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Wachtturm-Studium für die Woche vom 25. bis 31. Januar 2027

Wachtturm-Studium für die Woche vom 25. bis 31. Januar 2027

Wie man gute Freundschaften pflegt

1, 2. Was fällt vielen schwer?

Antwort 1: Vielen fällt es schwer, echte Freunde zu finden und diese Freundschaften zu bewahren. Das kann auch innerhalb der Versammlung vorkommen. Der Absatz erinnert uns daran, dass gute Freunde viel mehr bedeuten, als nur Menschen zu kennen: Man kann auf ihre Liebe und Unterstützung zählen, wenn es einem gut geht, aber auch wenn Schwierigkeiten auftreten. Wenn wir erkennen, dass wir diese Art von Freundschaft brauchen, kann uns das motivieren, Zeit und Mühe darauf zu verwenden, sie zu pflegen.

Psalmen 119:63 — Ein Freund bin ich von allen, die Ehrfurcht vor dir haben, und von denen, die sich an deine Anordnungen halten.

Antwort 2: Dieser Psalm hebt eine sehr wichtige Grundlage für die Wahl von Freunden hervor: Sie sollten Jehova lieben und ihm gehorchen wollen. Auch wenn es uns manchmal schwerfällt, eine tiefe Freundschaft aufzubauen, können wir in der Versammlung Menschen finden, die diese Einstellung haben. Ihre Gesellschaft wird uns nicht nur das Gefühl geben, geliebt zu werden, sondern uns auch helfen, geistig und emotional stark zu bleiben. Deshalb lohnt es sich, unsere Brüder und Schwestern besser kennenzulernen.

Antwort 3: Vielleicht fällt es uns nicht nur schwer, eine Freundschaft zu beginnen, sondern sie auch zu bewahren. Der Artikel weist darauf hin, dass echte Freunde sich in guten und in schlechten Zeiten unterstützen. Das hilft uns, Freundschaft als eine Beziehung zu sehen, die fortwährende Aufmerksamkeit braucht, und nicht als etwas, das sich von selbst erhält. Statt nur darauf zu hoffen, dass uns jemand begleitet, können wir uns fragen, wie wir selbst unsere Freunde begleiten.

Antwort 4: Ein schöner Gedanke aus dem Absatz ist, dass Freundschaft uns nicht nur wegen dessen glücklich macht, was wir erhalten, sondern auch wegen dessen, was wir geben. Auch wenn es uns schwerfällt, Freunde zu finden, macht es uns Freude, anderen Liebe zu zeigen und sie zu unterstützen. Wir können also unseren Blickwinkel ändern: Denken wir nicht nur daran, wie sehr wir einen guten Freund brauchen, sondern auch daran, wie gut wir einem Bruder tun können, wenn wir uns wie echte Freunde verhalten.

3. Welche Einstellung sollten wir vermeiden, wenn wir gute Freundschaften schließen wollen, und was müssen wir tun?

Antwort 1: Wir sollten vermeiden, uns zu sehr auf uns selbst zu konzentrieren. Wenn wir unseren Vorlieben, Problemen oder Wünschen immer den Vorrang geben, werden sich andere in unserer Nähe kaum wohlfühlen. Um gute Freundschaften zu schließen, müssen wir uns aufrichtig für das Wohl unserer Brüder und Schwestern interessieren. Das bedeutet, dass unsere Aufmerksamkeit nicht nur darauf gerichtet ist, was uns eine Freundschaft bringen kann, sondern auch darauf, wie wir dem anderen Gutes tun können.

Philipper 2:3-4 — Tut nichts aus Streitsucht oder Egoismus, sondern achtet andere in Demut höher als euch selbst. Habt nicht nur eure eigenen Interessen im Auge, sondern auch die der anderen.

Antwort 2: Paulus hilft uns, das richtige Gleichgewicht zu finden. Es geht nicht darum, unsere eigenen Bedürfnisse zu ignorieren, sondern auch die Bedürfnisse anderer im Blick zu behalten. Demut hilft uns zu erkennen, dass ihre Interessen Aufmerksamkeit verdienen. Wenn wir diesen Rat anwenden, dreht sich nicht mehr alles um uns, und wir zeigen das aufrichtige Interesse, das eine Freundschaft möglich macht.

Antwort 3: Eine selbstsüchtige Einstellung ist in der Welt weit verbreitet, aber wir wollen nicht zulassen, dass sie unsere Freundschaften beeinflusst. Der Absatz lädt uns ein, unsere eigene Einstellung zu untersuchen, statt nur darüber nachzudenken, was andere für uns tun sollten. Eine hilfreiche Frage wäre: Interessiere ich mich wirklich dafür, wie es meinen Brüdern und Schwestern geht? Dieses Interesse muss aufrichtig sein, denn wir wollen nicht einfach nur Gesellschaft haben, sondern zum Wohl des anderen beitragen.

Antwort 4: Wir müssen lernen, uns für andere zu interessieren. Das Wort „lernen“ ist ermutigend, weil es zeigt, dass wir uns verbessern können, auch wenn es uns jetzt noch schwerfällt, unsere eigenen Sorgen hinter uns zu lassen. In einem Gespräch können wir beispielsweise einem Bruder Raum geben zu erzählen, wie er sich fühlt, und seiner Antwort aufmerksam zuhören. So setzen wir den Gedanken aus dem Absatz um: Wir konzentrieren uns nicht ausschließlich auf uns selbst und zeigen, dass uns auch das Wohl des anderen wichtig ist.

4. Warum sollten wir uns nicht absondern? (2. Johannes 12; siehe auch die Bilder.)

Antwort 1: Wir sollten uns nicht absondern, weil zu viel Zeit allein uns emotional und geistig schwächen kann. Außerdem fühlen wir uns vielleicht unwohl oder ängstlich, wenn wir mit anderen zusammen sind, und dadurch wird es noch schwieriger, Beziehungen aufzubauen. Der Absatz sagt nicht, dass wir nie allein sein sollten, sondern dass wir auf Gewohnheiten achten müssen, durch die wir uns immer mehr von anderen entfernen. Wenn wir nach Gelegenheiten suchen, persönlich mit anderen zu sprechen, hilft uns das, nicht in Isolation zu geraten.

Hebräer 10:24-25 — Auch lasst uns aufeinander achten und uns gegenseitig zur Liebe und zu guten Taten anspornen. Und geben wir unser Zusammenkommen nicht auf, wie manche es sich angewöhnt haben, sondern machen wir uns gegenseitig Mut — und das umso mehr, je näher ihr den Tag herankommen seht.

Antwort 2: Diese Verse zeigen, dass wir den Kontakt zu unseren Brüdern und Schwestern brauchen, um uns gegenseitig zu ermutigen. Wenn wir Zeit miteinander verbringen, können wir ihre Bedürfnisse wahrnehmen und uns gegenseitig dazu anspornen, das zu tun, was Jehova gefällt. Isolation zu vermeiden kommt deshalb nicht nur uns selbst zugute. Es ermöglicht auch, dass unsere Anwesenheit und unser Interesse für andere eine Quelle der Ermutigung sind.

Antwort 3: Die Bilder zeigen, dass wir uns sogar isolieren können, wenn wir von Menschen umgeben sind. Auf einem Bild ist die Schwester während eines geselligen Treffens mit ihrem Handy beschäftigt; auf dem anderen unterhält sie sich mit ihren Freunden. Dieser Gegensatz lädt uns ein, zu überprüfen, wie wir unser Handy benutzen. Es reicht nicht, körperlich anwesend zu sein: Um Freundschaften zu pflegen, müssen wir den Menschen in unserer Nähe Aufmerksamkeit schenken und Gelegenheiten nutzen, mit ihnen Kontakt zu haben.

Antwort 4: Viele Kontakte in sozialen Netzwerken bedeuten nicht unbedingt, dass man tiefe Freundschaften hat. Der Absatz ermuntert uns, nicht zuzulassen, dass die Zeit im Internet den persönlichen Umgang ersetzt. Es stimmt, dass es uns guttun kann, eine Weile allein zu sein, aber wir brauchen Ausgeglichenheit. Wir können uns fragen, ob unsere Gewohnheiten uns unseren Brüdern und Schwestern näherbringen oder ob sie uns nach und nach weniger Gelegenheiten lassen, Zeit mit ihnen zu verbringen.

5. Warum ist es wichtig, unsere Gefühle auszudrücken?

Antwort 1: Das ist wichtig, weil Jehova uns mit dem Bedürfnis erschaffen hat, auszudrücken, was wir empfinden. Wenn wir unsere Gedanken und Gefühle nie mitteilen, wird es für andere schwer sein, uns gut kennenzulernen und eine tiefe Freundschaft mit uns aufzubauen. Wenn wir dagegen mit einem Freund darüber sprechen, was uns bewegt, zeigen wir ihm, dass wir ihm vertrauen. Er schätzt dieses Vertrauen vielleicht sehr, und unsere Beziehung wird stärker, wenn wir einander besser kennenlernen.

Johannes 11:35 — Da kamen Jesus die Tränen,

Antwort 2: Jesus verbarg seine Gefühle vor seinen Jüngern nicht immer. Das lehrt uns, dass es mit starkem Glauben vereinbar ist, Traurigkeit auszudrücken. Sein Beispiel kann uns helfen, wenn es uns schwerfällt, einem Freund zu zeigen, wie wir uns fühlen. Wir müssen nicht so tun, als würde uns nichts berühren. Wenn wir unsere Gefühle jemandem anvertrauen, können wir ihm näherkommen und ihm die Gelegenheit geben, uns Zuneigung zu zeigen.

Antwort 3: Unsere Gefühle auszudrücken bedeutet nicht, jedem alles zu erzählen. Der Absatz macht deutlich, dass die Bibel uns auch lehrt, umsichtig zu sein und zu erkennen, wann es angebracht ist zu reden oder zu schweigen. Wir brauchen also Ausgeglichenheit: Wir sollten weder unbedacht alles offenlegen, was wir denken, noch unser Herz völlig verschließen. Wir können einem vertrauten Freund mitteilen, was uns Sorgen macht, ohne uns deshalb verpflichtet zu fühlen, ihm jedes Detail unseres Lebens zu erzählen.

Antwort 4: Isolation besteht nicht immer darin, körperlich allein zu sein. Wir könnten auch mit anderen Umgang haben und trotzdem niemandem erlauben, unsere Gefühle kennenzulernen. Der Absatz hilft uns zu erkennen, dass emotionale Nähe mehr erfordert, als über allgemeine Themen zu sprechen. Wenn wir uns einem Freund öffnen, zeigen wir ihm, dass wir ihm vertrauen. Dieses Vertrauen kann unsere Beziehung enger machen und dazu führen, dass wir uns beide verbundener fühlen.

6. Was können wir tun, wenn wir schüchtern sind? (Siehe auch den Kasten „Mit Schüchternheit umgehen“.)

Antwort 1: Wenn wir schüchtern sind, können wir Jehova um Hilfe bitten und dann entsprechend unseren Gebeten handeln. Wir müssen nicht mit etwas Schwierigen anfangen. Der Absatz schlägt vor, jemandem im Königreichssaal, den wir noch nicht gut kennen, zuzulächeln und ihn zu begrüßen. Dieser kleine Schritt ermöglicht es uns, Zuneigung zu zeigen, auch wenn wir noch nervös sind. Wichtig ist, dass wir uns durch unsere Schüchternheit nicht völlig davon abhalten lassen, auf unsere Brüder und Schwestern zuzugehen.

Philipper 2:13 — Denn Gott ist derjenige, der euch sowohl den Wunsch als auch die Kraft gibt, das zu tun, was ihm gefällt.

Antwort 2: Dieser Text gibt uns einen Grund, zuversichtlich zu beten: Jehova kann uns sowohl den Wunsch als auch die Kraft geben zu handeln. Wenn uns Schüchternheit bremst, müssen wir uns nicht ausschließlich auf unsere Willenskraft verlassen. Wir können ihn um Hilfe bitten und einen einfachen Schritt machen, um auf jemanden zuzugehen, im Vertrauen darauf, dass er unsere Bemühungen unterstützt, Liebe zu zeigen.

Antwort 3: Es kann uns helfen, den Mittelpunkt unserer Aufmerksamkeit zu verlagern. Statt ständig darüber nachzudenken, was andere von uns halten werden, können wir uns daran erinnern, warum wir unsere Brüder und Schwestern lieben. Dann lautet die Frage nicht mehr nur, ob wir einen guten Eindruck machen werden, sondern wie wir ihnen Zuneigung zeigen können. Dieser Blickwinkel gibt uns einen wertvollen Grund, auf sie zuzugehen, auch wenn die Schüchternheit nicht sofort verschwindet.

Antwort 4: Der Absatz nennt eine sehr einfache Möglichkeit, das Eis zu brechen: Wir können jemanden fragen, wie sein Tag war, und aufmerksam zuhören. Wir müssen kein brillantes Gespräch vorbereiten und auch nicht die ganze Zeit reden. Aufrichtiges Interesse zeigt sich ebenfalls darin, dass wir zuhören. Dieser Vorschlag kann uns beruhigen, wenn wir schüchtern sind, weil wir mit einer einfachen Frage beginnen und uns auf die andere Person konzentrieren können, statt uns zu viele Gedanken darüber zu machen, was wir danach sagen werden.

7. Wie fühlen wir uns manchmal, und was ist dann gut?

Antwort 1: Manchmal fühlen wir uns durch die täglichen Verpflichtungen emotional erschöpft und haben das Gefühl, weder die Kraft noch die Zeit zu haben, Freundschaften zu pflegen. Der Absatz räumt ein, dass wir Ruhe brauchen, erinnert uns aber auch daran, dass wir Freunde brauchen. Deshalb ist es gut, für ein Gleichgewicht zu sorgen. Auch wenn wir gelegentlich nicht viel Lust auf Gesellschaft haben, kann uns die Zeit mit unseren Brüdern helfen, Freundschaften zu entwickeln, die uns später Mut machen und Unterstützung geben.

Sprüche 11:25 — Dem Großzügigen wird es gut gehen, und wer andere erfrischt, wird selbst erfrischt.

Antwort 2: Dieser Spruch hilft uns zu erkennen, dass es uns nicht immer Kraft raubt, anderen Mut zu machen; es kann uns auch selbst stärken. Wenn wir müde sind, denken wir vielleicht nur an die Anstrengung, die mit dem Umgang mit anderen verbunden ist. Doch die Zeit, die wir einem Freund widmen, kann für beide von Nutzen sein. Deshalb sollten wir nicht nur daran denken, wie schwer es uns fällt, auf andere zuzugehen, sondern auch daran, wie gut es uns tun kann.

Antwort 3: Wenn wir eine Weile Ruhe brauchen, tun wir nichts Falsches. Der Absatz erkennt dieses Bedürfnis an und stellt Freundschaft nicht als eine weitere erschöpfende Verpflichtung dar. Gleichzeitig hilft er uns, nicht zu denken, dass Alleinsein immer die einzige Möglichkeit ist, neue Kraft zu schöpfen. Eine gute Freundschaft kann uns auch emotional und geistig stärken. Wichtig ist, dass wir wegen unserer Müdigkeit den Kontakt zu anderen nicht ständig vernachlässigen.

Antwort 4: Es ist gut, daran zu denken, dass Freundschaften Zeit brauchen. Wenn wir warten, bis wir völlig ausgeruht und frei von Verpflichtungen sind, wird es uns vielleicht schwerfallen, eine Gelegenheit zu finden, sie zu pflegen. Der Absatz ermuntert uns, uns auch dann etwas anzustrengen, wenn wir nicht viel Lust auf Gesellschaft haben. Es geht nicht darum, unsere Grenzen zu ignorieren, sondern darum zu erkennen, dass die Zeit mit guten Freunden uns ebenfalls helfen kann, die nötige Zuversicht wiederzugewinnen.

8. a) Warum ist es gut, eine große Vielfalt an Freunden zu haben?

Antwort 1: Eine große Vielfalt an Freunden bereichert unser Leben und kann uns helfen, als Christen zu wachsen. Wenn wir nur Menschen in unserem Alter, aus unserer Kultur oder mit unseren Interessen suchen, schränken wir selbst unsere Möglichkeiten ein, gute Freundschaften zu schließen. Der Absatz vergleicht diese Einschränkung mit einem Blumentopf, der für eine Pflanze zu klein ist. Wenn wir unseren Freundeskreis erweitern, entdecken wir, dass wir die Freundschaft von Brüdern genießen können, die uns zunächst sehr unterschiedlich erscheinen.

Philipper 2:19-22 — Nun hoffe ich im Herrn Jesus, dass ich Timọtheus bald zu euch schicken kann, damit ich ermutigt werde, wenn ich etwas von euch höre. Denn ich habe sonst niemand, der die gleiche Einstellung hat wie er und sich aufrichtig um eure Belange kümmern wird. Alle anderen sind auf ihre eigenen Interessen aus und nicht auf die von Jesus Christus. Doch ihr wisst, wie gut er sich bewährt hat, dass er wie ein Kind mit dem Vater hart mit mir gearbeitet hat, um die gute Botschaft zu fördern.

Antwort 2: Paulus schätzte Timotheus wegen seiner geistigen Eigenschaften. Ihre Freundschaft zeigt, dass Unterschiede einer engen Verbundenheit nicht im Weg stehen, wenn wir die Liebe zu Jehova teilen.

Antwort 3: Freunde mit unterschiedlichen Hintergründen helfen uns, Ähnlichkeit nicht mit Gleichheit zu verwechseln. Vielleicht gibt es in der Versammlung niemanden in unserem Alter oder mit denselben Hobbys. Das bedeutet aber nicht, dass wir keine guten Freunde finden können. Das Beispiel von Paulus und Timotheus ermuntert uns, über solche Unterschiede hinauszusehen. Wir können auf die Liebe achten, die unsere Brüder zu Jehova haben, und auf die Eigenschaften, die sie zu wertvollen Freunden machen.

8. b) Was lehrt uns das, was der Apostel Paulus über Timotheus sagte? (Philipper 2:19-22).

Antwort 1: Es lehrt uns, dass geistige Eigenschaften zwei Menschen eng verbinden können, auch wenn sie unterschiedlich sind. Paulus schätzte besonders, dass Timotheus sich aufrichtig um die Brüder kümmerte. Er beurteilte ihn nicht nur danach, was sie persönlich gemeinsam hatten. Auch wir können bei der Wahl von Freunden ihrem Interesse an anderen und ihrer Liebe zu Jehova mehr Bedeutung beimessen als ihrem Alter oder ihren Interessen.

Antwort 2: Paulus erklärte, dass Timotheus seinen Wert dadurch bewiesen hatte, dass er an seiner Seite bei der Verbreitung der guten Botschaft diente. Das hilft uns zu verstehen, warum er ihn so sehr schätzte: Er kannte seine Einstellung und hatte gesehen, wie er handelte. Wir können diesen Gedanken anwenden, indem wir Brüdern Gelegenheiten geben, sodass wir ihre Eigenschaften kennenlernen. Wenn wir nur auf die Unterschiede achten, die uns anfangs auffallen, könnten wir einen guten Freund übersehen.

Antwort 3: Mich berührt die Zuneigung, mit der Paulus seine Zusammenarbeit mit Timotheus beschrieb und sie mit der eines Sohnes mit seinem Vater verglich. Ihre Beziehung zeigt, dass Unterschiede einer sehr engen Freundschaft nicht im Weg stehen. Wir müssen also niemanden suchen, der genauso ist wie wir. Wir können unseren Freundeskreis erweitern und diejenigen schätzen, die den Wunsch teilen, Jehova zu dienen, und echtes Interesse an den Brüdern zeigen.

9. Was müssen wir tun, um Freunde zu haben?

Antwort 1: Um Freunde zu haben, müssen wir uns zuerst selbst wie Freunde verhalten. Das erfordert von uns Anstrengungen; wir dürfen nicht nur darauf warten, dass jemand die Initiative ergreift. Der Absatz nennt fünf Eigenschaften, die uns helfen werden: Loyalität, Dankbarkeit, Zuneigung, Vergebungsbereitschaft und Großzügigkeit. Wir können überlegen, welche dieser Eigenschaften wir noch stärker entwickeln müssen, und anfangen, sie gegenüber den Brüdern anzuwenden, die wir bereits kennen.

Antwort 2: Wir müssen uns sowohl bemühen, Freundschaften zu beginnen, als auch sie zu erhalten. Es reicht nicht, uns am Anfang gut mit jemandem zu verstehen; wir müssen weiterhin loyal, dankbar und liebevoll mit ihm umgehen. Außerdem müssen wir vergeben und großzügig sein. Diese Hinweise helfen uns zu erkennen, dass eine starke Freundschaft davon abhängt, wie wir normalerweise mit jemandem umgehen, und nicht nur von einem angenehmen Moment, den wir miteinander erlebt haben.

Antwort 3: Der Absatz lädt uns ein, uns auf das zu konzentrieren, was wir selbst tun können. Statt uns nur zu fragen, warum wir nicht mehr Freunde haben, können wir uns prüfen und überlegen, was für ein Freund wir sind. Sind wir loyal und dankbar? Zeigen wir Zuneigung? Sind wir bereit zu vergeben und zu teilen? Dieser Ansatz verwandelt unseren Wunsch nach Freunden in konkrete Handlungen, die dazu beitragen, gute Beziehungen aufzubauen und zu erhalten.

10. Warum sollten wir unseren Freunden gegenüber loyal sein, und wie können wir das zeigen?

Micha 6:8 — Er hat dir mitgeteilt, o Mensch, was gut ist. Und was erwartet Jehova von dir? Nur dies: Recht zu üben, Loyalität von Herzen zu lieben und deinen Weg bescheiden mit deinem Gott zu gehen!

Antwort 1: Wir sollten loyal sein, weil Jehova diese Eigenschaft schätzt und erwartet, dass wir sie lieben. Er selbst gibt uns das Beispiel, indem er seine Freunde trotz ihrer Unvollkommenheit nicht im Stich lässt. Wir ahmen ihn nach, wenn wir sowohl in guten Zeiten als auch in Schwierigkeiten zu unseren Freunden halten. So hängt unsere Loyalität nicht nur davon ab, ob die Beziehung leicht oder angenehm ist.

Antwort 2: Eine wichtige Möglichkeit, loyal zu sein, besteht darin, den guten Ruf unserer Freunde zu schützen. Der Absatz sagt, dass wir gut über sie reden. Loyalität zeigt sich also auch dann, wenn sie nicht anwesend sind. Wir können uns fragen, ob unsere Worte dazu beitragen, dass andere sie respektieren, oder ob sie ihnen schaden könnten. Darauf zu achten, wie wir über sie sprechen, ist eine Art zu zeigen, dass uns ihre Freundschaft wichtig ist und sie uns vertrauen können.

Antwort 3: Loyal zu sein bedeutet, unsere Freunde unter verschiedenen Umständen zu begleiten. Wir sind nicht nur da, um eine Freude mit ihnen zu teilen, sondern möchten ihnen auch beistehen, wenn sie leiden. Manchmal können wir uns mit ihnen freuen, ein anderes Mal müssen wir ihnen zuhören und ihre Traurigkeit teilen. Diese Beständigkeit spiegelt Jehovas Beispiel wider. Außerdem wissen unsere Freunde dadurch, dass sie nicht erst eine gute Zeit durchmachen müssen, um auf unsere Zuneigung zählen zu können.

Antwort 4: Loyalität kann das Vertrauen zwischen Freunden sehr stärken. Der Absatz erinnert daran, dass Prisca und Aquila bereit waren, sich für Paulus in Gefahr zu bringen. Das zeigt, wie weit die Unterstützung guter Freunde gehen kann. Das bedeutet nicht, dass wir von anderen solche Opfer verlangen. Vielmehr werden wir ermuntert, selbst eine feste Freundschaft zu pflegen und durch unsere Taten zu zeigen, dass wir diejenigen, die uns wichtig sind, nicht im Stich lassen, wenn sie Hilfe brauchen.

11. a) Warum sollten wir unseren Freunden dankbar sein?

Antwort 1: Wir sollten dankbar sein, weil Dankbarkeit die Zuneigung zwischen Freunden stärkt, während fehlende Dankbarkeit die Beziehung sehr schwächen kann. Wenn jemand etwas Gutes für uns tut, möchten wir ihn nicht so behandeln, als wäre er dazu verpflichtet. Ihm zu danken zeigt, dass wir seine Güte bemerkt haben und sie schätzen. Diese einfache Reaktion trägt dazu bei, dass unsere Freundschaft nicht zu einer Beziehung wird, in der wir nur erwarten, etwas zu bekommen.

Kolosser 3:15 — Der Frieden des Christus soll in eurem Herzen herrschen, denn zu diesem Frieden seid ihr in einem einzigen Körper berufen worden. Und zeigt, dass ihr dankbar seid.

Antwort 2: Paulus zählt Dankbarkeit zu den Eigenschaften, die wir zeigen sollten. Es reicht also nicht, innerlich Wertschätzung zu empfinden; wir sollten sie auch zum Ausdruck bringen. In unseren Freundschaften können wir diesen Rat anwenden, indem wir nicht als selbstverständlich ansehen, was andere für uns tun. Wenn wir ihnen für ihre Hilfe danken, tragen wir dazu bei, dass die Zuneigung und die Verbundenheit zwischen uns wachsen.

Antwort 3: Dankbarkeit schützt uns davor, uns so sehr an die Güte eines Freundes zu gewöhnen, dass wir sie nicht mehr schätzen. Vielleicht hat uns jemand schon oft geholfen, aber dadurch wird das, was er weiterhin für uns tut, nicht weniger wichtig. Der Absatz ermuntert uns, immer dankbar zu sein. Deshalb sollten wir uns angewöhnen, auch unseren engsten Freunden zu danken, statt zu denken, sie wüssten ja bereits, wie sehr wir ihre Hilfe schätzen.

Antwort 4: Das Bild von der älteren Schwester zeigt eine sehr schöne Anwendung. Nachdem sie Besuch und Hilfe von dem Ehepaar erhalten hat, bereitet sie eine Karte vor, um sich für das zu bedanken, was sie getan haben. Dankbarkeit wird nicht als etwas Schwieriges dargestellt, sondern als Ausdruck von Wertschätzung. Auch wir können nach einer einfachen und aufrichtigen Möglichkeit suchen, unseren Freunden für ihre Hilfe zu danken. So zeigen wir ihnen, dass ihre Güte nicht unbemerkt geblieben ist.

11. b) Wie zeigte Jesus, dass es wichtig ist, dankbar zu sein? (Lukas 17:11-18; siehe auch die Bilder.)

Antwort 1: Jesus lehrte das, indem er hervorhob, wie der Aussätzige reagierte, der zurückkam, um sich zu bedanken. Er hatte zehn geheilt, aber nur einer kehrte zurück, um seine Dankbarkeit auszudrücken und Gott zu verherrlichen. Jesus machte auf diesen Unterschied aufmerksam. Dadurch zeigte er, dass es nicht dasselbe ist, etwas Gutes zu empfangen und dafür dankbar zu sein. Wir können diese Lektion anwenden, indem wir darauf achten, dass die Erleichterung oder Freude über erhaltene Hilfe uns nicht vergessen lässt, wer uns geholfen hat.

Antwort 2: Der Bericht von Lukas zeigt, dass Jesus sowohl die Dankbarkeit als auch ihr Fehlen bemerkte. Er behandelte die Reaktion des Mannes, der zurückkam, nicht als unwichtiges Detail. Das lehrt uns, dass es wertvoll ist, Dankbarkeit auszudrücken. In einer Freundschaft sollten wir nicht annehmen, es genüge, dass wir uns über den erhaltenen Gefallen freuen. Wir können innehalten und der betreffenden Person sagen, wie sehr wir ihre Güte schätzen, und so die Haltung des Mannes nachahmen, der zurückkam.

Antwort 3: Jesus wies darauf hin, dass der Mann, der zurückkam, Gott verherrlicht hatte. Damit verband er seine Dankbarkeit mit etwas Tieferem als einer bloßen Förmlichkeit. Der Mann erkannte das Gute an, das er empfangen hatte, und brachte es zum Ausdruck. Für uns bedeutet das, die Güte, die andere uns zeigen, von Herzen zu schätzen. Wenn wir ihnen für ihre Hilfe danken, zeigen wir, dass wir ihre Anstrengungen nicht als selbstverständlich betrachten, sondern als Ausdruck von Zuneigung, den wir schätzen.

Antwort 4: Die Bilder helfen uns, Jesu Lehre auf unser Leben zu übertragen. Der Aussätzige war für seine Heilung dankbar, und die ältere Schwester dankt für die praktische Hilfe und die Gesellschaft, die sie erhalten hat. Die Situationen sind unterschiedlich, doch in beiden Fällen wird Wertschätzung für etwas Gutes ausgedrückt. So lernen wir, dass wir nicht auf außergewöhnliche Hilfe warten müssen, um zu danken. Auch die alltäglichen Aufmerksamkeiten unserer Freunde verdienen eine aufrichtige Reaktion der Dankbarkeit.

12. Was lernen wir aus dem Beispiel Jehovas und Jesu? (Johannes 11:3, 5, 33-36; 13:1.)

Lukas 3:22 — und der heilige Geist kam in Form einer Taube auf ihn herab, und eine Stimme kam aus dem Himmel: „Du bist mein Sohn, mein geliebter Sohn. Ich habe Gefallen an dir. “

Antwort 1: Jehova brachte deutlich zum Ausdruck, wie sehr er Jesus liebte. Obwohl sein Sohn bereits wusste, dass er ihn liebte, war es für ihn sehr wertvoll, diese Liebeserklärung zu hören. Wir lernen daraus, dass wir nicht als selbstverständlich voraussetzen sollten, unsere Freunde wüssten, wie sehr wir sie lieben. Es ihnen zu sagen kann unsere Beziehung stärken und ihnen das Gefühl geben, geliebt zu werden, selbst wenn wir schon lange befreundet sind.

Antwort 2: Jesus lehrt uns, dass Liebe auch darin besteht, den Schmerz unserer Freunde zu teilen. Der Bericht über Lazarus zeigt, wie sehr er diese Familie liebte und wie tief ihn ihr Leid bewegte. Er hielt emotional keinen Abstand. Wir können sein Beispiel nachahmen, indem wir uns wirklich dafür interessieren, was unsere Freunde empfinden, und ihnen Zuneigung zeigen, wenn sie traurig sind. Manchmal bringen unsere Gesellschaft und unser Einfühlungsvermögen viel von dem zum Ausdruck, was wir empfinden.

Antwort 3: Aus Jesu Beispiel lernen wir, dass Zuneigung beständig sein muss. Der Absatz hebt hervor, dass er seine Jünger bis zum Ende seines Lebens auf der Erde weiterliebte. Seine Liebe war keine vorübergehende Emotion und beschränkte sich nicht auf Worte. Das ermuntert uns, unseren Freunden im Lauf der Zeit weiterhin Zuneigung zu zeigen, statt zuzulassen, dass Vertrautheit oder Gewohnheit dazu führen, dass unsere liebevollen Äußerungen verschwinden.

Antwort 4: Die Liebe, die Jehova und Jesus zeigen, bewegt ihre Freunde dazu, diese Liebe zu erwidern. Der Absatz erklärt, dass Jehovas liebevolle Taten uns veranlassen, ihn noch mehr zu lieben, und erinnert daran, dass auch Petrus Jesus seine Zuneigung zeigte. Das lehrt uns, dass Liebesbeweise die gegenseitige Zuneigung stärken können. Wir müssen nicht immer darauf warten, dass der andere zuerst etwas sagt; wir können die Initiative ergreifen und so zu einer engeren Freundschaft beitragen.

13. Auf welche Arten zeigen wir unseren Freunden, dass wir sie lieben?

Antwort 1: Wir können ihnen zeigen, dass wir sie lieben, indem wir es ihnen sagen und ihre guten Eigenschaften loben. Manchmal empfinden wir große Wertschätzung für einen Freund, bringen sie aber fast nie zum Ausdruck. Der Absatz ermuntert uns, uns nicht zu schämen, Zuneigung zu zeigen. Wir können über eine Eigenschaft nachdenken, die wir an ihm wirklich schätzen, und es ihm sagen. Dann sind unsere Worte keine Floskel, sondern ein aufrichtiger Ausdruck dessen, was wir an dieser Person sehen und schätzen.

Römer 12:10 — Liebt einander wie Brüder und habt innige Zuneigung zueinander. Ergreift die Initiative, wenn es darum geht, einander Ehre zu erweisen.

Antwort 2: Dieser Rat ermuntert uns, die Initiative zu ergreifen und Zuneigung und Rücksichtnahme zu zeigen. Wir müssen nicht darauf warten, dass unsere Freunde zuerst ihre Zuneigung ausdrücken. Wir können ihnen zeigen, dass wir sie schätzen, und bereit sein, ihnen zu helfen. So ahmen wir das Beispiel Jehovas und Jesu nach, deren Liebe sich auf Arten zeigt, die ihre Freunde wahrnehmen können.

Antwort 3: Eine weitere Möglichkeit, Liebe zu zeigen, besteht darin, bereit zu sein zu helfen. Zuneigung beschränkt sich nicht darauf, schöne Worte zu sagen; sie zeigt sich auch darin, dass wir bereit sind, etwas für unsere Freunde zu tun. Der Absatz verbindet beides: auszudrücken, was wir empfinden, und Unterstützung anzubieten. Das veranlasst uns, darüber nachzudenken, ob unsere Freunde an unseren Taten die Liebe erkennen können, die wir für sie empfinden, besonders wenn sie Aufmerksamkeit oder praktische Hilfe brauchen.

Antwort 4: Wir zeigen Zuneigung auch, wenn wir bereit sind, einem Freund den nötigen Rat zu geben. Das kann uns mehr kosten, als ein Lob auszusprechen, doch der Absatz zeigt, dass beides zu einer aufrichtigen Freundschaft gehört. Wenn uns sein Wohl wirklich am Herzen liegt, denken wir nicht nur daran, ein schwieriges Gespräch zu vermeiden. Wir möchten, dass unser Rat Liebe und den Wunsch widerspiegelt, zu helfen, denn zu einer Freundschaft gehört auch, sich dafür zu interessieren, was dem anderen guttut.

14. Warum sollten wir bereit sein zu vergeben?

Antwort 1: Wir sollten bereit sein zu vergeben, weil unsere Freunde unvollkommen sind, genau wie wir. Sogar jemand, der uns sehr liebt, kann etwas sagen oder tun, was uns verletzt. Jehova erwartet von uns keine Vollkommenheit, daher wäre es auch nicht vernünftig, sie von unseren Freunden zu verlangen. Wenn wir daran denken, hilft uns das, nicht eine ganze Freundschaft wegen eines Fehlers zu beurteilen, sondern die Anstrengungen zu schätzen, die es gekostet hat, diese Beziehung zu pflegen.

Sprüche 17:9 — Wer eine Übertretung vergibt, bemüht sich um Liebe, doch wer ständig über eine Sache spricht, trennt gute Freunde.

Antwort 2: Dieses Sprichwort zeigt, dass unsere Reaktion auf eine Kränkung uns einander näherbringen oder voneinander trennen kann. Wenn wir vergeben, tragen wir dazu bei, die Liebe zu bewahren. Wenn wir jedoch ständig auf den Fehler zurückkommen, können wir die Freundschaft beschädigen. Vergeben bedeutet deshalb nicht nur zu sagen, die Sache sei erledigt; es bedeutet auch, das Geschehene nicht immer wieder zu benutzen, um es unserem Freund vorzuwerfen.

Antwort 3: Die Bereitschaft zu vergeben hilft uns, den Frieden zu suchen. Wenn ein Freund uns verletzt, können wir uns so sehr auf die Kränkung konzentrieren, dass wir vergessen, wie wertvoll unsere Beziehung ist. Der Absatz fordert uns auf, darüber nachzudenken, was wir verlieren könnten, wenn wir nicht vergeben: eine Freundschaft, deren Pflege Zeit und Mühe gekostet hat. Wenn wir dagegen eine friedliche Lösung suchen und von Herzen vergeben, können wir weiterhin eine tiefe Beziehung genießen.

Antwort 4: Vergeben verhindert auch, dass Groll uns schließlich schadet. Der Absatz warnt davor, dass wir, wenn wir dazu nicht bereit sind, am Ende wütend, verbittert und allein sein könnten. Es geht nicht darum zu leugnen, dass uns etwas verletzt hat, sondern darum zu entscheiden, wie wir reagieren werden. Wenn wir an unsere eigene Unvollkommenheit und an Jehovas Beispiel denken, kann uns das helfen, den Ärger nicht weiter zu nähren und Frieden und Liebe größere Bedeutung beizumessen.

15. Warum sollten wir gegenüber unseren Freunden großzügig sein?

Antwort 1: Großzügigkeit hilft uns, enge Freundschaften zu haben. Der Absatz macht deutlich, dass Teilen nicht nur bedeutet, materielle Dinge abzugeben, sondern auch unsere Zeit und Aufmerksamkeit einzusetzen. So kann jeder diese Eigenschaft zeigen. Selbst wenn wir nicht viele Mittel haben, können wir einem Freund geduldig zuhören und uns Zeit für ihn nehmen. Dadurch zeigen wir ihm, dass er uns wichtig ist und dass wir bereit sind, ihm einen Platz in unserem Leben einzuräumen.

Sprüche 11:25 — Dem Großzügigen wird es gut gehen, und wer andere erfrischt, wird selbst erfrischt.

Antwort 2: Dieses Sprichwort zeigt, dass Großzügigkeit auch demjenigen guttut, der sie zeigt. Wenn wir unseren Freunden Zeit und Aufmerksamkeit schenken, tragen wir zu einer Beziehung bei, in der beide Ermunterung erfahren können. Wir geben nicht, um im Gegenzug etwas zu verlangen, sondern weil uns ihr Wohlergehen am Herzen liegt. Diese Bereitschaft, andere zu trösten, ist eine gute Grundlage, um enge und dauerhafte Freundschaften zu pflegen.

Antwort 3: Wir sollten großzügig sein, weil selbst kleine Gesten eine Freundschaft stärken können. Der Absatz erwähnt, jemanden zum Essen einzuladen, eine Mitfahrgelegenheit anzubieten oder geduldig zuzuhören. Nicht jeder kann dasselbe tun, aber wir können nach einer Möglichkeit suchen, das zu teilen, was wir haben. So warten wir mit Großzügigkeit nicht, bis wir etwas Großes tun können. Eine einfache Geste kann sehr deutlich zeigen, dass uns unser Freund wichtig ist.

Antwort 4: Geduldig zuzuhören ist eine Form der Großzügigkeit, die der Absatz hervorhebt. Manchmal können wir einem Freund etwas geben, was er dringend braucht: unsere Aufmerksamkeit. Dazu reicht es nicht, einfach in seiner Nähe zu sein; wir müssen bereit sein, ihm Zeit zu widmen und uns für das zu interessieren, was er sagt. Wenn wir tiefe Freundschaften möchten, dürfen wir nicht unsere ganze Aufmerksamkeit für uns selbst reservieren. Sie zu teilen ist eine praktische Möglichkeit, Zuneigung zu zeigen und die Beziehung zu stärken.

16. Warum sind gute Freunde so wertvoll?

Antwort 1: Gute Freunde sind sehr wertvoll, weil sie unser Leben bereichern und uns helfen, Jehova treu weiter zu dienen. Ihr Wert beschränkt sich nicht auf die schönen Stunden, die wir gemeinsam verbringen. Sie können uns auch stärken, wenn wir entmutigt sind, und uns in schwierigen Zeiten beistehen. Der Absatz erinnert uns daran, dass wir diese Art Unterstützung brauchen. Deshalb verdienen unsere Freundschaften Zeit und Aufmerksamkeit — nicht nur dann, wenn wir gerade Energie übrig haben.

Sprüche 17:17 — Ein echter Freund zeigt immer Liebe und ist ein Bruder, der für Zeiten der Not geboren ist.

Antwort 2: Dieses Sprichwort hebt die Beständigkeit eines echten Freundes hervor. Seine Zuneigung verschwindet nicht, wenn Schwierigkeiten kommen; gerade dann ist seine Unterstützung besonders wertvoll. Das hilft uns, diejenigen zu schätzen, die an unserer Seite bleiben, wenn es uns nicht gut geht. Es fordert uns auch auf, solche Freunde zu sein — Menschen, auf die sich andere stützen können, und nicht nur Gefährten, mit denen man angenehme Stunden verbringt.

Antwort 3: Das Beispiel von Paulus zeigt, wie viel Gutes die Gegenwart eines Freundes bewirken kann. Wie der im Absatz angeführte Bericht zeigt, litt er unter Bedrängnissen und Ängsten und wurde getröstet, als Titus eintraf. Das erinnert uns daran, dass unsere Gesellschaft für jemanden, der entmutigt ist, sehr wertvoll sein kann. Wir sollten die Unterstützung, die wir einfach dadurch geben können, dass wir in der Nähe sind und echtes Interesse zeigen, nicht unterschätzen.

Antwort 4: Freunde, die Jehova lieben, sind besonders wertvoll, weil ihre Unterstützung uns auch geistig zugutekommt. Sie können uns helfen, in unserem Dienst für ihn weiterzumachen, und uns trösten, wenn wir eine Schwierigkeit durchmachen. Eine gute Freundschaft ist also nicht nur etwas Angenehmes, das wir unserem Leben hinzufügen; sie entspricht einem Bedürfnis. Wenn wir uns diesen Wert bewusst machen, sind wir motiviert, unsere Freunde zu pflegen und für das Gute dankbar zu sein, das sie für uns tun.

17. Warum können wir sicher sein, dass wir Freundschaften schließen können, die für immer halten? (Siehe den Kasten „Sie schlossen Freundschaften fürs Leben“.)

Antwort 1: Wir können zuversichtlich sein, weil Jehova uns die Fähigkeit gegeben hat, Freundschaften zu schließen und zu pflegen, und weil wir, die wir ihn lieben, für immer Freunde bleiben können. Der Absatz endet mit diesem ermunternden Gedanken. Freundschaft wird nicht als etwas dargestellt, das nur Menschen mit einer geselligen Persönlichkeit gelingt. Mit Jehovas Hilfe können wir Hindernisse überwinden, seinen Rat anwenden und Beziehungen pflegen, die für immer bestehen können.

Antwort 2: Unsere Zuversicht hängt damit zusammen, dass wir uns weiter anstrengen. Der Absatz fordert uns auf, uns an die praktischen Vorschläge zu erinnern und angesichts von Schwierigkeiten, Freunde zu finden, nicht aufzugeben. Wenn wir in Loyalität, Dankbarkeit, Zuneigung, Vergebung oder Großzügigkeit Fortschritte machen müssen, können wir weiter daran arbeiten. Jehova hat uns die Fähigkeit gegeben, solche Beziehungen zu pflegen, und die gemeinsame Liebe zu ihm bietet eine wertvolle Grundlage für dauerhafte Freundschaften.

Antwort 3: Mir gefällt, dass sich der Absatz nicht nur darauf konzentriert, neue Freunde zu finden. Er erinnert uns auch daran, die Freundschaften zu pflegen, die wir bereits haben. Wenn eine Beziehung Bestand haben soll, müssen wir ihr weiterhin Aufmerksamkeit und Zuneigung schenken. Der Gedanke, dass wir, die Jehova lieben, für immer Freunde sein können, gibt uns einen weiteren Grund, diese Freundschaften schon jetzt zu schätzen und sie nicht durch mangelnde Pflege schwächer werden zu lassen.

Welche Hindernisse gibt es beim Schließen von Freundschaften, und wie können wir sie überwinden?

Antwort 1: Ein Hindernis besteht darin, dass wir uns zu sehr auf uns selbst konzentrieren. Wir überwinden es, indem wir echtes Interesse am Wohlergehen unserer Brüder und Schwestern zeigen. Ein weiteres Hindernis ist Isolation, die körperlich oder emotional sein kann. Deshalb müssen wir Gelegenheiten suchen, uns persönlich mit anderen zu treffen, und lernen, unsere Gefühle jemandem anzuvertrauen. Es geht nicht darum, alles zu erzählen oder ständig Gesellschaft zu haben, sondern Gewohnheiten zu vermeiden, die uns für Freundschaften verschließen.

Antwort 2: Schüchternheit kann uns zurückhalten, besonders wenn wir uns viele Gedanken darüber machen, was andere von uns denken. Wir können Jehova um Hilfe bitten und kleine Schritte unternehmen, zum Beispiel lächeln, grüßen und aufmerksam zuhören. Der Artikel ermuntert uns außerdem, uns auf unsere Liebe zu den Brüdern und Schwestern zu konzentrieren. Dann denken wir nicht nur über unser eigenes Unbehagen nach, sondern darüber, wie wir der Person, auf die wir zugehen, ein gutes Gefühl geben können.

Sprüche 11:25 — Dem Großzügigen wird es gut gehen, und wer andere erfrischt, wird selbst erfrischt.

Antwort 3: Erschöpfung kann uns das Gefühl geben, keine Kraft für das Pflegen von Freundschaften zu haben. Dieses Sprichwort erinnert uns daran, dass es auch uns selbst erfrischen kann, wenn wir andere ermuntern. Wir müssen uns ausruhen, sollten aber nicht vergessen, dass gute Freunde uns stärken können. Deshalb ist es gut, Zeit allein mit persönlichem Umgang auszugleichen, statt zu denken, dass Kontakte uns immer noch müder machen.

Antwort 4: Auch der Gedanke, wir könnten nur mit Menschen unseres Alters, unserer Kultur oder unserer Interessen befreundet sein, kann uns einschränken. Wir überwinden dieses Hindernis, indem wir unseren Freundeskreis erweitern und geistigen Eigenschaften mehr Bedeutung beimessen. Paulus und Timotheus waren verschieden, aber sie hatten eine enge Freundschaft. Ihr Beispiel ermuntert uns, unsere Brüder und Schwestern besser kennenzulernen, bevor wir zu dem Schluss kommen, dass wir wenig gemeinsam haben oder niemanden finden können, mit dem wir Freundschaft schließen können.

Welche Vorschläge gibt es, um Freundschaften zu schließen und zu pflegen?

Antwort 1: Der Artikel nennt fünf Vorschläge: loyal, dankbar und großzügig zu sein, Zuneigung zu zeigen und zu vergeben. Sie alle helfen uns, so zu handeln, wie wir uns einen Freund wünschen. Loyalität können wir zeigen, indem wir in schwierigen Zeiten da sind; Dankbarkeit, indem wir uns für Hilfe bedanken; und Zuneigung, indem wir sagen, was wir an jemandem schätzen. Außerdem müssen wir die Fehler unserer Freunde vergeben und unsere Zeit und Aufmerksamkeit mit ihnen teilen.

Sprüche 17:9 — Wer eine Übertretung vergibt, bemüht sich um Liebe, doch wer ständig über eine Sache spricht, trennt gute Freunde.

Antwort 2: Ein wesentlicher Vorschlag ist, zu vergeben. Dieses Sprichwort erklärt, dass es gute Freunde trennen kann, wenn man immer wieder auf einer Kränkung herumreitet. Da wir alle unvollkommen sind, können wir keine Beziehung erwarten, in der nie Fehler gemacht werden. Wenn uns die Freundschaft wichtig ist, werden wir den Frieden fördern und vermeiden, dass ein Fehler immer wieder zum Vorwurf wird.

Antwort 3: Wir können Freundschaften stärken, indem wir unsere Wertschätzung sichtbar zeigen. Dazu gehört, Danke zu sagen, Zuneigung auszudrücken und die guten Eigenschaften unserer Freunde zu loben. Wir sollten nicht annehmen, dass sie solche Worte nicht mehr brauchen, nur weil wir uns schon lange kennen. Jehovas und Jesu Beispiel lehrt uns, wie wertvoll es ist, Liebe auszudrücken. Unsere aufrichtigen Zeichen von Dankbarkeit und Zuneigung können dazu beitragen, dass die Liebe zwischen uns weiter wächst.

Antwort 4: Loyalität und Großzügigkeit machen unsere Zuneigung zu praktischer Unterstützung. Wir sind loyal, wenn wir den guten Ruf unserer Freunde schützen und in Schwierigkeiten an ihrer Seite bleiben. Wir sind großzügig, wenn wir Mittel, Zeit und Aufmerksamkeit teilen. Es muss nicht immer etwas Großes sein: eine Mitfahrgelegenheit anzubieten, jemanden zum Essen einzuladen oder geduldig zuzuhören kann die Beziehung stärken. Wichtig ist, dass unsere Freunde spüren, dass uns ihr Wohlergehen wirklich am Herzen liegt.

Wie behandeln Jehova und Jesus ihre Freunde, und was lernen wir daraus?

Antwort 1: Jehova behandelt seine Freunde mit loyaler Liebe und verlässt sie nicht, nur weil sie unvollkommen sind. Auch Jesus zeigte seinen Jüngern beständige Liebe. Das lehrt uns, dass Freundschaft nicht davon abhängen sollte, dass der andere niemals Fehler macht oder dass immer alles leichtgeht. Wir können sie nachahmen, indem wir zu unseren Freunden halten, ihnen Zuneigung zeigen und bereit sind zu vergeben, wenn uns etwas verletzt.

Sprüche 17:17 — Ein echter Freund zeigt immer Liebe und ist ein Bruder, der für Zeiten der Not geboren ist.

Antwort 2: Die beständige Freundschaft, die dieses Sprichwort beschreibt, stimmt mit dem Beispiel Jehovas und Jesu überein. Sie zeigen Liebe und Unterstützung und wenden sich nicht von ihren Freunden ab, wenn diese leiden. Wir lernen daraus, dass auch wir in schwierigen Zeiten für andere da sein müssen. Um eine Freundschaft zu pflegen, reicht es nicht, gemeinsam schöne Zeiten zu genießen. Wir müssen uns für den Schmerz des anderen interessieren und ihm Trost anbieten, wenn er ihn braucht.

Antwort 3: Jehova und Jesus zeigen ihre Zuneigung und verbergen sie nicht. Jehova ließ Jesus wissen, wie sehr er ihn liebte, und Jesus zeigte seinen Freunden Zuneigung und Einfühlungsvermögen. Das lehrt uns, nicht einfach anzunehmen, dass andere schon wissen, was wir empfinden. Wir können ihnen sagen, dass wir sie lieben, ihre guten Eigenschaften hervorheben und Interesse an ihren Gefühlen zeigen. Solche aufrichtigen Äußerungen tragen dazu bei, dass die Freundschaft stärker wird.

Antwort 4: Jehova interessiert sich für die Stimmung seiner Freunde und tröstet sie. Der Artikel erinnert daran, wie Paulus durch die Anwesenheit von Titus getröstet wurde. Auch Jesus zeigte Mitgefühl für das Leiden der Menschen, die ihm lieb waren. Wir können sie nachahmen, indem wir bereit sind, unseren Freunden Zeit und Aufmerksamkeit zu schenken. Manchmal wird unsere Gesellschaft eine wichtige Hilfe sein. So zeigen wir, dass sich unsere Zuneigung nicht auf Worte beschränkt, sondern uns zum Handeln bewegt.

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