Vergiss nicht, wieder hinzugehen
Was tat Apollos, um denen zu helfen, die Interesse an der Wahrheit gezeigt hatten?
1. Korinther 3:6 — Ich habe gepflanzt, Apọllos hat begossen, Gott aber hat es wachsen lassen,
Kommentar 1: Apollos kümmerte sich weiterhin um diejenigen, die von Paulus belehrt worden waren. Seine Arbeit wird damit verglichen, etwas zu bewässern, das bereits gepflanzt worden war. Es genügte nicht, dass diese Menschen die Wahrheit nur einmal gehört hatten; sie brauchten weiterhin Hilfe, um geistig zu wachsen.
Kommentar 2: Ich finde bemerkenswert, dass Apollos diese Arbeit nicht begonnen hatte, seine Hilfe aber trotzdem wichtig war. Das erinnert uns daran, dass wir echtes Interesse an jemandem zeigen können, auch wenn ein anderer Verkündiger zuerst mit ihm gesprochen hat. Was uns antreibt, ist nicht die Tatsache, dass wir das Gespräch begonnen haben, sondern der Wunsch, dass die Person Jehova immer besser kennenlernt. Sich um das Interesse zu kümmern, das ein anderer geweckt hat, ist ebenfalls eine wertvolle Art zu helfen.
Kommentar 3: Der Vergleich mit dem Bewässern macht deutlich, dass die Belehrung fortgesetzt werden muss. Apollos half dabei, das zu pflegen, was bereits zu wachsen begonnen hatte. Auch bei uns sollte ein angenehmes Gespräch nicht das Ende unserer Hilfe sein. Wir können über eine noch offene Frage nachdenken und uns darauf vorbereiten, sie bei unserem nächsten Besuch zu beantworten. So knüpft der nächste Besuch an das an, was die Person bereits lernt.
Kommentar 4: Obwohl Apollos seinen Teil tat, machte Paulus deutlich, dass das Wachstum von Gott kam. Das hilft uns, ausgeglichen zu bleiben: Wir spielen Rückbesuche nicht herunter, denken aber auch nicht, dass alles von unseren Fähigkeiten abhängt. Unsere Aufgabe ist es, weiter zu belehren und uns um das Interesse der Person zu kümmern, während wir auf Jehova vertrauen. Dieses Vertrauen kann uns helfen, wieder hinzugehen, selbst wenn wir das Gefühl haben, als Lehrer noch viel verbessern zu müssen.
Kommentar 5: Apollos ergänzte die Arbeit von Paulus. Der eine hatte mit der Belehrung begonnen und der andere setzte sie fort. Das ist für mich ein guter Grund, sowohl die ersten Gespräche als auch die Rückbesuche zu schätzen. Diese Tätigkeiten stehen nicht miteinander in Konkurrenz: Beide ermöglichen es uns, Menschen zu helfen, die Wahrheit kennenzulernen.
Wie zeigen wir, dass wir wirklich an denen interessiert sind, die den biblischen Wahrheiten Aufmerksamkeit geschenkt haben?
Kommentar 1: Wir zeigen es, indem wir konkrete Pläne machen, das Gespräch fortzusetzen, und diese Pläne dann einhalten. Wir lassen den Rückbesuch nicht bei einer vagen Absicht bewenden. Bevor wir uns verabschieden, können wir vereinbaren, wann wir wieder miteinander sprechen. So zeigt sich unser Interesse darin, dass wir der Person Zeit und Aufmerksamkeit widmen.
1. Korinther 3:6 — Ich habe gepflanzt, Apọllos hat begossen, Gott aber hat es wachsen lassen,
Kommentar 2: Die Arbeit von Apollos erinnert uns daran, dass Interesse Aufmerksamkeit braucht. Deshalb bitten wir Jehova nicht nur darum, der Person zu helfen, weiter Fortschritte zu machen, sondern gehen auch wieder hin. Gebet und unsere Anstrengungen gehören zusammen: Wir beschränken uns nicht darauf, zu hoffen, dass sie mehr lernt, sondern suchen nach Möglichkeiten, sie weiter zu belehren. Gleichzeitig erkennen wir an, dass nicht wir das geistige Wachstum hervorbringen.
Kommentar 3: Eine offene Frage beim nächsten Besuch zu beantworten, verleiht dem Gespräch Kontinuität. So zeigen wir auf einfache Weise, dass wir uns an das Gesagte erinnern und weiterhelfen möchten. Ich finde es hilfreich, die Antwort mit Blick auf die Person vorzubereiten, nicht nur auf das, was ich selbst gern erklären möchte. Dann hängt der Grund für den Rückbesuch mit ihrem Interesse zusammen.
Kommentar 4: Der Kasten nennt mehrere Möglichkeiten, den Kontakt aufrechtzuerhalten: ein Besuch, ein Brief, ein Anruf, eine Nachricht oder eine E-Mail. Das lädt uns ein, nicht nur an eine einzige Form des Rückbesuchs zu denken. Wir können nach einer passenden Möglichkeit suchen, das Gespräch fortzusetzen. Wichtig ist nicht, alle diese Mittel zu verwenden, sondern dass unser Wunsch zu helfen nicht mangels eines Plans unausgeführt bleibt.
Kommentar 5: Die Person beim Namen zu begrüßen und zu erklären, warum wir wiedergekommen sind, sind Einzelheiten, die der Leitfaden empfiehlt. Wir können diese Begrüßung nutzen, um ganz natürlich an das anzuknüpfen, worüber wir gesprochen hatten. Unser Besuch soll nicht losgelöst vom vorherigen wirken. Die Person ist uns wichtig, und wir möchten ein Gespräch mit ihr fortsetzen, nicht einfach ein Thema präsentieren, ohne zu berücksichtigen, was sie uns bereits gesagt hat.
Kommentar 6: Eine sehr konkrete Möglichkeit, Interesse zu zeigen, besteht darin, einen biblischen Gedanken auszuwählen, der die Person interessieren könnte. Vor dem Rückbesuch können wir uns fragen: Welches Thema haben wir besprochen? Was würde sie gern besser verstehen? Das hilft uns, etwas Nützliches für sie vorzubereiten. Das Ziel ist nicht, alles zu sagen, was wir wissen, sondern einen Gedanken aus der Bibel weiterzugeben, der ihr einen guten Grund gibt, weiterzulernen.
Kommentar 7: Der Leitfaden hebt außerdem hervor, dass wir respektvoll und freundlich sein und versuchen sollten, ruhig zu bleiben. Eine gute Erklärung allein genügt nicht. Wir möchten darauf achten, wie wir uns unterhalten, damit unser Verhalten dasselbe echte Interesse widerspiegelt, das uns zum Wiederkommen bewegt hat.
Kommentar 8: Eine weitere Anregung aus dem Kasten ist, bei der ersten passenden Gelegenheit einen Bibelkurs anzubieten. Unser Wunsch zu helfen muss sich nicht auf einzelne Gespräche beschränken. Wir können der Person die Möglichkeit geben, durch einen Kurs weiterzulernen. Wenn wir zu sehr darüber nachdenken, wie wir den nächsten Besuch machen, könnten wir manchmal eine Gelegenheit übersehen, ihr diese Hilfe anzubieten.
Kommentar 9: Wir sollten diese Möglichkeit während des Gesprächs im Auge behalten.
Wie änderte die Schwester aus dem Video ihre Art, Rückbesuche zu machen?
Kommentar 1: Noch offen zur manuellen Prüfung. Das verfügbare Material lässt nicht erkennen, welche Änderungen die Schwester vorgenommen hat. Um zuverlässige Kommentare zu dieser Frage vorzubereiten, benötigen wir die offiziellen Untertitel oder eine überprüfbare Transkription des entsprechenden Videos. Die allgemeinen Vorschläge aus dem Kasten werden der Schwester nicht zugeschrieben.
Warum lohnt sich jede Anstrengung, die wir unternehmen, um Menschen wieder zu besuchen? (Pred 11:6)
Prediger 11:6 — Säe deine Saat am Morgen und lege deine Hände nicht vor dem Abend in den Schoß, denn du weißt nicht, was von Erfolg gekrönt sein wird — dies oder jenes, oder ob beides gut gelingen wird.
Kommentar 1: Weil wir nicht im Voraus wissen, welche Anstrengungen gute Ergebnisse bringen werden. Prediger ermuntert uns, weiter zu säen, statt im Voraus zu entscheiden, dass etwas nicht funktionieren wird. Mit jemandem, der Interesse gezeigt hat, noch einmal zu sprechen, gibt ihm eine weitere Gelegenheit, aus der Bibel zu lernen.
Kommentar 2: Mir hilft der Gedanke, dass ich nicht sicher sein muss, dass ein Rückbesuch erfolgreich sein wird, um ihn zu machen. Der Text weist gerade darauf hin, dass wir das Ergebnis unserer Anstrengungen nicht kennen. Statt auf eine Garantie zu warten, können wir uns darauf konzentrieren, unseren Teil zu tun: etwas Nützliches vorzubereiten, Vereinbarungen einzuhalten und uns weiter um das Interesse zu kümmern. Diese Einstellung ermöglicht es uns, hoffnungsvoll zu handeln, ohne Ergebnisse zu versprechen, die nicht in unserer Hand liegen.
Kommentar 3: Das Bild vom Säen am Morgen und dem Weiterarbeiten danach hebt Beharrlichkeit hervor. Auf Rückbesuche übertragen, möchten wir nicht unsere ganze Aufmerksamkeit dem ersten Kontakt widmen und vergessen, was danach kommt. Es lohnt sich, Zeit für einen weiteren Besuch einzuplanen. Ein neues Gespräch ermöglicht es uns, eine offene Frage zu beantworten oder einen weiteren biblischen Gedanken zu vermitteln, der der Person hilft, weiterzulernen.
1. Korinther 3:6 — Ich habe gepflanzt, Apọllos hat begossen, Gott aber hat es wachsen lassen,
Kommentar 4: Unsere Anstrengungen sind wertvoll, auch wenn nicht wir das Interesse wachsen lassen. Paulus erkannte sowohl die Arbeit des Pflanzens als auch des Bewässerns an und schrieb das Wachstum Gott zu. Das gibt uns einen Grund, weiter hinzugehen, und gleichzeitig, es demütig zu tun. Wir können Belehrung und Aufmerksamkeit beitragen und Jehova bitten, der Person zu helfen. Wir müssen nicht die Vorstellung tragen, dass alles von uns abhängt.
Kommentar 5: Prediger lässt die Möglichkeit offen, dass mehrere Anstrengungen gute Ergebnisse bringen, nicht nur eine. Das ermuntert uns, unsere Aufmerksamkeit nicht auf das Gespräch zu beschränken, das uns am vielversprechendsten erschien. Wenn verschiedene Menschen Interesse zeigen, lohnt es sich, darüber nachzudenken, wie wir jedem Einzelnen weiterhelfen können. Nach einem ersten Gespräch können wir nicht wissen, was jemand an der Bibel noch schätzen lernen wird.
Kommentar 6: Wenn wir wieder hingehen, können wir mehr tun, als uns an ein gutes Gespräch zu erinnern: Wir können die Belehrung fortsetzen. Vielleicht haben wir die Gelegenheit, eine Frage zu klären oder, wie der Leitfaden vorschlägt, einen Bibelkurs anzubieten. Deshalb lohnt sich die Mühe, den Besuch vorzubereiten und nach einer Gelegenheit zum Gespräch zu suchen. Ohne das Ergebnis als selbstverständlich anzusehen, tun wir unseren Teil, damit die Person weiterhin Hilfe erhält.
Wie man produktive Rückbesuche macht
Plane schon beim ersten Gespräch, bevor du gehst, konkret, wiederzukommen, und halte dich dann an die Vereinbarung (Mat 5:37).
Lass eine Frage zu eurem Gespräch offen und beantworte sie beim nächsten Besuch.
Bitte Jehova darum, dass das Interesse der Person weiter wächst.
Besuche sie oder nimm per Brief, Telefon, Nachricht oder E-Mail Kontakt mit ihr auf.
Verwende bei der Begrüßung ihren Namen. Erkläre ihr, warum du sie wieder besuchst.
Sei respektvoll und freundlich. Und versuche, ruhig zu bleiben.
Zeige ihr einen biblischen Gedanken, der für die Person interessant ist (1. Kor 9:19-23).
Biete ihr bei der ersten passenden Gelegenheit einen Bibelkurs an.
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