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Versammlungsbibelstudium für die Woche vom 14. bis 20. Dezember 2026

Versammlungsbibelstudium für die Woche vom 14. bis 20. Dezember 2026

Kapitel 21: Ein Junge verkündete mutig eine Botschaft von Jehova

Wie bewies Samuel Mut?

Kommentar 1: Samuel bewies Mut, als er Eli die ganze Botschaft Jehovas mitteilte. Das war nicht leicht: Er war ein Junge, Eli dagegen der Hohe Priester und der Mann, unter dessen Aufsicht Samuel aufgewachsen war. Außerdem kündigte die Botschaft eine Strafe für Elis Familie an. Trotzdem verschwieg Samuel nichts. Sein Beispiel zeigt, dass Mut nicht bedeutet, keine Angst zu haben, sondern trotz Angst das zu tun, was Jehova von uns erwartet.

Kommentar 2: Auch dadurch zeigte er Mut, dass er in einer Umgebung treu blieb, in der schwere Sünden begangen wurden. Hophni und Pinehas achteten Jehova nicht und misshandelten diejenigen, die Opfergaben zur Stiftshütte brachten. Samuel sah dieses schlechte Beispiel, ahmte es aber nicht nach und hörte nicht auf, Gott zu dienen. Er wurde immer größer und gewann Jehovas und der Menschen Anerkennung. Das erinnert uns daran, dass wir nicht so handeln müssen wie die Menschen um uns herum. Wir können uns für das Richtige entscheiden, auch wenn andere es nicht tun.

Kommentar 3: Samuels Mut beschränkte sich nicht auf jenes Gespräch mit Eli. Das Kapitel erklärt, dass er jahrzehntelang treu als Prophet und Richter diente. Schon als Kind lernte er mit Jehovas Hilfe, mutig zu sein, und behielt diese Einstellung sein ganzes Leben lang. Das lehrt mich, dass christlicher Mut nicht nur in einer außergewöhnlichen Situation zum Ausdruck kommt. Er zeigt sich auch darin, dass wir Jehova Jahr für Jahr gehorchen und die Aufgaben annehmen, die wir erhalten.

1. Wie war Schilo, der Ort, an dem sich die Stiftshütte befand?

Kommentar 1: Schilo lag im Bergland von Ephraim, etwa 30 Kilometer nördlich von Jerusalem. Wie die Referenz erkennen lässt, befand sich die Stiftshütte wahrscheinlich auf einem abgerundeten Hügel. Im Süden lag ein Tal, in dem sich große Menschenmengen versammeln konnten. Diese Einzelheiten helfen uns, den Bericht einzuordnen: Samuel wuchs an einem von Hügeln umgebenen Ort auf, zu dem Israeliten aus verschiedenen Gegenden kamen, um Jehova anzubeten.

Josua 18:1 — Dann versammelte sich die ganze Gemeinde der Israeliten bei Sịlo, und man stellte dort das Zelt der Zusammenkunft auf, denn sie hatten das Land unterworfen.

Kommentar 2: Josua 18:1 erklärt, warum Schilo so wichtig war: Dort wurde das Zelt der Zusammenkunft aufgestellt. Zuvor hatte sich die Stiftshütte in Gilgal nahe Jericho befunden, doch während der Verteilung des Landes wurde sie nach Schilo gebracht. Das Bedeutendste an diesem Ort war also nicht die Landschaft, sondern seine Verbindung zur Anbetung Jehovas. Für Samuel bedeutete das Leben dort, am Mittelpunkt der Anbetung Israels aufzuwachsen und beim Dienst an der Stiftshütte mitzuwirken.

Kommentar 3: In der Umgebung von Schilo gab es mehr Bäume als heute, ja sogar Wälder, in denen wilde Tiere lebten. Einige Hügel hatten terrassenförmig angelegte Olivenhaine. Die Referenz erwähnt auch Wachtürme, von denen aus Bauern oder Hirten ihre Felder und Herden beobachten konnten. Diese Umgebung hilft uns, uns die Landschaft vorzustellen, die Samuel umgab. Vielleicht erkundete er diese Hügel, doch wir müssen diese Möglichkeit von den Tatsachen unterscheiden, die die Bibel bestätigt.

Kommentar 4: Schilo war auch ein Ort, den Familien mit Kindern besuchten. Elkana und Hanna kamen jedes Jahr dorthin und brachten Samuel dorthin, damit er Jehova diente. Wenn wir deshalb an die Stiftshütte denken, sollten wir uns nicht nur Priester und Erwachsene vorstellen. Auch Kinder gehörten zu diesen Szenen der Anbetung.

2. Wie muss Samuels Leben bei der Stiftshütte gewesen sein?

1. Samuel 2:18 — Samuel verrichtete vor Jehova Dienst und trug dabei ein Ẹphod aus Leinen, obwohl er noch ein Junge war.

Kommentar 1: 1. Samuel 2:18 zeigt, dass Samuel schon als Junge am Dienst für Jehova beteiligt war. Die Referenz erklärt, dass sein leinenes Ephod ein einfaches, ärmelloses Kleidungsstück war und erkennen ließ, dass er den Priestern half. Obwohl er nicht zur Priesterklasse gehörte, hatte er nützliche Aufgaben. Sein Leben bei der Stiftshütte bestand nicht einfach darin, anderen zuzusehen. Schon als Kind trug er mit Aufgaben, die zu ihm passten, zum Dienst für Jehova bei.

Kommentar 2: Zu seinen Aufgaben gehörte es, morgens die Türen des Vorhofs zu öffnen und Eli zu helfen, der schon älter war. Samuel lernte diese Arbeit zu lieben. Es ist schön, daran zu denken, dass einige seiner Verantwortlichkeiten einfach und praktisch waren, aber dennoch zu seinem Dienst für Jehova gehörten. Das hilft uns, Tätigkeiten zu schätzen, die vielleicht unbemerkt bleiben. Entscheidend ist nicht, ob eine Aufgabe uns in den Mittelpunkt stellt, sondern ob wir sie gern erledigen, weil sie zur Anbetung unseres Gottes beiträgt.

Kommentar 3: Sein Leben muss auch schmerzliche Momente gehabt haben. Hophni und Pinehas verachteten Jehovas Vorschriften und behandelten die Opfergaben des Volkes respektlos. Die Referenz regt dazu an, darüber nachzudenken, wie verwirrend es für Samuel gewesen sein muss, solche Missstände an einem Ort zu sehen, an dem Menschen geistlichen Trost suchten. Wir sollten seine Kindheit daher nicht idealisieren, als wäre sie frei von Schwierigkeiten gewesen. Er diente an einem heiligen Ort, musste aber inmitten sehr schlechten Verhaltens treu bleiben.

Kommentar 4: Das schlechte Verhalten von Elis Söhnen beschränkte sich nicht auf die Opfergaben. Sie hatten auch sexuelle Beziehungen mit Frauen, die am Eingang der Stiftshütte dienten. Samuel musste aufwachsen und wissen, dass solche Sünden begangen wurden, und die Referenz deutet an, dass er wahrscheinlich erwartete, Eli würde einschreiten. Seine Erfahrung zeigt, dass die Nähe zu religiösen Tätigkeiten nicht automatisch dazu führt, dass jemand Jehova achtet. Samuel musste selbst Treue entwickeln und durfte die Einstellung dieser Männer nicht übernehmen.

Kommentar 5: Trotz dieser Umgebung diente Samuel gern im Haus Jehovas. Dieser Gegensatz ist bemerkenswert: Er ließ nicht zu, dass das Verhalten von Hophni und Pinehas seine Beziehung zu Gott bestimmte. Sie handelten falsch, aber Jehova verdiente weiterhin seine Liebe und seinen Gehorsam. Für uns besteht die Lehre darin, dass sich Treue darauf stützen muss, wer Jehova ist und welche Maßstäbe er hat, und nicht auf der Annahme, dass sich alle Menschen um uns herum immer richtig verhalten.

3. In welchem Sinn sagt die Bibel, Samuel habe Jehova als Kind „noch nicht kennengelernt“?

1. Samuel 3:7 — (Samuel hatte Jehova noch nicht kennengelernt und noch keine Botschaft von Jehova erhalten.)

Kommentar 1: Das bedeutet nicht, dass Samuel nichts über Jehova wusste. Er war von seinen Eltern und den Priestern unterwiesen worden. Der Vers erklärt vielmehr, dass er noch keine Botschaft von Gott erhalten hatte. Er kannte Jehova noch nicht auf die vertraute Weise, wie er ihn später kennenlernte, als er als sein Sprecher diente.

Kommentar 2: Die Referenz hebt hervor, dass Jehova zu kennen mehr bedeutet, als Informationen über ihn zu sammeln. Es ist ein Prozess, der zu enger Freundschaft führen kann. Samuel diente ihm bereits, musste aber noch viel über seine Handlungsweise und seine Kommunikation mit seinen Propheten lernen. Das hilft uns, den Vers zu verstehen. Jemand kann viele biblische Lehren kennen und dennoch weiter daran arbeiten müssen, Jehova näherzukommen und seine persönliche Beziehung zu ihm zu stärken.

Kommentar 3: Während Samuel heranwuchs und als Prophet diente, wurde seine Beziehung zu Jehova immer enger. Er sah, wie Gott ihn unterstützte und wie sich die Botschaften erfüllten, die er übermitteln sollte. Die Aussage beschreibt also kein mangelndes geistiges Interesse, sondern eine Phase seines Wachstums. Das kann besonders junge Menschen ermuntern: Auch wenn sie zu Hause viel gelernt haben, können sie Jehova noch besser kennenlernen, indem sie das Gelernte anwenden.

4. Wie erfüllte sich die Prophezeiung über Elis Familie?

Kommentar 1: Ein ganz konkreter Teil der Prophezeiung war, dass Hophni und Pinehas am selben Tag sterben würden. Das geschah in einer Schlacht gegen die Philister. Die Israeliten hatten die Bundeslade von Schilo ins Heerlager bringen lassen, weil sie dachten, dadurch den Sieg zu erringen. Doch sie erlitten eine schwere Niederlage. Die Philister erbeuteten die Bundeslade und Elis beide Söhne starben. Die Bundeslade bei sich zu haben schützte sie daher nicht vor den Folgen ihres Verhaltens und verhinderte nicht, dass sich die Ankündigung erfüllte.

Kommentar 2: Auch Eli starb an jenem Tag. Er war 98 Jahre alt, blind und wartete sehr besorgt auf Nachrichten über die Bundeslade. Als der Bote ihm von ihrer Eroberung berichtete, fiel Eli rückwärts von seinem Sitz, brach sich das Genick und starb. Der Bericht zeigt, wie schwer jener Tag für seine Familie und für Israel war. Jehova hatte vor den Folgen gewarnt, doch wie das Kapitel zeigt, gibt es keinen Beweis dafür, dass Eli seine Söhne schließlich korrigierte.

Kommentar 3: Der Machtverlust von Elis Familie setzte sich danach fort. Während der Herrschaft Sauls wurden die Priester von Nob getötet, die über Ahitub, den Sohn Pinehas’, von Eli abstammten. Abiathar entkam und diente während der Herrschaft Davids weiter als Priester. Dieses Detail zeigt, dass das Urteil über diese Familie nicht mit dem Tod von Hophni und Pinehas beendet war. Die Referenz beschreibt eine Erfüllung mit langfristigen Folgen.

1. Könige 2:26-27 — Zum Priester Ạbjathar sagte der König: „Geh nach Ạnathoth zu deinen Feldern! Du verdienst den Tod. Doch ich werde dich heute nicht töten, weil du zur Zeit Davids, meines Vaters, die Bundeslade des Souveränen Herrn Jehova getragen hast und weil du mit meinem Vater alles ertragen hast, was er durchmachen musste. “ Sạlomo ließ Ạbjathar dann nicht mehr als Priester für Jehova dienen. Dadurch erfüllte sich, was Jehova in Sịlo über das Haus Ẹlis gesagt hatte.

Kommentar 4: 1. Könige 2:26, 27 verbindet die Absetzung Abiathars ausdrücklich mit den Worten, die Jehova gegen Elis Familie gesprochen hatte. Abiathar hatte die Verschwörung Adonijas unterstützt, und Salomo entfernte ihn aus dem Priesterdienst. So verloren Elis Nachkommen das Hohepriestertum dauerhaft. Dieser Ausgang bestätigt, dass sich die durch Samuel übermittelte Botschaft erfüllte. Manche Folgen traten zwar erst später ein, doch keine religiöse Stellung konnte Jehovas Entscheidung aufheben.

Wie können junge Menschen seine gehorsame Einstellung nachahmen?

1. Samuel 3:5 — rannte zu Ẹli und sagte: „Du hast mich gerufen. Hier bin ich. “Doch Ẹli erwiderte: „Ich habe dich nicht gerufen. Leg dich wieder hin. “Also ging er weg und legte sich schlafen.

Kommentar 1: Samuel reagierte sofort, als er glaubte, Eli rufe ihn. Der Text sagt, dass er lief, was seine Bereitschaft zeigt, ihm zu helfen, obwohl es Nacht war. Junge Menschen können diese Einstellung nachahmen, wenn ihre Eltern sie um Hilfe bitten oder ihnen eine Aufgabe geben. Es geht nicht nur darum, etwas nach vielen Aufforderungen irgendwann zu erledigen. Schnelligkeit zeigt ebenfalls Gehorsam und Rücksicht auf die Person, die unsere Hilfe braucht.

Kommentar 2: Samuel gehorchte auch, als Eli ihm sagte, er solle sich wieder hinlegen. Er verstand noch nicht, was geschah, befolgte aber diese einfache Anweisung. Junge Menschen können lernen, dass sie nicht immer sofort alle Einzelheiten einer Situation verstehen werden. Wenn ihre Eltern ihnen Anweisungen geben, die mit Jehovas Maßstäben übereinstimmen, können sie zuhören und sie bereitwillig ausführen. Falls sie eine Erklärung brauchen, können sie danach fragen, ohne sich zu widersetzen.

Kommentar 3: Sein Gehorsam zeigte sich ganz praktisch darin, dass er bereit war, einem älteren Mann zu helfen. Samuel ging nicht hin, weil er wusste, dass er eine besondere Aufgabe von Jehova erhalten würde; er dachte, Eli brauche ihn. Das lehrt junge Menschen, auch bei alltäglichen Dingen gern zu helfen. Zu Hause mitzuhelfen oder eine vernünftige Bitte der Eltern zu erfüllen mag unbedeutend erscheinen, hilft ihnen aber, dieselbe dienende Einstellung wie Samuel zu entwickeln.

Wie können sie ebenso höflich und respektvoll sein wie er?

1. Samuel 3:6-10 — Jehova rief noch einmal: „Samuel! “Da stand Samuel auf, ging zu Ẹli und sagte: „Du hast mich gerufen. Hier bin ich. “Doch Ẹli entgegnete: „Ich habe dich nicht gerufen, mein Sohn. Leg dich wieder hin. “ (Samuel hatte Jehova noch nicht kennengelernt und noch keine Botschaft von Jehova erhalten.) Also rief Jehova zum dritten Mal: „Samuel! “Da stand er auf, ging zu Ẹli und sagte: „Du hast mich gerufen. Hier bin ich. “Jetzt wurde Ẹli klar, dass es Jehova war, der den Jungen rief. Deshalb sagte Ẹli zu Samuel: „Geh wieder schlafen, und wenn du gerufen wirst, dann antworte: ‚Rede, Jehova, dein Diener hört zu.‘“Da ging Samuel weg und legte sich an seinen Platz. Jehova kam, stellte sich hin und rief wie die anderen Male: „Samuel, Samuel! “, worauf Samuel antwortete: „Rede, dein Diener hört zu. “

Kommentar 1: Samuel sprach jedes Mal respektvoll mit Eli, wenn er zu ihm kam. Obwohl sich die Situation in der Nacht wiederholte, berichtet der Text von keiner schroffen Antwort des Jungen. Junge Menschen können ihn nachahmen, indem sie auf ihre Worte und ihren Ton achten, wenn sie mit ihren Eltern oder älteren Menschen sprechen. Gute Manieren zeigen sich besonders, wenn wir müde oder verwirrt sind. Freundlich zu sprechen beweist dann, dass unser Respekt nicht nur von unserer Stimmung abhängt.

Kommentar 2: Eine weitere Möglichkeit, Respekt zu zeigen, besteht darin, zuzuhören und eine Erklärung anzunehmen. Als Eli erkannte, dass Jehova den Jungen rief, erklärte er ihm, wie er antworten sollte. Samuel hörte aufmerksam zu und befolgte seine Anweisungen. Junge Menschen können ebenso handeln, wenn sie biblische Anleitung erhalten: den anderen ausreden lassen, versuchen, ihn zu verstehen, und das Gesagte umsetzen. So zuzuhören bedeutet mehr, als still zu sein; es zeigt, dass wir die angebotene Hilfe schätzen.

Kommentar 3: Samuel zeigte Jehova gegenüber besonderen Respekt. Als er verstand, wer ihn rief, war er bereit zuzuhören wie ein Diener, der Anweisungen erhalten möchte. Junge Menschen können dieselbe Demut entwickeln, indem sie auf Gottes Wort achten und das Gelernte ernst nehmen. Wir erwarten keine Botschaften wie die, die Samuel erhielt, können Jehova aber dadurch Respekt zeigen, wie wir auf seine Anleitung hören und darauf in unserem Leben reagieren.

Wie können sie ebenso verantwortungsbewusst sein wie er?

1. Samuel 3:15 — Samuel legte sich bis zum Morgen hin und öffnete dann die Türen des Hauses Jehovas. Er hatte Angst, Ẹli von der Vision zu erzählen.

Kommentar 1: Nach jener besonderen Nacht öffnete Samuel die Türen des Hauses Jehovas. Er hatte Angst, Eli zu erzählen, was er gehört hatte, erledigte aber trotzdem seine morgendliche Aufgabe. Junge Menschen können ihn nachahmen, indem sie ihre Verantwortlichkeiten erfüllen, auch wenn sie Sorgen haben oder an etwas anderes denken. Samuels Beispiel zeigt, dass Verantwortungsbewusstsein nicht bedeutet, nur dann zu arbeiten, wenn alles leicht ist, sondern das Anvertraute nicht zu vernachlässigen.

Kommentar 2: Samuel hatte gerade eine Botschaft direkt von Jehova erhalten, hörte aber nicht deshalb auf, die Türen der Stiftshütte zu öffnen. Eine so wichtige Erfahrung machte seine gewöhnlichen Tätigkeiten nicht wertlos. Junge Menschen können diese Lektion anwenden, wenn sie bei praktischen Aufgaben in der Versammlung helfen. Das Bild eines Jugendlichen, der die Reinigungsmittel zählt, veranschaulicht es gut: Auch dafür zu sorgen, dass der Königreichssaal gut versorgt ist, ist eine Aufgabe, die Sorgfalt und Beständigkeit verdient.

Kommentar 3: Das Öffnen der Türen war vielleicht keine auffällige Aufgabe, aber Samuel erledigte sie. Junge Menschen können ebenso verantwortungsbewusst sein, wenn sie sich zu Hause oder im Königreichssaal um Einzelheiten einer Aufgabe kümmern. Sorgfältig erledigte einfache Aufgaben zeigen, dass man sich auf sie verlassen kann.

In welchen Situationen könnten junge Menschen Mut brauchen, um zu sprechen? Wie kann Samuels Beispiel ihnen helfen?

Kommentar 1: Ein junger Mensch braucht vielleicht Mut, wenn er erklären muss, warum er bei etwas nicht mitmacht, was gegen biblische Maßstäbe verstößt. Vielleicht macht er sich Sorgen, wie seine Mitschüler reagieren. Auch Samuel hatte Angst vor dem Gespräch, das ihm bevorstand, ließ sich dadurch aber nicht zum Schweigen bringen. Sein Beispiel kann einem jungen Menschen helfen, respektvoll und klar zu sprechen, ohne sich dafür zu schämen, Jehova gehorchen zu wollen. Er muss nicht trotzig sein, sondern kann fest und zugleich freundlich bleiben.

Kommentar 2: Mut ist auch nötig, wenn man seinen Eltern oder einem vertrauenswürdigen Erwachsenen von etwas Ernstem erzählt und um Hilfe bittet. Ein junger Mensch könnte befürchten, seine Erklärung sei unangenehm oder mache anderen Sorgen. Samuel verschwieg die schwierige Botschaft nicht, die er übermitteln musste. Ohne diese Situationen mit einer göttlichen Offenbarung gleichzusetzen, ermuntert sein Beispiel dazu, ein Problem nicht aus Angst zu verbergen. Offen zu sprechen kann ein notwendiger Schritt sein, um Hilfe zu erhalten und das Richtige zu tun.

Kommentar 3: Auch bei einer Zusammenkunft mitzumachen oder über den Glauben zu sprechen kann für einen jungen Menschen Mut erfordern. Vielleicht denkt er, dass er sich wegen seines Alters nicht gut ausdrücken kann. Doch Jehova vertraute Samuel eine Aufgabe an, als er noch ein Kind war. Das zeigt, dass Jugend nicht verhindert, im Dienst nützlich zu sein. Gute Vorbereitung und der Schwerpunkt auf einem einfachen biblischen Gedanken können helfen zu handeln, ohne darauf zu warten, dass die Nervosität völlig verschwindet.

Auf welche weiteren Arten kann ich Samuels mutiges Beispiel nachahmen?

Kommentar 1: Ich kann Samuel nachahmen, wenn ich trotz schlechter Beispiele treu bleiben muss. Samuel hatte Menschen in seiner Nähe, die Jehovas Maßstäbe verachteten, benutzte ihr Verhalten aber nicht als Entschuldigung, es ihnen gleichzutun. Das ermuntert mich, die Verantwortung für meine eigenen Entscheidungen zu übernehmen. Wenn jemand etwas Falsches tut, muss ich ihm weder folgen noch den Wunsch verlieren, Gott zu dienen. Meine Loyalität gehört Jehova, der seine Maßstäbe nicht dem schlechten Verhalten von Menschen anpasst.

Kommentar 2: Eine weitere Möglichkeit besteht darin, respektvoll die Wahrheit zu sagen, wenn Schweigen bequemer wäre. Samuel respektierte Eli, verwechselte diesen Respekt aber nicht damit, ihm Jehovas Botschaft zu verschweigen. Auch ich brauche vielleicht Mut, einen Fehler zuzugeben oder eine Angelegenheit anzusprechen, für die ich verantwortlich bin. Sein Beispiel erlaubt mir nicht, hart zu sprechen oder meine Meinungen als Botschaften Gottes auszugeben. Es lehrt mich vielmehr, Aufrichtigkeit mit Respekt vor dem anderen zu verbinden.

Kommentar 3: Ich kann seinen Mut nachahmen, indem ich eine Aufgabe im Dienst für Jehova annehme, auch wenn sie mir Respekt einflößt. Samuel wählte keine einfache Botschaft und wartete nicht, bis er sich völlig sicher fühlte. Er erfüllte, was Jehova ihm aufgetragen hatte, und erhielt seine Unterstützung. Das ermuntert mich, eine passende Aufgabe nicht allein aus Unsicherheit abzulehnen. Ich kann mich vorbereiten, Anleitung annehmen und die nötigen Schritte gehen, statt die Angst immer für mich entscheiden zu lassen.

Was lehrt mich dieser Bericht über Jehova?

Kommentar 1: Ich lerne, dass Jehova Kinder schätzt, die ihm dienen möchten. Samuel hatte weder Elis Alter noch seine Stellung, doch Jehova wählte ihn aus, um seine Botschaft zu übermitteln. Außerdem begleitete er ihn beim Heranwachsen und unterstützte ihn als Propheten. Das hilft uns, junge Menschen zu schätzen. Ihr Gehorsam, ihre Bereitschaft und ihre Bemühungen, das Richtige zu tun, bleiben Jehova nicht verborgen. Sie müssen nicht erst erwachsen werden, um eine Freundschaft mit ihm zu entwickeln.

Kommentar 2: Ich lerne auch, dass Jehova Missbrauch nicht billigt und nicht zulässt, dass eine religiöse Stellung Sünde rechtfertigt. Hophni und Pinehas waren Priester, doch dadurch wurde ihr Verhalten nicht annehmbar. Auch Eli musste dafür zur Rechenschaft gezogen werden, dass er nicht die nötigen Maßnahmen gegen sie ergriffen hatte. Jehova sah, was geschah, und beschloss, die Lage zu korrigieren. Das versichert uns, dass ihm Ungerechtigkeit nicht gleichgültig ist. Sein Urteil richtet sich nicht nach dem Ansehen eines Menschen, sondern nach seinem Verhalten und Jehovas gerechten Maßstäben.

Kommentar 3: Der Bericht lehrt mich, dass Jehova vertrauenswürdig ist. Er unterstützte Samuel und sorgte dafür, dass sich die Botschaften erfüllten, die er ihm gegeben hatte. Der Junge musste den Ausgang dieser Worte nicht aus eigener Kraft sicherstellen; seine Aufgabe war es, sie treu weiterzugeben. Das hilft mir, zwischen dem zu unterscheiden, was ich tun muss, und dem, was von Jehova abhängt. Ich kann mich darauf konzentrieren, ihm zu gehorchen, in der Gewissheit, dass er sein Wort immer erfüllt.

Wie steht dieser Bericht mit Jehovas Vorsatz und dem Hauptthema der Bibel in Verbindung?

Kommentar 1: Der Bericht hat mit der Heiligung von Jehovas Namen zu tun. Elis Söhne entehrten ihn durch ihr Verhalten und verdarben die Anbetung, die ihm dargebracht wurde. Indem Jehova sie richtete, machte er deutlich, dass er diese Handlungen nicht billigte. So unterschied er zwischen seinen eigenen Maßstäben und dem Verhalten derer, die sie verachteten. Das passt zu seinem Vorsatz, dass sein Name respektiert wird: Niemand kann Jehova richtig vertreten, solange er an einem Verhalten festhält, das seinen Geboten widerspricht.

Kommentar 2: Außerdem wird Jehovas Recht hervorgehoben, sein Volk zu führen und festzulegen, wie er angebetet werden möchte. Hophni und Pinehas handelten nach ihren eigenen Wünschen, Samuel dagegen hörte zu und gehorchte. Dieser Gegensatz steht mit der Anerkennung Jehovas Autorität in Verbindung, einem zentralen Thema der Bibel. Samuel zeigte durch seine Taten, dass ihm Gottes Anleitung wichtiger war als persönliche Bequemlichkeit. Auch wir können seine Autorität anerkennen, indem wir seinen Maßstäben gehorchen, selbst wenn das Mut erfordert.

Kommentar 3: Die Verdorbenheit dieser Priester hinderte Jehova nicht daran, sein Volk weiter zu führen. Er wählte Samuel als Propheten aus und unterstützte ihn viele Jahre lang. Das hilft uns zu erkennen, dass menschliche Untreue seinen Vorsatz nicht vereitelt. Jehova kann das Falsche korrigieren und weiterhin denjenigen Anleitung geben, die auf ihn hören möchten.

Was würde ich Samuel gern fragen, wenn er aufersteht?

Kommentar 1: Ich würde ihn gern fragen, was ihm half, seine Angst zu überwinden, bevor er mit Eli sprach. Wir wissen, dass er Angst hatte und trotzdem die ganze Botschaft erzählte, doch der Bericht erklärt nicht jeden Gedanken, den er in jenen Stunden hatte. Seine Erfahrung zu hören wäre sehr ermunternd. Inzwischen müssen wir diese Einzelheiten nicht kennen, um von ihm zu lernen: Sein Verhalten lehrt uns bereits, dass wir Angst haben und uns gleichzeitig entscheiden können, Jehova treu zu bleiben.

Kommentar 2: Ich würde ihn fragen, an welche Besuche seiner Mutter er sich erinnerte und welche Belehrung seiner Eltern ihm beim Aufwachsen am meisten geholfen hatte. Das Kapitel berichtet, dass Hanna jedes Jahr kam und ihm ein neues Kleidungsstück brachte, erwähnt aber ihre Gespräche nicht. Es wäre schön, diese Einzelheiten kennenzulernen, ohne sie als Tatsachen auszumalen. Diese Frage lässt mich auch jetzt den Wert schätzen, den Eltern durch ihre Anleitung und ihre beständigen liebevollen Gesten bewirken können.

Kommentar 3: Ich würde ihn gern fragen, wie er im Lauf seines Lebens seine Freundschaft mit Jehova vertiefte. Als Kind hatte er noch keine Botschaften von Gott erhalten; später diente er jahrzehntelang als Prophet und Richter. Es wäre interessant zu hören, an welche Erfahrungen dieses geistigen Wachstums er sich erinnert. Der Gedanke an dieses Gespräch spornt mich an, mich nicht mit dem zufriedenzugeben, was ich bereits über Jehova weiß. Wie Samuel kann ich weiter von ihm lernen und meine Freundschaft mit ihm im Lauf der Jahre stärken.

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