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Versammlungsbibelstudium für die Woche vom 18. bis 24. Januar 2027

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Hesekiel

12. Was sieht Hesekiel, bevor Jehova ihn zum Propheten ernennt?

Kommentar 1: Im Jahr 613 v. u. Z. hat Hesekiel eine beeindruckende Vision. Er sieht Lebewesen, die später als Cherubim identifiziert werden, einen Himmelswagen und ein helles Licht, das Jehovas Herrlichkeit darstellt. Bevor er seinen Auftrag erhält, kann er also die Größe dessen würdigen, der ihn sendet. Sein Auftrag kommt nicht von einer menschlichen Autorität, sondern von Jehova.

Kommentar 2: Der Himmelswagen zeigte Hesekiel, wie Ehrfurcht gebietend und gut organisiert der himmlische Teil von Jehovas Organisation ist. Dieses Detail verleiht dem, was danach geschah, großes Gewicht: Jehova ernannte ihn zum Propheten und Wächter. Auch wenn die Menschen, zu denen er sprechen sollte, seine Botschaft ablehnen konnten, hatte Hesekiel gute Gründe, die Autorität dessen ernst zu nehmen, der ihm den Auftrag gegeben hatte.

Kommentar 3: Nach der Vision erklärte Jehova ihm, dass er die Menschen warnen musste, ganz gleich, ob sie zuhörten oder nicht. Hesekiels Verantwortung bestand darin, die Botschaft zu übermitteln, nicht darin, eine gute Reaktion zu garantieren. Das hilft uns, seine Loyalität zu schätzen und beim Predigen eine ausgeglichene Sichtweise zu bewahren: Wir müssen unseren Auftrag treu erfüllen, aber wir können nicht für diejenigen entscheiden, die uns zuhören.

13. Welche Prophezeiungen stellt Hesekiel dar?

Kommentar 1: Hesekiel stellt die Belagerung Jerusalems dar. Jehova weist ihn an, einen Ziegelstein mit einer Darstellung der Stadt zu verwenden und ringsherum typische Vorrichtungen für eine militärische Belagerung aufzustellen. So erhielten die Exilanten eine konkrete Warnung vor dem, was geschehen sollte. Die Stadt war nicht allein deshalb sicher, weil sie Jerusalem war; der Ungehorsam ihrer Bewohner würde die Folgen haben, die Jehova angekündigt hatte.

Kommentar 2: Er stellt auch den Hunger dar, den die Bewohner während der Belagerung erleiden würden. Der Mangel an Nahrung war Teil der Warnbotschaft, und der Bibelbericht bestätigt, dass die Lage später schrecklich wurde. Wenn wir die Prophezeiung mit ihrer Erfüllung in Verbindung bringen, erkennen wir, dass Jehova nicht übertrieben hatte. Das ermuntert uns, seine Warnungen nicht herunterzuspielen, auch wenn wir die Folgen des Ignorierens noch nicht sehen.

Kommentar 3: Eine weitere Darstellung bestand darin, sich Kopf und Bart zu rasieren und Jehovas Anweisungen darüber zu befolgen, was mit den Haaren geschehen sollte. Das zeigte, was den Menschen in Jerusalem widerfahren würde, wenn die Stadt zerstört wäre. Zusammen mit der Botschaft gegen den Götzendienst machte es deutlich, dass das Gericht einen Grund hatte: die Rebellion des Volkes. Es war weder ein Unglück ohne Erklärung noch eine willkürliche Entscheidung.

14, 15. Was sagt Jehova über Jerusalem voraus?

Kommentar 1: Jehova sagt voraus, dass Jerusalem wegen der abscheulichen Dinge bestraft wird, die dort getan werden. In der Vision töten die Vollstrecker diejenigen, die nicht gekennzeichnet sind. Die Stadt würde nicht allein wegen ihrer Vergangenheit oder ihrer Verbindung zur Anbetung Jehovas geschützt werden. Ihre Bewohner mussten für ihr Verhalten geradestehen, und nichts konnte verhindern, dass das angekündigte Urteil vollstreckt wurde.

Kommentar 2: Ein wichtiges Detail ist, dass vor der Hinrichtung diejenigen gekennzeichnet werden, die über das seufzen und klagen, was in der Stadt geschieht. Jehova unterscheidet zwischen den Menschen; er betrachtet nicht alle als gleich eingestellt. Das lädt uns ein, zu untersuchen, wie wir auf das reagieren, was er missbilligt. Es reicht nicht, sich nicht zu beteiligen: Wir wollen uns auch nicht so sehr an die Schlechtigkeit gewöhnen, dass wir sie als unbedeutend ansehen.

Kommentar 3: Obwohl die Zerstörung Jerusalems unvermeidlich war, kündigte Jehova an, dass einige Exilanten zurückkehren würden. Deshalb verbindet die Botschaft eine entschiedene Warnung mit einer echten Hoffnung. Hesekiel musste auch das Exil darstellen und die falschen Propheten anprangern. Die Juden mussten hören, was Jehova beschlossen hatte, und nicht angenehme Botschaften, die ihnen das Gefühl gaben, es gebe keinen Grund zur Sorge.

16-18. Welche Vergleiche verwendet Jehova?

Kommentar 1: Jehova vergleicht Jerusalem mit einer nutzlosen Rebe, die nur als Brennholz taugt, und mit einer sehr geliebten Frau, die untreu wird. Beide Bilder helfen zu verstehen, warum das Gericht kommen würde. Die Stadt erfüllte nicht das, was Jehova von ihr erwartete, und sie hatte eine Beziehung verraten, in der sie viel Liebe empfangen hatte. Es ging nicht einfach um kleine Fehler oder einen Mangel an Information.

Kommentar 2: In einem Rätsel wird Zedekia mit einer Rebe verglichen, die vertrocknen wird. Später erscheinen Samaria und Jerusalem als zwei Schwestern, die Prostitution treiben und Ohola und Oholiba genannt werden. Samaria war bereits zerstört worden, aber Jerusalem hatte aus diesem Beispiel nichts gelernt. Dieser Vergleich erinnert uns daran, wie wichtig es ist, Warnungen zuzuhören und aus den Fehlern anderer zu lernen, statt zu denken, wir könnten genauso handeln, ohne die Folgen zu tragen.

Kommentar 3: Als der Angriff der Babylonier beginnt, vergleicht Jehova Jerusalem mit einem verrosteten Kochtopf, der ins Feuer gestellt werden muss. Das Bild hebt hervor, wie schwerwiegend die Verdorbenheit der Stadt war. Dennoch erklären diese Kapitel auch, dass Jehova jeden nach seinen eigenen Taten richtet. Das Gericht über die Nation bedeutete nicht, dass er aufgehört hatte, zwischen denen zu unterscheiden, die Schlechtigkeit taten, und denen, die das Richtige taten.

19, 20. Gegen welche Nationen spricht Jehova ein Urteil, und warum?

Kommentar 1: Jehova kündigt Gerichte gegen Ammon, Moab, Edom und die Philister an und danach gegen Tyrus, Sidon und Ägypten. Dieser Teil des Buches enthält Botschaften gegen Nationen, die sich über den Fall Jerusalems freuten. Dass Jehova sein Volk disziplinierte, bedeutete nicht, dass er die Verachtung oder Misshandlung seiner Nachbarn billigte.

Kommentar 2: Im Fall von Tyrus und Sidon sagte Jehova ihre Zerstörung voraus, und Hesekiel erhielt den Auftrag, ein Klagelied über Tyrus zu singen. Diese Botschaften zeigen, dass auch die Nachbarnationen Rechenschaft ablegen mussten. Sie konnten die Bestrafung Jerusalems nicht beobachten, als wären sie außerhalb der Reichweite der göttlichen Gerechtigkeit. Jehova sah sowohl den Ungehorsam seines Volkes als auch das Verhalten derer, die es verachteten.

Kommentar 3: Die Prophezeiungen gegen Ägypten kündigten an, dass Babylon in das Land einfallen würde. Wenn wir all diese Botschaften betrachten, lernen wir, dass Jehova dem, was die Nationen tun, nicht gleichgültig gegenübersteht. Wir finden auch eine persönliche Lektion: Wir sollten uns nicht über das Leid anderer freuen. Auch wenn jemand die Folgen seiner Fehler erlebt, gibt uns das nicht das Recht, ihn zu verspotten oder grausam zu behandeln.

21, 22. Welche positiven Dinge für die Israeliten prophezeit Hesekiel?

Kommentar 1: Jehova verspricht, sich persönlich um seine Schafe zu kümmern und sie unter die Leitung des Hirten zu stellen, den er ausgewählt hat, den Messias. Das steht im Gegensatz zu den falschen Hirten Israels, die seinen Zorn hervorgerufen hatten. Für die Verbannten bestand die Hoffnung nicht nur darin, in ein Land zurückzukehren. Sie konnten auch mit Jehovas Fürsorge und mit einer Leitung rechnen, die sein Interesse an ihnen widerspiegelte.

Kommentar 2: Hesekiel kündigt an, dass die Juden in ihr Land zurückkehren werden. Außerdem sieht er eine Ebene voller Knochen, die wieder lebendig werden — eine Vision, die zu dieser Botschaft der Wiederherstellung passt. Obwohl Jerusalem zerstört worden war und die Lage hoffnungslos schien, konnte Jehova seinem Volk eine Zukunft geben. Das lehrt uns, den Wert seiner Versprechen nicht ausschließlich danach zu beurteilen, was die gegenwärtigen Umstände scheinbar zulassen.

Kommentar 3: Die Handlung, zwei Stäbe zusammenzufügen, kündigte an, dass das Zweistämmereich und das Zehnstämmereich wieder eine einzige Nation bilden würden. Jehova versprach also mehr als nur die Rückkehr verstreuter Menschen: Er versprach Einheit. Diese Hoffnung hilft uns zu schätzen, wie wichtig es ist, ihm vereint zu dienen. Die Wiederherstellung beschränkte sich nicht darauf, Orte wieder aufzubauen, sondern schloss auch ein, sein Volk wieder zusammenzuführen.

23, 24. Was wird Jehova tun, wenn Gog sein Volk angreift, und welche Vision hat Hesekiel?

Kommentar 1: Wenn Gog angreift, wird Jehova sein Volk verteidigen und Gog und sein Heer vernichten. Die Prophezeiung stellt Gottes Diener nicht so dar, als wären sie ihren Feinden ausgeliefert. Jehova kennt den Angriff, der stattfinden wird, und hat angekündigt, wie er darauf reagieren wird. Das stärkt unser Vertrauen in seinen Schutz und hilft uns, daran zu denken, dass die Sicherheit seines Volkes von ihm abhängt, nicht von menschlicher Macht.

Kommentar 2: Im Jahr 593 v. u. Z. erhält Hesekiel eine Vision von einem gewaltigen Tempel. Ein Engel misst ihn aus, Jehovas Herrlichkeit erfüllt ihn und ein Fluss strömt aus ihm heraus. Außerdem werden Anweisungen für den Dienst und für die Verteilung des Landes gegeben. Die zentrale Aussage ist sehr ermutigend: Jehova versichert den Verbannten, dass die reine Anbetung wiederhergestellt wird, und hebt seine gerechten Maßstäbe hervor.

Kommentar 3: Der Kasten 26-D hilft uns, das Ausmaß und die Genauigkeit der Vision zu erkennen. Die Tore waren 60 Ellen hoch, und jede Seite des Tempelgeländes war 500 Ellen lang. Außerdem kommen Wörter, die mit dem Messen zu tun haben, mehr als 50-mal vor. Diese Einzelheiten passen zu der Betonung der Vision auf Jehovas Maßstäben: Die wiederhergestellte Anbetung sollte dem entsprechen, was er festgelegt hatte.

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