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Wachtturm-Studium für die Woche vom 23. bis 29. November 2026

Wachtturm-Studium für die Woche vom 23. bis 29. November 2026

Das Priestertum zeigt Jehovas Liebe

1. Warum befinden sich alle Menschen in einer verzweifelten Lage?

Antwort 1: Wir befinden uns in dieser verzweifelten Lage, weil wir alle die Sünde von Adam und Eva geerbt haben. Diese Sünde hat uns von Jehova entfremdet, und keiner von uns kann das Problem aus eigener Kraft lösen. Es geht nicht nur darum, dass wir Fehler machen: Wir brauchen Hilfe, um wieder ein gutes Verhältnis zu Gott zu bekommen. Wenn wir das anerkennen, schätzen wir noch mehr, was Jehova für uns getan hat.

Epheser 2:12 — Damals wart ihr ohne Christus, ihr wart dem Staatswesen Israels entfremdet und Fremde im Hinblick auf die Bündnisse, die auf Gottes Versprechen beruhten. Ihr hattet keine Hoffnung und wart ohne Gott in der Welt.

Antwort 2: Epheser 2:12 zeigt, wie traurig es ist, ohne Gott und ohne Hoffnung zu sein. Dadurch verstehen wir, warum unsere Lage ohne Jehovas Hilfe verzweifelt wäre. Wir könnten die Folgen der Sünde nicht aus eigener Kraft überwinden. Unsere Hoffnung hängt deshalb nicht von menschlichen Fähigkeiten ab, sondern von dem, was unser Vater vorgesehen hat, damit wir uns ihm nähern können.

Antwort 3: Der Absatz vergleicht die Sünde mit einer Kluft, die uns von Jehova trennt. Auch wenn jemand sich ihm nähern möchte, kann er diese Kluft nicht allein überwinden. Das lehrt uns Demut: Wir alle brauchen Gottes Hilfe. Gleichzeitig gibt es uns Grund zur Dankbarkeit, denn Jehova hat uns nicht ohne Ausweg gelassen, sondern Maßnahmen ergriffen, um uns zu helfen.

2. Was werden wir in diesem Artikel sehen?

Antwort 1: Wir werden sehen, wie das Priestertum unvollkommenen Menschen geholfen hat, sich Jehova zu nähern. Der Artikel erklärt, welchen Nutzen es in biblischer Zeit hatte, was es heute für uns tut und was es in Zukunft bewirken wird. So erkennen wir, dass es nicht nur um biblische Geschichte geht, sondern viel mit unserer Freundschaft zu Jehova und unserer Hoffnung zu tun hat.

Antwort 2: Der Artikel hebt hervor, dass das Priestertum ein Geschenk Jehovas ist. Zuerst kam es den Israeliten zugute und später den Christen, auch uns. Wir achten dabei nicht nur darauf, was die Priester taten, sondern auch darauf, warum Jehova sie einsetzte: Er wollte sündigen Menschen helfen, sich ihm zu nähern.

Antwort 3: Vor allem werden wir sehen, was das Priestertum über Jehovas große Liebe verrät. Manchmal denken wir vielleicht hauptsächlich an unsere Grenzen und Fehler. Dieses Studium lädt uns ein, auf alles zu achten, was unser Vater getan hat, um uns zu helfen. Über seine liebevollen Maßnahmen nachzudenken kann unser Vertrauen stärken und unseren Wunsch vertiefen, ihm immer näher zu sein.

3. Wie half das Priestertum gemäß Hebräer 5:1 denen, die Jehova anbeten wollten? (Siehe auch das Bild.)

Hebräer 5:1 — Denn jeder Hohe Priester, der aus den Menschen genommen wird, wird für sie zum Dienst Gottes eingesetzt, um Gaben und Opfer für Sünden darzubringen.

Antwort 1: Hebräer 5:1 erklärt, dass der Hohe Priester für Menschen in ihrer Beziehung zu Gott tätig war. Er brachte Gaben und Opfer für ihre Sünden dar. Dadurch sorgte Jehova für die Hilfe, die sie brauchten, um sich ihm zu nähern. Das Priestertum zeigte, dass Jehova die Anbetung seiner Diener annehmen wollte, obwohl sie unvollkommen waren.

Antwort 2: Das Bild zeigt eine Brücke über einer Kluft. Sie ermöglicht es einem Mann, von einem dunklen, trockenen Ort in eine grüne, üppige Gegend zu gelangen. Ähnlich half das Priestertum den Israeliten, die durch die Sünde entstandene Trennung zwischen ihnen und Jehova zu überwinden. Die Illustration macht deutlich, dass Gott es ihnen ermöglichte, sich ihm zu nähern.

Antwort 3: Jehova richtete das Priestertum ein, weil er denen helfen wollte, die ihn anbeten wollten. Der Hohe Priester und die anderen Priester waren nicht lediglich für Zeremonien da; ihre Arbeit kam dem Verhältnis des Volkes zu Gott zugute. Das ist sehr tröstlich: Jehova weist nicht nur darauf hin, dass wir Sünder sind, sondern sorgt auch für die nötige Hilfe, damit wir uns ihm nähern können.

4. In welchem Sinn waren die Priester Vertreter Gottes vor den Menschen?

Maleachi 2:7 — Denn die Lippen eines Priesters sollten Erkenntnis bewahren und ihn sollte man über das Gesetz befragen, weil er der Bote Jehovas, des Herrn der Heere, ist.

Antwort 1: Maleachi 2:7 zeigt, dass ein Priester Jehovas Erkenntnis weitergeben sollte. Er vertrat Gott, indem er sein Gesetz lehrte, nicht eigene Vorstellungen. Dadurch konnte das Volk erfahren, was Jehova von ihm erwartete. Das erinnert uns daran, wie wichtig es ist, Gottes Maßstäbe zu verstehen, um ihn so anzubeten, wie er es möchte.

Antwort 2: Die Priester halfen dem Volk, das Gesetz von Moses zu verstehen und anzuwenden. Ihre Aufgabe bestand nicht nur darin, ein Gebot mitzuteilen; sie mussten den Israeliten auch helfen, zu erkennen, wie sie es umsetzen konnten. Deshalb waren sie Vertreter Jehovas vor dem Volk. Wer seine Anweisungen besser verstand, konnte Entscheidungen treffen, die ihm gefielen, und sich ihm dadurch näher fühlen.

Antwort 3: Das Beispiel Esras zeigt den Wert dieser Unterweisung. Zur Zeit Nehemias arbeiteten 13 Leviten mit ihm zusammen, um dem Volk die Bedeutung des Vorgelesenen aus dem Gesetz zu erklären. So hörten die Menschen nicht nur zu, sondern konnten Jehovas Maßstäbe verstehen und anwenden. Auch für uns ist es wichtig, Verständnis zu suchen und nicht bei der bloßen Lesung stehen zu bleiben.

5. In welchem Sinn waren die Priester Vertreter der Menschen vor Gott, und was lehrt uns das über Jehova?

Antwort 1: Die Priester vertraten die Israeliten vor Jehova, indem sie in ihrem Namen Opfer darbrachten. Das Volk wusste, dass es sündigte und Vergebung brauchte. Durch das Priestertum gab Jehova ihnen eine Möglichkeit, diese Vergebung zu suchen. Das zeigt, dass ihm ihr Leid und ihre Schuldgefühle nicht gleichgültig waren; ihr Wohlergehen und ihre Rettung waren ihm wichtig.

Psalmen 51:9 — Wende dein Gesicht ab von meinen Sünden und wisch alle meine Vergehen weg.

Antwort 2: Die Bitte aus Psalm 51:9 zeigt, wie sehr ein Diener Gottes Vergebung braucht. Die Priester halfen den Israeliten dabei, indem sie Opfer für sie darbrachten. Wenn wir über die Erleichterung nachdenken, die sie bei Vergebung empfanden, schätzen wir Jehovas Mitgefühl. Er wollte, dass seine Diener ihn weiterhin in einem guten Verhältnis anbeten konnten.

Antwort 3: Diese Einrichtung zeigt, dass Jehova sich dafür interessiert, wie wir uns fühlen, wenn wir Fehler machen. Die Israeliten waren sich ihrer täglichen Fehler bewusst, aber das Priestertum gab ihnen Gründe, auf seine Barmherzigkeit zu vertrauen. So erkennen wir Vergebung als Ausdruck seiner Liebe. Statt zu denken, Jehova sehe nur unsere Fehler, können wir daran denken, wie sehr er uns helfen möchte, uns ihm zu nähern.

6. Warum spricht die Bibel schon vor der Einrichtung des Priestertums in Israel von Priestern?

Antwort 1: Denn in der Zeit der Patriarchen brachten die Familienoberhäupter gewöhnlich für sich und ihre Hausgemeinschaft Opfer dar. Deshalb konnten sie priesterliche Aufgaben erfüllen, bevor es das Priestertum in Israel gab. Der Absatz erklärt, dass die in 2. Mose 19:22 erwähnten Priester solche Familienoberhäupter waren. Das zeigt, dass Jehova schon immer ein gutes Verhältnis zu seinen gehorsamen Dienern wollte.

1. Mose 8:20 — Noah baute dann einen Altar für Jehova. Er nahm von allen reinen fliegenden Tieren und von allen anderen reinen Tieren einige und opferte Brandopfer auf dem Altar.

Antwort 2: 1. Mose 8:20 berichtet, dass Noah lange vor der Entstehung Israels Opfer darbrachte. Nachdem er die Arche verlassen hatte, wollte er Jehova dafür danken, dass er sie gerettet hatte. Sein Beispiel bestätigt, dass das Darbringen von Opfern nicht mit Aaron begann. Familienoberhäupter konnten Gott schon vorher auf diese Weise ihre Dankbarkeit und ihren Wunsch nach einem guten Verhältnis zeigen.

Antwort 3: Hiob ist ein weiteres Beispiel. Er pflegte für seine Söhne Opfer darzubringen, weil er befürchtete, sie könnten gesündigt haben. Auch Abraham baute Altäre für Jehova. Diese Beispiele zeigen, dass Familienoberhäupter schon vor dem israelitischen Priestertum mit Angelegenheiten der Anbetung zu tun hatten. Jehova erlaubte seinen Dienern also schon damals, sich ihm zu nähern.

7. Wer war Melchisedek, und inwiefern würde der Messias ihm ähneln?

1. Mose 14:18 — Melchisẹdek, der König von Sạlem, brachte Brot und Wein heraus. Er war Priester des höchsten Gottes.

Antwort 1: 1. Mose 14:18 bezeichnet Melchisedek als König von Salem und Priester des höchsten Gottes. Er ist die erste Person, die die Bibel ausdrücklich Priester nennt. Der Messias würde ihm ähneln, weil auch er beide Aufgaben übernehmen würde: Er wäre König und Priester. Melchisedek hilft uns daher, eine wichtige Aufgabe zu verstehen, die Jehova Jesus übertragen würde.

Antwort 2: Besonders war an Melchisedek, dass er nicht nur Priester, sondern auch König war. Jehova versprach, dass der Messias ihm darin gleichen würde. Diese Verbindung hilft uns, Jesus besser zu schätzen: Er regiert nicht nur, sondern dient auch als Priester zugunsten der Menschen. Unsere Hoffnung hängt deshalb mit beiden Aufgaben zusammen, nicht nur mit seiner Autorität als König.

Antwort 3: Die Ähnlichkeit bestand darin, dass beide Könige und Priester sein würden. Der Artikel hebt jedoch hervor, dass die Herrschaft des Messias ewige Vorteile bringen wird. Es geht also nicht nur um eine historische Ähnlichkeit. Jehovas Versprechen lenkt unsere Aufmerksamkeit auf das dauerhafte Gute, das Jesus für die Menschheit tun wird. Darüber nachzudenken stärkt unser Vertrauen in alles, was Jehova durch ihn erreichen wird.

8. Wer waren die Priester in Israel, und welche Aufgabe hatten sie?

2. Mose 40:12-15 — Bring dann Aaron und seine Söhne zum Eingang des Zeltes der Zusammenkunft und wasch sie mit Wasser. Zieh Aaron die heiligen Kleider an, salbe ihn und heilige ihn. Er soll mir als Priester dienen. Danach bringst du seine Söhne her und ziehst ihnen lange Gewänder an. Salbe sie, wie du ihren Vater gesalbt hast, damit sie mir als Priester dienen. Durch diese Salbung wird ihnen ein dauerhaftes Priestertum übertragen, das durch alle ihre Generationen hindurch fortbesteht. “

Antwort 1: Jehova wählte Aaron und seine Nachkommen aus, um Opfer für die Israeliten darzubringen.

Antwort 2: Die Priester waren Aaron und seine Nachkommen. Ihre Hauptaufgabe bestand darin, Opfer für das Volk darzubringen, manche für die ganze Nation und andere für Einzelpersonen. Außerdem setzte Jehova die Leviten ein, um sie zu unterstützen. Das zeigt, dass es bei der Anbetung klar festgelegte Aufgaben gab und Jehova die nötige Hilfe für die Israeliten organisiert hatte.

Antwort 3: Ihre Arbeit musste nach Jehovas Anweisungen ausgeführt werden. Das Gesetz legte fest, welche Opfer darzubringen waren, welchem Zweck sie dienten und wie sie dargebracht werden sollten. Die Priester bestimmten die Anbetungsweise also nicht selbst. Außerdem deutete dieses Priestertum auf etwas Besseres hin und hilft uns zu verstehen, warum die Menschheit später Jesu überragendes Opfer brauchte.

9, 10. Wer wird während der Tausendjahrherrschaft zusammen mit Jesus als Priester dienen?

1. Petrus 2:9 — Ihr aber seid „ein auserwähltes Geschlecht, eine königliche Priesterschaft, eine heilige Nation, ein Volk als besonderer Besitz, damit ihr die hervorragenden Eigenschaften dessen weit und breit verkündet“, der euch aus der Finsternis in sein wunderbares Licht gerufen hat.

Antwort 1: Die 144000 werden zusammen mit Jesus, unserem Hohen Priester, als Könige und Priester dienen. 1. Petrus 2:9 bezeichnet gesalbte Christen als königliche Priesterschaft. Während der Tausendjahrherrschaft werden sie mit Christus zusammenarbeiten, um gehorsamen Menschen zu helfen, vollkommen zu werden. Ihr Dienst wird ein weiterer Ausdruck von Jehovas Liebe zur Menschheit sein.

Antwort 2: Es werden die 144000 sein, und ihre Arbeit wird auf Jesu vollkommenem Opfer beruhen. Anders als Tieropfer kann dieses Opfer Sünden vollständig beseitigen. Das zukünftige Priestertum wird daher erreichen, was das israelitische Priestertum nicht konnte: gehorsamen Menschen zu helfen, von der Sünde frei zu werden und Vollkommenheit zu erlangen. Diese Aussicht gibt uns außergewöhnliche Hoffnung.

Antwort 3: Jesus und die 144000 werden als Priester dienen, bis die Menschen vollkommen sind. Dann wird es die durch Sünde verursachte Trennung nicht mehr geben und kein Priestertum als Brücke mehr nötig sein. Das zeigt, dass Jehova das Problem vollständig lösen will. Er hilft uns nicht nur, die Unvollkommenheit heute zu ertragen, sondern hat auch vorgesehen, ihre Folgen für immer zu beseitigen.

11. Was zeigt uns das Priestertum als Erstes über Jehova?

2. Korinther 5:18 — Alles aber kommt von Gott, der uns durch Christus mit sich versöhnt und uns den Dienst der Versöhnung übertragen hat,

Antwort 1: 2. Korinther 5:18 zeigt, dass die Versöhnung durch Christus von Gott kommt. Das bestätigt, dass Jehova unsere Freundschaft möchte und selbst die Initiative ergriffen hat, sie möglich zu machen. Er will nicht, dass die Sünde uns für immer von ihm fernhält. Wenn wir darüber nachdenken, was er getan hat, um uns näher zu bringen, wächst unser Vertrauen und unser Wunsch, seine Anerkennung zu erhalten.

Antwort 2: Zuerst zeigt es uns, dass Jehova möchte, dass wir seine engen Freunde sind. Das Priestertum ist keine kalte, unpersönliche Maßnahme, sondern entspricht seinem Wunsch, dass wir uns ihm nähern und ihm gefallen können. Außerdem möchte er uns von Sünde und Tod befreien. Das gibt uns noch mehr Gründe, ihn zu lieben und auf seine Gefühle für uns zu vertrauen.

Antwort 3: Mich tröstet, dass Jehova berücksichtigt, dass wir uns die Unvollkommenheit nicht ausgesucht, sondern geerbt haben. Das hebt unsere Verantwortung nicht auf, hilft uns aber, seine Barmherzigkeit zu verstehen. Er kennt unsere Lage und hat das Nötige getan, damit wir ihm gefallen können. Unsere Unvollkommenheit macht seine Freundschaft also nicht unmöglich; wir dürfen die liebevolle Gelegenheit schätzen, die er uns bietet.

12. Warum tröstet es uns, dass Jesus, unser Hoher Priester, vor Jehova für uns eintritt? (Hebräer 7:25; siehe auch das Bild.)

Hebräer 7:25 — Er kann also auch die vollständig retten, die durch ihn Gottes Nähe suchen, weil er immer lebt, um für sie einzutreten.

Antwort 1: Hebräer 7:25 versichert uns, dass Jesus weiterhin für diejenigen eintritt, die durch ihn Gottes Nähe suchen. Seine Hilfe endete nicht, als er sein Leben gab. Das tröstet uns, weil wir nach einem Fehler einen Hohen Priester haben, der uns helfen möchte, die Freundschaft mit Jehova zu bewahren. Unser eigener Vater hat ihm diese Aufgabe zu unseren Gunsten übertragen.

Antwort 2: Jesus kennt weit mehr als nur unsere Fehler. Vielleicht berücksichtigt er, wie Erziehung, Erlebnisse oder unsere körperliche und emotionale Gesundheit uns beeinflusst haben. Er kennt auch unsere guten Eigenschaften und unsere Anstrengungen, das Richtige zu tun. Der Absatz sagt nicht genau, was er jeweils tut, gibt uns aber Grund zu vertrauen, dass er unsere Lage versteht und uns helfen will.

Antwort 3: Das Bild erinnert uns daran, dass Jesus unsere guten Taten schätzt: predigen, einer Versuchung widerstehen, anderen helfen oder trotz Einschränkungen weiterbeten. Er kennt auch unsere Beweggründe und Bitten um Vergebung. Das hilft uns, unsere Fehler nicht als Zusammenfassung unseres ganzen Lebens zu betrachten. Jehova ist bereit zu vergeben, und Jesus nimmt unsere treuen Anstrengungen wahr.

13. Was wird durch die Tätigkeit unseres Hohen Priesters außerdem möglich, und wie kommt uns das zugute?

Hebräer 4:16 — Nähern wir uns also ganz offen dem Thron der unverdienten Güte, damit uns Barmherzigkeit erwiesen wird und wir unverdiente Güte finden als Hilfe zur richtigen Zeit.

Antwort 1: Dank Jesus können wir uns im Gebet vertrauensvoll Jehova nähern. Hebräer 4:16 verbindet diese Nähe damit, Barmherzigkeit und Hilfe zur richtigen Zeit zu erhalten. Wir müssen ihm deshalb unsere Sorgen nicht verbergen. Wir können offen mit ihm reden, weil wir wissen, dass er uns hören möchte und seine unverdiente Güte uns in schwierigen Zeiten trägt.

Antwort 2: Die Tätigkeit unseres Hohen Priesters macht es möglich, Jehova unser Herz auszuschütten. Unser Vater hört unsere Gebete gern, weil sie zeigen, dass wir ihm vertrauen und seine Unterstützung suchen. Das hilft uns sehr: Wir müssen unsere Sorgen nicht allein tragen. Wir können mit ihm darüber sprechen und gerade dann unsere Freundschaft stärken, wenn wir seine Hilfe am dringendsten brauchen.

Antwort 3: Manchmal sind wir wegen unserer Angst nicht in der Lage auszudrücken, was wir empfinden oder worum wir bitten möchten. Das hindert Jehova jedoch nicht daran, uns zu hören und zu verstehen. Wir brauchen keine perfekten Worte, um uns ihm zu nähern. Dieser Gedanke kann uns helfen, selbst an den schwierigsten Tagen weiterzubeten, im Vertrauen darauf, dass unser Vater unser Herz versteht.

14. Woher wissen wir, dass Jehova möchte, dass wir für immer leben?

1. Johannes 4:10 — Die Liebe besteht hier nicht darin, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt hat und seinen Sohn als Sühnopfer für unsere Sünden gesandt hat.

Antwort 1: 1. Johannes 4:10 zeigt, dass Jehova die Initiative ergriff und seinen Sohn als Sühnopfer für unsere Sünden sandte. Das ist ein konkreter Beweis seiner Liebe. Er möchte nicht nur, dass wir leben, sondern hat auch für die Möglichkeit vollständiger Vergebung und ewigen Lebens gesorgt. Wenn wir über dieses Geschenk nachdenken, wächst unsere Dankbarkeit.

Antwort 2: Wir wissen es, weil Jehova ein Opfer bereitgestellt hat, das etwas bewirken kann, was Tieropfer nicht konnten. Diese halfen den Israeliten zu erkennen, dass sie etwas Besseres brauchten, beseitigten ihre Sünden aber nicht vollständig. Jesu vollkommenes menschliches Leben ermöglicht vollständige Vergebung. Jehova hat unsere Hoffnung nicht ohne Grundlage gelassen, sondern alles Nötige für unsere Rettung getan.

Antwort 3: Das Priestertum zeigt uns, dass Jehova nicht möchte, dass wir für immer unter der Last der Sünde bleiben. Er will, dass wir Vergebung erhalten und ewig leben können. Deshalb gab er seinen Sohn, genau das Opfer, das wir brauchten. Wenn wir uns fragen, wie wichtig ihm unsere Zukunft ist, können wir daran denken, was er dafür zu tun bereit war.

15. Warum beweist die Auswahl derer, die Jehova als Priester einsetzt, seine große Liebe zu uns?

Philipper 2:8 — Mehr noch: Als er als Mensch kam, demütigte er sich und wurde gehorsam bis zum Tod, ja zum Tod an einem Marterpfahl.

Antwort 1: Philipper 2:8 hebt hervor, dass Jesus bis zum Tod gehorsam war. Auch die Gesalbten müssen bis zum Ende treu bleiben. Jehova hat für diese Aufgabe also Menschen ausgewählt, deren Loyalität vollständig bewiesen ist. Das gibt uns Vertrauen: Diejenigen, die uns helfen werden, vollkommen zu werden, sind loyale und liebevolle Priester, die Jehovas Willen tun.

Antwort 2: Jehova zeigt, wie sehr er uns liebt, indem er Priester auswählt, denen wir vertrauen können. Die Gesalbten müssen ihre Treue bis zum Tod beweisen, wie Jesus. Sie erhalten diese Verantwortung nicht, ohne ihre Loyalität gezeigt zu haben. Das beruhigt uns, weil diejenigen, die mit Christus die Vorteile des Lösegeldes anwenden werden, Jehova völlig ergeben sind.

Antwort 3: Jehovas Liebe zeigt sich auch im Zweck dieser Auswahl. Jesus und die 144000 werden Menschen helfen, die Sünde hinter sich zu lassen und vollkommen zu werden. Sie werden diese Aufgabe erfüllen, bis die Erde ein Paradies voller vollkommener Menschen ist. Jehova hat also nicht nur Segnungen versprochen, sondern auch diejenigen ausgewählt, die sie verwirklichen werden.

16. Warum ist Jesus der beste Hohe Priester, den wir haben könnten?

Hebräer 4:15 — Denn wir haben als Hohen Priester nicht jemand, der mit unseren Schwächen nicht mitfühlen kann, sondern jemand, der in allem auf die Probe gestellt worden ist wie wir, doch blieb er ohne Sünde.

Antwort 1: Hebräer 4:15 zeigt, dass Jesus unsere Schwächen verstehen kann, weil auch er Prüfungen durchmachte, allerdings ohne zu sündigen. Seine Vollkommenheit macht ihn nicht unempfindlich gegenüber unseren Schwierigkeiten. Im Gegenteil: Seine Erfahrung als Mensch befähigt ihn, mitfühlend mit uns umzugehen. Wir können darauf vertrauen, dass er unsere Probleme kennt und weiß, wie er uns helfen kann.

Antwort 2: Jesus weiß aus eigener Erfahrung, was Müdigkeit, Hunger und Durst bedeuten. Wenn körperliche Einschränkungen uns schwach machen, können wir daran denken, dass unser Hoher Priester diese Gefühle versteht. Er betrachtet uns nicht als jemand, der mit dem menschlichen Leben nichts zu tun hat. Was er hier erlebte, versichert uns, dass er sich verständnisvoll um uns kümmert.

Antwort 3: Er litt auch unter Spott und Widerstand und kannte den Schmerz, einen geliebten Menschen zu verlieren, wie seinen Freund Lazarus. Er versteht daher körperliches und emotionales Leid. Wenn wir wegen unseres Glaubens abgelehnt werden oder jemand Geliebtes stirbt, dürfen wir uns verstanden fühlen. Jehova hat uns einen Hohen Priester gegeben, der solche menschlichen Erfahrungen genau kennt.

17. Warum sind wir überzeugt, dass die Gesalbten verständnisvolle Priester sein werden?

Antwort 1: Weil auch sie während ihres Lebens auf der Erde unvollkommen und sündig waren. Sie wissen, wie es sich anfühlt, einen Fehler zu machen und Schuldgefühle zu haben. Wenn sie mit Jesus zusammenarbeiten, um der Menschheit zur Vollkommenheit zu verhelfen, werden sie daher die Schwierigkeiten verstehen, die die Sünde verursacht. Sie helfen nicht aus Unkenntnis, sondern aus eigener Erfahrung mit Unvollkommenheit.

Antwort 2: Die Gesalbten mussten ebenfalls körperliche und emotionale Probleme bewältigen. Sie werden verstehen, dass unsere Schwierigkeiten nicht immer äußerlich sichtbar sind und uns tief treffen können. Das macht Jehovas Auswahl besonders tröstlich. Diejenigen, die mit Jesus zusammenarbeiten, kennen die Grenzen des menschlichen Lebens und können die Gefühle der Menschen nachvollziehen, denen sie helfen.

Antwort 3: Unter den 144000 gibt es Männer und Frauen aus verschiedenen Zeiten, Kulturen, Volksgruppen und Verhältnissen. Deshalb wird sich unabhängig von unserer persönlichen Lage jemand in uns hineinversetzen können. Jehova hat die Vielfalt menschlicher Erfahrungen berücksichtigt. Das stärkt unser Vertrauen, dass dieses Priestertum Menschen mit sehr unterschiedlichen Lebensgeschichten verständnisvoll behandeln wird.

18. Was lehrt uns das Priestertum über Jehovas Persönlichkeit, und wie berührt dich das?

Antwort 1: Es lehrt mich, dass Jehova sehr barmherzig und mitfühlend ist. Er kennt unsere Unvollkommenheit, hat aber viel getan, damit wir seine Freundschaft und Anerkennung erhalten können. Das hilft mir, ihn nicht als jemand zu sehen, der fern ist und sich nur für unsere Fehler interessiert. Ich fühle mich durch seine Liebe sicherer und möchte ihm noch näherkommen.

Offenbarung 12:10 — Ich hörte eine laute Stimme im Himmel sagen: „Jetzt sind die Rettung und die Macht und das Königreich unseres Gottes und die Autorität seines Christus Wirklichkeit geworden, denn der Ankläger unserer Brüder, der sie Tag und Nacht vor unserem Gott anklagt, ist hinabgeschleudert worden!

Antwort 2: Offenbarung 12:10 bezeichnet Satan als den Ankläger der Brüder. Jehova ist ganz anders: Er hat das Priestertum eingerichtet, damit wir uns ihm nähern können. Dieser Gegensatz erinnert mich daran, Anklagen nicht mit den Gefühlen unseres Vaters zu verwechseln. Er liebt uns und möchte uns helfen.

Antwort 3: Mich beeindruckt, dass Jehova seine Liebe nicht nur erklärt, sondern durch konkrete Maßnahmen beweist. Das Priestertum, Jesu Hilfe und die Möglichkeit, Vergebung zu erhalten, zeigen, wie unser Vater ist. Darüber nachzudenken stärkt mein Vertrauen in seine Bereitschaft zu vergeben und meine Liebe zu ihm. Es ermuntert mich auch, mich nicht von ihm zu entfernen, wenn ich Hilfe brauche.

19. Wie sieht Jehova uns, wenn wir wegen unserer Unvollkommenheit bedrückt sind?

1. Johannes 3:20 — in allem, worin unser Herz uns verurteilen mag, weil Gott größer ist als unser Herz und alles weiß.

Antwort 1: 1. Johannes 3:20 erinnert uns daran, dass die Beurteilung unseres Herzens nicht immer alles widerspiegelt, was Jehova über uns weiß. Wenn wir nur unsere Fehler sehen, kennt er auch unsere guten Eigenschaften und Anstrengungen. Dadurch müssen wir unsere Schuldgefühle nicht als letztes Wort über unser Verhältnis zu ihm betrachten. Jehova versteht uns besser als wir uns selbst.

Antwort 2: Jehova erinnert sich daran, wie wir gemacht sind, und versteht unsere Grenzen. Er erwartet nicht, dass wir aus eigener Kraft aufhören, unvollkommen zu sein. Wenn wir uns seiner Liebe unwürdig fühlen, hilft es uns, daran zu denken, dass er unsere geerbte Lage genau kennt. Das macht unsere Fehler nicht unwichtig, versichert uns aber seiner Barmherzigkeit und seines Verständnisses für unsere Schwäche.

Antwort 3: Unser Vater sieht über unsere Fehler hinaus. Er achtet auch auf unsere guten Eigenschaften und darauf, was aus uns werden kann. Das kann uns helfen, wenn wir selbst nichts Gutes an uns sehen. Statt uns in Fehlern einzuschließen, können wir daran denken, wie Jehova uns sieht, und uns weiter bemühen, ihm zu gefallen, im Vertrauen auf seine Liebe und sein Verständnis.

20. Warum sind wir für das Priestertum dankbar, und wie können wir das zeigen?

Hebräer 4:16 — Nähern wir uns also ganz offen dem Thron der unverdienten Güte, damit uns Barmherzigkeit erwiesen wird und wir unverdiente Güte finden als Hilfe zur richtigen Zeit.

Antwort 1: Wir sind dankbar, weil das Priestertum uns trotz unserer Sünden ermöglicht, uns Jehova zu nähern. Hebräer 4:16 zeigt, wie wir das beweisen können: Wir suchen vertrauensvoll seine Barmherzigkeit und Hilfe. Wenn wir Unterstützung brauchen, dürfen wir daher nicht aufhören zu beten. Uns unserem Vater zu nähern zeigt, dass wir die Gelegenheit schätzen, die er uns durch Jesus gibt.

Antwort 2: Wir sind dankbar, dass Jehova nicht zugelassen hat, dass die Sünde uns von der Anbetung abhält. Das Priestertum zeigt seinen Wunsch, die Trennung zwischen ihm und den Menschen zu beseitigen. Wir können unsere Dankbarkeit zeigen, indem wir diese Hilfe nutzen: ehrlich mit ihm reden und uns an ihn wenden, wenn wir Fehler machen oder uns schwach fühlen. So zeigen wir Vertrauen in seine Barmherzigkeit und Wertschätzung für seine Freundschaft.

Antwort 3: Dieses Geschenk versichert uns, dass Jehova uns nahehaben möchte. Eine Möglichkeit, dafür dankbar zu sein, besteht darin, uns nicht wegen Schuldgefühlen von ihm zu entfernen. Gerade wenn wir Hilfe am dringendsten brauchen, können wir zu unserem Vater kommen. Das bedeutet nicht, die Sünde herunterzuspielen, sondern auf die liebevolle Maßnahme zu vertrauen, die er selbst zu unserer Unterstützung getroffen hat.

Warum gab Jehova den Menschen das Geschenk des Priestertums?

Hebräer 5:1 — Denn jeder Hohe Priester, der aus den Menschen genommen wird, wird für sie zum Dienst Gottes eingesetzt, um Gaben und Opfer für Sünden darzubringen.

Antwort 1: Er gab es uns, damit wir uns trotz der Sünde ihm nähern können. Hebräer 5:1 erklärt, dass der Hohe Priester zugunsten der Menschen in Angelegenheiten Gottes tätig war und Opfer für ihre Sünden darbrachte. Das zeigt, dass Jehova den Menschen nicht fernhalten wollte, sondern ihm Hilfe gab, damit er ihn anbeten konnte.

Antwort 2: Das Priestertum kümmerte sich um zwei wichtige Bedürfnisse des Volkes. Einerseits lehrten die Priester das Gesetz und halfen, es zu verstehen und anzuwenden. Andererseits brachten sie Opfer für die Israeliten dar. So vertraten sie Gott vor dem Volk und das Volk vor Gott. Beide Aufgaben halfen den Israeliten, Jehova besser kennenzulernen und ein gutes Verhältnis zu ihm zu bewahren.

Antwort 3: Jehova gab uns dieses Geschenk aus Liebe und Mitgefühl. Er wusste, dass Menschen die durch die Sünde verursachte Trennung nicht allein überwinden können. Das Priestertum wäre wie eine Brücke, über die wir uns ihm nähern können. Sein Zweck zeigt, dass unserem Vater sowohl unsere Rettung als auch die Erleichterung wichtig sind, die Vergebung mit sich bringt.

Wie hat Jehova im Lauf der Geschichte Priester gebraucht?

Antwort 1: Bevor es Israel gab, brachten Familienoberhäupter wie Noah, Abraham und Hiob Opfer dar. Melchisedek war sowohl König als auch Priester. Später setzte Jehova Aaron und seine Nachkommen als Priester ein, damit sie den Israeliten dienten. Trotz der verschiedenen Zeitabschnitte erkennen wir Jehovas gleichbleibendes Interesse: Seine Diener sollten sich ihm nähern und ein gutes Verhältnis zu ihm bewahren.

Hebräer 9:24 — Denn Christus begab sich nicht an einen mit Händen gemachten heiligen Ort, der ein Abbild der Wirklichkeit ist, sondern in den Himmel, um jetzt vor Gott für uns zu erscheinen.

Antwort 2: Hebräer 9:24 erklärt, dass Jesus für uns vor Gott erscheint. Er brachte sein vollkommenes menschliches Leben als ein besseres Opfer dar als die Tieropfer und hilft uns weiterhin als Hoher Priester. Das Priestertum gehört daher nicht nur der Vergangenheit an. Heute profitieren wir von Jesu Tätigkeit, um unsere Freundschaft mit Jehova zu bewahren.

Antwort 3: Während der Tausendjahrherrschaft werden Jesus und die 144000 gehorsamen Menschen helfen, vollkommen zu werden. Wenn dieses Ziel erreicht ist, wird kein Priestertum als Brücke mehr nötig sein, weil die Sünde sie nicht länger von Jehova trennt. Die Geschichte des Priestertums zeigt somit, wie unser Vater eine vollständige und dauerhafte Lösung für die Menschheit vorbereitet hat.

Warum hilft uns das Priestertum, Jehova noch mehr zu lieben?

1. Johannes 4:10 — Die Liebe besteht hier nicht darin, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt hat und seinen Sohn als Sühnopfer für unsere Sünden gesandt hat.

Antwort 1: 1. Johannes 4:10 erinnert uns daran, dass Jehova seine Liebe dadurch zeigte, dass er seinen Sohn für unsere Sünden sandte. Das Priestertum hilft uns, den Umfang dieses Geschenks zu verstehen: Wir können Vergebung erhalten, Freundschaft mit Gott haben und auf ewiges Leben hoffen. Je mehr wir darüber nachdenken, was unser Vater getan hat, desto mehr Gründe finden wir, ihn zu lieben.

Antwort 2: Es hilft uns, ihn noch mehr zu lieben, weil es sein Verständnis zeigt. Jehova hat uns einen Hohen Priester gegeben, der als Mensch lebte und unsere Schwierigkeiten kennt. Auch die 144000 werden Unvollkommenheit erlebt haben. Dass er Priester ausgewählt hat, die uns verstehen können, zeigt seine Fürsorge. Unser Vater möchte uns nicht nur helfen, sondern berücksichtigt auch unsere Bedürfnisse und Gefühle.

Antwort 3: Das Priestertum überzeugt uns davon, dass Jehova unsere Freundschaft möchte und nicht nur auf unsere Fehler schaut. Dank Jesus können wir ihm unser Herz ausschütten, um Vergebung bitten und vertrauensvoll Hilfe suchen. Wir wissen auch, dass er die durch die Sünde verursachte Trennung vollständig beseitigen will. Das motiviert uns, uns ihm zu nähern und ihm durch unsere Gebete zu zeigen, dass wir seine Liebe schätzen.

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