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Wachtturm-Studium für die Woche vom 11. bis 17. Januar 2027

Wachtturm-Studium für die Woche vom 11. bis 17. Januar 2027

Hirten, die sich wirklich um die Schafe kümmern

1, 2. a) Wie helfen uns die Ältesten?

Jeremia 3:15 — Und ich werde euch Hirten nach meinem Herzen geben und sie werden euch mit Erkenntnis und Einsicht weiden.

Antwort 1: Die Ältesten helfen uns, indem sie uns geistige Nahrung geben, die unseren Bedürfnissen entspricht. Wie dieser Vers zeigt, brauchen sie dafür Erkenntnis und Einsicht. Es geht nicht einfach darum, uns zu sagen, was wir tun sollen, sondern darum, unsere Situation zu verstehen und liebevoll die Bibel anzuwenden. So können sie uns Orientierung geben, wenn wir vom richtigen Weg abkommen, uns stärken, wenn wir uns schwach fühlen, und uns helfen, Jehova nahe zu bleiben.

Antwort 2: Eine besonders wertvolle Hilfe ist zeitgemäßer Rat. Manchmal bemerkt ein Ältester, dass wir einen Weg einschlagen, der uns schaden könnte, und kommt auf uns zu, um anhand der Bibel mit uns zu vernünftig zu argumentieren. Auch wenn es nicht immer leicht ist, Rat anzunehmen, können wir uns daran erinnern, dass dieses Interesse ein Ausdruck von Liebe ist. Er möchte unsere Freundschaft mit Jehova schützen, nicht uns ein schlechtes Gefühl geben.

Antwort 3: Sie trösten uns auch in besonders schmerzlichen Momenten, zum Beispiel wenn wir einen geliebten Menschen verlieren. Und wenn wir uns unwürdig fühlen, können sie uns daran erinnern, wie sehr Jehova uns liebt. Diese Aufmerksamkeit ist sehr wertvoll, weil nicht alle Schwierigkeiten von außen sichtbar sind. Zu wissen, dass sich ein Ältester für unsere Gefühle interessiert, kann uns helfen, die geistige Unterstützung anzunehmen, die wir in solchen Momenten brauchen.

Antwort 4: Marias Erfahrung zeigt, dass Hirtenbesuche den Ältesten ermöglichen, uns besser kennenzulernen und herauszufinden, wie sie uns helfen können. Sie merkt, dass sie wirklich verstehen möchten, was sie bewegt. Das lehrt uns, dass es beim Hüten nicht nur darum geht, biblische Informationen zu vermitteln. Es bedeutet auch, ein Vertrauensverhältnis aufzubauen, damit sich der Bruder geliebt fühlt und ruhig über seine Sorgen sprechen kann.

1, 2. b) Was hat Jehova getan, damit wir die nötige geistige Unterstützung erhalten? (Siehe auch den Kasten „Der Hirte in biblischer Zeit“.)

Jeremia 23:4 — Und ich werde über sie Hirten einsetzen, die sie wirklich hüten werden. Sie werden sich nicht länger fürchten oder erschrecken und keins wird fehlen“, erklärt Jehova.

Antwort 1: Jehova versprach, dass sein Volk Hirten haben würde, die sich wirklich um es kümmern. Das zeigt, dass er unsere Bedürfnisse kennt und unseren Ängsten gegenüber nicht gleichgültig ist. Die geistige Unterstützung, die wir durch die Ältesten erhalten, gehört zu seiner liebevollen Fürsorge. Wenn sie uns deshalb Hilfe anbieten, können wir darin eine Gelegenheit sehen, von einer Vorkehrung zu profitieren, die Jehova für uns getroffen hat.

Antwort 2: Jehova erfüllte sein Versprechen auf die beste Weise, indem er Jesus auf die Erde sandte. Jesus zeigte, wie man sich um Gottes Schafe kümmern muss: mit Liebe, Verständnis und der Bereitschaft, sich für sie einzusetzen. Jehova versprach also nicht nur Unterstützung, sondern gab uns in seinem Sohn auch das vollkommene Vorbild eines Hirten. Die Ältesten können sich bei ihrer Betreuung an diesem Vorbild orientieren.

Antwort 3: Später beauftragte Jesus Älteste damit, sich um die Christenversammlung zu kümmern. So endete die Fürsorge für die Schafe nicht, als er die Erde verließ. Jehova sorgte dafür, dass seine Diener weiterhin Unterweisung, Anleitung und Trost erhielten. Wenn wir über diese fortdauernde Fürsorge nachdenken, schätzen wir die Arbeit der Brüder noch mehr, die heute Zeit und Kraft dafür einsetzen, sich um die Versammlung zu kümmern.

Antwort 4: Jehova machte deutlich, welche Art von Hirten er für sein Volk wollte: Männer, die nach seinem Willen handeln und sich mit Erkenntnis und Einsicht um die Schafe kümmern. Es reicht daher nicht, eine Verantwortung zu tragen. Entscheidend ist, sich so um die Brüder zu kümmern, wie Jehova es möchte. Die liebevolle Einstellung hinter dem Hüten gibt uns Vertrauen, auf die Ältesten zuzugehen, wenn wir Unterstützung brauchen.

3. Warum konnte Jesus sagen: „Ich bin der gute Hirte“? (Johannes 10:11, 14)

Johannes 10:11,14 — Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte gibt sein Leben für die Schafe. Ich bin der gute Hirte. Ich kenne meine Schafe und meine Schafe kennen mich,

Antwort 1: Jesus konnte das sagen, weil seine Liebe zu den Schafen ihn dazu brachte, sein Leben für sie zu geben. Er beschränkte sich nicht darauf, Zuneigung auszudrücken, sondern war bereit, das größte Opfer zu bringen. Das hilft uns zu verstehen, wie viel wir ihm bedeuten. Und den Ältesten zeigt es, dass sich gutes Hüten durch Taten und durch die Bereitschaft beweist, die Bedürfnisse der Brüder an die erste Stelle zu setzen.

Antwort 2: Ein weiterer Grund ist, dass Jesus die individuellen Bedürfnisse seiner Schafe kannte. Er sah seine Jünger nicht einfach als eine Gruppe, die unterrichtet werden musste. Er interessierte sich für jeden Einzelnen und wusste, wie er ihm Erleichterung verschaffen konnte. Das ist ein wichtiger Aspekt seines Beispiels: Je besser die Ältesten die Brüder kennen, desto leichter können sie Hilfe leisten, die zu deren Umständen passt.

Antwort 3: Jesus war ein hervorragender Hirte, weil seine Art, mit den Menschen umzugehen, ihnen Erleichterung verschaffte. Seine Milde und Demut machten es Überlasteten leicht, zu ihm zu kommen. Ein Ältester, der ihn nachahmt, bemüht sich deshalb, dass seine Gespräche und sein Rat dem Bruder helfen, statt seine Last zu vergrößern. Genauso wichtig wie das, was er sagt, ist die Liebe, mit der er es sagt.

Antwort 4: Die Jünger lernten Jesus kennen und vertrauten ihm. Dieses Vertrauen hatte mit der Liebe und Aufmerksamkeit zu tun, die sie von ihm erhielten. Ein guter Hirte muss die Schafe nicht nur kennen, sondern ihnen auch ermöglichen, ihn kennenzulernen und sich in seiner Nähe wohlzufühlen. Sein Beispiel zeigt, dass Nähe und liebevolle Behandlung grundlegend sind, wenn man sich gut um andere kümmern möchte.

4, 5. a) Warum konnten Martha und Maria erwarten, dass Jesus ihnen helfen würde?

Johannes 11:5 — Jesus liebte Martha und ihre Schwester und Lạzarus.

Antwort 1: Sie konnten seine Hilfe erwarten, weil Jesus sie liebte und sie eng mit ihm befreundet waren. Der Bericht macht deutlich, dass seine Zuneigung allen drei Geschwistern galt. Nach dem Tod von Lazarus hatten sie deshalb guten Grund, seinen Trost zu erwarten. Diese Beziehung lehrt uns, dass es leichter ist, Hilfe in einer schmerzlichen Zeit anzunehmen, wenn zuvor Liebe gezeigt wurde.

Antwort 2: Jesus hielt sich oft in ihrem Haus auf und kannte Martha, Maria und Lazarus daher gut. Ihre Beziehung begann nicht erst, als die Tragödie eintrat; sie hatten bereits Nähe und Freundschaft entwickelt. Ähnlich ist es, wenn sich Älteste regelmäßig für die Brüder interessieren. Tritt eine ernste Schwierigkeit auf, kann dieses zuvor aufgebaute Vertrauen es der betreffenden Person erleichtern, über ihre Gefühle zu sprechen und die nötige geistige Unterstützung anzunehmen.

Antwort 3: Obwohl Martha und Maria enttäuscht waren, weil Jesus den Tod von Lazarus nicht verhindert hatte, konnten sie weiterhin seinen Trost erwarten. Ihr Schmerz ließ die Freundschaft mit ihm nicht verschwinden. Das erinnert uns daran, dass jemand sehr traurig sein und seine Enttäuschung äußern kann und dennoch geistige Hilfe braucht und sich danach sehnt. Ein guter Hirte bemüht sich, solche Gefühle zu verstehen und sich liebevoll zu nähern.

Antwort 4: Sie wussten, dass Jesus kein distanzierter Mensch war, sondern ein Freund, der sie kannte und liebte. Der Absatz wendet diesen Gedanken auf die Ältesten an: Wenn sie gute Freunde der Brüder sind, können sie ihnen leichter helfen. Deshalb lohnt es sich, im Alltag Freundschaften zu pflegen. Das dadurch entstehende Vertrauen ist besonders wertvoll, wenn jemand Trost oder geistige Kraft braucht.

4, 5. b) Was war Jesus bereit zu tun, um ihnen zu helfen?

Johannes 11:8 — Die Jünger wandten ein: „Rabbi, in Judäa wollte man dich vor Kurzem noch steinigen und jetzt willst du wieder dorthin? “

Antwort 1: Jesus war bereit, in eine Gegend zurückzukehren, in der man versucht hatte, ihn zu töten. Die Jünger erinnerten ihn an die Gefahr; es war also keine ungefährliche Reise. Trotzdem beschloss er, zu seinen Freunden zu gehen und ihnen zu helfen. Sein Beispiel zeigt, dass die Zuneigung eines Hirten nicht bei guten Absichten stehen bleiben darf. Sie bewegt ihn zum Handeln, auch wenn Hilfe ein persönliches Opfer erfordert.

Antwort 2: Die Reise nach Bethanien dürfte etwa zwei Tage gedauert haben. Jesus war bereit, diese Zeit aufzuwenden und die nötige Anstrengung zu unternehmen, um bei Martha und Maria zu sein. Das lehrt uns, dass die Betreuung eines Menschen manchmal mehr als ein kurzes Gespräch erfordert. Die Ältesten ahmen sein Beispiel nach, wenn sie Raum für die Brüder schaffen und ihren Bedürfnissen Bedeutung beimessen, auch wenn ihre Hilfe Zeit kostet.

Antwort 3: Besonders hervorzuheben ist, dass Jesus seine Liebe in konkrete Hilfe umsetzte. Er liebte diese Familie sehr und beschloss, sich trotz der Schwierigkeiten der Reise in einem besonders schmerzlichen Moment zu ihnen zu begeben. Für geistige Hirten ist die Lektion klar: Sorge um jemanden sollte dazu führen, nach einer Möglichkeit zu suchen, ihn zu unterstützen. Aufrichtiges Interesse wird sichtbar, wenn man bereit ist zu handeln.

Antwort 4: Jesus nahm sowohl die Anstrengung der Reise als auch die Gefahr auf sich, in diese Gegend zurückzukehren. Er ließ nicht zu, dass diese Schwierigkeiten seinen Blick für den Schmerz seiner Freunde trübten. Der Absatz hebt damit den Opfergeist eines guten Hirten hervor. Er hilft uns auch, das zu schätzen, was die Ältesten tun, denn hinter ihrer Unterstützung können Zeit und persönliche Anstrengungen stehen, die wir nicht sehen.

6. Wie tröstete Jesus Martha?

Johannes 11:23 — Jesus sicherte ihr zu: „Dein Bruder wird auferstehen“,

Antwort 1: Jesus tröstete Martha, indem er ihr eine konkrete Hoffnung gab: Der Tod ihres Bruders würde nicht endgültig sein. Freundlich half er ihr, in die Zukunft zu schauen, statt nur weiter darüber nachzudenken, was man vielleicht hätte verhindern können. Die Ältesten können ihn nachahmen, indem sie die Aufmerksamkeit auf Jehovas Verheißungen lenken. So spenden sie einen Trost, der nicht allein auf menschlichen Worten beruht, sondern auf einer sicheren Hoffnung.

Antwort 2: Martha brachte ihre Gefühle zum Ausdruck, und Jesus hörte interessiert zu. Obwohl er wusste, dass er Lazarus auferwecken konnte, tat er ihren Schmerz nicht als etwas Unwichtiges ab. Diese Geduld gehört zum echten Trost. Wenn jemand trauert, muss er über seinen Verlust sprechen können. Die Ältesten helfen sehr, wenn sie ruhig zuhören, bevor sie versuchen, ihn mit Jehovas Verheißungen zu stärken.

Antwort 3: Jesus stärkte Marthas Glauben außerdem, indem er sie daran erinnerte, dass Gott ihm Macht über den Tod gegeben hatte. Er sprach nicht nur von einer besseren Zukunft, sondern half ihr, auf die Grundlage dieser Hoffnung zu vertrauen. Ähnlich können die Ältesten erklären, warum Jehovas Verheißungen unser Vertrauen verdienen. Diese Hilfe kann uns stützen, selbst wenn der Schmerz noch sehr stark ist.

Antwort 4: Mir fällt auf, dass Jesus Freundlichkeit, Zuhören und Lehren miteinander verband. Er gab Martha nicht einfach nur eine Erklärung und hörte ihr auch nicht ausschließlich zu. Er berücksichtigte ihre Gefühle und stärkte ihren Glauben. Diese Verbindung ist beim Hüten sehr nützlich: Wenn man einen Menschen versteht, kann man taktvoll mit ihm sprechen, und durch Jehovas Verheißungen erhält er Gründe, hoffnungsvoll weiterzumachen.

7. Wie reagierte Jesus, als er die Angehörigen und Freunde von Lazarus weinen sah? (Siehe auch das Bild.)

Johannes 11:33,35 — Als Jesus sah, wie sie weinte und wie auch die Juden weinten, die mit ihr gekommen waren, seufzte er innerlich und war ganz aufgewühlt. Da kamen Jesus die Tränen,

Antwort 1: Jesus war vom Schmerz Marias und derer, die sie begleiteten, tief berührt und begann schließlich zu weinen. Er beobachtete die Traurigkeit der anderen nicht aus der Distanz, sondern teilte sie. Diese Reaktion zeigt uns, dass ein guter Hirte Empathie braucht. Um zu trösten, reicht es nicht, die Tatsachen zu verstehen; man muss sich auch wirklich dafür interessieren, was der andere empfindet.

Antwort 2: Obwohl Jesus Lazarus auferwecken würde, war er bewegt, als er sah, wie seine Angehörigen und Freunde litten. Das Wissen, dass es eine Lösung gab, hinderte ihn nicht daran, ihren Schmerz zu teilen. Das ist eine sehr nützliche Lektion: Vertrauen in die Auferstehung bedeutet nicht, dass ein Verlust nicht mehr wehtut. Die Ältesten ahmen Jesus nach, wenn sie diese Traurigkeit respektieren und Trauernde liebevoll begleiten.

Antwort 3: Jesu Tränen ließen die Anwesenden erkennen, wie sehr er Lazarus liebte. Seine Reaktion vermittelte eine Zuneigung, die alle verstehen konnten. Ebenso hilft die Empathie eines Ältesten einem Bruder zu spüren, dass er keine kühle oder routinemäßige Aufmerksamkeit erhält. Wenn er merkt, dass sein Schmerz wichtig ist, fühlt er sich möglicherweise besser begleitet und kann den geistigen Trost leichter annehmen.

Antwort 4: Das Bild hilft uns, darauf zu achten, wie Jesus die Traurigkeit von Martha, Maria und den anderen Menschen teilte. Er wirkt nicht unberührt von dem Leid, das ihn umgibt. Das fasst die Lektion des Absatzes sehr gut zusammen: Ein guter Hirte bemüht sich, sich in seine Brüder hineinzuversetzen. Bevor er überlegt, was er sagen soll, kann er sich fragen, wie er sich unter diesen Umständen fühlen würde und welche Behandlung er benötigen würde.

8. Wie sorgte Jesus dafür, dass seine Schafe weiterhin gut betreut würden, nachdem er in den Himmel zurückgekehrt war?

1. Petrus 5:1-2 — Daher appelliere ich als Mitältester, als Zeuge der Leiden des Christus und als Teilhaber an der Herrlichkeit, die offenbart werden soll, an die Ältesten unter euch: Hütet die Herde Gottes, die euch anvertraut ist, und dient als Aufseher — nicht aus Zwang, sondern freiwillig vor Gott, nicht aus Liebe zu unehrlichem Gewinn, sondern voll Eifer.

Antwort 1: Jesus übertrug seinen Aposteln die Verantwortung, sich um die Herde zu kümmern. Petrus nahm diesen Auftrag sehr ernst und ermunterte später andere Älteste, diese Aufgabe fortzusetzen. So erhielten die Schafe weiterhin Aufmerksamkeit. Der Abschnitt zeigt auch, dass diese Fürsorge bereitwillig geleistet werden muss, nicht lediglich aus Pflichtgefühl.

Antwort 2: Nach seiner Auferstehung beauftragte Jesus Petrus und dadurch auch die übrigen Apostel, seine Schafe zu ernähren und zu hüten. Auf diese Weise sorgte er dafür, dass die Herde nicht unversorgt blieb, wenn er in den Himmel zurückkehrte. Das hilft uns zu verstehen, dass das Hüten in der Versammlung einen wichtigen Platz einnimmt: Jesus selbst hielt es für notwendig, damit es seinen Nachfolgern gut ging.

Antwort 3: Jesus übertrug nicht nur eine Verantwortung, sondern hatte auch gezeigt, wie sie erfüllt werden sollte. Die Apostel hatten beobachtet, wie er Menschen liebevoll behandelte, ihre Bedürfnisse erkannte und Leidende tröstete. Deshalb hatten sie ein klares Vorbild für die Betreuung der Herde. Auch heute müssen sich die Ältesten an seinem Beispiel orientieren, denn gutes Hüten bedeutet, seine liebevolle Art widerzuspiegeln, jeden Einzelnen zu behandeln.

Antwort 4: Die liebevolle Art, wie Jesus von seinen Schafen sprach, half Petrus zu verstehen, wie wertvoll sie für ihn waren. Jahre später war sich Petrus der Bedeutung ihrer Betreuung immer noch sehr bewusst und übertrug diese Verantwortung auf andere Älteste. Die Lektion lautet, dass das Hüten nicht unpersönlich erfolgen darf. Jeder betreute Bruder ist jemand, den Jesus liebt und für wertvoll hält.

9. Warum kann man sagen, dass die Ältesten eine große Verantwortung haben? (Apostelgeschichte 20:28)

Apostelgeschichte 20:28 — Gebt acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, in der euch der heilige Geist zu Aufsehern ernannt hat, um die Versammlung Gottes zu hüten, die er mit dem Blut seines eigenen Sohnes erworben hat.

Antwort 1: Ihre Verantwortung ist enorm, weil sie sich um eine Versammlung kümmern, die Jehova für sehr wertvoll hält. Der Preis, der für sie bezahlt wurde, war das Blut seines Sohnes. Deshalb verdient kein Bruder eine nachlässige Betreuung. Wenn die Ältesten daran denken, wem die Schafe gehören und wie viel sie wert sind, nehmen sie das Hüten als eine heilige Pflicht ernst.

Antwort 2: Die Ältesten müssen sich um sehr empfindliche Bedürfnisse kümmern: Trauernde trösten, Schwache stärken und Niedergeschlagene ermuntern. Es reicht nicht, organisatorische Angelegenheiten zu regeln. Sie helfen Menschen, die vielleicht sehr schmerzhafte Zeiten durchmachen. Deshalb müssen sie Eigenschaften und Fähigkeiten entwickeln, die es ihnen ermöglichen, diese Menschen zu verstehen und ihnen passende geistige Hilfe zu geben.

Antwort 3: David erklärt, dass er seine Aufgabe als eine Einladung Jesu betrachtet, ihm beim Hüten seiner Schafe zu helfen. Diese Sichtweise macht deutlich, dass die Brüder nicht dem Ältesten gehören. Er hat das Vorrecht erhalten, bei ihrer Betreuung mitzuwirken. Wenn er das im Sinn behält, behandelt er sie eher demütig, respektvoll und liebevoll, statt die Verantwortung als persönliche Machtstellung zu sehen.

Antwort 4: Es ist verständlich, dass ein Ältester manchmal das Gefühl hat, nicht genügend Fähigkeiten zu besitzen, um sich bestimmten Schwierigkeiten zu widmen. Doch der Absatz erinnert daran, dass Jehova ihm Kraft geben kann. Gleichzeitig muss er sich bemühen, seine Eigenschaften und Fähigkeiten zu verbessern. Beides ergänzt sich: auf Jehovas Hilfe vertrauen und weiterlernen. So kann er seiner Verantwortung gerecht werden, ohne sich ausschließlich auf seine eigenen Fähigkeiten zu verlassen.

10. Was muss ein Ältester tun, um gut für die Schafe zu sorgen? (Sprüche 27:23 und die Fußnote)

Sprüche 27:23 — Du solltest den Zustand deiner Herde gut kennen. Kümmere dich gut um deine Schafe,

Antwort 1: Er muss die Brüder, die seiner Betreuung anvertraut sind, gut kennen. Der Grundsatz dieses Sprichworts zeigt, dass man einer Herde Aufmerksamkeit schenken muss, um sich um sie zu kümmern. Auf die Versammlung angewandt bedeutet das, sich dafür zu interessieren, wie es den Brüdern geht und mit welchen Schwierigkeiten sie zu kämpfen haben. Dieses Wissen ermöglicht persönliche Hilfe, statt anzunehmen, dass alle denselben Rat oder dieselbe Ermunterung benötigen.

Antwort 2: Die Schafe zu kennen erfordert auch Ausgeglichenheit. Der Absatz erinnert daran, dass die Ältesten die Privatsphäre der Brüder respektieren müssen. Interesse zu zeigen bedeutet nicht, sich einzumischen oder alles wissen zu wollen. Vielmehr geht es darum, eine vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen und das Nötige zu verstehen, um zu helfen. Dieser Respekt lässt geistige Fürsorge wie einen Ausdruck von Liebe wirken, nicht wie einen Eingriff in die Privatsphäre.

Antwort 3: David nennt einen praktischen Grund dafür, die Brüder gut zu kennen: So kann er die Bibeltexte auswählen, die ihnen am besten helfen. Wenn er nicht weiß, was sie beschäftigt, sind seine Worte vielleicht richtig, gehen aber nicht auf ihr Hauptproblem ein. Deshalb gehört es zu einer guten Vorbereitung, zuerst die Schwierigkeit zu verstehen. Das Ziel ist nicht nur, einen Bibelvers weiterzugeben, sondern rechtzeitig passende Hilfe zu leisten.

Antwort 4: Ein Ältester muss sich für die tatsächliche Situation jedes Bruders interessieren und darf sich nicht mit einem allgemeinen Eindruck begnügen. Der Absatz verbindet dieses Wissen mit der Fähigkeit, gut zu betreuen. Es kann persönliche Schwierigkeiten geben, die nicht offensichtlich sind, und sie zu verstehen hilft, den Betreffenden verständnisvoller zu behandeln. Das ermuntert auch uns, das respektvolle Interesse der Ältesten anzunehmen und ihnen zu erlauben, uns besser kennenzulernen.

11. Wie profitieren die Brüder davon, wenn die Ältesten ihnen aufmerksam zuhören?

Jakobus 1:19 — Ihr müsst wissen, meine lieben Brüder: Jeder soll schnell sein zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn,

Antwort 1: Sie profitieren davon, weil der Älteste besser verstehen kann, was sie brauchen, bevor er antwortet. Jakobus hebt hervor, wie wichtig es ist, dem Zuhören den Vorrang zu geben. Bei einem Hirtenbesuch hilft das, keine voreiligen Schlüsse zu ziehen. Außerdem merkt der Bruder, dass seine Worte wichtig sind und dass ihm keine vorbereitete Antwort gegeben wird, ohne seine Umstände und Gefühle zu berücksichtigen.

Antwort 2: Catherine fühlte sich geschätzt und geliebt, weil die Ältesten taktvoll Fragen stellten und aufmerksam zuhörten. Sie brauchte nicht nur Informationen; sie litt, nachdem ihr Mann sie verlassen hatte. Dass sie sich bemühten, sie zu verstehen, war bereits ein Teil der Hilfe. Ihre Erfahrung zeigt, dass aufrichtiges Interesse schon vor einem biblischen Rat Liebe vermitteln kann.

Antwort 3: Dieses Gespräch half Catherine, sich daran zu erinnern, dass Jehova weder sie noch ihre Töchter verlassen hatte. Das ist ein sehr tiefer Nutzen: Die Aufmerksamkeit der Ältesten stärkte ihr Vertrauen in Jehovas Fürsorge. Deshalb ist Zuhören kein nebensächlicher Schritt beim Hüten. Wenn es mit Empathie geschieht, kann es einem verzweifelten Menschen helfen, sich begleitet und geistig gestützt zu fühlen.

12. Wie können die Ältesten bei Hirtenbesuchen geschickt die Bibel gebrauchen?

Titus 1:7,9 — Denn als Gottes Verwalter muss ein Aufseher frei von Anklage sein, er darf nicht eigensinnig sein, nicht aufbrausend, kein Trinker und nicht gewalttätig, auch darf er nicht auf unehrlichen Gewinn aus sein. Er muss beim Lehren an der zuverlässigen Botschaft festhalten, damit er durch die gesunde Lehre sowohl Mut machen als auch die Widersprechenden zurechtweisen kann.

Antwort 1: Sie gebrauchen die Bibel geschickt, wenn sie ihre Lehre darauf stützen und Bibelstellen auswählen, die den Bedürfnissen des Bruders entsprechen. Titus verbindet diese Treue zum Wort Gottes mit der Fähigkeit, zu ermuntern. Das Ziel des Besuchs besteht daher nicht darin, persönliche Meinungen zu äußern, sondern dem Betreffenden durch biblische Unterweisung zu helfen.

Antwort 2: Zuerst müssen sie verstehen, welche Schwierigkeit der Bruder gerade durchmacht. Danach können sie biblische Grundsätze oder Berichte auswählen, die zu seiner Situation passen. Andrew erklärt, dass er so vorgeht. Das zeigt, dass ein guter Gebrauch der Bibel nicht darin besteht, viele Texte vorzulesen, sondern die passendsten auszuwählen. Eine gut ausgesuchte Bibelstelle kann dem Betreffenden helfen, klar zu erkennen, wie Jehova ihn führt und tröstet.

Antwort 3: Sie können den Besuch auch mithilfe des Buches Texte für das christliche Leben vorbereiten. Die in dem Absatz erwähnten Ältesten finden dort Bibelstellen, die sich auf konkrete Bedürfnisse beziehen. Dadurch können sie mit Gedanken kommen, die wirklich nützlich sein können. Die Veröffentlichung hilft ihnen, biblischen Beistand zu finden; entscheidend bleibt jedoch, dem Bruder zu zeigen, wie Gottes Wort auf das eingeht, was er gerade erlebt.

Antwort 4: Elihu achtet auf Gefühle wie Angst, Sorge, Enttäuschung und Entmutigung. Das hilft ihm, bei der Vorbereitung eines Besuchs passende Bibeltexte zu suchen. Dieser Punkt ist wichtig, denn zwei Menschen können ähnliche Umstände durchmachen und sich trotzdem unterschiedlich fühlen. Ein geschickter Hirte bemüht sich, nicht nur zu verstehen, was geschehen ist, sondern auch, wie der Bruder es erlebt, damit er ihn besser trösten kann.

Antwort 5: Catherines Erfahrung zeigt, dass ein gut ausgewählter Text noch lange nach dem Besuch eine große Hilfe sein kann. Sie und ihre Töchter lasen die Bibelstelle, die ihnen ein Ältester gezeigt hatte, wiederholt und fanden in sehr schweren Zeiten Trost. Das spornt Hirten an, sorgfältig auszuwählen. Ihr Ziel ist es, dem Bruder eine biblische Hilfe mitzugeben, auf die er zurückgreifen kann, wenn er sie braucht.

13. Woran zeigt sich, dass ein Hirte zugänglich ist? (Siehe auch die Bilder und den Kasten „Ihr alle seid Brüder“.)

Lukas 18:15-16 — Nun brachten die Leute auch ihre kleinen Kinder zu Jesus, damit er sie berührte, aber als die Jünger das sahen, fingen sie an, sie abzuweisen. Doch Jesus rief die kleinen Kinder zu sich und sagte: „Lasst die Kinder zu mir kommen! Hindert sie nicht daran, denn Gottes Königreich gehört solchen Menschen.

Antwort 1: Er zeigt es, indem er dafür sorgt, dass sich Menschen jeden Alters willkommen fühlen. Jesus war beschäftigt, wollte aber, dass die Kinder zu ihm kommen konnten. Ein Ältester ahmt ihn nach, wenn er sowohl auf Junge als auch auf Ältere achtet. Dadurch macht er deutlich, dass seine Beschäftigung nicht bedeutet, dass die Brüder für ihn lästig sind.

Antwort 2: Ein zugänglicher Hirte nutzt die kurzen Gespräche vor und nach den Zusammenkünften, um sich nach den Brüdern zu erkundigen. Lauren erklärt, dass es ihr leichter fällt, auf einen Ältesten zuzugehen, der sie gewöhnlich fragt, wie es ihr geht, und ihr Hilfe anbietet. Solche kleinen Kontakte sind sehr wertvoll: Wenn ein ernstes Problem auftritt, weiß die Person bereits, dass sie jemanden finden wird, der bereit ist, ihr zuzuhören und sie zu unterstützen.

Antwort 3: Die Bilder zeigen einen Ältesten und seine Familie, wie sie mit Freunden ein Spiel spielen und sich danach im Königreichssaal mit einer Schwester und ihrer Tochter unterhalten. Sie machen deutlich, dass Vertrauen auch dadurch entsteht, dass man Zeit miteinander verbringt. Zugänglich zu sein bedeutet nicht nur zu sagen, dass man zur Verfügung steht; es bedeutet, eine Freundschaft aufzubauen, durch die sich die Brüder wohlfühlen und sich an uns wenden, wenn sie Unterstützung brauchen.

14. Was lernen wir aus der Erfahrung von Johannes?

Johannes 13:35 — Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid: wenn ihr Liebe zueinander habt. “

Antwort 1: Wir lernen, dass Liebe unerlässlich ist, wenn man jemandem geistig helfen möchte. Jesus bezeichnete sie als ein Merkmal seiner Jünger, und Johannes erlebte sie im Umgang mit einem Ältesten. Diese Zuneigung war entscheidend dafür, dass er weiterstudierte und die Zusammenkünfte besuchte. Beim Hüten reicht es daher nicht, richtige Lehren zu vermitteln; der Betreffende muss auch spüren, dass er wirklich geliebt wird.

Antwort 2: Johannes’ Erfahrung zeigt, wie wertvoll Geduld ist. Als er mit dem Studium begann, hatte er emotionale und geistige Höhen und Tiefen, doch ein Ältester behandelte ihn liebevoll. Diese Unterstützung half ihm, weiterzumachen. Die Lehre daraus ist, dass ein Hirte nicht nur auf die momentanen Schwierigkeiten achten darf. Mit Liebe und Geduld kann er dem Betreffenden helfen, sich Jehova weiter zu nähern.

Antwort 3: Der Umgang des Ältesten half Johannes zu verstehen, wie Jehova ihn sah. Das ist ein sehr wertvolles Ergebnis des Hütens: Der Betreffende soll nicht nur dem Bruder dankbar sein, der sich um ihn kümmert, sondern auch Gottes Liebe besser wahrnehmen. Im Fall von Johannes stärkte das seine Entschlossenheit, nicht aufzugeben. Die aufrichtige Zuneigung eines Hirten kann jemandem, der kämpft, sehr helfen.

15. Welche Belohnungen bringt es mit sich, für die Brüder zu sorgen? (Apostelgeschichte 20:31, 35)

Apostelgeschichte 20:31,35 — Bleibt also wach, und behaltet im Sinn, dass ich drei Jahre lang Tag und Nacht nie aufgehört habe, jeden von euch unter Tränen eindringlich zu ermahnen. Ich habe euch in allem gezeigt, dass ihr so durch harte Arbeit den Schwachen beistehen und im Sinn behalten sollt, was der Herr Jesus selbst gesagt hat: ‚Geben macht glücklicher als Empfangen.‘“

Antwort 1: Eine Belohnung ist die Freude, die daraus entsteht, sich für andere einzusetzen. Paulus hatte viel Mühe darauf verwendet, sich um die Brüder zu kümmern, und betonte trotzdem die Freude am Geben. Opferbereitschaft und Freude schließen sich also nicht aus. Auch wenn das Hüten anstrengend ist, kann es sehr befriedigend sein, jemandem zu helfen.

Antwort 2: Javier erklärt, dass das Hüten seinen eigenen Glauben gestärkt hat. Wenn er die Brüder besucht, wird ihm erneut bewusst, dass Jehova sich für diejenigen interessiert, die ihn lieben und ihm gehorchen. Es ist schön, daran zu denken, dass geistige Hilfe beiden Seiten zugutekommt. Der Bruder wird ermuntert, aber auch der Älteste wird gestärkt, wenn er Jehovas Fürsorge beobachtet und sich an dieser liebevollen Arbeit beteiligt.

Antwort 3: Eine weitere Belohnung, die Javier erwähnt, ist, dass seine Liebe zu Jehova gewachsen ist. Wenn er sich um die Schafe kümmert, kann er besser würdigen, wie sehr Gott an jedem Einzelnen interessiert ist. Das Hüten ist also nicht nur eine Arbeit für andere; es kann auch den Ältesten Jehova näherbringen. Sein Dienst hilft ihm, Gottes Liebe tiefer zu verstehen und zu schätzen.

Antwort 4: Der Absatz vermittelt ein realistisches Bild: Die Sorge um die Brüder kann so intensiv sein, dass sie einem sogar den Schlaf raubt, wie es Paulus erging. Das bedeutet jedoch nicht, dass das Hüten keine Freude bereitet. Die Belohnung besteht darin, geliebten Menschen wertvolle Hilfe zu leisten. Wenn wir sowohl die Mühe als auch die Befriedigung anerkennen, werden wir noch dankbarer für das, was die Ältesten für die Versammlung tun.

16. Warum verglich sich Paulus mit einer Mutter?

1. Thessalonicher 2:7-8 — Im Gegenteil, als wir bei euch waren, wurden wir sanft wie eine stillende Mutter, die liebevoll für ihre Kinder sorgt. Da wir also innige Liebe zu euch haben, waren wir entschlossen, euch nicht nur an der guten Botschaft Gottes teilhaben zu lassen, sondern auch an unserem eigenen Leben — so lieb wart ihr uns geworden.

Antwort 1: Paulus verglich sich mit einer Mutter, weil er die Thessalonicher zärtlich behandelte und bereit war, sich für sie einzusetzen. Seine Aufgabe bestand nicht nur darin, sie zu belehren; er hatte sie auch von Herzen lieb gewonnen. Der Vergleich erinnert Älteste daran, dass gutes Hüten sowohl geistige Unterweisung als auch echte Zuneigung und persönliche Fürsorge umfasst.

Antwort 2: Eine Mutter bringt für ihr Baby viele Opfer, weil sie es liebt, und Paulus empfand eine ähnliche Zuneigung zu den Brüdern in Thessalonich. Dieser Vergleich zeigt, was einen guten Hirten motiviert. Er hilft nicht einfach, weil er eine Verantwortung hat, sondern weil ihm die Menschen wichtig sind. Wenn Älteste diese Liebe entwickeln, können sie sich mit einer Zärtlichkeit um die Herde kümmern, die weit über das Erledigen einer Aufgabe hinausgeht.

Antwort 3: Der Vergleich schließt auch die Freude ein, jemanden, der einem lieb ist, wachsen zu sehen. So wie sich eine Mutter über die Entwicklung ihres Kindes freut, war Paulus sehr glücklich, den geistigen Fortschritt der Thessalonicher zu beobachten. Für einen Ältesten kann es eine große Belohnung sein zu sehen, wie ein Bruder seinen Glauben stärkt oder christliche Eigenschaften entwickelt. Dieses Wachstum gibt den Anstrengungen, die er unternommen hat, um ihm zu helfen, großen Wert.

Antwort 4: Die Erfahrung von Miguel und Juan veranschaulicht diese Freude. Miguel half Juan gern, christliche Eigenschaften zu entwickeln, und war später sehr stolz, als Juan Ältester wurde. Er erinnerte sich nicht nur an die Schwierigkeiten, die Juan durchgemacht hatte, sondern konnte auch sehen, wie sehr er Fortschritte gemacht hatte. Das zeigt, welche Befriedigung es bringt, das geistige Wachstum eines anderen liebevoll zu begleiten.

17. Für welche Aspekte der Arbeit der Hirten bist du besonders dankbar?

1. Thessalonicher 5:12-13 — Wir bitten euch nun, Brüder, denen Respekt zu zeigen, die unter euch hart arbeiten und euch im Herrn vorstehen und euch eindringlich ermahnen, und ihnen wegen ihrer Arbeit besondere Achtung entgegenzubringen und sie zu lieben. Haltet Frieden untereinander.

Antwort 1: Ich bin dankbar für die Anstrengungen, die sie unternehmen, um sich um uns zu kümmern. Dieser Bibeltext motiviert uns, ihre Arbeit zu schätzen und sie liebevoll zu behandeln. Manchmal sehen wir den Rat oder den Besuch, aber nicht die ganze Mühe, die dahintersteckt. Wenn ich daran denke, nehme ich ihren Dienst nicht als selbstverständlich hin und sage ihnen für das, was sie tun, gern meinen Dank.

Antwort 2: Besonders schätze ich, dass sie versuchen, uns zuzuhören und zu trösten, statt uns nur Anweisungen zu geben. Wenn jemand entmutigt ist oder einen Verlust erlebt, muss er spüren, dass er wichtig ist. Älteste, die Jesus nachahmen, bemühen sich, solche Gefühle zu verstehen und das Vertrauen in Jehova zu stärken. Diese Verbindung aus Einfühlungsvermögen und biblischer Hilfe ist ein sehr wichtiger Grund, für die Fürsorge dankbar zu sein, die sie der Versammlung zukommen lassen.

Antwort 3: Ich bin dankbar, dass sie sich weiterhin bemühen, Jesus nachzuahmen und als Hirten besser zu werden. Ihre Aufgabe erfordert Liebe, Geduld, Zeit und Geschick im Umgang mit der Bibel. Es ist keine einfache Verantwortung, und trotzdem versuchen sie, uns Rat zu geben, uns zu stärken und uns zu trösten. Der Absatz sagt, dass sie für Jehova sehr wertvoll sind, und das sind sie auch für uns. Dieser Gedanke motiviert mich, ihre Hilfe dankbar anzunehmen.

Warum konnte Jesus sagen: „Ich bin der gute Hirte“?

Lukas 18:15-16 — Nun brachten die Leute auch ihre kleinen Kinder zu Jesus, damit er sie berührte, aber als die Jünger das sahen, fingen sie an, sie abzuweisen. Doch Jesus rief die kleinen Kinder zu sich und sagte: „Lasst die Kinder zu mir kommen! Hindert sie nicht daran, denn Gottes Königreich gehört solchen Menschen.

Antwort 1: Ein Grund ist, dass Jesus zugänglich war und sich liebevoll sogar um kleine Kinder kümmerte. Der Bericht zeigt, dass er wollte, dass sie zu ihm kommen konnten. Diese Bereitschaft gehörte zu seinem hervorragenden Hirtendienst: Er hielt die Menschen nicht auf Abstand. Sein Beispiel lehrt Älteste, für alle da zu sein, unabhängig vom Alter.

Antwort 2: Jesus konnte das sagen, weil er seine Schafe so sehr liebte, dass er sein Leben für sie gab. Das war der größte Beweis dafür, dass ihm ihr Wohlergehen wichtig war. Sein Beispiel lehrt uns, dass echtes Hüten auf Liebe und Opferbereitschaft beruht. Es geht nicht darum, Bequemlichkeit oder Anerkennung zu suchen, sondern bereit zu sein, sich für das Wohl anderer einzusetzen.

Antwort 3: Er war auch deshalb ein hervorragender Hirte, weil er seine Schafe kannte und ihnen die nötige Hilfe gab. Im Fall von Martha hörte er ihren Schmerz an und stärkte ihre Hoffnung; als er Maria und die anderen weinen sah, teilte er ihre Trauer. So zeigte er, dass Trost sowohl auf Gefühle als auch auf den Glauben eingehen muss. Er behandelte die Menschen nicht kalt oder unpersönlich.

Antwort 4: Seine Fürsorge beschränkte sich nicht auf die Zeit, die er mit seinen Jüngern auf der Erde verbrachte. Nach seiner Auferstehung beauftragte er seine Apostel, sich weiterhin um die Herde zu kümmern. Das zeigt, wie wichtig ihm das zukünftige Wohlergehen seiner Schafe war. Er gab ihnen nicht nur ein Beispiel für Liebe, sondern sorgte auch dafür, dass sie weiterhin geistige Nahrung und Fürsorge erhielten, wenn er in den Himmel zurückgekehrt war.

Welche Eigenschaften und Fähigkeiten muss ein Ältester entwickeln, um ein besserer Hirte zu sein?

Johannes 13:35 — Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid: wenn ihr Liebe zueinander habt. “

Antwort 1: Vor allem muss er echte Liebe zu den Brüdern entwickeln. Jesus erklärte, dass Liebe seine Nachfolger kennzeichnen würde, und diese Eigenschaft ist für einen Hirten unerlässlich. Die Erfahrung von Juan zeigte, dass die liebevolle und geduldige Behandlung durch einen Ältesten jemandem, der Höhen und Tiefen erlebt, sehr helfen kann. Liebe gibt dem Rat, den Gesprächen und der gesamten geistigen Fürsorge den richtigen Ton.

Antwort 2: Er muss lernen, die Brüder gut kennenzulernen und ihnen mit Interesse zuzuhören, wobei er ihre Privatsphäre stets respektiert. Diese Fähigkeiten helfen ihm zu verstehen, was sie beschäftigt und wie sie sich fühlen. Er muss außerdem zugänglich sein, damit sich Jung und Alt vertrauensvoll an ihn wenden können. So beginnt die Hilfe nicht erst, wenn ein ernstes Problem auftritt, sondern stützt sich auf eine Freundschaft, die bereits aufgebaut worden ist.

Antwort 3: Eine weitere wichtige Fähigkeit besteht darin, die passendsten Bibeltexte auszuwählen und zu erklären. Der Älteste muss das, was er gehört hat, mit Grundsätzen und Berichten verbinden, die wirklich auf das Bedürfnis des Bruders eingehen. Dazu kann er sich mit Veröffentlichungen wie Bibeltexte für das christliche Leben vorbereiten. Auf diese Weise verbindet er persönliches Interesse mit solider geistiger Hilfe und lenkt die Aufmerksamkeit auf Jehova und seine Versprechen.

Welche Belohnungen erhalten Älteste, wenn sie sich um die Brüder kümmern?

Apostelgeschichte 20:31,35 — Bleibt also wach, und behaltet im Sinn, dass ich drei Jahre lang Tag und Nacht nie aufgehört habe, jeden von euch unter Tränen eindringlich zu ermahnen. Ich habe euch in allem gezeigt, dass ihr so durch harte Arbeit den Schwachen beistehen und im Sinn behalten sollt, was der Herr Jesus selbst gesagt hat: ‚Geben macht glücklicher als Empfangen.‘“

Antwort 1: Sie erleben die Freude, die es bereitet, anderen zu helfen. Paulus kannte die Anstrengungen und Sorgen des Hirtendienstes, aber auch seine Freude. Älteste empfinden diese Befriedigung, wenn sie Zeit und Kraft einsetzen, um einen Bruder zu stärken. Auch wenn die Aufgabe anspruchsvoll ist, gibt die Liebe diesen Anstrengungen viel Sinn.

Antwort 2: Das Hüten kann ihren eigenen Glauben stärken und ihre Liebe zu Jehova vertiefen. Das erklärt Javier: Wenn er Brüder besucht, erkennt er noch besser, wie sehr Gott sich für sie interessiert. Der Älteste ist daher nicht nur jemand, der anderen Mut macht; auch er kann ermutigt werden. Wenn er sich an der Fürsorge für die Herde beteiligt, hat er noch mehr Gründe, Jehovas Liebe zu schätzen und ihm zu vertrauen.

Antwort 3: Eine weitere Belohnung besteht darin, den geistigen Fortschritt der Menschen zu sehen, denen sie helfen. Paulus freute sich, das Wachstum der Thessalonicher zu beobachten, und Miguel war glücklich zu sehen, wie Juan christliche Eigenschaften entwickelte und Ältester wurde. Diese Befriedigung ähnelt der Freude einer Mutter, die ihr Kind wachsen sieht. Liebe bewirkt, dass die Fortschritte anderer auch zu einer persönlichen Quelle der Freude werden.

Antwort 4: Treue Hirten können außerdem mit der Wertschätzung Jehovas und der Versammlung rechnen. Der Artikel hebt abschließend hervor, wie wertvoll sie wegen ihrer Anstrengungen sind, Rat zu geben, zu stärken und zu trösten. Diese Anerkennung ist nicht der Grund, warum sie dienen, zeigt aber, dass ihre Arbeit wichtig ist. Wir können zu ihrer Freude beitragen, indem wir die Ältesten liebevoll behandeln und ihnen von Herzen für ihre Fürsorge danken.

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