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Wachtturm-Studium für die Woche vom 15. bis 21. Februar 2027

Wachtturm-Studium für die Woche vom 15. bis 21. Februar 2027

Wie Jesus unterstützen wir ausschließlich Gottes Königreich

1, 2. Warum ergriff Jesus in politischen Fragen nicht Partei? (1. Petrus 2:21).

1. Petrus 2:21 — Dazu wurdet ihr ja berufen, weil auch Christus für euch gelitten hat. Er hat euch ein Beispiel hinterlassen, damit ihr seinen Fußspuren genau folgt.

Antwort 1: Jesus wusste, dass Gottes Königreich die einzige Lösung für die Probleme der Menschheit ist. Deshalb suchte er nicht nach politischen Lösungen, auch nicht, als ihm Unrecht widerfuhr. Dieser Text erinnert uns daran, seinem Beispiel zu folgen. Wenn uns politische Veränderungen Sorgen machen, können wir uns fragen, ob unsere Reaktion dasselbe Vertrauen in das Königreich zeigt wie Jesus.

Antwort 2: Jesus ergriff nicht Partei, weil keine menschliche Regierung dem Leid für immer ein Ende machen konnte. Das bedeutete nicht, dass ihm die Bedürfnisse der Menschen gleichgültig waren; tatsächlich half er vielen. Doch er unterschied zwischen der Linderung eines Problems und seiner endgültigen Lösung. Sein Beispiel hilft uns, unsere Hoffnung nicht auf eine politische Veränderung zu setzen, selbst wenn wir uns Sorgen machen, wie sie sich auf unsere Arbeit oder unsere Familie auswirken könnte.

Antwort 3: Für Jesus war es unvereinbar, das Königreich Gottes zu unterstützen und sich gleichzeitig auf die Seite einer politischen Gruppierung zu stellen. Seine Haltung hing nicht davon ab, ob die Umstände günstig oder schwierig waren. Diese Standhaftigkeit ist uns eine Orientierung, wenn wir wegen Entscheidungen von Regierungen unsicher sind. Statt zuzulassen, dass die Angst unsere Haltung bestimmt, möchten wir Jehova treu bleiben und durch unsere Taten zeigen, dass wir auf sein Königreich vertrauen.

3. a) Was bedeutet es, in politischen Angelegenheiten neutral zu sein?

Antwort 1: Neutral zu sein bedeutet, in den politischen Angelegenheiten dieser Welt für keine Seite Partei zu ergreifen. Unsere Haltung beruht auf der festen Überzeugung, dass nur Gottes Königreich alle Probleme der Menschheit lösen kann. Neutralität besteht also nicht einfach darin, eine Diskussion zu vermeiden. Sie ist eine Art zu zeigen, dass unsere Entscheidungen mit der Botschaft des Königreichs übereinstimmen, die wir predigen.

Antwort 2: Das bedeutet nicht, dass uns die Probleme der Menschen gleichgültig sind. Es bedeutet, dass wir keine politische Seite als Lösung für diese Probleme unterstützen. Wie Jesus setzen wir unser Vertrauen auf Gottes Königreich. Diese Unterscheidung ist wichtig: Wir können aufrichtig um leidende Menschen besorgt sein, ohne eine politische Haltung einzunehmen. Was wir über das Königreich lehren, sollte sich auch darin zeigen, wie wir denken, reden und handeln.

Antwort 3: Neutralität bedeutet, mit dem übereinzustimmen, was wir predigen. Wenn wir sagen, dass Gottes Königreich die einzige Lösung ist, wäre es nicht sinnvoll, gleichzeitig eine politische Seite zu fördern. Der Absatz lädt uns ein, treu in Jesu Fußstapfen zu treten. Wenn wir daher unsere Haltung prüfen, denken wir nicht nur darüber nach, was die Menschen um uns herum tun, sondern auch darüber, ob unser Verhalten das Vertrauen widerspiegelt, das Jesus in das Königreich hatte.

3. b) Was werden wir in diesem Artikel untersuchen?

Antwort 1: Wir werden untersuchen, wie Jesus in drei Situationen handelte: als er die Gelegenheit hatte, sich an der Politik zu beteiligen, als er gegen seine Feinde kämpfen konnte und als man versuchte, ihn über politische Themen diskutieren zu lassen. Es geht nicht nur darum, diese Ereignisse zu kennen. Wir möchten auf seine Entscheidungen achten, um treu in seine Fußstapfen zu treten und unsere Neutralität zu bewahren, wenn auch wir unter Druck geraten.

Antwort 2: Der Artikel hilft uns zu erkennen, wie Jesu Vertrauen in das Königreich beeinflusste, was er zu tun bereit war, wie er seine Feinde behandelte und was er sagte. Er lehnte politische Macht ab, griff nicht zu Gewalt und ließ sich nicht in politische Debatten hineinziehen. Diese drei Aspekte ermöglichen es uns zu prüfen, ob sich unsere Unterstützung für das Königreich sowohl in unseren Taten als auch in unseren Gesprächen zeigt.

Antwort 3: Wir werden drei konkrete Möglichkeiten betrachten, Jesus nachzuahmen: keine Lösungen durch politische Beteiligung zu suchen, nicht mit Gewalt zu reagieren und in politischen Gesprächen keine Partei zu ergreifen. Das Ziel ist, unsere Neutralität zu stärken. Wenn wir beobachten, wie er in konkreten Situationen reagierte, können wir besser verstehen, was es bedeutet, ausschließlich Gottes Königreich zu unterstützen und entsprechend der Botschaft zu handeln, die wir anderen überbringen.

4. Wie war die politische Lage in Israel, als Jesus auf der Erde war?

Apostelgeschichte 5:37 — Nach ihm, zur Zeit der Registrierung, trat Judas, der Galiläer, auf und scharte Leute hinter sich. Doch auch er kam um und seine Anhänger wurden alle zerstreut.

Antwort 1: Die Lage war äußerst instabil. Dieser Fall zeigt, dass einige Anhänger gewonnen und Aufstände angezettelt hatten, aber gescheitert waren. Trotzdem hofften die Juden weiterhin darauf, dass jemand sie von Rom befreien würde. Dieser Hintergrund hilft uns zu verstehen, welchem Druck Jesus ausgesetzt war, eine politische Rolle zu übernehmen, obwohl das nicht die Lösung war, die er anbot.

Antwort 2: Die Juden wollten von der Unterdrückung durch Rom frei werden und hofften auf einen Anführer, der das erreichen würde. Mehrere selbst ernannte Messiasse waren bereits aufgetreten, und einige hatten zu Gewalt gegriffen. Doch keiner hatte Erfolg gehabt. Deshalb spielte sich Jesu Dienst in einer Atmosphäre voller politischer Erwartungen ab. Seine Neutralität war unter diesem Druck eine entschlossene Entscheidung und nicht das Ergebnis einer ruhigen Zeit.

Antwort 3: Zwischen dem, was viele Juden vom Messias erwarteten, und dem, wozu Jesus gekommen war, bestand ein großer Unterschied. Sie dachten, der wahre Messias würde Israel von der römischen Herrschaft befreien und ein unabhängiges Königreich errichten. Diese Erwartung erklärt, warum sie seine Werke aus einem politischen Blickwinkel betrachten konnten. Sie erinnert uns daran, Jesu Lehren unsere Hoffnungen bestimmen zu lassen, statt sie unseren eigenen Wünschen anzupassen.

5. Was erwarteten viele von Jesu Jüngern, dass Jesus tun würde?

Lukas 24:21 — Dabei hatten wir gehofft, er wäre derjenige, der Israel befreien wird. Ja, und jetzt haben wir schon den dritten Tag, seitdem all das passiert ist.

Antwort 1: Viele hofften, Jesus würde Israel von den Römern befreien. Die beiden Jünger auf dem Weg nach Emmaus äußerten diese Hoffnung sogar nach seinem Tod. Ihre Worte zeigen, wie tief diese Erwartung verwurzelt war. Das lehrt uns, dass wir unsere Vorstellungen möglicherweise dem anpassen müssen, was Jehova beabsichtigt, statt zu erwarten, dass er so handelt, wie wir es uns vorstellen.

Antwort 2: Auch unter den Jüngern gab es die Erwartung, von Rom befreit zu werden. Der Absatz erwähnt die Frage, die Johannes der Täufer Jesus stellte, und erklärt, dass er möglicherweise wissen wollte, ob Jesus diese Hoffnung der Juden erfüllen würde. Es ist wichtig, diese Nuance beizubehalten: Es wird als Möglichkeit dargestellt, nicht als Gewissheit. Klar ist jedoch, dass politische Erwartungen zu der Umgebung gehörten, in der die Jünger lebten.

Antwort 3: Auch die Apostel erwarteten, dass Jesus das Königreich in Israel wiederherstellen würde. Ihre Frage zeigt, dass sie noch besser verstehen mussten, wie Gottes Königreich handeln würde. Das hilft uns zu erkennen, dass wir als Nachfolger Jesu bereit sein müssen, unsere Erwartungen zu korrigieren. Wir möchten die Erfüllung Jehovas Vorsatzes nicht an den politischen Veränderungen messen, die wir gern sehen würden, sondern auf die von ihm gewählte Lösung vertrauen.

Antwort 4: Der Absatz zeigt, dass diese Hoffnung nicht nur die Feinde Jesu oder die Volksmengen hatten. Auch Menschen, die ihm folgten und ihn liebten, hegten sie. Das lädt uns ein, uns demütig zu prüfen. Wir könnten auf Jehova vertrauen und uns dennoch wünschen, dass eine politische Veränderung unsere Probleme lösen würde. Das Beispiel ermuntert uns, unsere Denkweise weiter anzupassen und unsere Hoffnung auf Gottes Königreich zu konzentrieren.

6. Wie reagierte Jesus, als die Juden in Galiläa ihn zum König machen wollten? (Siehe auch das Bild.)

Johannes 6:14-15 — Die Leute, die dieses Zeichen sahen, sagten: „Das ist wirklich der Prophet, der in die Welt kommen sollte. “ Da Jesus wusste, dass die Menschen drauf und dran waren, ihn mit aller Gewalt zum König zu machen, zog er sich wieder auf den Berg zurück — ganz allein.

Antwort 1: Jesus zog sich von der Menge zurück und ging allein auf den Berg. Er nutzte die Begeisterung der Menschen nicht aus, um politische Macht zu erlangen. Seine Reaktion zeigt, dass seine Haltung ganz klar war: Nicht einmal die Unterstützung der Bevölkerung würde ihn dazu bringen, von seiner Entscheidung abzuweichen, ausschließlich Gottes Königreich zu unterstützen.

Antwort 2: Er ließ nicht zu, dass man ihn zum König machte, obwohl die Menschen gute Gründe hatten, ihn zu bewundern. Er hatte Kranke geheilt und gerade auf wundersame Weise Tausende von Menschen ernährt. Trotzdem machte Jesus aus dieser Bewunderung keine politische Gelegenheit. Er lehrt uns, dass die Zustimmung vieler Menschen nicht bestimmt, was richtig ist. Wichtig ist, Jehova treu zu bleiben, auch wenn andere uns dazu bewegen wollen, einen anderen Weg einzuschlagen.

Antwort 3: Das Bild zeigt, wie Jesus sich entfernt, während die Menschen weiter über ihn sprechen und einige Männer die übrig gebliebenen Lebensmittel einsammeln. Dieser Gegensatz hebt seine Entscheidung hervor. Er hatte gerade ein Wunder vollbracht, das große Begeisterung ausgelöst hatte, blieb aber nicht dort, um Macht von der Menge zu erhalten. Sein Verhalten erinnert uns daran, dass wir zwar Menschen helfen und uns ihren Respekt verdienen können, uns aber nicht an den politischen Angelegenheiten der Welt beteiligen müssen.

Antwort 4: Jesus handelte, bevor die Menge ihn mit Gewalt zum König machen konnte. Als er erkannte, was sie vorhatten, zog er sich zurück. Er ließ nicht zu, dass der Druck der Menschen, die ihn bewunderten, für ihn entschied. Diese Reaktion lehrt uns, zu erkennen, wann eine Situation unsere Neutralität gefährden könnte, und entschlossen zu handeln. Manchmal ist es der beste Weg, unsere Entscheidung, Jesus nachzuahmen, beizubehalten, wenn wir uns aus einer Situation zurückziehen.

7. Warum ließ Jesus nicht zu, dass man ihn zum König machte?

Psalmen 146:3 — Setzt euer Vertrauen nicht auf Mächtige noch auf einen Menschen, von dem ohnehin keine Rettung kommen kann.

Antwort 1: Jesus wusste, dass ein menschlicher Herrscher dem Leiden nicht dauerhaft ein Ende machen kann. Deshalb nahm er keine politische Stellung an, obwohl er von dort aus in mancher Hinsicht hätte helfen können. Der Psalm hilft uns, seine Entscheidung zu verstehen: Unser Vertrauen darf nicht auf Menschen ruhen. Wie Jesus erwarten wir die vollständige Lösung, die nur Gottes Königreich bringen kann.

Antwort 2: Jesus kannte nicht nur die Grenzen menschlicher Regierungen, sondern wusste auch, wer hinter dem politischen System der Welt steht. Der Absatz erklärt, dass Jehova zwar zulässt, dass Regierungen existieren, Satan ihnen aber ihre Macht gibt. Deshalb war Jesus entschlossen, von der Welt getrennt zu bleiben. Er beurteilte die Gelegenheit nicht nur danach, welchen unmittelbaren Nutzen sie scheinbar bot; er berücksichtigte auch, was es bedeuten würde, sie anzunehmen.

Antwort 3: Jesus wollte an seiner Entscheidung festhalten, kein Teil der Welt zu sein, und erwartete, dass seine Jünger dasselbe tun würden. Deshalb suchte er keine politische Stellung und nahm auch keine an. Diese Unterscheidung ist nützlich: Es reicht nicht, keine Stellung anzustreben; wir müssen auch Gelegenheiten ablehnen, die unsere Neutralität gefährden. Sein Beispiel hilft uns, im Voraus zu entscheiden, dass unsere Unterstützung dem Königreich Gottes gehört, nicht einer menschlichen Regierung.

Antwort 4: Die Lösung, für die Jesus eintrat, war das Königreich seines Vaters. Deshalb lehrte er seine Jünger zu beten, dass dieses Königreich komme. Seine Gebete, seine Lehren und seine Entscheidungen stimmten überein. Wir können diese Konsequenz nachahmen. Wenn wir um das Königreich beten, möchten wir durch unser Verhalten auch zeigen, dass wir es als die wahre Lösung betrachten, statt unsere Hoffnung darauf zu setzen, dass ein menschlicher Herrscher alle Probleme beseitigt.

8. Was sagte Jesus Pilatus über Gottes Königreich?

Johannes 18:33,36 — Da ging Pilạtus wieder ins Prätorium hinein, rief Jesus und fragte ihn: „Bist du der König der Juden? “ Jesus antwortete: „Mein Königreich ist kein Teil dieser Welt. Wäre mein Königreich ein Teil dieser Welt, dann hätten meine Diener gekämpft, damit ich den Juden nicht ausgeliefert werde. Nun aber ist mein Königreich nicht von hier. “

Antwort 1: Jesus erklärte, dass sein Königreich kein Teil der Welt war. Er wies auch darauf hin, dass seine Nachfolger nicht gekämpft hatten, um seine Auslieferung zu verhindern. Damit machte er klar, dass seine königliche Autorität ihn weder zu einem politischen Führer noch zum Anführer einer Rebellion machte.

Antwort 2: Er erklärte ihm, dass Gottes Königreich sich von jeder menschlichen Regierung unterscheidet. Es würde vom Himmel aus regieren und kein Teil des politischen Systems dieser Welt sein. Deshalb stellte sich Jesus weder auf die Seite Roms noch auf die Seite derer, die gegen Rom kämpfen wollten. Seine Antwort hilft uns zu verstehen, dass das Königreich zu unterstützen nicht bedeutet, die politische Seite zu wählen, die uns am besten erscheint, sondern neutral zu bleiben.

Antwort 3: Es ist bedeutsam, dass Jesus seine Haltung gegenüber einer römischen Autorität kurz vor seinem Tod erklärte. Selbst in einer solch schwierigen Situation stellte er sein Königreich nicht als politische Lösung innerhalb jenes Systems dar. Er blieb dem treu, was er während seines Dienstes gelehrt hatte. Das ermuntert uns, unter Druck neutral zu bleiben und klar zu erklären, dass unsere Hoffnung auf Gottes Königreich beruht.

Antwort 4: Jesu Antwort an Pilatus zeigte, dass ein direkter Zusammenhang zwischen der Natur des Königreiches und dem Verhalten seiner Nachfolger bestand. Da dieses Königreich kein Teil der Welt war, kämpften seine Diener nicht gewaltsam für es. Für uns bedeutet das, dass es nicht genügt, über das Königreich zu sprechen. Unsere Handlungsweise muss zeigen, dass wir es unterstützen und nicht die Methoden menschlicher Regierungen benutzen, um es zu fördern.

9. Wie ahmen Christen Jesus nach?

Titus 3:1 — Erinnere sie weiter daran, sich Regierungen und Autoritäten unterzuordnen und ihnen gehorsam zu sein, bereit zu sein für jede gute Tat.

Antwort 1: Wir ahmen Jesus nach, indem wir neutral bleiben und gleichzeitig die Autoritäten respektieren. Neutralität hindert uns nicht daran, gute Bürger zu sein. Wir gehorchen den Gesetzen, zahlen Steuern und sind bereit, Gutes zu tun. So zeigen wir, dass die Politik nicht zu unterstützen nicht bedeutet, Regierungen zu verachten oder unsere Verantwortlichkeiten zu vernachlässigen.

Antwort 2: Wir folgen Jesu Beispiel, indem wir predigen, dass Gottes Königreich die einzige Regierung ist, die das Recht hat, über die Menschheit zu herrschen, und dass es alle ihre Probleme lösen kann. Unsere Botschaft fördert keinen Wechsel menschlicher Herrscher. Sie bietet eine andere Hoffnung. Deshalb bemühen wir uns, dass sowohl unsere Gespräche als auch unsere Entscheidungen mit dem übereinstimmen, was wir den Menschen über das Königreich lehren.

Antwort 3: Auch wenn wir Ungerechtigkeit erleiden, versuchen wir nicht, sie durch politische Beteiligung zu lösen. Der Absatz erwähnt, dass wir keine politischen Ämter anstreben und nicht für Kandidaten stimmen, um Veränderungen an den Gesetzen zu erreichen. Diese Entscheidung bedeutet nicht, dass wir Ungerechtigkeit akzeptabel finden. Sie bedeutet, dass wir Jesu Beispiel folgen und auf Gottes Königreich als die einzige vollständige Lösung für die Probleme der Menschheit vertrauen.

Antwort 4: Wir ahmen Jesus auch dadurch nach, dass wir ausharren, während wir darauf warten, dass das Königreich über die Erde regiert. Die Bibel erkennt an, dass es Missstände gibt und Menschen leiden; sie spielt diesen Schmerz nicht herunter. Der Absatz erinnert uns jedoch daran, dass wir ausharren müssen. Wenn uns persönlich Ungerechtigkeit widerfährt, kann unsere Neutralität auf die Probe gestellt werden. Wenn wir daran festhalten, zeigen wir, dass wir Jehova weiterhin vertrauen, auch wenn das Problem noch nicht gelöst ist.

Antwort 5: Wir bemühen uns, uns nicht in politische Kontroversen einzumischen, weil unsere Taten unseren Glauben stützen sollen. Wenn wir predigen würden, dass das Königreich die wahre Lösung ist, aber eine politische Seite fördern würden, gäben wir widersprüchliche Signale. Dieser Absatz lädt uns ein, uns ehrlich zu prüfen. Wir können uns fragen, ob unsere Art zu reden und auf Nachrichten zu reagieren deutlich macht, dass wir ausschließlich Gottes Königreich unterstützen.

10. Warum planten die Oberpriester und die Pharisäer, Jesus zu töten?

Johannes 11:48-50,53 — Wenn wir ihn so weitermachen lassen, werden alle an ihn glauben, und die Römer werden kommen und uns sowohl unsere heilige Stätte als auch unser Volk nehmen. “ Einer von ihnen — Kaiphas, der in diesem Jahr Hoher Priester war — sagte jedoch: „Ihr begreift gar nichts und habt nicht bedacht, dass es für euch besser ist, wenn ein einziger Mensch für das Volk stirbt, als wenn das ganze Volk vernichtet wird. “ Von diesem Tag an schmiedeten sie Pläne, ihn zu töten.

Antwort 1: Sie betrachteten ihn als eine Bedrohung für ihre Autorität. Sie befürchteten, dass die Unterstützung für Jesus ein Eingreifen der Römer auslösen würde. Ihre Worte zeigen, dass diese Sorge sie dazu brachte, seinen Tod zu rechtfertigen, obwohl Jesus keine politische Macht anstrebte.

Antwort 2: Die Oberpriester und Pharisäer sahen in Jesus einen politischen und religiösen Rivalen. Sie befürchteten, dass die Menschen an ihn glauben würden und dadurch ihre eigene Stellung gefährdet wäre. Es ist wichtig, zwischen dem zu unterscheiden, was Jesus tatsächlich tat, und dem, wie seine Feinde es auslegten. Er blieb neutral, doch sie schrieben ihm eine politische Bedrohung zu. Diese Anschuldigung änderte nichts an seiner friedlichen Handlungsweise.

Antwort 3: Sie befürchteten, ihren heiligen Ort und ihre Nation zu verlieren, falls die Römer eingreifen würden. Statt anzuerkennen, dass Jesus keine Rebellion förderte, beschlossen sie, ihn zu beseitigen. Dieser Bericht zeigt, wohin der Wunsch führen kann, die eigene Autorität zu bewahren. Er hebt auch den Gegensatz zu Jesus hervor: Während seine Feinde planten, ihn zu töten, lehrte er seine Jünger weiterhin, nicht zu Gewalt zu greifen.

Antwort 4: Ihre Überlegung machte Jesus zu jemandem, den man ihrer Meinung nach opfern sollte, um Folgen für die Nation zu vermeiden. Der Absatz macht jedoch deutlich, dass dahinter die Angst stand, er könnte ihre Autorität gefährden. Das hilft uns, Jesu Verhalten noch mehr zu schätzen. Obwohl er wusste, dass seine Feinde planten, ihn zu töten, gab er seine Grundsätze nicht auf und lehrte seine Nachfolger nicht, mit Gewalt gegen sie vorzugehen.

11. Warum sagte Jesus seinen Aposteln in der Nacht seiner Verhaftung, sie sollten sich Schwerter besorgen?

Matthäus 26:47 — Während er noch redete, kam auf einmal Judas, einer von den Zwölf, mit einem großen Trupp Männer, die mit Schwertern und Knüppeln bewaffnet waren. Die Oberpriester und Ältesten des Volkes hatten sie geschickt.

Antwort 1: Jesus wollte nicht, dass sie kämpften. Zwei Schwerter reichten nicht aus, um sich dieser bewaffneten Menge entgegenzustellen. Jesus wollte ihnen damit eine Lektion erteilen: Seine Jünger sollten auf Verfolgung nicht mit Gewalt reagieren. Die Größe und Bewaffnung der Gruppe, die ihn verhaften wollte, helfen uns zu verstehen, dass er keine militärische Verteidigung organisierte.

Antwort 2: Jesus wollte ihnen eine praktische Lektion erteilen, keinen Kampf vorbereiten. Als die Apostel sagten, dass sie zwei Schwerter hatten, erklärte er, sie seien genug. Der Absatz lädt uns zum Nachdenken ein: Konnten zwei Schwerter dazu dienen, gegen eine große bewaffnete Menge zu kämpfen? Natürlich nicht. Aber sie ermöglichten es Jesus, ganz deutlich zu zeigen, wie seine Nachfolger handeln sollten, wenn sie Widerstand und Verfolgung erleben würden.

Antwort 3: Die Anweisung in Bezug auf die Schwerter muss im Zusammenhang mit dem gesehen werden, was Jesus danach tat. Als man kam, um ihn zu verhaften, kämpfte er nicht und befahl auch nicht, die Schwerter zu benutzen. Er erlaubte seinen Jüngern also nicht, ihn mit Gewalt zu verteidigen. Dieses Detail lehrt uns, alle Worte und Taten Jesu zu berücksichtigen, um eine Anweisung richtig zu verstehen, statt sie aus den Ereignissen herauszulösen, die sie erklären.

Antwort 4: Jesus wusste, dass seine Feinde planten, ihn zu töten. Doch er nutzte dieses Wissen nicht, um einen bewaffneten Widerstand zu organisieren. Ihm ging es darum, die Apostel darauf vorzubereiten, richtig zu handeln. Die Schwerter sollten ihnen zeigen, dass sie nicht mit Gewalt reagieren durften, selbst wenn sie dazu in der Lage gewesen wären. Die Lektion hing nicht davon ab, ob sie einen Kampf gewinnen konnten, sondern davon, Jesu Beispiel und Anweisungen zu befolgen.

12. Was sagte Jesus, nachdem Petrus sein Schwert benutzt hatte? (Siehe auch das Bild.)

Matthäus 26:51-52 — Plötzlich griff einer von denen, die bei Jesus waren, nach seinem Schwert, zog es und schlug dem Sklaven des Hohen Priesters das Ohr ab. Doch Jesus sagte: „Steck dein Schwert wieder weg, denn alle, die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen.

Antwort 1: Jesus befahl ihm, das Schwert nicht mehr zu benutzen, und warnte ihn vor den Folgen, wenn man zum Schwert greift. Er hieß es nicht gut, dass Petrus ihn auf diese Weise verteidigte. Die Lektion ist eindeutig: Weder erlittenes Unrecht noch der Wunsch, Jesus zu beschützen, rechtfertigten eine gewaltsame Reaktion.

Antwort 2: Auf dem Bild sehen wir, wie Jesus Petrus festhält und ihm mit einer Geste bedeutet, das Schwert wegzustecken, während der verletzte Mann sich eine Seite des Kopfes hält. Die Szene macht deutlich, dass Jesus die Gewalt stoppte und nicht förderte. Obwohl man ihn zu Unrecht verhaften wollte, erlaubte er seinen Jüngern nicht, für ihn zu kämpfen. Seine Reaktion lehrt uns, uns bei Widerstand nicht von einem Impuls hinreißen zu lassen.

Antwort 3: Durch seine Zurechtweisung von Petrus machte Jesus klar, dass seine Nachfolger weder gegen Rom noch gegen irgendeine andere Nation kämpfen sollten. Diese Lehre ging über jene Nacht hinaus. Seine Jünger sollten auch unter Verfolgung friedlich bleiben. Das hilft uns zu verstehen, dass unser Verhalten nicht davon abhängen darf, ob wir unsere Sache für gerecht halten. Wir möchten Jesus auch dann gehorchen, wenn die Gefühle sehr stark sind.

13. Warum beteiligen sich Jehovas Zeugen an keinem gewaltsamen Konflikt? (Johannes 13:35; 17:11, 20-23.)

Johannes 13:35 — Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid: wenn ihr Liebe zueinander habt. “

Antwort 1: Wir beteiligen uns nicht daran, weil wir Jesus gehorchen und die Liebe bewahren möchten, an der man seine Jünger erkennt. Gewaltsame Konflikte zu unterstützen würde dieser Liebe widersprechen. Unsere Haltung hängt weder von dem Land ab, in dem wir leben, noch davon, welche Seite andere für richtig halten. Indem wir uns nicht daran beteiligen, zeigen wir, dass es sich wirklich darauf auswirkt, Jünger Christi zu sein, wie wir andere behandeln.

Antwort 2: Jesus bat darum, dass seine Nachfolger vereint seien, und die Beteiligung an gewaltsamen Konflikten würde diese Einheit zerstören. Deshalb unterstützen wir sie in keiner Weise. Unsere Bruderschaft darf nicht durch die Rivalitäten der Nationen gespalten werden. Der Absatz hilft uns zu erkennen, dass Neutralität etwas sehr Wertvolles schützt: die Liebe und Einheit, von der Jesus sagte, dass sie unter seinen wahren Jüngern bestehen würde.

Antwort 3: Der Hauptgrund ist, dass wir für das Königreich Gottes eintreten. An einem Krieg oder einem anderen gewaltsamen Konflikt teilzunehmen würde bedeuten, in den politischen Angelegenheiten der Welt Partei zu ergreifen. Unsere Haltung beschränkt sich deshalb nicht darauf, uns Frieden zu wünschen. Sie ist ein Ausdruck unserer Loyalität gegenüber dem Königreich. Unsere Entscheidungen sollen zeigen, dass wir auf Jehovas Regierung vertrauen und dem friedlichen Beispiel seines Sohnes folgen.

Antwort 4: Es reicht nicht, Jesu friedliche Handlungsweise zu bewundern; wir möchten dem gehorchen, was er geboten hat. Er erlaubte seinen Jüngern nicht, Gewalt anzuwenden, um ihn zu verteidigen, und wir halten uns an dieselbe Norm. Der Absatz verbindet unsere Entscheidung mit Gehorsam, Liebe und Einheit. Wenn wir diese Gründe im Sinn behalten, wird unsere Überzeugung stärker, und wir können erklären, dass unsere Haltung daraus entsteht, Christus zu folgen.

14, 15. a) Warum waren Steuern zur Zeit Jesu ein so umstrittenes Thema?

Matthäus 22:19-21 — Zeigt mir die Münze, mit der man die Steuer zahlt. “Da brachten sie ihm einen Denạr. Er fragte: „Wessen Bild und Aufschrift ist das? “ „Cäsars“, antworteten sie, worauf er sagte: „Dann gebt Cäsar zurück, was Cäsar gehört, und Gott, was Gott gehört. “

Antwort 1: Auf der Münze war das Bild des Kaisers zu sehen, und sie erinnerte die Juden daran, dass sie Rom unterworfen waren. Außerdem hielten viele die Steuern für übermäßig hoch. Daher war die Angelegenheit nicht nur wirtschaftlicher Natur, sondern weckte auch politische Gefühle. Jesus ließ nicht zu, dass diese Kontroverse ihn dazu brachte, Partei zu ergreifen.

Antwort 2: Viele dachten, Rom verlange zu hohe Steuern von ihnen. Das Thema berührte also ihr Leben unmittelbar und führte zu Unzufriedenheit. Dieses Detail hilft uns zu verstehen, warum ein Gespräch über Steuern so leicht zu einer politischen Diskussion werden konnte. Jesus kannte das Leid der Menschen, doch er ließ nicht zu, dass eine so heikle Angelegenheit ihn von seiner neutralen Haltung abbrachte.

Antwort 3: Besonders ärgerlich war die Kopfsteuer, weil sie mit einer Münze bezahlt wurde, auf der das Gesicht des Kaisers zu sehen war. Für die Juden war das eine Erinnerung daran, dass sie Rom unterworfen waren. Somit vermischten sich die wirtschaftliche Belastung und die Ablehnung der römischen Herrschaft. Jesu Feinde wussten, dass dieses Thema starke Gefühle weckte, und wählten es deshalb aus, um ihn dazu zu bringen, eine politische Meinung zu äußern.

14, 15. b) Welche Falle stellten ihm seine Feinde? (Matthäus 22:19-21.)

Antwort 1: Sie versuchten, ihn dazu zu bringen, in der Kontroverse über die Steuern Partei zu ergreifen. Jesus ließ sich auf diese Diskussion nicht ein. Seine Antwort unterschied zwischen den Pflichten gegenüber der Obrigkeit und den Pflichten gegenüber Gott. Dadurch zeigte er, dass er klar antworten konnte, ohne die politische Position einzunehmen, zu der seine Feinde ihn verleiten wollten.

Antwort 2: Eine Gruppe von Jüngern der Pharisäer und Mitglieder der Partei des Herodes bat ihn um seine Meinung zu einer sehr umstrittenen Frage. Sie wollten ihn dazu bringen, Partei zu ergreifen, und nicht einfach eine Lehre kennenlernen. Sie wählten die Steuern, weil sie wussten, wie sehr dieses Thema die Menschen ärgerte. Das erinnert uns daran, dass eine Frage zu einem realen Problem zu Druck führen kann, eine politische Haltung zu äußern.

Antwort 3: Die Falle bestand darin, ein Thema anzusprechen, das starke Gefühle weckte, und Jesus dazu zu bringen, sich in die Kontroverse einzumischen. Doch er ließ nicht zu, dass seine Feinde die Bedingungen seiner Antwort bestimmten. Er konzentrierte sich auf die Pflichten, die erfüllt werden mussten. Sein Beispiel lehrt uns, dass wir nicht allein deshalb eine Seite wählen müssen, weil jemand uns nach unserer Meinung zu einer politischen Frage fragt.

16. Wie ahmen wir Jesus nach, wenn wir Ungerechtigkeiten sehen oder selbst erleben? (Siehe auch das Bild und den Kasten „Von Herzen neutral bleiben“.)

Lukas 6:45 — Ein guter Mensch bringt Gutes aus dem guten Schatz seines Herzens hervor. Doch ein schlechter Mensch bringt Schlechtes aus seinem schlechten Schatz hervor. Denn wovon das Herz voll ist, davon redet der Mund.

Antwort 1: Wir ahmen Jesus nach, wenn wir auch beim Reden neutral bleiben. Dieser Text zeigt, dass unsere Worte widerspiegeln, was in unserem Herzen ist. Deshalb reicht es nicht, eine politische Meinung für uns zu behalten; wir möchten unser Vertrauen in das Königreich stärken. Wenn wir also eine Ungerechtigkeit sehen oder selbst erleben, werden unsere Äußerungen dieses Vertrauen widerspiegeln und nicht die Unterstützung einer bestimmten Seite.

Antwort 2: Wir können wegen Ungerechtigkeiten Schmerz empfinden, ohne uns auf politische Debatten einzulassen. Jesus war tief bewegt, wenn er Menschen leiden sah, aber er wusste, dass nur das Königreich alle ihre Probleme lösen würde. Auch wir denken daran, dass Jehova genau weiß, was geschieht. Diese Gewissheit hilft uns, ruhig und neutral zu bleiben, selbst wenn uns eine Ungerechtigkeit persönlich betrifft oder jemandem schadet, der uns nahesteht.

Antwort 3: Das Bild zeigt eine Schwester, die das Café verlässt, während ihre Kollegen über eine Demonstration auf der Straße sprechen. Sie beteiligt sich nicht weiter an dem politischen Gespräch. Die Szene zeigt eine praktische Anwendung: Wenn ein Gespräch beginnt, unsere Neutralität zu gefährden, können wir uns zurückziehen. Wir müssen nicht zu jeder Kontroverse unsere Meinung äußern. Unser Wunsch, Jesus nachzuahmen, kann uns auch in alltäglichen Situationen am Arbeitsplatz leiten.

Antwort 4: Wir ahmen Jesus nach, wenn wir Mitgefühl mit Vertrauen in Jehova verbinden. Wir spielen den Schmerz der Leidenden nicht herunter, denken aber auch nicht, dass Parteinahme in der Politik die Lösung ist. Der Absatz hebt hervor, dass Jesus sogar in dem, was er sagte, neutral war. Bevor wir eine Ungerechtigkeit kommentieren, können wir deshalb überlegen, ob unsere Worte Interesse an den Menschen zeigen oder letztlich eine politische Haltung fördern werden.

17. Warum ist es wichtig, ausschließlich das Königreich Gottes zu unterstützen?

Jeremia 10:23 — Ich weiß nur zu gut, Jehova, dass es dem Menschen nicht zusteht, seinen Weg selbst zu bestimmen. Es steht dem Menschen nicht zu, auf seinem Lebensweg auch nur seinen Schritt zu lenken.

Antwort 1: Das ist wichtig, weil kein Mensch allein in der Lage ist, die Menschheit erfolgreich zu regieren. Nicht einmal die guten Absichten eines Herrschers können alles Leid beseitigen. Dieser Text hilft uns, realistische Erwartungen an menschliche Regierungen zu haben und unsere Hoffnung auf das Königreich zu setzen, das dauerhaften Frieden, Gerechtigkeit und Glück bringen wird.

Antwort 2: Nur das Königreich Gottes kann dauerhaft für das sorgen, was die Menschheit braucht. Der Absatz stellt die Unruhe der Welt dem Frieden, der Gerechtigkeit und dem Glück gegenüber, die herrschen werden, wenn das Königreich über die Erde regiert. Wenn wir diesen Gegensatz im Sinn behalten, lassen wir uns nicht von politischen Versprechungen mitreißen. Unsere Hoffnung hängt nicht davon ab, dass ein besserer Führer erscheint, sondern von der Regierung, die Jehova eingesetzt hat.

Antwort 3: Wenn wir ausschließlich das Königreich unterstützen, freut sich Jehova. Der Absatz betont, dass sich unser himmlischer Vater freut, wenn er sieht, dass seine Diener seine Regierung und den von ihm ausgewählten König, Jesus Christus, von ganzem Herzen unterstützen. Neutralität ist deshalb nicht nur eine Liste von Dingen, die wir vermeiden. Sie ist eine positive Möglichkeit, Jehova unsere Liebe und Loyalität zu zeigen, während wir darauf warten, dass sich seine Versprechen erfüllen.

Antwort 4: Es ist auch wichtig, das Königreich bekannt zu machen. Wir erkennen nicht nur an, dass menschliche Regierungen begrenzt sind, sondern teilen mit anderen die echte Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Diese Tätigkeit steht mit unserer Neutralität im Einklang. Statt eine Regierung dieser Welt zu fördern, lenken wir die Aufmerksamkeit auf Jehovas Lösung. So vermitteln das, was wir predigen, und die Art, wie wir leben, dieselbe Botschaft.

18. Welche Situationen könnten eintreten, und was werden wir im nächsten Artikel sehen?

Antwort 1: Man könnte versuchen, uns zu zwingen, uns einer politischen Organisation anzuschließen oder in einem Krieg zu kämpfen. Der Absatz erwähnt sogar die Möglichkeit, dass man uns mit Gefängnis droht. In solchen Situationen kann es besonders schwierig sein, neutral zu bleiben. Im nächsten Artikel werden wir sehen, wie wir uns schon jetzt darauf vorbereiten können, ihnen entgegenzutreten, statt erst dann über unsere Reaktion nachzudenken, wenn der Druck beginnt.

Antwort 2: Manchmal wird unsere Neutralität nicht nur durch ein Gespräch auf die Probe gestellt, sondern durch Forderungen vonseiten der Behörden. Man könnte uns unter Druck setzen, uns an der Politik oder an einem Krieg zu beteiligen, und uns mit Gefängnis drohen. Der Artikel lenkt zum Schluss die Aufmerksamkeit auf unsere Vorbereitung. Im nächsten Studium wird erklärt, wie wir schon jetzt unsere Entschlossenheit stärken können, neutral zu bleiben, wenn Gehorsam gegenüber Jehova bedeutet, schwierige Folgen auf sich zu nehmen.

Antwort 3: Der Absatz regt uns an, im Voraus über schwere Prüfungen unserer Neutralität nachzudenken. Er erwähnt den erzwungenen Beitritt zu politischen Organisationen, die Beteiligung an Kriegen und die Drohung mit Gefängnis. Er sagt nicht, dass wir alle solche Situationen erleben werden, aber sie können eintreten. Deshalb wird sich der nächste Artikel darauf konzentrieren, wie wir uns jetzt darauf vorbereiten können, unsere Loyalität gegenüber dem Königreich Gottes zu bewahren.

Warum ergreifen Christen in politischen Angelegenheiten keine Partei?

Johannes 13:35 — Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid: wenn ihr Liebe zueinander habt. “

Antwort 1: Wir ergreifen keine Partei, weil wir Jesus nachfolgen und das Königreich Gottes fördern. Außerdem schützt unsere Neutralität die Liebe, durch die wir als seine Jünger erkennbar sein sollen. Politische Spaltungen dürfen die Versammlung nicht entzweien. Wenn wir neutral bleiben, zeigen wir, dass unsere Loyalität gegenüber dem Königreich und unsere Liebe zu unseren Brüdern über den Rivalitäten der Welt stehen.

Antwort 2: Der Hauptgrund ist, dass wir davon überzeugt sind, dass nur das Königreich Gottes die Probleme der Menschheit endgültig lösen kann. Jesus war von demselben Gedanken überzeugt und lehnte deshalb politische Macht ab. Wir möchten, dass unser Verhalten mit der Botschaft übereinstimmt, die wir predigen. Wenn wir das Königreich als die wahre Lösung fördern, können wir nicht gleichzeitig unsere Hoffnung auf eine politische Seite setzen.

Antwort 3: Wir ergreifen keine Partei, weil wir Jesus unter allen Umständen nachahmen möchten. Er ließ sich nicht zum König machen, bekämpfte seine Feinde nicht und beteiligte sich nicht an politischen Debatten. Seine Neutralität hing nicht davon ab, wie man ihn behandelte. Dieses Beispiel hilft uns, an unserer Haltung festzuhalten, wenn wir Ungerechtigkeiten erleben oder uns wegen der Zukunft Sorgen machen. Unsere Unterstützung für das Königreich ändert sich nicht mit den politischen Umständen.

Antwort 4: Neutral zu bleiben ermöglicht es uns, die Autoritäten zu respektieren, ohne Anhänger einer menschlichen Regierung zu werden. Wir erfüllen unsere Pflichten als Bürger, reservieren unsere Unterstützung aber für das Königreich Gottes. Diese Unterscheidung ist wichtig, wenn wir unsere Glaubensansichten erklären: Wir handeln nicht aus Verachtung gegenüber den Regierenden. Unsere Haltung beruht auf dem Glauben an Jehova und dem Wunsch, den Fußspuren seines Sohnes treu zu folgen.

Warum beteiligen wir uns an keinem gewalttätigen Konflikt?

Matthäus 9:36 — Als er die Menschenmengen sah, empfand er tiefes Mitgefühl, denn sie waren wie geschundene und herumgestoßene Schafe, die keinen Hirten haben.

Antwort 1: Wir möchten Jesus nachahmen, der tiefes Mitgefühl für die Menschen empfand. Dieses Mitgefühl führte ihn nicht dazu, Gewalt zu fördern; als man ihn festnehmen wollte, erlaubte er seinen Jüngern auch nicht, für ihn zu kämpfen. Deshalb folgen wir trotz des Schmerzes über Leid und Ungerechtigkeit seinem friedlichen Beispiel und vertrauen auf das Königreich Gottes als die Lösung.

Antwort 2: Wir beteiligen uns nicht daran, weil Jesus seine Jünger lehrte, nicht mit Gewalt zu reagieren, auch nicht bei Verfolgung. Als Petrus sein Schwert gebrauchte, korrigierte Jesus ihn. Dieser Vorfall zeigt, dass eine scheinbar gute Absicht keinen Ungehorsam gegenüber Jesus rechtfertigt. Unsere Entscheidung, gewalttätige Konflikte zu meiden, beruht auf seinen Lehren und nicht darauf, abzuwägen, welche Seite größere Gewinnchancen hat oder scheinbar für die bessere Sache eintritt.

Antwort 3: Eine Beteiligung an gewalttätigen Konflikten würde die Liebe und Einheit zerstören, die unter den Nachfolgern Christi bestehen sollen. Deshalb unterstützen wir solche Konflikte in keiner Weise. Unsere Bruderschaft soll unabhängig von den Spaltungen zwischen den Nationen geeint bleiben. Diese Haltung zeigt, dass christliche Liebe nicht nur etwas ist, was wir lehren, sondern eine Eigenschaft, die unsere Entscheidungen auch unter Druck bestimmt.

Antwort 4: Weil wir das Königreich Gottes unterstützen und nicht die einander bekämpfenden Seiten dieser Welt. Sich an einem gewalttätigen Konflikt zu beteiligen würde außerdem bedeuten, in politischen Fragen Partei zu ergreifen. Unsere Neutralität und unser friedliches Verhalten hängen zusammen: Beides entspringt der Nachfolge Jesu und dem Vertrauen auf Jehovas Regierung. Deshalb ändern wir unsere Haltung je nach Konflikt nicht, sondern bewahren dieselbe Loyalität gegenüber dem Königreich.

Wie ahmen wir Jesus nach, wenn jemand versucht, mit uns über politische Themen zu diskutieren?

Jeremia 10:23 — Ich weiß nur zu gut, Jehova, dass es dem Menschen nicht zusteht, seinen Weg selbst zu bestimmen. Es steht dem Menschen nicht zu, auf seinem Lebensweg auch nur seinen Schritt zu lenken.

Antwort 1: Wir denken daran, dass Menschen die Menschheit nicht erfolgreich selbst regieren können. Diese Überzeugung hilft uns, uns nicht auf Diskussionen darüber einzulassen, welche Seite alle Probleme lösen wird. Genau wie Jesus bewahren wir beim Sprechen unsere Neutralität und vertrauen auf das Königreich. Wir müssen keine politische Lösung verteidigen, um zu zeigen, dass uns die Menschen am Herzen liegen.

Antwort 2: Wir ahmen Jesus nach, indem wir uns nicht in Kontroversen hineinziehen lassen. Als seine Feinde ihn nach den Steuern fragten, antwortete er, ohne eine politische Haltung einzunehmen. Auch wir sind nicht verpflichtet, eine Seite zu wählen, nur weil jemand unbedingt unsere Meinung erfahren möchte. Wir können respektvoll bleiben und deutlich machen, dass unsere Hoffnung auf dem Königreich Gottes beruht, ohne das Gespräch in eine politische Diskussion zu verwandeln.

Antwort 3: Wir achten sowohl auf unsere Worte als auch auf das, was in unserem Herzen ist. Wenn wir politische Vorlieben nähren würden, könnten sie sich schließlich in dem widerspiegeln, was wir sagen. Deshalb möchten wir unser Vertrauen in Jehova und sein Königreich stärken. Wenn ein Gespräch politisch wird, können wir uns zurückhalten oder uns entfernen, wie die Schwester, die das Café an ihrem Arbeitsplatz verlässt. Die Neutralität zu bewahren kann eine einfache, aber entschlossene Entscheidung erfordern.

Antwort 4: Wir können das Leid der Menschen anerkennen, ohne eine politische Meinung zu unterstützen. Jesus empfand Mitgefühl, debattierte aber nicht darüber, welche menschliche Regierung die Probleme lösen würde. Wenn jemand mit uns über eine Ungerechtigkeit spricht, möchten wir aufmerksam zuhören und diese Unterscheidung beibehalten. Unser Vertrauen darauf, dass Jehova weiß, was geschieht, hilft uns, ruhig zu antworten und nicht zuzulassen, dass Empörung unsere Neutralität beeinträchtigt.

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