Gespräche beginnen
Aufgabendaten
Aufgabe: Gespräche beginnen
Dauer: 3 min
Lektion und Punkt: Lektion 3 · Freundlichkeit · Punkt 5
Lernziel: Bieten Sie Ihre Hilfe an. Helfen Sie der Person, wann immer es passend ist. Eine freundliche Tat kann der Schlüssel sein, der die Tür zu einem guten Gespräch öffnet.
Rahmenhandlung: Am Eingang eines Hauses spricht eine Verkündigerin zum ersten Mal mit einer Nachbarin, nachdem sie ihr geholfen hat, die Orangen aufzuheben, die aus einer zerrissenen Tüte gefallen sind
Zugeordneter Bibeltext: Lukas 10:33-37 — Aber als ein gewisser Samarịter, der auf derselben Straße unterwegs war, dorthin kam und ihn sah, empfand er tiefes Mitgefühl. Er ging zu dem Mann hin, versorgte seine Wunden mit Öl und Wein und verband sie. Dann hob er ihn auf sein eigenes Tier, brachte ihn in eine Herberge und kümmerte sich um ihn. Am nächsten Tag nahm er 2 Denạre, gab sie dem Wirt und sagte: ‚Sorg für ihn, und wenn das Geld nicht reicht, zahle ich den Rest, sobald ich wiederkomme.‘ Wer von den drei hat sich deiner Meinung nach für den Überfallenen als Mitmensch erwiesen? “ Der Mann antwortete: „Der, der ihn barmherzig behandelt hat. “Darauf sagte Jesus: „Geh und mach es auch so. “
Offizielles Material: VON HAUS ZU HAUS. Zeige ein Video aus dem Lehrvideo-Kit und besprich es, aber spiele es nicht ab (lmd Lektion 3, Punkt 5).
Verkündiger: Guten Morgen! Moment, die Orange rollt gerade zur Treppe. Soll ich die anderen aufheben, während Sie die Taschen abstellen?
Person: Ja, bitte. Legen Sie sie neben die Tür. Ich wusste, dass diese Tüte nicht halten würde, aber ich wollte nicht zweimal hochgehen …
Verkündiger: Hier sind sie. Haben Sie noch eine Tüte zur Hand, oder soll ich warten, während Sie etwas holen?
Person: Ich lege sie in diese Kiste. Danke. Wollten Sie jemanden besuchen?
Verkündiger: Ich wollte mich kurz mit Ihnen unterhalten. Ich bin ein Zeuge Jehovas. Aber wenn Sie erst die Einkäufe wegstellen müssen, kann ich auch ein anderes Mal kommen.
Person: Nichts davon muss in den Kühlschrank. Ich habe einen Moment Zeit. Allerdings muss ich Sie warnen: Von Religion verstehe ich nicht viel, und normalerweise spreche ich auch nicht darüber.
Verkündiger: Man muss nicht viel wissen, um sich zu unterhalten. Ich finde es schön zu sehen, wie das, was Jesus lehrte, uns im Alltag helfen kann – zum Beispiel, auf jemanden zu achten, der Hilfe braucht.
Person: Das finde ich gut. Aber es gibt auch Menschen, die nicht an Gott glauben und sehr viel helfen. Meine Nachbarin zum Beispiel ist immer für andere da.
Verkündiger: Natürlich muss man nicht religiös sein, um etwas Gutes zu tun. Entscheidend ist die echte Hilfe. Jesus erzählte einmal eine Geschichte, in der er hervorhob, wie mitfühlend ein Mann zu einem verletzten Fremden war. Darf ich Ihnen vorlesen, wie sie endet?
Person: Ja, wenn es nicht zu lang ist.
Verkündiger: Es sind nur ein paar Verse. Achten Sie darauf, was der Mann tat und welche Frage Jesus danach stellte. Das steht in Lukas 10:33-37.
Verkündiger: Lukas 10:33-37 — Aber als ein gewisser Samarịter, der auf derselben Straße unterwegs war, dorthin kam und ihn sah, empfand er tiefes Mitgefühl. Er ging zu dem Mann hin, versorgte seine Wunden mit Öl und Wein und verband sie. Dann hob er ihn auf sein eigenes Tier, brachte ihn in eine Herberge und kümmerte sich um ihn. Am nächsten Tag nahm er 2 Denạre, gab sie dem Wirt und sagte: ‚Sorg für ihn, und wenn das Geld nicht reicht, zahle ich den Rest, sobald ich wiederkomme.‘ Wer von den drei hat sich deiner Meinung nach für den Überfallenen als Mitmensch erwiesen? “ Der Mann antwortete: „Der, der ihn barmherzig behandelt hat. “Darauf sagte Jesus: „Geh und mach es auch so. “ Er empfand nicht nur Mitleid, sondern kümmerte sich um ein konkretes Bedürfnis. Deshalb ist das, was Sie über Ihre Nachbarin erzählen, sehr wertvoll.
Person: Ja. Allerdings kostet es Zeit und Geld, so zu helfen. Ein paar Orangen aufzuheben ist viel einfacher.
Verkündiger: Natürlich, das ist nicht dasselbe. Aber wir können mit dem anfangen, was uns möglich ist, ohne etwas zu versprechen, was wir nicht halten können.
Person: So sehe ich das auch. Unterhalten Sie sich normalerweise über solche Dinge?
Verkündiger: Ja. Wir verwenden auch Videos. Ich würde Ihnen gern eines aus unserem Lehrvideo-Kit zeigen, als Ausgangspunkt für ein Gespräch über die Bibel. Wir würden es jetzt nicht abspielen. Worüber würden Sie beim Anschauen gern sprechen, wenn Sie an unser Gespräch denken?
Person: Wenn es einen praktischen Nutzen hat. Ich würde es nicht nur sehen wollen, um darüber zu diskutieren, wer recht hat.
Verkündiger: Das verstehe ich. Wir können uns darauf konzentrieren, was Ihnen nützt und welche Fragen offenbleiben. Sie müssten mir nicht zustimmen. Wollen wir es auf ein anderes Mal verschieben?
Person: Sie können gern wiederkommen, aber besser am Nachmittag. Jetzt werde ich wirklich alles wegstellen.
Verkündiger: In Ordnung. Ich lasse Sie jetzt in Ruhe. Alles Gute.
Interesse fördern
Aufgabendaten
Aufgabe: Interesse fördern
Dauer: 4 min
Lektion und Punkt: Lektion 9 · Einfühlungsvermögen · Punkt 5
Lernziel: Verwenden Sie Informationen, die für die Person nützlich sind. Zeigen Sie ihr so bald wie möglich, wie ein Bibelkurs ihre Fragen beantworten und ihr auf vielerlei Weise helfen kann.
Rahmenhandlung: An der Tür seines Hauses empfängt ein Mann den Verkündiger wieder und erzählt ihm, dass er nach ihrem letzten Gespräch eine aufbewahrte Bibel herausgesucht hatte, beim Lesen aber Schwierigkeiten bekam
Zugeordneter Bibeltext: Apostelgeschichte 8:30-31 — Philịppus lief nebenher und hörte den Mann laut den Propheten Jesaja lesen. Er fragte: „Verstehst du denn, was du da liest? “ Der Mann antwortete: „Wie soll ich das jemals verstehen, wenn mir nicht jemand dabei hilft? “Dann bat er Philịppus eindringlich, aufzusteigen und sich zu ihm zu setzen.
Offizielles Material: VON HAUS ZU HAUS. Die Person hat eine Frage. Zeige ein Video und besprich es, um ihr zu antworten, aber spiele es nicht ab (lmd Lektion 9, Punkt 5).
Verkündiger: Hallo, Julian. Wie geht es Ihnen? Beim letzten Mal sagten Sie, dass Sie eine Bibel aufbewahrt hatten und danach suchen wollten. Haben Sie sie gefunden?
Person: Ja, sie war in einer Kiste mit Büchern. Ich schlug sie eines Abends auf, aber ich gab bald wieder auf. Ich verstand zwar die Wörter, aber nicht, was sie bedeuteten. Da dachte ich: Wie soll ich etwas lernen, wenn ich bei fast allem eine Erklärung brauche?
Verkündiger: Das ist eine gute Frage. Schon dass Sie danach gesucht und angefangen haben zu lesen, zeigt Ihr Interesse. Was fiel Ihnen am schwersten – eine bestimmte Ausdrucksweise oder zu verstehen, worum es in dem Abschnitt ging?
Person: Das Zweite. Es war, als würde ich in ein Gespräch kommen, das schon angefangen hatte. Außerdem sprechen Sie von einem Bibelkurs. Würde er mir helfen, selbst zu verstehen, oder müsste ich die Erklärung desjenigen akzeptieren, der mich unterrichtet?
Verkündiger: Ich verstehe den Unterschied. Sie möchten nicht, dass jemand für Sie denkt. Genau dabei kann ein Kurs helfen: den gelesenen Stoff zu untersuchen und Fragen zu stellen. Es geht nicht darum, Ihr Lesen zu ersetzen, sondern Ihnen zu helfen, es zu verstehen.
Person: Aber wenn ich so oft nicht weiterkomme, müsste ich vielleicht zuerst ein einfacheres Buch lesen. Ich bin nicht daran gewöhnt, zu studieren.
Verkündiger: Einen Abschnitt nicht zu verstehen bedeutet nicht, dass Sie nichts lernen können. Die Bibel berichtet sogar von einem anderen Leser, dem es ähnlich ging. Darf ich Ihnen diesen kurzen Wortwechsel vorlesen?
Person: Ja, lesen Sie ihn bitte vor. Ich möchte wissen, was er getan hat.
Verkündiger: Achten Sie darauf, wie er seine Schwierigkeit erklärte und um Hilfe bat. Das steht in Apostelgeschichte 8:30, 31.
Verkündiger: Apostelgeschichte 8:30-31 — Philịppus lief nebenher und hörte den Mann laut den Propheten Jesaja lesen. Er fragte: „Verstehst du denn, was du da liest? “ Der Mann antwortete: „Wie soll ich das jemals verstehen, wenn mir nicht jemand dabei hilft? “Dann bat er Philịppus eindringlich, aufzusteigen und sich zu ihm zu setzen. Der Mann las bereits, erkannte aber, dass er jemanden brauchte, der ihn unterwies. Deshalb gab er das Lesen nicht auf, sondern bat Philippus, sich zu ihm zu setzen.
Person: Ja, aber um Hilfe zu bitten ist nicht dasselbe, wie jede Erklärung einfach zu glauben. Genau das macht mir Sorgen.
Verkündiger: Da haben Sie recht. Ich schlage nicht vor, dass Sie etwas nur deshalb akzeptieren, weil ich es sage. Wenn Ihnen eine Erklärung nicht klar ist, können Sie fragen, warum, und prüfen, worauf sie beruht. Ihre Frage verdient Aufmerksamkeit; man sollte nicht einfach schnell zu einem anderen Thema übergehen.
Person: Das würde mir wirklich helfen. Wenn ich etwas frage und man mir mit fünf weiteren Dingen antwortet, die ich auch nicht verstehe, bin ich am Ende noch ratloser.
Verkündiger: Dann ist es besser, mit einer konkreten Frage anzufangen, statt mit fünf Themen gleichzeitig. Ich würde Ihnen gern ein Video über den Bibelkurs zeigen. Wir können es jetzt besprechen, ohne es abzuspielen, und dabei genau an das denken, was Sie brauchen.
Person: Und wie würde mir dieses Video helfen? Mein Problem ist nicht, noch mehr Dinge zum Anschauen oder Lesen zu finden.
Verkündiger: Natürlich. Ich zeige es Ihnen, damit Sie diese Hilfe kennenlernen und beurteilen können, ob sie für Sie nützlich wäre. Bei dem Kurs wäre für Sie die entscheidende Frage: Wird er mir helfen, die Bibel zu verstehen und meine Fragen zu klären, statt nur Informationen anzuhäufen?
Person: Genau. Wenn wir zum Beispiel zu dem zurückkehren, was ich gestern Abend gelesen habe, möchte ich wissen, wer gesprochen hat und was vorher geschehen war.
Verkündiger: Das ist ein guter Ausgangspunkt. Wir können diese Antworten gemeinsam im Abschnitt suchen. So könnten Sie ganz praktisch feststellen, wie Ihnen Hilfe dabei ermöglicht, Ihr eigenes Lesen besser zu verstehen. Das Video wäre eine Einführung; es würde nicht Ihre Frage ersetzen.
Person: Gut, aber ich möchte noch nicht sagen, dass ich einen Kurs machen werde. Zuerst würde ich gern diesen Abschnitt ausprobieren.
Verkündiger: Einverstanden. Fangen wir mit dem an, was Sie interessiert. Wir müssen jetzt noch nicht entscheiden, was Sie später tun. Wissen Sie noch, wo Sie gelesen haben, oder haben Sie eine Markierung auf der Seite gelassen?
Person: Ich habe einen Zettel hineingelegt. Jetzt muss ich los, aber ich kann sie für ein anderes Mal bereitlegen. Nächsten Samstag um diese Zeit bin ich normalerweise da.
Verkündiger: Dann komme ich am Samstag vorbei. Wir können uns ein paar Minuten diesem Abschnitt und Ihrer Frage widmen, wer spricht und was vorher geschehen ist. Danach sagen Sie mir, ob die Erklärung geholfen hat oder was Sie noch nicht verstehen.
Person: Da ist noch etwas: Wenn mir jemand etwas erklärt, glaube ich, es verstanden zu haben, kann es danach aber nicht selbst erklären. Wie könnte ich feststellen, ob ich es wirklich verstanden habe?
Verkündiger: Wir könnten einen einfachen Test machen: Nach dem Lesen und Besprechen sagen Sie mit Ihren eigenen Worten, was Sie verstanden haben. Das wäre keine Prüfung, sondern eine Möglichkeit festzustellen, welcher Punkt noch mehr Aufmerksamkeit braucht.
Person: Zum Beispiel könnte ich versuchen, Ihnen zu erzählen, worum es in dem Abschnitt geht, ohne genau zu wiederholen, was Sie gesagt haben.
Verkündiger: Genau. Danach würden wir noch einmal im Abschnitt nachsehen. Wenn etwas nicht passt, würden wir es gemeinsam überprüfen. So wäre ich nicht darauf angewiesen, mich an Ihre Worte zu erinnern, sondern könnte mich auf das stützen, was ich selbst gelesen habe.
Person: Das klingt gut. Ich lasse die Bibel mit dem Zettel liegen, damit ich die Seite nicht wieder verliere.
Unsere Glaubensansichten erklären
Aufgabendaten
Aufgabe: Unsere Glaubensansichten erklären
Dauer: 5 min
Rahmenhandlung: Im Haus seines Bruders hebt ein Verkündiger eine Verpackungskiste auf und spricht mit ihm über die Schöpfung, nachdem die Katze zur Kiste gekommen ist
Zugeordneter Bibeltext: 2. Korinther 2:17 — Wir. Denn wir hausieren nicht mit dem Wort Gottes wie viele andere, sondern als von Gott gesandt sprechen wir in aller Aufrichtigkeit, ja vor Gott in Gemeinschaft mit Christus.
Offizielles Material: SZENE. Hilf einem Angehörigen zu verstehen, warum du an die Schöpfung glaubst. Zeige ein Video aus der Serie „Von jemandem entworfen?“, besprich es, aber spiele es nicht ab (th Lektion 2).
Verkündiger: Soll ich diese Kiste aufheben, oder willst du sie wegwerfen? Die Katze schaut sie schon eine Weile an, und ich glaube, sie hat andere Pläne.
Person: Lass sie dort. Ich habe ihr ein Körbchen gekauft, aber sie benutzt es kaum. Dagegen sieht sie eine leere Kiste und hat schon für den ganzen Nachmittag Unterhaltung.
Verkündiger: Dann wäre es billiger gewesen, die Verpackung aufzuheben. Übrigens musste ich beim Anblick der Kiste an ein Video über Katzenhaare denken. Wegen der Roboter würde es dich interessieren.
Person: Roboter und Katzenhaare? Damit hätte ich nicht gerechnet. Hat das mit den Technikvideos zu tun, die ich dir geschickt habe?
Verkündiger: Ja, sie haben mich an dich denken lassen. In dem Video wird erklärt, dass Wissenschaftler Roboter mit Sensoren entwickeln, die ähnlich funktionieren wie die Schnurrhaare einer Katze. Es heißt „Die Schnurrhaare der Katze“.
Person: Das interessiert mich. Aber so, wie du es erzählst, ist es wohl nicht nur ein Technikvideo. Ist es eines von denen, die du verwendest, um über deine Glaubensansichten zu sprechen?
Verkündiger: Ja. Es gehört zur Serie „Von jemandem entworfen?“. Schau, hier habe ich den Titel und die Beschreibung; wir müssen es jetzt nicht abspielen. Mir gefällt, dass es von etwas ausgeht, das vor uns liegt und über das wir normalerweise nicht weiter nachdenken.
Person: Aber du weißt doch, was ich denke: Wenn ein Tier etwas Nützliches hat und Wissenschaftler es nachahmen, beweist das allein noch nicht, dass Gott es erschaffen hat.
Verkündiger: Da hast du recht. Zu sagen, dass eine Eigenschaft nachgeahmt wird, beantwortet nicht alle Fragen über ihren Ursprung. Ich würde es dir nicht als Beweis präsentieren, der dich zwingt, genauso zu denken wie ich.
Person: Warum hat es für dich dann mit dem Glauben an die Schöpfung zu tun? Ich kann es faszinierend finden und trotzdem nicht zu dieser Schlussfolgerung kommen.
Verkündiger: Ich denke dabei, dass die Forscher etwas untersuchen müssen, das in der Natur bereits existiert, um solche Sensoren zu entwickeln. Wenn Intelligenz nötig ist, um diese Funktion zu verstehen und daraus zu lernen, erscheint es mir vernünftig zu fragen, ob ihr Ursprung ebenfalls Intelligenz erkennen lässt.
Person: Ich verstehe den Vergleich, aber ein Roboter wird hergestellt und eine Katze wird geboren. Das ist nicht dasselbe. Mir fällt es schwer, von dem einen auf das andere zu schließen.
Verkündiger: Natürlich ist es nicht dasselbe. Der Vergleich betrifft nur die Funktion, die nachgeahmt werden soll. Mich beeindruckt, dass ein Lebewesen eine Eigenschaft besitzt, von der Konstrukteure lernen können.
Person: Du sagst also nicht, dass die Katze eine Maschine ist. Dich beeindruckt, dass sie als Modell dienen kann, um ein technisches Problem zu lösen.
Verkündiger: Genau. Das beeinflusst auch meine Sicht auf die Schöpfung. Es geht nicht nur darum, dass ich die Katze niedlich oder sympathisch finde, sondern dass ich Gründe sehe, über ihre Funktionsweise nachzudenken.
Person: Und was machen diese Sensoren genau? Es ist eine Sache zu sagen, dass sie den Schnurrhaaren ähneln, und eine andere zu erklären, worin die Ähnlichkeit besteht.
Verkündiger: Gute Frage. Ich möchte dir keine technische Erklärung aus dem Gedächtnis geben und mich irren. Die Beschreibung weist auf diese Ähnlichkeit hin, aber ich würde die Erklärung des Videos lieber mit dir überprüfen, bevor ich weitere Einzelheiten nenne.
Person: Das ist mir lieber. Manchmal sind mir solche Gespräche unangenehm, weil es scheint, als müsste ich sofort zu einer Schlussfolgerung kommen, obwohl ich die Fakten noch verstehen möchte.
Verkündiger: Ich möchte nicht, dass du dich bei mir so fühlst. In der Bibel gibt es Worte, die mich daran erinnern, wie ich über meine Glaubensansichten sprechen sollte. Ich lese sie dir vor; sie stehen in 2. Korinther 2:17. Dieser Vers passt gut zu unserem Thema. Wollen wir 2. Korinther 2:17 lesen?
Verkündiger: 2. Korinther 2:17 — Wir. Denn wir hausieren nicht mit dem Wort Gottes wie viele andere, sondern als von Gott gesandt sprechen wir in aller Aufrichtigkeit, ja vor Gott in Gemeinschaft mit Christus. Ich wollte die Aufrichtigkeit hervorheben. Für mich bedeutet das, dir zu sagen, warum ich etwas glaube, aber auch anzuerkennen, was ich nicht erklären kann. Es wäre nicht sinnvoll, dich zu überzeugen zu versuchen, indem ich eine Tatsache übertreibe.
Person: Diese Worte sprechen aber darüber, wie du deine Glaubensansichten mitteilst, nicht darüber, wie Tiere entstanden sind. Für mich sind das zwei verschiedene Fragen.
Verkündiger: Ja, und ich habe sie nicht als Beweis für die Schöpfung gelesen. Ich beziehe sie auf das, was du gerade gesagt hast: Du sollst fragen und anderer Meinung sein können, ohne das Gefühl zu haben, unser Gespräch sei ein Streit.
Person: So können wir reden. Ich teile deine Schlussfolgerung weiterhin nicht, aber jetzt verstehe ich besser, dass du das nicht einfach sagst, weil jemand dir vorgeschrieben hat, es zu glauben.
Verkündiger: Genau das wollte ich dir erklären. Ich glaube an die Schöpfung, und Eigenschaften wie diese geben mir Gründe, über einen Schöpfer nachzudenken. Aber ich möchte auch hören, welcher Teil meiner Überlegung dich nicht überzeugt.
Person: Genau dieser Schritt ist für mich noch offen: von einer beobachteten Funktion auf einen Konstrukteur zu schließen. Aber zuerst möchte ich die Sache mit den Schnurrhaaren richtig verstehen, ohne vorzugreifen.
Verkündiger: Das ist in Ordnung. Wenn es dir passt, können wir das Video ansehen und unterscheiden, was es über die Sensoren erklärt und welche Frage es über ihren Ursprung aufwirft. Danach sagst du mir mit deinen eigenen Gründen, was du davon hältst.
Person: Vor dem Anschauen möchte ich noch etwas klären. Wenn man vollständig erklären könnte, wie Schnurrhaare funktionieren, würde das deinen Glauben schwächen? Ich frage, weil es manchmal so wirkt, als hänge Glaube davon ab, dass ein Geheimnis ungelöst bleibt.
Verkündiger: Ich verstehe, was du meinst. Aber ich stütze meinen Glauben nicht darauf, dass etwas ein Geheimnis bleibt. Wenn das Video zum Beispiel erklärt, wie diese Eigenschaft der Katze funktioniert und wie sie bei einem Sensor angewendet wird, würde ich nicht denken, dass diese Erklärung den Schöpfer ausschließt. Eine Funktion zu verstehen und nach ihrem Ursprung zu fragen sind zwei verschiedene Dinge. Für mich ist mehr Wissen keine Bedrohung.
Person: Du verlangst also nicht, dass ich aufhöre, nach Erklärungen zu suchen. Das hilft mir, denn ich verstehe gern, wie Dinge funktionieren, und möchte nicht das Gefühl haben, mich zwischen Nachforschen und Gesprächen über deine Glaubensansichten entscheiden zu müssen.
Verkündiger: Natürlich können wir untersuchen und uns unterhalten. Wenn wir es ansehen, können wir mit unserer gemeinsamen Neugier anfangen; wir müssen nicht alle Unterschiede auf einmal klären.
Person: Gut, wir sehen es uns ein anderes Mal an. Hilf mir jetzt, den Rest aufzuräumen, aber lass die Kiste stehen. Offenbar hat die Katze schon beschlossen, dass sie ihr gehört.
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