Gespräche beginnen
Aufgabendaten
Aufgabe: Gespräche beginnen
Lektion und Punkt: Lektion 5 · Takt · Punkt 4
Lernziel: Korrigieren Sie die Person nicht sofort. Lassen Sie sie sich ganz frei äußern. Und wenn sie etwas sagt, was nicht mit der Bibel übereinstimmt, widersprechen Sie ihr nicht (Jak. 1:19). Wenn Sie aufmerksam zuhören, werden Sie verstehen, was sie glaubt und warum sie es glaubt (Spr. 20:5).
Rahmenhandlung: An der Tür eines Hauses unterhält sich eine Verkündigerin zum ersten Mal mit einer Nachbarin, die Kleidung zum Spenden vorbereitet und von religiösen Meinungsverschiedenheiten in ihrer Familie erzählt. Offizielles Material: (3 Min.) VON HAUS ZU HAUS. (lmd Lektion 5, Punkt 4). Lektion 5 · Takt · Punkt 4. Ziel: Die Person nicht sofort korrigieren oder ihr widersprechen, sondern sie frei reden lassen und zuhören, um zu verstehen, was sie glaubt und warum. Bibeltext: Jakobus 1:19.
Zugeordneter Bibeltext: Jakobus 1:19 — Ihr müsst wissen, meine lieben Brüder: Jeder soll schnell sein zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn,
Offizielles Material: VON HAUS ZU HAUS. (lmd Lektion 5, Punkt 4).
Verkündiger/in: Guten Tag. Ich bin ein Zeuge Jehovas. Wir sprechen kurz mit den Nachbarn darüber, wie man gut miteinander auskommt. Aber ich sehe, dass Sie gerade ein paar Kisten herausholen. Passt es Ihnen jetzt nicht?
Person: Ich bereite Kleidung zum Spenden vor. Zwei Kisten habe ich noch, aber ich kann kurz aufhören. Nur über Religion diskutiere ich nicht gern; Ich habe schon genug Streit in meiner Familie.
Verkündiger/in: Ich möchte nicht noch einen Streit hinzufügen. Wir können uns unterhalten, ohne zu diskutieren. Meinen Sie, dass es in Ihrer Familie unterschiedliche Glaubensansichten gibt?
Person: Ja. Meine Schwester hat ihre Religion gewechselt, und mein Vater macht ihr das immer noch zum Vorwurf. Ich denke, alle Religionen führen zum selben Gott. Wichtig ist, anderen zu helfen, so wie mit dieser Kleidung, und nicht, welcher Gruppe man angehört.
Verkündiger/in: Menschen zu helfen, die etwas brauchen, ist wichtig. Und nach dem, was Sie erzählen, macht es Ihnen Sorgen, dass die religiösen Unterschiede Ihre Familie auseinanderbringen.
Person: Genau. Meine Schwester hat sich immer um meinen Vater gekümmert. Jetzt scheint all das nicht mehr zu zählen. Sobald sie etwas über ihre Religion sagt, unterbricht er sie. Sie wird dann auch defensiv, und am Ende fühlen wir uns alle unwohl.
Verkündiger/in: So ist es schwer, sich zu verstehen. Stört Sie am meisten, dass sie unterschiedlicher Meinung sind, oder dass sie ihre Gedanken nicht zu Ende erklären können?
Person: Letzteres. Ich erwarte nicht, dass mein Vater seine Religion wechselt. Aber er könnte ihr zuhören. Obwohl es natürlich nicht leicht ist, etwas anzuhören, womit man nicht einverstanden ist.
Verkündiger/in: Das stimmt. Manchmal bereitet man schon seine Antwort vor, während der andere noch redet. Auch für mich ist es eine Herausforderung, das zu vermeiden.
Person: Ja. Ich sage ihnen, sie sollen einander zuhören, aber wenn sie wieder damit anfangen, unterbreche ich sie am Ende auch. Schließlich tue ich genau das, was ich ihnen vorwerfe.
Verkündiger/in: Es gibt einen biblischen Rat zu diesem ersten Impuls, sofort zu antworten, der hier sehr gut passt. Darf ich Ihnen einen Satz vorlesen?
Person: Ja, wenn es kurz ist.
Verkündiger/in: Er steht in Jakobus 1:19. Achten Sie darauf, was wir zuerst tun sollten und womit wir uns mehr Zeit lassen sollten.
Jakobus 1:19 — Ihr müsst wissen, meine lieben Brüder: Jeder soll schnell sein zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn,
Verkündiger/in: Es hilft mir zu sehen, dass das Zuhören an erster Stelle steht. Das bedeutet nicht, dass wir alles akzeptieren müssen, was wir hören. Aber wir können die andere Person ausreden lassen, bevor wir antworten.
Person: Der Rat ist gut. Aber wenn mein Vater meiner Schwester zuhört, könnte sie denken, dass er ihr recht gibt. Ich glaube, deshalb unterbricht er sie.
Verkündiger/in: Er könnte ruhig erklären: Ich möchte verstehen, warum dir das wichtig ist, auch wenn wir unterschiedlicher Meinung sind. Wenn jemand eine Beschwerde erklärt, ist es ja auch nicht automatisch so, dass man seine ganze Darstellung akzeptiert, nur weil man ihm zuhört.
Person: So verstehe ich es. Aber ich werde die beiden nicht mit einem einzigen Satz dazu bringen, sich zu ändern.
Verkündiger/in: Nein, das hängt nicht nur von Ihnen ab. Aber Sie könnten damit anfangen, Ihrer Schwester zuzuhören, ohne sie zu unterbrechen, wenn sie erzählt, wie sie sich fühlt. Dann wäre dieses Gespräch wenigstens anders.
Person: Das kann ich versuchen. Über Religionen denke ich zwar immer noch dasselbe, aber der Gedanke mit dem Zuhören ist hilfreich. Jetzt muss ich die Kisten fertig machen.
Verkündiger/in: Natürlich, ich lasse Sie weitermachen. Danke, dass Sie mir Ihren Standpunkt erklärt haben. Viel Erfolg bei der Übergabe der Kleidung.
Interesse fördern
Aufgabendaten
Aufgabe: Interesse fördern
Lektion und Punkt: Lektion 9 · Einfühlungsvermögen · Punkt 5
Lernziel: Verwenden Sie Informationen, die für die Person nützlich sind. Zeigen Sie ihr möglichst bald, wie ein Bibelkurs ihre Fragen beantworten und ihr auf vielerlei Weise helfen kann.
Rahmenhandlung: Im Pausenraum bei der Arbeit greifen zwei Kollegen ein früheres Gespräch über die Erkennungsmerkmale der wahren Jünger Jesu auf, nachdem es zu einer Meinungsverschiedenheit bei der Arbeit gekommen ist. Offizielles Material: (4 Min.) INFORMELLES ZEUGNISGEBEN. Verwenden Sie eine der Wahrheiten aus Anhang A der Broschüre Eine liebevolle Organisation (lmd Lektion 9, Punkt 5). Lektion 9 · Einfühlungsvermögen · Punkt 5. Ziel: Verwenden Sie Informationen, die für die Person nützlich sind. Zeigen Sie ihr möglichst bald, wie ein Bibelkurs ihre Fragen beantworten und ihr auf vielerlei Weise helfen kann. Ausgewählte Wahrheit: Anhang A, Punkt 34: Liebe kennzeichnet die wahre Religion. Bibeltext: Johannes 13:34, 35.
Zugeordneter Bibeltext: Johannes 13:34-35 — Ich gebe euch ein neues Gebot: Liebt einander! So wie ich euch geliebt habe, sollt auch ihr einander lieben. Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid: wenn ihr Liebe zueinander habt. “
Offizielles Material: INFORMELLES ZEUGNISGEBEN. Verwenden Sie eine der Wahrheiten aus Anhang A der Broschüre Eine liebevolle Organisation (lmd Lektion 9, Punkt 5).
Verkündiger/in: Haben sie deinen Freitagsschichtplan am Ende geändert?
Person: Ja, aber ich musste noch einmal darüber sprechen. Geärgert hat mich, dass mein Kollege vor dem Verantwortlichen gesagt hat, ich wolle nicht mithelfen. Das stimmte nicht; ich musste pünktlich gehen.
Verkündiger/in: Natürlich. Darauf zu bestehen, dass dein Arbeitsplan eingehalten wird, ist nicht dasselbe wie die Hilfe zu verweigern. Konntest du das auch mit ihm klären?
Person: Noch nicht. Und weißt du, das hat mit dem zu tun, worüber wir neulich anhand der Bibel gesprochen haben. Er spricht immer über seine Religion, aber dann tut er solche Dinge. Deshalb habe ich dich gefragt, woran man erkennt, wem man glauben kann.
Verkündiger/in: Ja, ich erinnere mich an deine Frage. Du hast gesagt, dass es dir nicht genügt, wenn jemand gut über Gott redet. Ein Bibelkurs kann dir genau dabei helfen: zu untersuchen, was Jesus gelehrt hat, und es mit dem zu vergleichen, was du siehst, statt dich nur auf die Aussagen anderer zu verlassen.
Person: Aber auch ein Studium garantiert nichts. Mein Kollege weiß wahrscheinlich mehr über Religion als ich. Ich möchte sehen, dass sie sich in einem Problemfall bewährt und nicht nur, wenn alles gut läuft.
Verkündiger/in: Du hast recht, viel zu wissen reicht nicht. Eine einfache Lehre beantwortet deine Frage: Liebe kennzeichnet die wahren Jünger Jesu. Jesus sagte nicht, man würde sie nur an ihren Kenntnissen erkennen.
Person: Ja, aber fast jeder sagt, man müsse andere lieben. Was ist daran anders?
Verkündiger/in: Der Unterschied liegt in dem Maßstab für Liebe, den Jesus vorgegeben hat. Seine Worte geben uns etwas Konkretes, worauf wir achten können. Sollen wir sie lesen?
Person: In Ordnung. Lies du sie vor, meine Brille liegt im Spind.
Verkündiger/in: Achte darauf, wie Jesus die Behandlung seiner Jünger miteinander damit verbindet, sie zu erkennen. Das steht in Johannes 13:34 und 35. Diese Stelle passt sehr gut. Sollen wir Johannes 13:34-35 lesen?
Johannes 13:34-35 — Ich gebe euch ein neues Gebot: Liebt einander! So wie ich euch geliebt habe, sollt auch ihr einander lieben. Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid: wenn ihr Liebe zueinander habt. “
Verkündiger/in: Jesus stellte sich selbst als Vorbild hin. Es geht also nicht nur darum zu sagen, man habe Liebe. Diese Liebe muss daran zu erkennen sein, wie man andere behandelt. Das passt zu dem, was du von deinem Kollegen erwartet hast.
Person: Trotzdem wäre es nicht fair, seine ganze Religion danach zu beurteilen, was er getan hat. Auch ich habe schon einmal schlecht über jemanden geredet, als ich wütend war.
Verkündiger/in: Da stimme ich dir zu. Wegen eines Vorfalls können wir nicht zu diesem Schluss kommen. Aber wir können beobachten, ob eine Gruppe von Liebe geprägt ist, statt nur darauf zu achten, was sie zu glauben behauptet. Jesus sprach von einer Eigenschaft, die andere erkennen könnten.
Person: Dafür müsste ich mir Zeit nehmen. Wenn man jemanden gerade erst kennenlernt, zeigt er normalerweise seine beste Seite.
Verkündiger/in: Natürlich. Ich würde dich nicht bitten, aufgrund eines ersten Eindrucks zu entscheiden. In einem Bibelkurs könntest du das Vorbild Jesu besser kennenlernen und eine Grundlage dafür bekommen, das Gehörte und Beobachtete zu beurteilen.
Person: Würde er mir auch bei der Sache mit meinem Kollegen helfen? Im Moment möchte ich ihn beim nächsten Gefallen, um den er mich bittet, bloßstellen.
Verkündiger/in: Wir können damit anfangen, das gerade Gelesene anzuwenden. Wenn Liebe im Umgang miteinander zu sehen sein soll, wie könntest du dann klären, was passiert ist, ohne ihm dasselbe anzutun, was dich verletzt hat?
Person: Ich würde wohl unter vier Augen mit ihm sprechen. Ich würde ihm sagen, dass ich pünktlich gehen musste, es aber nicht in Ordnung fand, dass er mich vor anderen als jemanden dargestellt hat, der nie hilft.
Verkündiger/in: So könntest du klar erklären, was passiert ist, ohne ihn vor anderen zu beschämen. Das wäre eine Möglichkeit, diese Lehre in die Tat umzusetzen, statt sie nur zu kennen.
Person: Das wäre tatsächlich hilfreich. Allerdings könnte er trotzdem defensiv reagieren.
Verkündiger/in: Das kann passieren; du kannst seine Reaktion nicht bestimmen. Aber du kannst bestimmen, wie du ihn behandelst. Ein Bibelkurs kann dir helfen, Antworten auf deine Fragen zu finden und darüber nachzudenken, wie du das Gelernte auf Situationen wie diese anwenden kannst.
Person: Im Moment möchte ich lieber so weiterreden. Ich möchte mich nicht dazu verpflichten, einen Kurs zu beginnen.
Verkündiger/in: Das ist in Ordnung. Wenn du möchtest, können wir uns ein anderes Mal ansehen, wie Jesus Menschen behandelte. Das würde uns helfen, das von ihm erwähnte Vorbild für Liebe besser zu verstehen.
Person: Das interessiert mich. Am Montag treffen wir uns in der Pause. Jetzt hole ich meine Sachen.
Verkündiger/in: Einverstanden, dann machen wir am Montag weiter.
Menschen zu Jüngern machen
Aufgabendaten
Aufgabe: Menschen zu Jüngern machen
Rahmenhandlung: Am Küchentisch des Bibelschülers hört der Verkündiger nach dem regulären Bibelkurs zu, warum es ihm schwerfällt zu beten, und verwendet als Beispiel den Nachrichtenaustausch mit seinem Bruder. Offizielles Material: (5 Min.) Ermuntern Sie Ihren Bibelschüler, häufiger zu beten (th Lektion 8). Ziel: ihn zum häufigeren Beten ermuntern. Lektion 8: Mit Vergleichen lehren; einen einfachen Vergleich aus dem Alltag verwenden und den Hauptgedanken deutlich machen. Bibeltext: Matthäus 13:34, 35 als Grundlage für den Gebrauch von Vergleichen beim Lehren. TTSMaker: profile="dialogue"; Sprache: de.
Zugeordneter Bibeltext: Matthäus 13:34-35 — All das teilte Jesus den Leuten in Bildern mit. Ja, er sagte ihnen nichts, ohne in Bildern zu reden, damit sich erfüllte, was durch den Propheten angekündigt worden war: „Ich werde meinen Mund öffnen und in Bildern reden, ich werde das bekannt machen, was seit der Grundlegung verborgen war. “
Offizielles Material: Ermuntern Sie Ihren Bibelschüler, häufiger zu beten (th Lektion 8).
Verkündiger/in: Bevor wir aufräumen, ist dir noch eine Frage zu dem aufgekommen, was wir über das Gebet besprochen haben?
Person: Eine, obwohl sie mir etwas peinlich ist. Hier, wenn wir mit dem Studium fertig sind, fühlt es sich für mich natürlich an zu beten. Aber dann vergehen die Tage, und ich tue es kaum. Diese Woche habe ich nur einmal gebetet, als ich ein Problem hatte.
Verkündiger/in: Wir können offen darüber sprechen. Wenn du sagst, dass du es kaum tust, vergisst du es dann oder hält dich etwas davon ab?
Person: Ein bisschen von beidem. Ich lasse den Tag verstreichen. Und wenn ich mich daran erinnere, denke ich, dass ich eigentlich nichts Wichtiges zu sagen habe. Es kommt mir seltsam vor, wegen Kleinigkeiten zu beten.
Verkündiger/in: Du möchtest also nicht grundsätzlich nicht beten. Vielmehr fällt es dir schwer, einen Grund zu finden, wenn du keine große Sorge hast. Habe ich das richtig verstanden?
Person: Ja. Und ich möchte auch nicht immer dasselbe wiederholen, nur um eine Pflicht zu erfüllen. Dann warte ich lieber, bis ich wirklich etwas zu sagen habe.
Verkündiger/in: Es ist verständlich, dass du aufrichtig sein möchtest. Um darüber nachzudenken, können wir einen einfachen Vergleich verwenden. Jesus lehrte auf diese Weise. Achte darauf, wie Matthäus 13:34, 35 das beschreibt; ich lese die Stelle vor.
Matthäus 13:34-35 — All das teilte Jesus den Leuten in Bildern mit. Ja, er sagte ihnen nichts, ohne in Bildern zu reden, damit sich erfüllte, was durch den Propheten angekündigt worden war: „Ich werde meinen Mund öffnen und in Bildern reden, ich werde das bekannt machen, was seit der Grundlegung verborgen war. “
Verkündiger/in: Jesus verwendete Vergleiche zum Lehren. In dieser Stelle geht es nicht darum, wie oft wir beten, aber sie zeigt uns, wie man eine Idee besser verstehen kann. Nehmen wir etwas aus dem Alltag: Sprichst du noch mit deinem Bruder, der weit weg wohnt?
Person: Ja, heute Morgen habe ich ihm eine Sprachnachricht geschickt. Telefonieren ist schwieriger, weil unsere Zeitpläne nicht übereinstimmen. Aber durch Nachrichten erzählen wir einander im Laufe der Woche, was passiert.
Verkündiger/in: War heute Morgen etwas besonders Wichtiges passiert, oder wolltest du ihm einfach etwas erzählen?
Person: Nichts Wichtiges. Ich habe ein Rezept zubereitet, das er mir erklärt hatte, und ihm erzählt, dass es mir endlich gelungen ist. Außerdem habe ich ihn gefragt, wie es bei der Arbeit gelaufen ist.
Verkündiger/in: Du hast also nicht auf ein ernstes Problem gewartet. Du hast an ihn gedacht und wolltest etwas von deinem Tag mit ihm teilen. Was tragen diese kleinen Gespräche deiner Meinung nach zu eurer Beziehung bei?
Person: Sie helfen uns, den Kontakt nicht zu verlieren. Wenn wir nur bei etwas Schlimmem miteinander reden würden, würden Wochen vergehen, ohne dass wir voneinander hören. Aber ich weiß nicht, ob es mit Gott genauso ist. Meinen Bruder kenne ich mein ganzes Leben lang.
Verkündiger/in: Natürlich ist es nicht genau dasselbe. Der Vergleich soll nur einen Punkt hervorheben: Wenn uns jemand wichtig ist, beschränken wir die Kommunikation nicht auf Notfälle. Auch in deinen Gebeten zu Jehova musst du dich nicht darauf beschränken, nur bei einem Problem um Hilfe zu bitten.
Person: Ich könnte ihm danken. Das verstehe ich. Aber manche Tage sind so gewöhnlich, dass es mir schwerfällt, an etwas Konkretes zu denken. Ich arbeite, komme nach Hause, mache das Abendessen … Viel mehr passiert nicht.
Verkündiger/in: Denken wir über diesen gewöhnlichen Tag nach, ohne etwas Außergewöhnliches zu suchen. Gab es einen Moment, den du genossen hast, oder etwas, wofür du dankbar warst?
Person: Nun, in Ruhe vor dem Studium zu essen. Und die Nachricht meines Bruders zu hören. Er war seit einigen Tagen sehr beschäftigt, und ich habe mich gefreut zu wissen, dass es ihm gut ging. Ich hatte nicht daran gedacht, das mit dem Gebet zu verbinden.
Verkündiger/in: Da hast du etwas Persönliches, das du ausdrücken könntest. Du musst daraus keine Rede machen. Du kannst mit deinen eigenen Worten sagen, wofür du dankbar bist, so wie du es mir gerade erklärt hast.
Person: Das erscheint mir leichter. Ich mache mir nur Sorgen, dass ich es morgen wieder vergesse. Bei anderen Dingen, die ich anfangen wollte, ist mir das schon passiert.
Verkündiger/in: Würde es dir helfen, einen ruhigen Zeitpunkt auszuwählen, der bereits zu deiner Routine gehört? Nicht, um es mechanisch zu tun, sondern um eine Gelegenheit zu haben, innezuhalten und darüber nachzudenken, was du Jehova sagen möchtest?
Person: Abends könnte es sein. Wenn ich aber warte, bis ich im Bett liege, schlafe ich ein. Vielleicht nach dem Abendessen, bevor ich auf mein Handy schaue. Zu dieser Zeit habe ich gewöhnlich ein paar Minuten.
Verkündiger/in: Das scheint für dich realistischer zu sein. Was würde dir helfen, damit es nicht zu einer leeren Gewohnheit wird, worüber du dir am Anfang Sorgen gemacht hast?
Person: Zuerst darüber nachzudenken, was im Laufe des Tages passiert ist. Etwas, wofür ich dankbar bin, oder etwas, das mir Sorgen macht. Dann würde ich nicht anfangen zu reden, ohne zu wissen, was ich sagen möchte.
Verkündiger/in: Genau. Dieser Zeitpunkt kann dir den Anfang erleichtern, ohne der einzige Zeitpunkt zum Beten zu werden. Wichtig ist nicht, einen Zeitplan einzuhalten, sondern dass diese Verbindung mit Jehova für dich immer selbstverständlicher wird.
Person: Ich werde es nach dem Abendessen versuchen. Ich möchte dir nicht versprechen, dass ich es vollkommen machen werde. Aber ich kann heute Abend anfangen und nicht erst auf ein weiteres Problem warten.
Verkündiger/in: Du musst mir nichts versprechen. Es ist etwas Persönliches zwischen dir und Jehova. Wenn du mir beim nächsten Mal erzählen möchtest, wie es gelaufen ist, können wir darüber sprechen. Möchtest du das Studium mit einem Gebet abschließen?
Verkündiger/in: Heute Abend anzufangen ist ein konkreter Schritt. Und wenn du daran denkst, dass du es nicht vollkommen machen musst: Was würdest du tun, wenn sich deine Routine eines Abends ändert und du den Zeitpunkt nach dem Abendessen verpasst?
Person: Wahrscheinlich wäre ich entmutigt. Wenn ich mir etwas vornehme und am Anfang scheitere, denke ich manchmal, dass ich nicht konsequent sein werde, und gebe es auf. Ich habe Angst, dass ein Vergessen wieder zu mehreren Tagen ohne Gebet führt.
Verkündiger/in: Denken wir an deinen Bruder. Wenn du ihm eines Tages eine Nachricht schicken wolltest und es vergessen hast, würdest du dann den Rest der Woche aufhören, ihm zu schreiben? Natürlich nicht; du würdest den Kontakt wieder aufnehmen. Auch beim Gebet muss ein Vergessen nicht dazu führen, dass du dein Vorhaben aufgibst. Sobald du dich daran erinnerst, kannst du dir einen Moment nehmen, um mit Jehova zu sprechen, ohne bis zum nächsten Tag zu warten.
Person: Ich verstehe. Statt es als verloren zu betrachten, kann ich wieder anfangen. Ich möchte es versuchen, auch wenn es mir noch schwerfällt, mich zu verpflichten, konsequent zu sein.
Person: Ja, ich möchte es heute tun. Es wird ein einfaches Gebet sein, aber ich weiß schon, wofür ich konkret danken möchte.
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