Gespräche beginnen
Aufgabendaten
Aufgabe: Gespräche beginnen
Lektion und Punkt: Lektion 2 · Natürlichkeit · Punkt 4
Lernziel: Hab Geduld. Denk nicht, du müsstest sofort über die Bibel sprechen. Warte auf den passenden Zeitpunkt und lenke das Gespräch ganz natürlich auf das Thema. Vielleicht musst du bis zum nächsten Gespräch mit der Person warten.
Rahmenhandlung: Nach dem Schwimmunterricht kommt eine Verkündigerin zum ersten Mal mit einer anderen Mutter ins Gespräch, während sie auf ihre Kinder warten. Dann öffnet sich die Tür und sie müssen sich verabschieden
Zugeordneter Bibeltext: Prediger 3:7 — eine Zeit zum Zerreißen und eine Zeit zum Zusammennähen, eine Zeit zum Schweigen und eine Zeit zum Reden,
Offizielles Material: INFORMELLES ZEUGNISGEBEN. Beginne ein freundliches Gespräch, das endet, bevor du Zeugnis geben kannst (lmd Lektion 2, Punkt 4).
(3 Min.) INFORMELLES ZEUGNISGEBEN. Beginne ein freundliches Gespräch, das endet, bevor du Zeugnis geben kannst (lmd Lektion 2, Punkt 4). Lektion 2 · Natürlichkeit · Punkt 4: Hab Geduld und warte auf den richtigen Zeitpunkt. Rahmen: Erstes Gespräch zwischen zwei Müttern nach dem Schwimmunterricht. Text zur Vorbereitung der Demonstration, nicht zum Vorlesen: Prediger 3:7.
Prediger 3:7 — eine Zeit zum Zerreißen und eine Zeit zum Zusammennähen, eine Zeit zum Schweigen und eine Zeit zum Reden,
Dieser Grundsatz hilft uns, nichts zu überstürzen. In der Demonstration hört die Verkündigerin freundlich zu und unterhält sich mit der Frau. Sie lässt die Möglichkeit, bei einer anderen Gelegenheit über die Bibel zu sprechen.
Verkündiger(in): Entschuldigung, wartest du darauf, hineinzukommen, oder holst du jemanden ab? Ich weiß nicht, ob ich hier richtig anstehe. Ich hole meine Tochter zum ersten Mal ab.
Person: Ich hole meinen Sohn ab. Du bist hier richtig; sie kommen durch diese Tür heraus. Die Anmeldeschlange ist auf der anderen Seite. Ich war am ersten Tag auch verwirrt.
Verkündiger(in): Zum Glück habe ich gefragt. Normalerweise holt mein Mann sie ab, aber heute konnte er nicht. Sie hat mir alles erklärt, bevor wir losgegangen sind – nur nicht, durch welche Tür sie herauskommt.
Person: Das ist wirklich wichtig. Meiner hat mir dreimal erklärt, wo ich ihm die Schwimmbrille hinlegen soll. Danach ließ er den Rucksack neben der Tür stehen.
Verkündiger(in): Musstest du noch einmal zurück, um ihn zu holen?
Person: Ja, zum Glück waren wir erst an der Ecke. Jetzt versuchen wir, sie abends bereitzulegen, obwohl wir nicht immer daran denken. Dienstags rennen wir alle nur noch herum.
Verkündiger(in): Wir müssen unsere Zeitpläne auch noch besser aufeinander abstimmen. Ich dachte, wir würden ganz entspannt kommen, aber zwischen dem Imbiss und dem Suchen nach einem sauberen Handtuch sind wir gerade noch rechtzeitig angekommen. Wie lange kommt dein Sohn schon hierher?
Person: Seit einem Monat. Am Anfang war er begeistert. Jetzt sagt er, er wolle nicht mehr kommen, weil die anderen besser schwimmen. Ich weiß nicht, ob ich darauf bestehen oder ihn eine Weile pausieren lassen soll.
Verkündiger(in): Das ist schwer zu entscheiden. Stört ihn, dass er zurückliegt, oder gibt es etwas am Unterricht, das ihm nicht gefällt?
Person: Ich glaube, er vergleicht sich mit den anderen. Aber ich möchte es auch nicht herunterspielen. Die Leute sagen mir, ich solle ihn einfach lassen; er werde es schon lernen. Das hilft mir nicht besonders.
Verkündiger(in): Klar, du musst verstehen, was mit ihm los ist, und kannst nicht blind entscheiden. Hast du mit der Lehrerin sprechen können?
Person: Noch nicht. Sie kommt mit so vielen Kindern heraus, dass es mir unangenehm ist, sie aufzuhalten. Außerdem möchte ich nicht, dass er denkt, ich würde mich beschweren.
Verkündiger(in): Ja, vor allen anderen kann das unangenehm sein. Vielleicht weiß man an der Anmeldung, wann du kurz mit ihr sprechen kannst, ohne das hier beim Abholen tun zu müssen.
Person: Das könnte ich fragen. Aber vorher möchte ich ihm in Ruhe zuhören. Im Auto erzählt er mir mehr als wenn ich ihn direkt frage.
Verkündiger(in): Bei meiner Tochter ist es beim Zubettgehen so. Am Nachmittag hat sie nichts zu erzählen, und wenn wir das Licht ausschalten, fällt ihr alles wieder ein. Manchmal braucht sie einfach, dass ich noch eine Weile zuhöre.
Person: Ja, obwohl man um diese Uhrzeit schon müde ist. Schau, sie öffnen. Heute muss ich gleich los, um meine andere Tochter abzuholen.
Verkündiger(in): Natürlich, ich halte dich nicht auf. Übrigens, ich heiße Elena.
Person: Ich bin Marta. Wir sehen uns bestimmt an einem anderen Dienstag. Da kommt meiner, noch mit der Schwimmbrille auf. Bis später!
Verkündiger(in): Bis später, Marta! Alles Gute für euch.
Interesse fördern
Aufgabendaten
Aufgabe: Interesse fördern
Lektion und Punkt: Lektion 9 · Einfühlungsvermögen · Punkt 4
Lernziel: Denk an die Person. Ruf dir in Erinnerung, worüber ihr gesprochen habt, und frag dich:
Rahmenhandlung: Neben dem Literaturständer an der Marktpromenade spricht eine Frau mit einer Verkündigerin, die sie kennt, erneut über ihre Sorge, was sie mit ihrer Tochter über deren Studienwahl besprechen soll
Zugeordneter Bibeltext: Sprüche 20:5 — Die Gedanken im Herzen eines Menschen sind wie tiefes Wasser, doch wer Unterscheidungsvermögen hat, schöpft es heraus.
Offizielles Material: ÖFFENTLICHES ZEUGNISGEBEN. Zeige und besprich ein Video aus dem Lehrwerkzeug und biete einen Bibelkurs an (lmd Lektion 9, Punkt 4).
Verkündiger(in): Hallo, Elena. Hast du den Änderungsschneider schließlich gefunden? Letztes Mal war ich mir nicht sicher, ob ich dir den Weg richtig beschrieben hatte.
Person: Ja, er war dort, wo du gesagt hast. Ich komme gerade von dort und habe eine Jacke abgeholt. Heute habe ich noch etwas Zeit, bevor ich nach Hause muss.
Verkündiger(in): Das ist schön. Ich habe über das nachgedacht, was du mir über deine Tochter und ihre Studienwahl erzählt hast. Konntet ihr in Ruhe darüber sprechen?
Person: Wir haben es versucht, aber es endete wieder genauso. Sie sagt, ich höre ihr nicht zu. Und ich denke: Wenn ich ihr nicht zuhören würde, wüsste ich nicht einmal, was sie studieren möchte.
Verkündiger(in): Ich verstehe den Unterschied. Du weißt, was sie tun möchte, aber vielleicht möchte sie noch etwas erklären. Was meinst du, hat sie das Gefühl, dass du noch nicht verstehst?
Person: Ich weiß es nicht. Wahrscheinlich, warum es ihr so wichtig ist. Sobald sie anfängt, rede ich mit ihr über die beruflichen Möglichkeiten. Ich mache mir Sorgen, dass sie es später bereut.
Verkündiger(in): Natürlich möchtest du nicht, dass sie eine Entscheidung trifft, ohne über die Folgen nachzudenken. Wäre es für dich in Ordnung, zuerst ihre Gründe anzuhören und dieses Thema danach anzusprechen?
Person: Ihr zuzuhören, wäre kein Problem. Ich möchte nur nicht den Eindruck erwecken, ich wäre mit allem einverstanden. Sonst könnte sie später sagen, ich hätte ihr die Erlaubnis gegeben.
Verkündiger(in): Es ist sinnvoll, das klarzustellen. Jemandem zuzuhören, um ihn zu verstehen, ist nicht dasselbe wie eine Entscheidung gutzuheißen. Ein Spruch hilft zu erkennen, warum es sich lohnt, nicht vorschnell zu urteilen. Lies bitte Sprüche 20:5.
Sprüche 20:5 — Die Gedanken im Herzen eines Menschen sind wie tiefes Wasser, doch wer Unterscheidungsvermögen hat, schöpft es heraus.
Verkündiger(in): Der Vergleich mit tiefem Wasser macht mir bewusst, dass wir die Gründe eines Menschen nicht immer kennen, nur weil wir seine Entscheidung hören. Vielleicht muss man ihm Zeit geben, sich zu erklären.
Person: Das passiert mir tatsächlich. Manchmal redet sie noch, während ich schon meine Antwort vorbereite. Aber auch sie könnte sich erklären, ohne gleich in die Defensive zu gehen.
Verkündiger(in): Natürlich tragen beide zu einem Gespräch bei. Du kannst nicht für sie antworten, aber du könntest einmal anders anfangen: Frag sie, was sie am meisten daran begeistert, und hör dir ihre vollständige Antwort an.
Person: Das könnte ich tun. Wenn ich aber mit vielen Fragen anfange, denkt sie, ich verhöre sie, um einen Fehler zu finden.
Verkündiger(in): Dann genügt vielleicht eine aufrichtige Frage, und du lässt sie reden. Danach könntest du überprüfen, ob du sie verstanden hast: „Begeistert dich daran also das?“ Nicht, um sie festzunageln, sondern damit sie ein Missverständnis korrigieren kann.
Person: Das klingt für mich natürlicher. Ich dachte, beim Reden über die Bibel würde es um Dinge gehen, die weit von meinen Problemen entfernt sind, und nicht darum, wie ich zu Hause zuhöre.
Verkündiger(in): Genau deshalb wollte ich dir im Hinblick auf das, was du mir erzählt hast, einen Bibelkurs anbieten. Bevor du dich entscheidest, können wir ein Video aus unserem Lehrwerkzeug ansehen und darüber sprechen. Möchtest du es jetzt anschauen?
Person: Ja, ein Video kann ich mir ansehen. Aber ich möchte gleich sagen, dass ich mich nicht auf einen Kurs festlegen will.
Verkündiger(in): Es ist gut, dass du mir das sagst. Ich zeige dir das Video, und danach sagst du mir, was du davon hältst. Ich werde nicht einfach annehmen, dass du zugestimmt hast.
Person: Also, nachdem ich es gesehen habe, interessiert mich die Möglichkeit, etwas zu lernen. Ich weiß nur noch nicht, ob ein Kurs für mich infrage kommt.
Verkündiger(in): Was möchtest du an dem, was du gerade gesehen hast, noch klären? Hast du mehr Fragen zum Bibelstudium oder dazu, etwas Neues anzufangen?
Person: Zum Anfangen. Ich möchte nicht aus Höflichkeit Ja sagen und dann hier nicht mehr vorbeikommen, weil ich es nicht geschafft habe.
Verkündiger(in): Mir ist lieber, du sagst mir, was du wirklich denkst. Wenn du möchtest, können wir uns ein anderes Mal ansehen, wie wir gemeinsam studieren würden, und dann entscheidest du. Und wenn du es jetzt dabei belassen möchtest, respektiere ich das ebenfalls.
Person: Ich möchte noch darüber nachdenken. Zuerst will ich versuchen, meiner Tochter zuzuhören, ohne sie zu unterbrechen. Wenn ich nächste Woche wiederkomme, erzähle ich dir, wie es gelaufen ist.
Verkündiger(in): Das klingt nach einem guten ersten Schritt. Und wenn das Gespräch nicht so verläuft wie erhofft, heißt das nicht unbedingt, dass der Versuch nutzlos war. Wenn du wiederkommst, kannst du mir auch erzählen, was dir schwergefallen ist. Machst du dir Sorgen, wie deine Tochter reagieren wird, wenn sie merkt, dass du anders versuchst, ihr zuzuhören?
Person: Ja, sie könnte sagen: „Jetzt willst du mir zuhören, aber gestern hast du mich nicht reden lassen.“ Und sie hätte recht. Es fällt mir schwer, das zuzugeben, ohne gleich hinzuzufügen, dass auch sie mich unterbricht. Ich möchte nicht, dass dieser Versuch wieder zu einem Streit darüber wird, wer schuld ist.
Verkündiger(in): Du könntest diese konkrete Situation anerkennen, ohne einen Vorwurf hinzuzufügen: „Das stimmt, gestern habe ich dich unterbrochen. Es tut mir leid. Ich möchte verstehen, was ich dich nicht erklären ließ.“ Damit ist die Studienwahl zwar noch nicht geklärt, aber es kann ihnen helfen, darüber zu sprechen, ohne sich von Anfang an zu verteidigen. Und wenn sie dann nicht reden möchte, könntest du sie fragen, wann es ihr besser passen würde.
Person: Das hilft mir, realistischer zu sein. Ich muss nicht alles in einem Gespräch klären oder erwarten, dass sie ihre Einstellung sofort ändert. Ich kann meinen Anteil anerkennen und ihr Zeit geben.
Verkündiger(in): In Ordnung, Elena. Wenn wir uns wiedersehen, sprechen wir weiter über das, was du mir erzählen möchtest. Alles Gute.
Was würdest du sagen?
Aufgabendaten
Aufgabe: Was würdest du sagen?
Lektion und Punkt: Lektion 1 · Aufrichtiges Interesse · Punkt 4
Rahmenhandlung: Bei einem ersten Besuch von Haus zu Haus überlegt ein Verkündiger, wie er ein Gespräch mit einer Person beginnen kann, die neben ihrer Tür eine Tafel mit einem Dank an Gott für ihre Familie angebracht hat
Zugeordneter Bibeltext: Apostelgeschichte 17:22-23 — Paulus nun stand in der Mitte des Areopạgs und sagte: „Männer von Athen! Wie ich sehe, scheint ihr in jeder Hinsicht mehr Ehrfurcht vor Gottheiten zu haben als andere. Als ich zum Beispiel beim Herumgehen aufmerksam die Gegenstände betrachtete, die ihr verehrt, fand ich auch einen Altar mit der Inschrift: ‚Für einen unbekannten Gott‘. Was ihr nun unwissentlich anbetet, das verkünde ich euch.
Offizielles Material: Besprechung mit dem Publikum. HAUS-ZU-HAUS-ZEUGNISGEBEN. Wiederhole kurz Eine Liebestat, Lektion 1, Punkt 4b. Erwähne das Bild und frage dann:
Welche Frage könntest du aufgrund dessen, was wir auf dem Bild sehen, stellen, um ein Gespräch zu beginnen?
Welchen Bibeltext würdest du zeigen?
Diese fünfminütige Aufgabe ist eine Besprechung mit dem Publikum über das Haus-zu-Haus-Zeugnisgeben. Wir wiederholen Eine Liebestat, Lektion 1, Aufrichtiges Interesse, Punkt 4b. Ziel ist, respektvoll zu beobachten und den Gesprächseinstieg anzupassen. Dabei behalten wir Apostelgeschichte 17:22, 23 im Sinn und betrachten einen ersten Besuch bei jemandem, der neben seiner Tür eine Tafel mit einem Dank an Gott für seine Familie hat.
Der Lehrpunkt lädt uns ein, uns zu fragen: „Was verraten Kleidung, Aussehen und Wohnung über die Ansichten oder die Kultur der Person?“ Beobachten bedeutet nicht, Menschen in Schubladen zu stecken. Wir können etwas wahrnehmen, das uns bei der Wahl einer Frage hilft, müssen aber zuerst zuhören, bevor wir Schlussfolgerungen ziehen. Ein und dasselbe Zeichen kann für Menschen in einem Haus unterschiedliche Bedeutungen haben.
Sehen wir uns das Bild an: Jesus spricht mit einer Frau an einem Brunnen. Die Szene zeigt uns eine alltägliche Umgebung, die mit einem Bedürfnis zu tun hat, das wir alle haben: Wasser. Wir müssen der Frau keine Gefühle zuschreiben, die wir aus dem Bild nicht erkennen können. Es genügt, festzustellen, dass diese Umgebung einen einfachen Ausgangspunkt für ein Gespräch bietet.
Welche Frage könntest du aufgrund dessen, was wir auf dem Bild sehen, stellen, um ein Gespräch zu beginnen? Eine Möglichkeit wäre: „Kommen Sie gewöhnlich hierher, um Wasser zu holen?“ Die Frage bezieht sich auf den Ort, ist leicht verständlich und verlangt keine persönlichen Informationen. Wir behaupten nicht, dass dies Jesu Worte waren, sondern überlegen, wie wir selbst anhand unserer Beobachtung ein Gespräch beginnen könnten.
Wichtig wäre, nicht sofort zu einer vorbereiteten Präsentation überzugehen. Die Antwort könnte zeigen, dass die Person Zeit zum Reden hat oder im Gegenteil bald weitergehen muss. Wenn sie von einem Problem beim Wasserholen erzählt, wäre es natürlich, sich dafür zu interessieren. Eine Frage zeigt nur dann aufrichtiges Interesse, wenn wir bereit sind, der Antwort aufmerksam zuzuhören.
Übertragen wir diesen Grundsatz auf das Haus-zu-Haus-Zeugnisgeben. Stellen wir uns vor, jemand begrüßt uns zum ersten Mal, und wir sehen neben der Tür eine Tafel, auf der Gott für die Familie gedankt wird. Wir wissen nicht, wer sie angebracht hat oder ob alle im Haus diese Ansicht teilen. Wir können sie als Ausgangspunkt verwenden, nicht als Beweis dafür, dass wir die Person kennen.
Nach der Begrüßung könnten wir die Tafel kurz erwähnen und fragen: „Was denken Sie: Kann es einer Familie helfen, Gott besser kennenzulernen?“ Diese Frage knüpft an etwas Sichtbares an und gibt der Person Gelegenheit, ihre Meinung zu äußern. Sie verlangt nicht, dass sie sich einer Religion zuordnet, und setzt auch keine familiären Probleme voraus. Außerdem lässt sie eine andere Antwort zu, als wir vielleicht erwartet haben.
Zum Beispiel könnte die Person erklären, dass die Tafel von einem Angehörigen stammt und sie selbst nicht religiös ist. Dann würden wir nicht darauf bestehen, sie als gläubig zu behandeln. Wir würden uns für die Klarstellung bedanken und das Gespräch an ihre tatsächlichen Ansichten anpassen. Vielleicht sagt sie auch, dass der Glaube für ihre Familie wichtig ist. Dann hätten wir eine gemeinsame Grundlage, ohne gleich Unterschiede hervorzuheben.
Die zweite Frage der Besprechung lautet: Welchen Bibeltext würdest du zeigen? Eine Möglichkeit ist Apostelgeschichte 17:22, 23. Dieser Abschnitt ermöglicht ein Gespräch darüber, Gott kennenzulernen, und zeigt uns gleichzeitig, wie eine respektvolle Beobachtung ein Gespräch eröffnen kann. Bevor wir überlegen, wie wir ihn an dieser Tür vorlesen, achten wir darauf, was Paulus beobachtete und wie er diese Beobachtung nutzte. Lesen wir Apostelgeschichte 17:22, 23.
Apostelgeschichte 17:22-23 — Paulus nun stand in der Mitte des Areopạgs und sagte: „Männer von Athen! Wie ich sehe, scheint ihr in jeder Hinsicht mehr Ehrfurcht vor Gottheiten zu haben als andere. Als ich zum Beispiel beim Herumgehen aufmerksam die Gegenstände betrachtete, die ihr verehrt, fand ich auch einen Altar mit der Inschrift: ‚Für einen unbekannten Gott‘. Was ihr nun unwissentlich anbetet, das verkünde ich euch.
Paulus hatte die heiligen Gegenstände aufmerksam betrachtet. Beim Sprechen ging er von etwas aus, das seine Zuhörer kannten und für wichtig hielten. Er begann nicht damit, ihre Ansichten lächerlich zu machen. Seine Beobachtung ermöglichte ihm, das einzuführen, was er über Gott erklären wollte. Für uns besteht die Lektion nicht darin, seine Einleitung Wort für Wort zu wiederholen, sondern respektvoll zu beobachten und einen aufrichtigen Anknüpfungspunkt zu suchen.
Wenn die Person an der Tür Interesse daran zeigt, Gott besser kennenzulernen, könnten wir erklären, dass ein Bibelschreiber mit religiösen Menschen über dasselbe Thema sprach. Dann würden wir um Erlaubnis bitten, ihr den Abschnitt zu zeigen. So hätte das Lesen einen klaren Grund. Es würde nicht unvermittelt und losgelöst von dem Gesagten kommen und auch nicht aufgedrängt werden, wenn sie nicht zuhören möchte.
Nach dem Lesen könnten wir hervorheben, dass Paulus seinen Zuhörern helfen wollte, Gott kennenzulernen, und fragen, was die Person von dieser Möglichkeit hält. Wir würden sie nicht direkt mit denen vergleichen, die anbeteten, ohne Gott zu kennen. Das könnte abwertend klingen und ist nicht nötig. Es ginge darum, ein respektvolles Gespräch zu eröffnen, nicht darum, anhand eines Details in der Wohnung zu beurteilen, wie viel jemand weiß.
Der Vorschlag wirkt natürlich, weil er von etwas Beobachtbarem ausgeht; respektvoll, weil er fragt, statt etwas vorauszusetzen; und anpassungsfähig, weil die Antwort bestimmt, wie es weitergeht. Das Bild erinnert uns daran, wie wertvoll ein alltäglicher Gesprächseinstieg ist. Der Lehrpunkt ermuntert uns, auf die Person zu achten, und Paulus zeigt, wie man eine Beobachtung mit der Botschaft verbindet. Beobachten, fragen und zuhören – so geben wir einem Gespräch Raum, statt nur eine Präsentation aufzusagen.
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