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Uns im Dienst verbessern für die Woche vom 21. bis 27. Dezember 2026

Uns im Dienst verbessern für die Woche vom 21. bis 27. Dezember 2026

Gespräche beginnen

Aufgabendaten

Aufgabe: Gespräche beginnen
Dauer: 3 min
Lektion und Punkt: Lektion 1 · Echtes Interesse · Punkt 4
Lernziel: Seien Sie aufmerksam. Fragen Sie sich: „Was macht die Person gerade? Worüber denkt sie wohl nach?“ „Was sagen mir ihre Kleidung, ihr Aussehen und ihr Zuhause über ihre Glaubensansichten oder ihre Kultur?“ „Ist jetzt ein guter Zeitpunkt für ein Gespräch?“
Rahmenhandlung: An der Haustür empfängt ein Nachbar mit Kopfhörern zum ersten Mal eine Verkündigerin, während er eine Nachricht von seiner Tochter anhört
Zugeordneter Bibeltext: Jakobus 1:19 — Ihr müsst wissen, meine lieben Brüder: Jeder soll schnell sein zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn,
Offizielles Material: VON HAUS ZU HAUS. (lmd Lektion 1, Punkt 4).

Verkündiger: Verkündiger(in): Guten Morgen. Telefonieren Sie gerade? Ich frage wegen der Kopfhörer. Falls ich Sie störe, kann ich auch später wiederkommen.

Person: Nein, das ist eine Nachricht von meiner Tochter. Sie ist schon zu Ende. Sie hat mir gleich drei hintereinander geschickt, um mir dasselbe zu erzählen. Bitte.

Verkündiger: Verkündiger(in): Dann können wir uns gern einen Moment unterhalten. Falls Sie ihr aber zuerst antworten müssen, ist das natürlich kein Problem.

Person: Ich antworte ihr lieber später. Sie überlegt, den Studiengang zu wechseln, und möchte mir alle Gründe erklären. Ich habe ihr schon gesagt, was ich denke, aber wir drehen uns immer im Kreis.

Verkündiger: Verkündiger(in): Das kann ich verstehen. Den Studiengang zu wechseln ist eine wichtige Entscheidung. Und per Nachricht versteht man sich vielleicht nicht so leicht wie bei einem ruhigen Gespräch.

Person: Persönlich passiert uns das auch. Sie sagt, ich höre ihr nicht zu. Aber ihr zuzuhören bedeutet doch nicht, dass ich ihr recht geben muss, oder?

Verkündiger: Verkündiger(in): Nein, man kann sich ihre Gründe anhören und trotzdem anderer Meinung sein. Manchmal ist es schwierig, die andere Person ausreden zu lassen, ohne schon unsere Antwort vorzubereiten. Mir fällt das auch nicht immer leicht.

Person: Das kenne ich. Sobald sie anfängt, denke ich: Das hat sie mir doch schon erzählt. Dann unterbreche ich sie, weil ich glaube zu wissen, was als Nächstes kommt.

Verkündiger: Verkündiger(in): Die Bibel enthält genau dazu einen Rat, der mir hilft, diesen Impuls zu bremsen. Es geht darin nicht darum, welchen Studiengang man wählen sollte, sondern darum, wie man einander zuhört. Darf ich Ihnen einen Satz vorlesen?

Person: Gut, wenn es kurz ist. Ich lese die Bibel allerdings normalerweise nicht.

Verkündiger: Verkündiger(in): Ja, es ist nur ein Satz. Achten Sie einmal darauf, welche Reihenfolge Jakobus 1:19 beim Zuhören, Reden und Beherrschen des Zorns empfiehlt.

Verkündiger: Jakobus 1:19 — Ihr müsst wissen, meine lieben Brüder: Jeder soll schnell sein zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn, Verkündiger(in): Als Erstes wird das Zuhören genannt. Es heißt nicht, dass wir allem zustimmen müssen. In Ihrer Situation könnte das bedeuten, zuerst zu verstehen, warum Ihre Tochter wechseln möchte, bevor Sie ihr Ihre eigenen Bedenken erklären.

Person: Aber sie muss mir auch zuhören. Wenn ich sie reden lasse und dann selbst nichts sagen darf, ist das doch kein Gespräch.

Verkündiger: Verkündiger(in): Da haben Sie recht: Beide müssen zuhören. Sie können damit beginnen, ihr zuzuhören, ohne darauf zu verzichten, Ihre Meinung zu äußern. Bevor Sie ihr zum Beispiel einen Rat geben, könnten Sie sich vergewissern, was sie am meisten beschäftigt.

Person: Sie fragen, warum sie aufhören möchte? Das habe ich schon gefragt, und sie sagte, dass es ihr nicht gefällt.

Verkündiger: Verkündiger(in): Ich meine eher, auf etwas Konkretes einzugehen, das sie erklärt hat. Wenn sie zum Beispiel die beruflichen Möglichkeiten erwähnt, könnten Sie fragen, ob das ihre größte Sorge ist. So kann sie es genauer erklären, statt wieder ganz von vorn anzufangen.

Person: Davon sprach sie in der letzten Nachricht. Ich dachte eher an die Zeit, die sie schon investiert hat. Vielleicht reden wir über zwei verschiedene Dinge.

Verkündiger: Verkündiger(in): Das kann sein. Wenn man dieses Detail anhört, ist die Entscheidung zwar noch nicht gelöst, aber man kann über das sprechen, was jeden von beiden wirklich beschäftigt.

Person: Ich werde mir diese letzte Nachricht noch einmal anhören, bevor ich antworte. Ich verspreche nicht, dass ich so geduldig sein werde, aber ich kann es versuchen.

Verkündiger: Verkündiger(in): Dann lasse ich Sie in Ruhe. Ich heiße Ana. Wenn wir uns an einem anderen Tag wieder begegnen und Sie möchten, können wir uns weiter unterhalten.

Verkündiger: Verkündiger(in): Schon der Versuch ist ein guter Anfang. Und wenn Sie beim Anhören der Nachricht merken, dass Sie ärgerlich werden, müssen Sie nicht sofort antworten. Sie können sich einen Moment Zeit nehmen und überlegen, wie Sie Ihre Sorge ausdrücken können, ohne dass es wie ein Vorwurf klingt.

Person: Wenn ich nicht antworte, denkt sie vielleicht, dass mich ihre Erzählung nicht interessiert.

Verkündiger: Verkündiger(in): Sie könnten ihr kurz schreiben: „Ich habe deine Nachrichten erhalten. Ich möchte gern in Ruhe mit dir sprechen. Wann passt es dir?“ Dann lassen Sie ihre Nachricht nicht unbeantwortet, und beide können einen passenden Zeitpunkt suchen.

Person: Das kann ich machen. Ich höre mir die Nachricht an und schlage ihr vor, dass wir uns etwas Zeit zum Reden nehmen.

Person: Ich bin Luis. Einverstanden, Ana. Guten Morgen.

Interesse fördern

Aufgabendaten

Aufgabe: Interesse fördern
Dauer: 4 min
Lektion und Punkt: Lektion 9 · Einfühlungsvermögen · Punkt 3
Lernziel: Hören Sie aufmerksam zu. Lassen Sie die Person ausreden und unterbrechen Sie sie nicht. Wenn sie einen Einwand äußert oder Ihnen ihre Gefühle und Sorgen mitteilt, gehen Sie nicht darüber hinweg. Wenn Sie ihr aufmerksam zuhören, wird sie merken, dass Sie wirklich daran interessiert sind, was sie denkt.
Rahmenhandlung: An der Haustür von Eduard kommt der Verkündiger wieder, um ihn zu besuchen, und unterhält sich zum ersten Mal mit seinem Sohn, der von zu Hause aus arbeitet und sich von seiner Familie unverstanden fühlt
Zugeordneter Bibeltext: Sprüche 18:13 — Wenn jemand eine Antwort gibt, bevor er zugehört hat, ist das dumm und beschämend.
Offizielles Material: VON HAUS ZU HAUS. Du besuchst jemanden noch einmal, aber er ist nicht zu Hause. Du nutzt die Gelegenheit, mit einem anderen Familienmitglied zu sprechen (lmd Lektion 9, Punkt 3).

Verkündiger: Verkündiger(in): Guten Morgen. Ist Eduard da? Wir haben letzte Woche miteinander gesprochen, und er sagte, dass ich ihn vormittags antreffen kann. Ich bin Andreas.

Person: Ich bin sein Sohn. Er ist zum Eisenwarenladen gegangen, und ich weiß nicht, wie lange er wegbleibt. Sind Sie derjenige, der mit ihm über die Bibel gesprochen hat?

Verkündiger: Verkündiger(in): Ja, ich bin ein Zeuge Jehovas. Wir hatten keine genaue Uhrzeit vereinbart, daher kann ich auch an einem anderen Tag wiederkommen. Störe ich Sie gerade?

Person: Ich warte gerade auf einige Dateien, damit ich weiterarbeiten kann. Ich kann kurz mit Ihnen reden, aber ich sage gleich: Religion interessiert mich nicht besonders. Mein Vater unterhält sich gern darüber.

Verkündiger: Verkündiger(in): Danke, dass Sie mir das sagen. Nur weil Ihr Vater sich gern unterhält, müssen Sie das nicht tun. Soll ich ihm einfach Grüße ausrichten?

Person: Es stört mich nicht unbedingt, mich zu unterhalten. Was mir nicht gefällt, ist, wenn jemand kommt und mir sagt, wie ich leben soll, ohne mich zu kennen. Das passiert mir sogar zu Hause oft genug.

Verkündiger: Verkündiger(in): Das verstehe ich. Sie möchten nicht, dass dies wieder ein Gespräch wird, in dem jemand Schlüsse über Sie zieht, ohne Ihnen zuerst zuzuhören.

Person: Genau. Ich arbeite von zu Hause aus und entwerfe Dinge. Weil man mich vor dem Computer sieht, glauben manche, ich würde mich nur beschäftigen. Sie bitten mich jederzeit um Besorgungen, und wenn ich sage, dass ich keine Zeit habe, wirkt es, als wolle ich nicht helfen.

Verkündiger: Verkündiger(in): Sie sagen also nicht, dass Sie nicht mithelfen wollen, sondern dass Ihre Arbeitszeit respektiert werden muss. Ist es das, was die anderen verstehen sollen?

Person: Ja, obwohl meine Arbeitszeit auch nicht immer gleich ist. Manche Tage sind ruhig, an anderen habe ich eine dringende Abgabe. Aber bevor ich das erklären kann, vergleicht man mich schon mit meinem Bruder, der außer Haus arbeitet.

Verkündiger: Verkündiger(in): Ihnen einfach zu sagen, Sie sollten sich besser organisieren, würde also nicht berücksichtigen, was Sie mir gerade erzählt haben. Es gibt Fristen, die sich ändern, und Verpflichtungen, die andere vielleicht nicht sehen.

Person: Genau. Aber jetzt sagen Sie mir bestimmt, dass die Bibel die Lösung hat. Ich sehe nicht, wie ein so altes Buch eine Arbeit wie meine verstehen soll.

Verkündiger: Verkündiger(in): Sie spricht natürlich nicht über Ihren Beruf. Aber sie zeigt, was passiert, wenn wir antworten, ohne die Situation zu kennen. Wenn Sie möchten, kann ich Ihnen einen einzigen Satz vorlesen.

Person: Gut, ein Satz. Ich möchte nur nicht, dass wir am Ende über etwas sprechen, das mit dem, was ich erzählt habe, nichts zu tun hat.

Verkündiger: Verkündiger(in): Einverstanden. Es geht genau darum, zuzuhören, bevor man urteilt. Achten Sie einmal auf Sprüche 18:13.

Verkündiger: Sprüche 18:13 — Wenn jemand eine Antwort gibt, bevor er zugehört hat, ist das dumm und beschämend. Verkündiger(in): Auch ich muss diesen Rat anwenden. Wenn ich Ihnen einen Rat geben würde, ohne Sie erklären zu lassen, was los ist, würde ich genau das tun, was Sie stört.

Person: Der Gedanke ist vernünftig. Aber zuzuhören bedeutet nicht, mir recht zu geben. Mein Vater könnte sich meine ganze Erklärung anhören und trotzdem denken, ich sollte mir eine andere Arbeit suchen.

Verkündiger: Verkündiger(in): Das stimmt. Zuhören garantiert keine Übereinstimmung, aber man kann dadurch über das eigentliche Problem sprechen. Es ist ein Unterschied, ob man denkt, Sie würden nur Ihre Zeit vertreiben, oder weiß, dass Sie an diesem Nachmittag einen Entwurf abgeben müssen.

Person: Vielleicht weiß er auch nicht, wann er mich etwas fragen kann. Manchmal sagt er etwas, und ich antworte unfreundlich, weil ich konzentriert bin. Danach sind wir beide wegen einer ziemlich kleinen Sache weiterhin ärgerlich.

Verkündiger: Verkündiger(in): Wie Sie es schildern, müssen beide etwas klären. Sie müssen Ihre Fristen erklären und vielleicht auch hören, was Ihr Vater braucht, bevor Sie ihm antworten.

Person: Ja. Ich könnte mit ihm reden, wenn ich fertig bin, nicht während ich auf eine Abgabe hinarbeite. Das heißt nicht, dass ich mich für Religion interessieren werde, aber dieser Satz hilft mir.

Verkündiger: Verkündiger(in): Natürlich, Sie müssen jetzt nichts weiter entscheiden. Und ich halte Sie nicht länger auf, da Sie auf Ihre Arbeit warten. Wann könnte ich Ihren Vater wohl antreffen?

Person: Samstags ist er normalerweise vormittags da. Ich sage ihm, dass Andreas da war. Und schreiben Sie mir bitte auf, wo dieser Satz steht, sonst werde ich mich später nicht daran erinnern.

Verkündiger: Verkündiger(in): Es freut mich, dass Sie den Gedanken behalten möchten. Es ist allerdings eine Sache, etwas nützlich zu finden, und eine andere, herauszufinden, wie man darüber sprechen kann, ohne dass sich die andere Person kritisiert fühlt.

Person: Das macht mir Sorgen. Wenn ich meinem Vater sage, er sollte zuerst zuhören, bevor er redet, denkt er bestimmt, ich wolle ihm eine Lektion erteilen. Ich möchte die Bibel nicht benutzen, um ihm seine Fehler vorzuhalten.

Verkündiger: Verkündiger(in): Ich verstehe; Sie möchten auf ihn zugehen und nicht schon wieder einen Streit anfangen. Vielleicht könnten Sie zunächst Ihren eigenen Anteil anerkennen: „Papa, entschuldige, dass ich dir unfreundlich geantwortet habe. Was brauchtest du?“ So setzen Sie den Gedanken um, ohne zuerst eine Änderung von Ihrem Vater zu verlangen. Danach könnten Sie ihm erklären, wann Sie verfügbar sind.

Person: Das klingt für mich natürlicher. Ihn zuerst zu fragen, statt anzunehmen, dass er mich unterbrechen will. Lassen Sie mir die Bibelstelle bitte da, damit ich selbst daran denke und sie nicht gegen ihn verwenden kann.

Verkündiger: Verkündiger(in): Natürlich: Sprüche, Kapitel 18, Vers 13. Ich schreibe es Ihnen auf. Danke, dass Sie mir Ihre Sicht erklärt haben. Viel Erfolg bei Ihrer Abgabe.

Menschen zu Jüngern machen

Aufgabendaten

Aufgabe: Menschen zu Jüngern machen
Dauer: 5 min
Lektion und Punkt: Lektion 12 · Offenheit · Punkt 3
Lernziel: Helfen Sie Ihrem Bibelschüler, sich Ziele zu setzen und sie zu erreichen.
Rahmenhandlung: Im Wohnzimmer der Studierenden hilft eine Verkündigerin ihr nach dem Bibelkurs, sich darauf vorzubereiten, mit ihrer Schwester zu sprechen, wenn sie sich treffen, um Familienfotos zu sortieren
Zugeordneter Bibeltext: Markus 5:19 — Er ließ ihn jedoch nicht mitkommen, sondern sagte: „Geh nach Hause zu deinen Verwandten, und erzähl ihnen, was Jehova alles für dich getan hat und dass er Erbarmen mit dir hatte. “
Offizielles Material: Hilf deinem Bibelschüler, sich darauf vorzubereiten, einem Angehörigen zu predigen (lmd Lektion 12, Punkt 3).

Verkündiger: Verkündiger(in): Hast du die Fotos gefunden, die du deiner Schwester zeigen wolltest?

Person: Ja, sie waren in einer anderen Kiste. Sie kommt am Samstag, und wir werden sie sortieren. Ich wollte die Gelegenheit nutzen und ihr erzählen, dass ich die Bibel studiere, aber seit Tagen überlege ich, wie ich das anfangen soll. Ich möchte nicht, dass sie denkt, ich hätte sie eingeladen, um ihr einen Vortrag zu halten.

Verkündiger: Verkündiger(in): Natürlich, du hast sie eingeladen, um Zeit miteinander zu verbringen, und das muss sich nicht ändern. Weiß sie schon etwas über den Kurs, oder wäre es das erste Mal, dass du ihn erwähnst?

Person: Sie weiß, dass eine Freundin mir hilft, die Bibel zu verstehen. Einmal fragte sie mich, was wir machen, aber wir telefonierten und sie musste auflegen. Ich habe dann auch nicht weitergemacht, weil ich nicht wusste, wie ich anfangen sollte.

Verkündiger: Verkündiger(in): Sie hat also schon ein gewisses Interesse gezeigt. Du könntest ihre damalige Frage wieder aufgreifen, ohne eine lange Erklärung vorzubereiten. Was möchtest du ihr erzählen – etwas, das dir seit Beginn des Studiums wirklich wichtig geworden ist?

Person: Dass ich Jehova immer besser kennenlerne. Früher dachte ich, Gott sei jemand, der weit weg ist. Aber so ausgedrückt klingt es vielleicht merkwürdig für sie. Und wenn sie mir eine schwierige Frage stellt, werde ich wahrscheinlich kein Wort herausbringen.

Verkündiger: Verkündiger(in): Du musst nicht auf alles eine Antwort wissen, um ihr etwas zu erzählen, was du gelernt hast. Ein Bibeltext kann uns helfen, ein einfaches Ziel für dieses Gespräch auszuwählen. Achte einmal darauf, was Jesus einem Mann in Markus 5:19 sagte. Dieser Text passt sehr gut. Sollen wir Markus 5:19 lesen?

Verkündiger: Markus 5:19 — Er ließ ihn jedoch nicht mitkommen, sondern sagte: „Geh nach Hause zu deinen Verwandten, und erzähl ihnen, was Jehova alles für dich getan hat und dass er Erbarmen mit dir hatte. “ Verkündiger(in): Jesus sagte ihm, er solle seinen Verwandten erzählen, was Jehova für ihn getan hatte. Das gibt uns eine Idee: Du könntest mit etwas Persönlichem anfangen, ohne deiner Schwester alles erklären zu wollen, was du gerade lernst.

Person: Der Gedanke an Erbarmen fällt mir auf. Genau das hilft mir, Jehova anders zu sehen. Aber diesem Mann war etwas Außergewöhnliches passiert; bei mir ist es anders.

Verkündiger: Verkündiger(in): Ja, die Umstände sind verschieden. Wir sagen nicht, dass dir dasselbe passiert ist. Wir können aber aus der Anweisung lernen, mit der Familie zu sprechen. Du könntest ihr mit deinen eigenen Worten erzählen, warum es dir gefällt, Jehovas Erbarmen kennenzulernen.

Person: Das könnte ich ihr erklären. Meine Schwester kennt mich und weiß, dass ich früher kaum über Gott gesprochen habe. Sie wird wahrscheinlich überrascht sein, dass ich mich jetzt so sehr dafür interessiere.

Verkündiger: Verkündiger(in): Möchtest du ausprobieren, wie du es ihr erzählen würdest? Du musst nichts auswendig lernen. Denk an die Frage, die sie dir am Telefon gestellt hat, und an eine einzige Sache, die du ihr mitteilen möchtest.

Person: Ich könnte sagen: Neulich hast du mich nach dem Kurs gefragt. Ich lerne gerade Dinge über Gott, die ich noch nicht wusste. Zum Beispiel gefällt es mir, zu entdecken, dass Jehova barmherzig ist. Dadurch hat sich meine Vorstellung von ihm verändert.

Verkündiger: Verkündiger(in): Du erklärst, was du lernst und warum es dir wichtig ist. Danach könntest du sie antworten lassen. Wenn sie neugierig wird, was könntest du ihr zeigen, damit sie sieht, woher du diesen Gedanken hast?

Person: Diesen Vers. Ich könnte ihr sagen, dass mich beeindruckt hat, wie Jesus über Jehovas Erbarmen sprach. Aber ich weiß nicht, ob sie beim Sortieren der Fotos die Bibel lesen möchte.

Verkündiger: Verkündiger(in): Vielleicht möchte sie das nicht, und du kannst das respektieren. Wenn sie mehr fragt, kannst du anbieten, ihr den Text zu zeigen. Wenn sie lieber mit den Fotos weitermachen möchte, musst du nicht darauf bestehen. Dein Interesse an ihr hängt nicht davon ab, ob sie ihn lesen möchte.

Person: Das beruhigt mich. Ich hatte Angst, dass ich nach dem Anfang eine Erklärung bis zum Ende durchziehen müsste. Außerdem merkt sie sofort, wenn ich etwas zu stark vorbereitet habe.

Verkündiger: Verkündiger(in): Vorbereitung kann dir helfen, einen Gedanken klar vor Augen zu haben, aber sie zwingt dich nicht, einem festen Skript zu folgen. Es ist wie wenn du ihr eine Nachricht erzählen möchtest: Du weißt, was du sagen willst, aber dann kann das Gespräch trotzdem eine andere Richtung nehmen.

Person: Und wenn sie sagt, dass sie bereits ihre eigenen Glaubensansichten hat und sie nicht ändern will? Ich möchte nicht in einen Streit geraten. Manchmal bestehen wir beide darauf, das letzte Wort zu haben.

Verkündiger: Verkündiger(in): Was könntest du dann sagen, damit sie merkt, dass du ihre Entscheidung respektierst und ihr nur etwas mitteilen wolltest, das dir wichtig ist?

Person: Dass ich nicht von ihr verlange, ihre Glaubensansichten zu ändern. Ich wollte nur ihre Frage beantworten und ihr erzählen, warum mir der Kurs gefällt. Danach würde ich das Thema beenden, auch wenn ich noch mehr zu sagen hätte.

Verkündiger: Verkündiger(in): Damit würdest du ihr Raum geben. Und wenn sie dir eine Frage stellt, die du nicht beantworten kannst, kannst du das zugeben und vorschlagen, die Antwort zu suchen. Du musst nichts improvisieren. Welches Ziel möchtest du dir also für Samstag setzen?

Person: Ihre Frage wieder aufgreifen und ihr eine Sache erzählen, die ich lerne, wenn wir einen ruhigen Moment haben. Ich werde nicht versuchen, ihr den ganzen Kurs zu erklären. Ich markiere Markus 5:19, falls sie ihn sehen möchte.

Verkündiger: Verkündiger(in): Wenn wir wieder studieren, kannst du mir ja erzählen, wie es gelaufen ist. Falls eine Frage auftaucht, können wir gemeinsam nach der Antwort suchen. Wichtig ist jetzt, dass du weißt, was du mitteilen möchtest, und deiner Schwester zuhörst.

Person: Es wird mir helfen, dir danach davon zu erzählen. Aber vielleicht bin ich entmutigt, wenn ich mit ihr spreche und sie kein Interesse zeigt. Ich glaube, unbewusst erwarte ich, dass es ihr genauso gut gefällt wie mir. Wie kann ich vermeiden, das Gefühl zu haben, nichts erreicht zu haben?

Verkündiger: Verkündiger(in): Indem du zwischen deinem Ziel und ihrer Reaktion unterscheidest. Du kannst entscheiden, liebevoll mit ihr zu sprechen, aber nicht, was sie empfinden wird. Wenn sie dir beispielsweise zuhört und dann etwas zu einem Foto sagt, bedeutet das nicht, dass du etwas falsch gemacht hast. Was würde dir helfen, deine Anstrengung zu beurteilen?

Person: Darüber nachzudenken, ob ich den Mut hatte, mit ihr zu sprechen, und nicht darüber, ob sie weiterreden wollte. Ich kann mein Ziel erreicht haben, auch wenn ihre Antwort kurz ist. Dann werde ich beim Zuhören auch nicht auf eine bestimmte Reaktion warten.

Verkündiger: Verkündiger(in): Genau. Frag dich danach, was dir geholfen hat, diesen Schritt zu tun. Wenn du das erkennst, kannst du diese Erfahrung beim nächsten Mal nutzen, ohne Ergebnisse von dir zu verlangen, die nicht von dir abhängen.

Person: Ja, dieses Ziel scheint mir erreichbar. Ich werde den Text vor Samstag noch einmal lesen. Ich möchte den Gedanken gut verstehen, damit ich ihn mit meinen eigenen Worten erklären kann, statt ihr beim Sortieren der Fotos einen Vortrag zu halten.

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