel folgen. Wenn jemand denkt, Gott sei grausam oder gleichgültig, sollten wir respektvoll zuhören und die Gelegenheit nutzen, ihm zu erklären, was wir über Jehovas Güte gelernt haben.

Wir heiligen seinen Namen auch durch unser Verhalten. Wenn wir von einem geduldigen Gott sprechen, wollen wir uns bemühen, andere geduldig zu behandeln. Wenn wir erklären, dass er mitfühlend ist, sollten wir Mitgefühl zeigen, wenn jemand Hilfe braucht. In der Familie, am Arbeitsplatz und in der Versammlung können wir diese Eigenschaften durch einfache Entscheidungen sichtbar machen. Auch wenn es schwerfällt, unsere Lauterkeit zu bewahren, ehrt das seinen Namen. Wir können uns fragen: „Helfen meine Worte und Taten anderen zu erkennen, wie Jehova ist, oder könnten sie einen falschen Eindruck von ihm vermitteln?“

Jehova hörte die Beschimpfungen der Feinde, versprach, das Land Israel wiederherzustellen, und brachte sein Volk zurück. Der Hauptgrund dafür war nicht das Verdienst der Israeliten, sondern dass er seinen Namen heiligen wollte. Auch wir können diesem Namen Priorität geben. Wenn wir liebevoll über Jehova sprechen, seine Eigenschaften nachahmen und unsere Lauterkeit bewahren, helfen wir anderen, ihn so kennenzulernen, wie er wirklich ist: als einen heiligen, gerechten, guten und liebevollen Gott.

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