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Schätze aus Gottes Wort für die Woche vom 21. bis 27. Dezember 2026

Schätze aus Gottes Wort für die Woche vom 21. bis 27. Dezember 2026

Thema: Jehovas Tag wird nicht zu spät kommen

Wenn wir auf etwas Wichtiges warten, kann uns die Zeit sehr lang vorkommen. Und wenn das Warten weitergeht, fragen wir uns vielleicht, wie lange es noch dauert. Wenn wir über Jehovas Tag nachdenken, müssen wir über unsere Ungeduld hinausblicken und daran denken, wer das Versprechen gegeben hat. Jehova verliert nicht aus den Augen, was geschieht, und vergisst nicht, was er angekündigt hat. Die Worte, die er durch Hesekiel übermitteln ließ, geben uns gute Gründe zu vertrauen: Jehovas Tag wird nicht zu spät kommen.

Denken wir zunächst darüber nach, was mit Jerusalem geschah. Jehova kündigte seine Zerstörung nicht an, ohne zu wissen, wann er handeln würde. Er hatte das Verhalten seines Volkes beobachtet und festgelegt, wann er es zur Rechenschaft ziehen würde. Hesekiel übermittelte eine Botschaft, die keinen Zweifel daran ließ, wie ernst diese Warnung war. Lesen wir Hesekiel 7:3.

Hesekiel 7:3 — Dein Ende ist jetzt da, und ich werde meinen Zorn gegen dich entfesseln und ein Urteil über dich sprechen, das du für dein Verhalten verdienst, und dich für all deine abscheulichen Taten zur Rechenschaft ziehen.

Diese Worte zeigen, dass das Gericht einen konkreten Grund hatte: das Verhalten der Israeliten. Jehova hatte aber auch angegeben, wann es kommen würde. Er wies Hesekiel an, zwei Zeitabschnitte darzustellen: Er sollte 390 Tage auf der linken Seite liegen und weitere 40 Tage auf der rechten. Jeder Tag stand für ein Jahr. Das war nicht einfach eine auffällige Art, eine Warnung zu übermitteln. Diese Darstellung zeigte das genaue Jahr an, in dem Jerusalem zerstört werden würde. Jehova wusste genau, wann er seine Ankündigung erfüllen würde.

Die 390 Jahre der Sünde Israels begannen 997 v. u. Z., als das Königreich der zwölf Stämme geteilt wurde. Die 40 Jahre der Sünde Judas begannen wahrscheinlich 647 v. u. Z., als Jeremia den Auftrag erhielt, Juda zu warnen. Beide Zeitabschnitte endeten 607 v. u. Z., dem Jahr der Zerstörung Jerusalems. Die Erfüllung dieser Prophezeiung lehrt uns etwas Grundlegendes: Jehova handelt nicht nach der menschlichen Vorstellung von Zeit. Er handelt zu dem Zeitpunkt, den er festgelegt hat.

Wie hilft uns das? Vielleicht warten wir schon viele Jahre auf das Ende des Bösen. Dieses Warten bedeutet nicht, dass Jehova sich verspätet hat. Statt die Zuverlässigkeit seines Versprechens daran zu messen, wie lang uns das Warten vorkommt, können wir unser Vertrauen stärken, indem wir uns vor Augen führen, was er bereits erfüllt hat. Der Fall Jerusalems gibt uns eine feste Grundlage, weiter im Glauben zu warten. Aber warum musste Jehova dieses Gericht vollstrecken?

Es ging nicht nur darum, dass ein bestimmtes Datum gekommen war. Die Israeliten waren gewarnt worden, praktizierten aber weiterhin, was Jehova hasste. Sie hatten die Zeit nicht genutzt, um sich zu ändern. Achten wir beim Hören der nächsten Verse auf den Zusammenhang zwischen ihrem Verhalten und den Folgen, die sie erleiden würden. Lesen wir Hesekiel 7:4, 10.

Hesekiel 7:4,10 — Mein Auge wird kein Mitleid mit dir haben und ich werde kein Mitgefühl empfinden, denn ich werde dich für die Wege, die du selbst gegangen bist, zahlen lassen, und du wirst die Folgen deiner abscheulichen Taten tragen müssen. Und ihr werdet erkennen müssen, dass ich Jehova bin.‘ Seht, der Tag! Seht, er kommt! Ihr seid an der Reihe. Der Stab blüht und die Anmaßung sprießt.

Jehova machte deutlich, dass sie die Folgen ihrer eigenen Handlungen tragen würden. Ihre Anmaßung war gewachsen, und die Warnungen hatten sie nicht dazu gebracht, ihr abscheuliches Verhalten aufzugeben. Deshalb beschrieben diese entschiedenen Worte keine willkürliche Bestrafung. Sie erklärten, dass Jehova sie für das zur Rechenschaft ziehen würde, woran sie festhielten. Dass sie zu seinem Volk gehört hatten, würde sie nicht vor den Folgen bewahren. Sie mussten sich wirklich ändern und durften nicht einfach denken, dass nichts geschehen war und deshalb auch später nichts geschehen würde.

Hier finden wir eine persönliche Lehre. Wenn wir erkennen, dass wir etwas korrigieren müssen, sollten wir handeln und es nicht auf unbestimmte Zeit verschieben. Wenn wir zum Beispiel beim Studium feststellen, dass eine bestimmte Unterhaltung unsere Abneigung gegen das schwächt, was Jehova hasst, was werden wir tun? Wir könnten Ausreden suchen, um daran festzuhalten, oder Änderungen vornehmen, die zeigen, wie wertvoll uns unsere Freundschaft mit ihm ist. Es geht nicht darum, uns mit jenen Israeliten zu vergleichen, sondern ihre Erfahrung zu nutzen, um richtig auf Jehovas Anleitung zu reagieren.

Wir wollen auch den Lauf der Zeit nicht mit Gottes Anerkennung verwechseln. Dass ein Verhalten keine unmittelbaren Folgen hat, bedeutet nicht, dass es für ihn annehmbar ist. Während wir deshalb auf seinen Tag warten, prüfen wir weiterhin unsere Entscheidungen und geben der reinen Anbetung den Vorrang. So beeinflusst unser Vertrauen, dass Jehova rechtzeitig handeln wird, schon heute unser Leben. Es bewegt uns nicht nur zu persönlichen Änderungen, sondern auch dazu, anderen zu helfen, solange noch Zeit ist.

Die Warnung aus Hesekiel 7:3, die wir zu Beginn gelesen haben, verleiht auch unserem Predigen Dringlichkeit. Die Aussagen über den Fall Jerusalems erinnern uns daran, dass nur noch wenig Zeit bleibt, anderen zu helfen, Diener Gottes zu werden. Diese Überzeugung soll nicht nur ein Gedanke bleiben, dem wir zustimmen. Sie soll sich in unserem Zeitplan und in unserer Bereitschaft zeigen, Menschen zu Jüngern zu machen. Eine ganz konkrete Möglichkeit besteht darin, zu predigen, wenn Menschen verfügbar sind, und nicht nur dann, wenn es für uns bequem ist.

Denken wir an jemand, der viele Stunden arbeitet und fast nie zu Hause ist, wenn wir ihn besuchen. Wenn wir immer zur gleichen Zeit kommen, treffen wir ihn vielleicht weiterhin nicht an. Könnten wir versuchen, zu einem anderen passenden Zeitpunkt mit ihm Kontakt aufzunehmen? Es geht nicht unbedingt darum, mehr Stunden einzusetzen, sondern darum, die vorhandene Zeit besser zu nutzen. Die Lebensumstände der Menschen zu berücksichtigen zeigt echtes Interesse an ihnen. Wir möchten ihnen eine echte Gelegenheit geben, die Botschaft zu hören, und das erfordert von uns eine gewisse Flexibilität.

Das Bild in der Studienausgabe zeigt eine Situation, über die man nachdenken kann: Ein Bruder studiert spätabends in einem Geschäft mit einem Angestellten die Bibel. Das bedeutet nicht, dass wir alle zu dieser Uhrzeit predigen sollten. Vielmehr wird der Wert der Anpassungsfähigkeit hervorgehoben. Vielleicht kann ein Interessierter nur dann reden, wenn seine Arbeit weniger wird. Wenn Zeit und Umstände es erlauben, kann eine passende Vereinbarung die Tür zu biblischen Gesprächen öffnen, die sonst nicht möglich wären.

Wir könnten uns fragen: Gibt es jemand, den ich nur schwer antreffe? Weiß ich, wann er gern reden würde? Könnte ich einen Besuch oder ein Bibelstudium anpassen und dabei meine Verpflichtungen und seine berücksichtigen? Solche kleinen Anpassungen können große Rücksichtnahme zeigen. Die Dringlichkeit veranlasst uns nicht, jemanden unter Druck zu setzen oder seine Verpflichtungen zu ignorieren. Sie bewegt uns, liebevoll nach Gelegenheiten zu suchen, zu helfen. Es macht uns große Freude, wenn jemand mit einem guten Herzen beginnt, unseren Vater Jehova kennenzulernen und anzubeten.

Und wenn viele nicht reagieren, schließen wir nicht daraus, dass unsere Anstrengungen wertlos sind. Hesekiel musste Jehovas Warnung weiterhin übermitteln, und auch wir setzen unseren Dienst fort. Unser Vertrauen hängt nicht von der Reaktion jedes Einzelnen ab. Es hängt von Jehova und der Gewissheit seines Wortes ab. Bevor wir deshalb die nächste Woche planen, wollen wir überlegen, welche realistische Anpassung uns helfen könnte, jemandem besser beizustehen. Die Zeit gut zu nutzen ist eine praktische Möglichkeit, die reine Anbetung an die erste Stelle zu setzen.

Jehovas Tag wird nicht zu spät kommen. Die Zerstörung Jerusalems zeigt, dass er sein Wort zum richtigen Zeitpunkt erfüllt und das Böse nicht für immer übersieht. Während wir warten, wollen wir weiter unser Vertrauen stärken, notwendige Änderungen vornehmen und anderen helfen, Jehova kennenzulernen. Möge unser Umgang mit der Zeit zeigen, dass wir von Herzen glauben, was Jehova angekündigt hat.

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