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Wachtturm-Studium für die Woche vom 19. bis 25. Oktober 2026

Wachtturm-Studium für die Woche vom 19. bis 25. Oktober 2026

Eine liebevolle Bitte

1. Welche Verantwortung haben wir alle?

Antwort 1: Wir alle sind dafür verantwortlich, den Frieden in der Versammlung zu bewahren und zu schützen. Jehova ermöglicht diesen Frieden, aber jeder von uns kann dazu beitragen – durch die Art, wie er mit seinen Brüdern umgeht.

Antwort 2: Der Frieden unter Jehovas Dienern ist ein kostbarer Schatz, weil er uns hilft, uns das Leben im Paradies vorzustellen. Deshalb dürfen wir ihn nicht als selbstverständlich ansehen, sondern müssen uns jeden Tag bemühen, ihn zu fördern.

Antwort 3: Wir können den Frieden schützen, wenn wir freundlich mit unseren Brüdern umgehen, gut mit Verletzungen umgehen und um Vergebung bitten, wenn wir jemandem wehgetan haben. Der Bericht über Paulus, Philemon und Onesimus zeigt uns, wie wir das tun können.

DER FRIEDEN unter Jehovas Dienern ist ein unschätzbar wertvoller Schatz. Er hilft uns, uns vorzustellen, wie das Leben im Paradies sein wird (Jes. 32:17, 18). Jehova ermöglicht zwar diesen Frieden, doch jeder von uns ist dafür verantwortlich, ihn zu bewahren und zu schützen (Röm. 12:18). Wie können wir beim Umgang mit unseren Brüdern zum Frieden in der Versammlung beitragen? Wie können wir das tun, wenn uns jemand verletzt? Und was, wenn wir selbst jemandem wehtun? Um diese Fragen zu beantworten, untersuchen wir einen Bericht über Paulus, Philemon und Onesimus. Der Apostel richtete darin eine liebevolle Bitte an Philemon.

Jesaja 32:17-18Die Folge wahrer Gerechtigkeit wird Frieden sein und das Ergebnis wahrer Gerechtigkeit dauerhafte Ruhe und bleibende Sicherheit. Mein Volk wird an einem friedlichen Aufenthaltsort leben, in sicheren Wohnungen und an ungestörten Ruheorten.

Antwort 1: Jesaja zeigt, dass echte Gerechtigkeit Frieden, Ruhe und Sicherheit hervorbringt. Der Frieden in der Versammlung ist ein Vorgeschmack auf diese Zukunft, und wir alle können durch unser Verhalten dazu beitragen, ihn zu bewahren.

Römer 12:18Wenn möglich, haltet, soweit es von euch abhängt, mit allen Menschen Frieden.

Antwort 2: Der Römerbrief erinnert uns daran, soweit es von uns abhängt, mit anderen in Frieden zu leben. Das bedeutet, nicht immer darauf zu warten, dass der andere den ersten Schritt macht, sondern nach Möglichkeiten zu suchen, die gute Beziehung zu bewahren.

Antwort 3: Paulus appellierte an Philemons Liebe zu Christus und zu den Brüdern. Statt die durch die Situation mit Onesimus entstandene Spannung zu vergrößern, bemühte er sich um eine Versöhnung, die den Frieden aller schützen würde.

3. Was könnte Paulus durch den Kopf gegangen sein, als er Onesimus zurückschickte? (Siehe auch das Bild.)

Antwort 1: Paulus könnte sich gefragt haben, wie Philemon reagieren würde, wenn er Onesimus wiedersah. Rein rechtlich hätte er ihn streng bestrafen können, und das hätte nicht nur die beiden, sondern auch die Versammlung beeinträchtigen können.

Antwort 2: Vielleicht machte er sich auch Sorgen, dass ein Streit zwischen Sklaven und Herren entstehen könnte. Paulus verstand, dass diese heikle Situation den Frieden gefährden konnte, und handelte deshalb umsichtig und liebevoll.

Kolosser 4:7Tchikus, mein lieber Bruder und treuer Diener und Mitsklave im Herrn, wird euch alle Neuigkeiten über mich erzählen.

Antwort 3: Tychikus überbrachte den Brüdern zuverlässige Informationen und war an der Übergabe der Briefe beteiligt. Das zeigt, dass Paulus alles Vernünftige tat, um die Angelegenheit geordnet zu regeln und den Frieden zu fördern.

4, 5. Wie können Älteste zu einer friedlichen Atmosphäre in der Versammlung beitragen?

Antwort 1: Älteste tragen zum Frieden bei, wenn sie mit den Brüdern wie mit Freunden umgehen – so wie Paulus mit Philemon umging. Sie verhalten sich nicht so, als wären sie etwas Besseres, sondern wie liebevolle Hirten.

Antwort 2: Sie können sich Zeit für die Brüder nehmen, ihnen zuhören und ihnen das Gefühl geben, wertvoll zu sein. Dieser persönliche und respektvolle Umgang stärkt das Vertrauen und hilft der Versammlung, sich sicher zu fühlen.

Antwort 3: Wenn Älteste ein gutes Beispiel für Freundschaft und Güte geben, motivieren sie alle, es ihnen gleichzutun. So tragen sie zu einer Atmosphäre bei, in der sich Probleme leichter friedlich lösen lassen.

6. Warum ist es wichtig, andere zu loben?

Antwort 1: Aufrichtiges Lob gibt den Brüdern das Gefühl, geliebt und geschätzt zu werden. Für jemanden, der mit Unsicherheit kämpft, kann es eine sehr passende Hilfe sein.

Antwort 2: Unsicherheit kann dazu führen, dass wir gereizt, abwehrend oder konkurrenzorientiert reagieren. Deshalb können einige freundliche und aufrichtige Worte den Frieden schützen und viel Gutes bewirken.

Antwort 3: Loben wir nicht nur sichtbare Leistungen. Wir können auch die Anstrengungen unserer Brüder anerkennen. Wenn wir etwas Gutes an jemandem sehen, sollten wir es nicht für uns behalten, sondern es liebevoll sagen.

7. Warum müssen wir vorsichtig sein, was wir über andere sagen? (Philemon 10-12)

Antwort 1: Was wir über einen Bruder sagen, beeinflusst, wie andere ihn sehen und behandeln. Positive Worte können zu einem freundlichen Umgang beitragen; negative Worte können seinem Ruf schaden und eine Situation verschlimmern.

Antwort 2: Paulus sprach gut über Onesimus. Seine Worte halfen Philemon wahrscheinlich, ihn als christlichen Bruder zu sehen und nicht nur aus dem Blickwinkel dessen, was zuvor geschehen war.

Antwort 3: Um gut über andere zu sprechen, müssen wir uns zuerst bemühen, eine positive Meinung von ihnen zu haben. Wenn wir uns auf ihre guten Eigenschaften konzentrieren, fällt es uns leichter, Worte zu gebrauchen, die den Frieden fördern.

8. Was hilft uns, gut über unsere Brüder zu denken und zu sprechen? (Siehe auch die Bilder.)

Antwort 1: Paulus dankte Jehova für die guten Eigenschaften von Philemon und vielen anderen Christen. Obwohl er ihre Fehler sah, entschied er sich, sich auf ihre Stärken zu konzentrieren.

Antwort 2: Wir können Jehova bitten, unsere Brüder zu segnen. Wenn wir für sie beten und für ihre guten Eigenschaften danken, fällt es uns leichter, positiv über sie zu denken und zu sprechen.

Antwort 3: Die Bilder erinnern uns daran, dass anerkennende Worte sehr ermunternd sein können. Eine positive Sicht auf unsere Brüder bewegt uns dazu, sie vor anderen aufzuerbauen und nicht herabzusetzen.

9. Warum ist es besonders bemerkenswert, dass Paulus freundlich mit Philemon sprach?

Antwort 1: Das ist bemerkenswert, weil Paulus sich in sehr schwierigen Umständen befand. Er hatte Gewalt, ungerechte Verhaftungen und einen Schiffbruch erlebt und stand immer noch unter Hausarrest.

Antwort 2: Trotz seines Stresses und seiner Prüfungen schrieb Paulus einen liebevollen und freundlichen Brief. Er ließ nicht zu, dass seine traumatischen Erlebnisse bestimmten, wie er mit Philemon umging.

Antwort 3: Wenn wir müde oder besorgt sind, könnten wir versucht sein, unseren Frust an anderen auszulassen. Das Beispiel von Paulus motiviert uns, weiter freundlich zu sprechen.

10. Was lehrt uns das Beispiel von Onesimus?

Antwort 1: Onesimus erkannte seinen Fehler an und trug seinen Teil dazu bei, Frieden zu schließen. Er lehrt uns, dass wir ein Problem nicht vermeiden oder darauf warten sollten, dass die Zeit es von allein löst, wenn wir jemanden verletzt haben.

Antwort 2: Zu Philemon zurückzukehren erforderte Demut und Mut. Onesimus war bereit, eine lange und schwierige Reise zu machen und die möglichen Folgen seiner Handlungen zu akzeptieren.

Antwort 3: Auch wenn er vielleicht dachte, Gründe zur Flucht zu haben, ließ er sich dadurch nicht davon abhalten, Frieden zu suchen. Auch wir sollten die Versöhnung höher stellen als die Rechtfertigung unserer eigenen Haltung.

11. Wenn wir jemanden verletzt haben, wie können wir Frieden schließen? (Siehe auch die Bilder.)

Antwort 1: Wir sollten die Initiative ergreifen, um Frieden zu schließen. Eine aufrichtige Entschuldigung zeigt Demut und kann der erste Schritt sein, eine wertvolle Freundschaft wiederherzustellen.

Antwort 2: Wir müssen auch der anderen Person zuhören und versuchen zu verstehen, wie sie sich fühlt. Eine Entschuldigung sollte keine Ausreden enthalten und anderen nicht die Schuld geben, weil das ihren Wert schmälern kann.

Antwort 3: Um Vergebung zu bitten kann schwierig sein, ist aber oft der schnellste Weg, Frieden zu schließen. Wie das Bild zeigt, kann ein demütiges und aufrichtiges Gespräch helfen, eine Wunde zu heilen.

12. Warum war Paulus überzeugt, dass Philemon Onesimus vergeben würde?

Antwort 1: Paulus war überzeugt, dass Philemon Onesimus vergeben würde, weil er seine guten Eigenschaften kannte. Er wusste, dass Philemon ein Mann der Liebe und des Glaubens war und die Brüder liebte.

Antwort 2: Paulus konzentrierte sich nicht auf die Schwere des Problems und setzte Philemon nicht unter Druck. Er vertraute darauf, dass die christlichen Eigenschaften seines Freundes ihn dazu bewegen würden, Onesimus freundlich aufzunehmen.

Antwort 3: Das lehrt uns, nicht vorschnell zu denken, ein Bruder werde nicht vergeben. Liebe und Glaube können Jehovas Diener dazu bewegen, sehr großzügig zu handeln.

13. Warum ist es unerlässlich, Liebe zu zeigen, um den Frieden zu bewahren? (Kolosser 3:14)

Kolosser 3:14Doch außer alldem kleidet euch mit Liebe, denn sie ist ein vollkommenes Band der Einheit.

Antwort 1: Liebe ist unerlässlich, weil sie das vollkommene Band der Einheit ist. Keine andere Eigenschaft trägt so sehr dazu bei, dass die Brüder vereint bleiben und die Versammlung den Frieden bewahrt.

Antwort 2: Philemon brauchte Liebe, um Onesimus zu vergeben. Ebenso wird es uns umso leichter fallen, unseren Brüdern zu vergeben und freundlich mit ihnen umzugehen, wenn sie Fehler machen, je mehr wir sie lieben.

Antwort 3: Liebe spielt eine Verletzung nicht herunter, aber sie hilft uns, nicht zuzulassen, dass eine Verletzung die Einheit zerstört. Sie bewegt uns, das Wohl unseres Bruders zu suchen und den Frieden wiederherzustellen.

14. Woher wissen wir, dass Philemon gastfreundlich war?

Antwort 1: Wir wissen, dass Philemon gastfreundlich war, weil sich die Versammlung in seinem Haus versammelte. Er setzte das, was er hatte, ein, um die Anbetung Jehovas zu unterstützen und seinen Brüdern Gutes zu tun.

Antwort 2: Paulus bat ihn außerdem, ihm eine Unterkunft vorzubereiten. Diese Bitte zeigt, dass er Philemons Großzügigkeit kannte und darauf vertraute, dass er andere gern aufnahm.

Antwort 3: Seine Gastfreundschaft sorgte wahrscheinlich dafür, dass sich Besucher willkommen und ermuntert fühlten. Auf diese Weise stärkte er die Liebe und Einheit in der Versammlung.

15. Warum werden wir unsere Brüder mehr lieben, wenn wir gastfreundlich sind? (Siehe auch die Bilder.)

Antwort 1: Gastfreundschaft ermöglicht es uns, unsere Brüder besser kennenzulernen, besonders diejenigen, die nicht zu unserem engsten Freundeskreis gehören. Wenn wir Zeit mit ihnen verbringen, wachsen unsere Zuneigung und unser Respekt.

Johannes 6:44Niemand kann zu mir kommen, es sei denn, der Vater, der mich gesandt hat, zieht ihn, und ich werde ihn am letzten Tag auferwecken.

Antwort 2: Jesus erklärte, dass der Vater Menschen zu ihm zieht. Das im Sinn zu behalten hilft uns, jeden Bruder als Teil von Jehovas Familie zu schätzen und das Gute in ihm zu suchen.

Antwort 3: Wenn wir die Geschichte anderer kennenlernen, erfahren, wie sie die Wahrheit kennengelernt haben, und von den Prüfungen hören, die sie durchgemacht haben, verstehen wir ihren Wert besser. Das hilft uns zu vergeben und die Einheit zu bewahren.

16. Was könnte Philemon getan haben, um die Worte aus Kolosser 3:13 anzuwenden?

Kolosser 3:13Ertragt einander weiterhin und vergebt einander großzügig, selbst wenn jemand Grund hat, sich über einen anderen zu beklagen. So wie Jehova euch großzügig vergeben hat, sollt auch ihr es tun.

Antwort 1: Als Philemon diesen Rat in der Versammlung hörte, dachte er möglicherweise an Onesimus. Falls er noch Groll empfand, wusste er, dass er ihn weiterhin ertragen und ihm großzügig vergeben musste.

Antwort 2: Philemon könnte sich daran erinnert haben, dass Jehova ihm großzügig vergeben hatte. Dieser Vergleich gab ihm einen starken Grund, die Sache nicht nachzutragen und Onesimus barmherzig zu behandeln.

Antwort 3: Wenn es uns schwerfällt zu vergeben, hilft uns dieser Rat, über unsere ersten Gefühle hinauszugehen. Wir können uns entscheiden, den Bruder weiterhin freundlich zu behandeln und den Groll nicht weiter zu nähren.

17. Was bedeutet der Rat von Paulus: „Ertragt einander weiterhin“?

Antwort 1: Das bedeutet, mit unseren Brüdern geduldig zu sein und sie freundlich zu behandeln, selbst wenn sie uns reizen oder verletzen. Einander zu ertragen bedeutet nicht, sich voneinander zu entfernen, sondern weiterhin Liebe zu zeigen.

Antwort 2: Jehova kennt unsere Schwächen genau, konzentriert sich aber auf unsere guten Eigenschaften und zeigt uns weiterhin loyale Liebe und Barmherzigkeit. Sein Beispiel lehrt uns, wie wir andere betrachten sollten.

Antwort 3: Wenn wir uns an die guten Eigenschaften unserer Brüder erinnern, können wir ihre Fehler besser ertragen. So wie wir eine Pflanze pflegen, auch wenn sie keine Blüten hat, schätzen wir einen Bruder weiterhin, wenn er uns enttäuscht.

18. Was wollen wir alle tun?

Antwort 1: Wir wollen jeden Tag nach Möglichkeiten suchen, den Frieden in der Versammlung zu fördern. Jehova schätzt jede Anstrengung, die wir unternehmen, um eine friedliche Atmosphäre zu bewahren, auch wenn sie klein erscheint.

Antwort 2: Wir wollen unsere Brüder weiterhin freundlich behandeln und gut über sie sprechen. Und wenn wir sie verletzen, wollen wir uns unverzüglich entschuldigen und Frieden schließen.

Antwort 3: Außerdem wollen wir eine starke Liebe entwickeln, die uns ermöglicht, großzügig zu vergeben. So tragen wir unseren Teil dazu bei, dass die Versammlung für ihren Frieden bekannt ist.

WAS LERNEN WIR AUS DEN FOLGENDEN BIBLISCHEN PERSONEN?

Antwort 1: Von Paulus lernen wir, zum Frieden beizutragen, indem wir unsere Brüder liebevoll, respektvoll und freundlich behandeln. Seine liebevolle Bitte half, eine heikle Situation zu einem guten Ende zu bringen.

Antwort 2: Von Onesimus lernen wir, unsere Fehler anzuerkennen und die Initiative zu ergreifen, Frieden zu schließen. Die Demut, eine schwierige Situation anzupacken, kann eine Freundschaft wiederherstellen.

Antwort 3: Von Philemon lernen wir, liebevoll zu vergeben, gastfreundlich zu sein und das Gute in unseren Brüdern zu sehen. Diese Eigenschaften stärken die Einheit und schützen den Frieden in der Versammlung.


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