Kapitel 16: „Natürlich komme ich mit“
Wie zeigten Barak und Debọra Mut?
Kommentar 1: Barak zeigte Mut, als er 10 000 Männer sammelte, um gegen ein Heer anzutreten, das 900 Kriegswagen mit Eisenklingen hatte. Der Unterschied bei der Bewaffnung war gewaltig. Trotzdem zog er, nachdem er durch Debọra die Anweisung zum Angriff erhalten hatte, vom Berg Tạbor in die Ebene hinunter. Er wartete nicht, bis er einen offensichtlichen militärischen Vorteil hatte. Seine Entscheidung zeigt, dass er mehr auf Jehovas Versprechen vertraute als auf das, was die Situation vermuten ließ.
Kommentar 2: Debọra war mutig, weil sie Jehovas Anweisungen nicht einfach von einem Ort aus übermittelte, der weit vom Kampfgeschehen entfernt war. Sie erklärte sich bereit, Barak zu begleiten, und war bei ihm und seinen Männern, als sich Sịseras Heer näherte. Sie wusste, wie grausam dieser Feind war, war aber bereit, die Aufgabe zu unterstützen, die Jehova übertragen hatte. Ihr Beispiel lehrt uns, dass es manchmal bedeutet, andere zu ermuntern, ihnen beizustehen, wenn sie eine schwierige Situation bewältigen müssen.
Kommentar 3: Außerdem fällt mir auf, dass Baraks Mut mit Demut verbunden war. Er dachte nicht, dass es ihn schwach aussehen lassen würde, um Hilfe zu bitten. Er wollte, dass Debọra ihn begleitete, weil er wusste, dass Jehova sie gebrauchte, um sein Volk zu führen. Er machte auch weiter, obwohl sie ihm erklärte, dass eine Frau die Ehre erhalten würde, Sịsera zu besiegen. Für ihn war es wichtiger, Jehova zu gehorchen und das Volk zu befreien, als die ganze Anerkennung zu bekommen.
1. Wie war das Leben für die Israeliten, als Sịsera sie beherrschte? (w15 1. 8. S. 12 Abs. 6)
Kommentar 1: Es war ein Leben voller Angst. Sịsera befehligte nicht nur ein mächtiges Heer, sondern war auch ein skrupelloser General, und die Israeliten litten 20 Jahre unter dieser Unterdrückung. Wie das Kapitel erklärt, hatten die meisten keine Waffen und keine Möglichkeit, sich zu verteidigen. Die Gefahr betraf daher nicht nur die Soldaten, die kämpfen konnten, sondern ganze schutzlose Familien. Das hilft uns zu verstehen, wie viel Mut nötig war, sich ihm entgegenzustellen.
Richter 5:6-7 — In den Tagen Schạmgars, des Sohnes von Ạnath, in den Tagen Jạels waren die Straßen verlassen, Reisende blieben auf Nebenwegen. Dorfbewohner gab es nicht mehr in Israel, es gab sie nicht mehr, bis ich, Debọra, aufstand, bis ich aufstand als Mutter in Israel.
Kommentar 2: Richter 5:6, 7 zeigt, dass die Unterdrückung sogar die alltäglichsten Tätigkeiten verändert hatte. Reisende mieden die Hauptstraßen, und die Bauern waren aus den Gegenden verschwunden, in denen sie gearbeitet hatten. Es ging nicht einfach darum, unter einer anderen Regierung zu leben: Es fehlte die nötige Sicherheit, um unterwegs zu sein und das Land zu bebauen. Der Gegensatz zum Auftreten Debọras zeigt, wie sehr das Volk Jehovas Hilfe brauchte.
Kommentar 3: Die Quelle erklärt, dass die kanaanitische Kultur und Religion von großer Grausamkeit geprägt waren, unter anderem von Kinderopfern und Tempelprostitution. Der Willkür eines Heeres aus diesem Umfeld ausgeliefert zu sein, war erschreckend. Außerdem wird erwähnt, dass Soldaten beim Angriff auf Ortschaften offenbar junge Frauen entführten und sexuell missbrauchten. Das hilft zu verstehen, warum die Dörfer leer waren und die Menschen so große Angst hatten.
Kommentar 4: Die Veröffentlichung weist darauf hin, dass sich viele Menschen wahrscheinlich in Wäldern und auf den Bergen verstecken mussten. Das wird als Erklärung für die beschriebenen Zustände dargestellt, nicht als bestätigtes Detail über jede einzelne Familie. Denken wir darüber nach, was es bedeutet hätte, das Leben in einem Dorf aufzugeben und die Felder nicht mehr unbesorgt bestellen zu können. Sịseras Herrschaft hatte die Sicherheit, den Lebensunterhalt und das Familienleben der Israeliten beeinträchtigt. Sie brauchten eine Befreiung, die sie aus eigener Kraft nicht erreichen konnten.
2. Warum wird Debọra normalerweise nicht zu den 12 Richtern gezählt, die in Israel dienten, bevor Samuel Prophet wurde? (w86 1. 6. S. 31 Abs. 6-8)
Kommentar 1: Der Grund ist, dass sich diese Liste von zwölf auf Männer bezieht, die Jehova auf besondere Weise einsetzte, um Israel von seinen Unterdrückern zu befreien. Debọra richtete zwar das Volk, wird aber zuerst als Prophetin bezeichnet. Bei der Befreiung von der kanaanitischen Herrschaft übernahm Barak an der Spitze des Heeres die Führung. Deshalb wird normalerweise er in die Liste aufgenommen. Der Unterschied liegt in der Aufgabe, die als Grundlage für die Zählung der Richter dient.
Richter 2:16 — Da gab Jehova ihnen immer wieder Richter, die sie aus der Hand der Plünderer befreiten.
Kommentar 2: Richter 2:16 hebt die Aufgabe hervor, das Volk aus der Hand seiner Plünderer zu befreien. Das ist die Bedeutung des Wortes Richter, wenn von den zwölf die Rede ist. Es werden nicht alle Personen gezählt, die irgendwann in Israel einen Rechtsfall entschieden. Deshalb muss man Debọra nicht in diese bestimmte Liste aufnehmen, nur weil sie Recht sprach. Beide Aussagen passen zusammen, wenn wir berücksichtigen, welche Tätigkeit besonders betont wird.
Kommentar 3: Schon in den Tagen von Moses und Josua gab es Männer, die als Richter dienten, Rechtsfälle anhörten und Entscheidungen trafen. Die Quelle erwähnt diese Fälle, um zu zeigen, dass das Wort Richter verschiedene Verantwortlichkeiten umfassen konnte. Es genügt also nicht festzustellen, dass jemand Israel richtete, um daraus zu schließen, dass er zu der Gruppe der zwölf Befreier gehörte. Diese Unterscheidung hilft uns, den Bericht sorgfältiger zu lesen und zu verstehen, warum die Zahl vom verwendeten Kriterium abhängt.
Kommentar 4: Othnịel macht deutlich, welche Art von Richtern zu dieser Gruppe gezählt wird. Die Quelle erklärt, dass er der erste Mann war, den Jehova als Retter einsetzte, nachdem Israel um Hilfe gerufen hatte. Danach werden elf weitere aufgezählt, darunter Barak, bis hin zu Simson. Die Zahl zwölf bezieht sich also auf diese Gruppe von Männern. Sie soll keine Liste aller Personen sein, die in jenen Jahrhunderten richterliche Aufgaben erfüllten.
Kommentar 5: Eli dient als Vergleich. Die Bibel sagt, dass er Israel richtete, aber seine Hauptaufgabe war die eines Hohenpriesters, nicht die eines Retters, der das Volk durch eine Schlacht in die Freiheit führte. Deshalb wird auch er normalerweise nicht zu den zwölf gezählt. Das bestätigt, dass nicht bestritten wird, dass Debọra Recht sprach. Die Liste umfasst einfach diejenigen, die diese Befreiungsaufgabe besonders hervorhoben, nicht alle, die Recht sprachen.
Kommentar 6: Die Quelle erklärt außerdem, dass Apostelgeschichte 13:20 die Richterzeit bis zum Propheten Samuel einordnet. Das hilft zu verstehen, warum Samuel und seine Söhne normalerweise ebenfalls nicht zu den zwölf gezählt werden, obwohl sie das Volk richteten. Letztlich müssen sowohl der Zeitraum als auch die Aufgabe berücksichtigt werden. Dass Debọra nicht zu dieser Gruppe gezählt wird, schmälert ihren Dienst nicht: Jehova gebrauchte sie als Prophetin und zur Unterstützung Israels.
3. In welchem Sinn war Debọra „eine Mutter für Israel“? (Richter 4:4, 5; 5:7; w15 1. 8. S. 13 Abs. 1)
Kommentar 1: Sie war eine Mutter für Israel, weil Jehova sie dazu auswählte, sich um die Nation zu kümmern, so wie eine Mutter für ihre Kinder sorgt. Es geht nicht darum, dass sie im buchstäblichen Sinn Mutter war. Die Quelle erklärt, dass sie mit Lappidoth verheiratet war, aber wir wissen nicht, ob sie Kinder hatte. Entscheidend ist die Aufgabe, die Jehova ihr zugunsten eines leidenden Volkes anvertraute. Debọra nahm diese Verantwortung wahr und beteiligte sich an den Schritten, die zu seiner Befreiung führten.
Richter 4:4-5 — Damals sprach die Prophetin Debọra, die Frau von Lạppidoth, in Israel Recht. Sie saß gewöhnlich unter der Palme Debọras zwischen Rạma und Bẹthel im Bergland von Ẹphraim. Die Israeliten gingen zu ihr, um Gottes Urteile zu erfahren.
Kommentar 2: Diese Verse zeigen konkret, wie Debọra für das Volk sorgte: Die Israeliten kamen zu ihr, damit sie ihre Angelegenheiten regelte. Ihre Hilfe bestand nicht nur darin, eine Nachricht über eine bevorstehende Schlacht weiterzugeben. Sie kümmerte sich auch um Probleme, die das Leben der Menschen betrafen. Diese Aufgabe des Zuhörens und Richtens hilft uns, den Vergleich mit einer Mutter zu verstehen. Jehova gebrauchte sie, um einer Nation, die sehr schwierige Zeiten durchmachte, Anleitung zu geben.
Kommentar 3: Eine weitere Äußerung dieser Fürsorge war, dass sie Barak rufen ließ und ihm Jehovas Anweisungen zur Befreiung Israels übermittelte. Die Nation war 20 Jahre lang grausam unterdrückt worden, und Jehova hatte bemerkt, dass sich die Einstellung des Volkes geändert hatte. Debọra arbeitete mit der Hilfe zusammen, die er ihnen zukommen ließ. Eine Mutter für Israel zu sein bedeutete also, sich für ihr Wohlergehen einzusetzen, nicht nur über das Geschehen besorgt zu sein.
Kommentar 4: Debọra war auch bereit, Barak zu begleiten. Dieses Detail macht den Vergleich mit einer Mutter besonders anschaulich: Sie sagte nicht nur, was zu tun war, sondern bot in einer gefährlichen Situation ihre Anwesenheit und Unterstützung an. Ohne ihr Gefühle zuzuschreiben, die der Bericht nicht beschreibt, können wir ihre Bereitschaft zu helfen erkennen. Ihr Beispiel erinnert mich daran, dass Fürsorge für andere bedeutet, ihnen Zeit zu widmen und sie, wenn möglich, in ihren Schwierigkeiten zu begleiten.
4. Worauf bezogen sich Debọra und Barak, als sie sangen, dass die Sterne „gegen Sịsera kämpften“? (Richter 5:20; w05 15. 1. S. 25 Abs. 5)
Richter 5:20 — Vom Himmel aus kämpften die Sterne, von ihren Bahnen kämpften sie gegen Sịsera.
Kommentar 1: Sicher ist, dass göttliches Eingreifen zugunsten Israels stattfand. Die Bibel erklärt nicht genau, wie die Sterne beteiligt waren, daher können wir keinen bestimmten Vorgang nennen. Debọra und Barak erkannten an, dass der Sieg nicht allein durch die Anstrengungen der Soldaten errungen worden war. Jehova hatte zugunsten seines Volkes gehandelt, und genau das hebt die Quelle als sicher hervor.
Kommentar 2: Die Veröffentlichung erwähnt Möglichkeiten wie Hilfe durch Engel, Meteoriten, die als schlechte Vorzeichen gedeutet wurden, oder falsche astrologische Vorhersagen. Sie behauptet jedoch nicht, dass eine davon die Erklärung ist. Beim Besprechen des Textes ist dieselbe Vorsicht wichtig. Wir können erklären, was wir wissen, ohne eine Möglichkeit zu einer Tatsache zu machen. Der Bibeltext lässt uns Jehovas Eingreifen erkennen, nennt aber nicht alle Einzelheiten des Ausdrucks, den Debọra und Barak gebrauchten.
Kommentar 3: Der Zusammenhang hilft uns zu verstehen, warum sie den Sieg Jehova zuschrieben. Er verwirrte das kanaanitische Heer, und der Regenguss verwandelte den Boden in Schlamm, sodass die gefürchteten Kriegswagen unbrauchbar wurden. Das erklärt zwar nicht genau die Erwähnung der Sterne, bestätigt aber den Hauptgedanken: Israel erhielt göttliche Hilfe. Barak und Debọra hatten guten Grund, Jehova zu preisen, statt den Sieg als rein menschliche Leistung darzustellen.
In welchen Situationen könnte ein Bruder Baraks Demut nachahmen, als er die Hilfe einer Dienerin Gottes annahm?
Kommentar 1: Ein Beispiel ist in der Illustration zu sehen: Eine Schwester schult mehrere Brüder im Umgang mit der Heizungs- und Klimaanlage. Sie hören zu und machen sich Notizen. Ein Bruder ahmt Barak nach, wenn er anerkennt, dass eine Schwester Kenntnisse hat, die er braucht, und bereit ist, von ihr zu lernen. Es geht nicht darum zu zeigen, dass man schon alles kann, sondern die Schulung anzunehmen und die Arbeit gut zu erledigen. Respektvolles Zuhören kommt allen zugute, die an dieser Aufgabe mitarbeiten.
Kommentar 2: Er könnte Barak auch nachahmen, wenn eine Schwester ihm einen nützlichen Hinweis zu einer Aufgabe gibt, an der beide mitarbeiten. Vielleicht kennt sie ein Verfahren besser und weist ihn auf etwas hin, das korrigiert werden sollte. Statt sich zu verteidigen, kann er zuhören, ihre Aussage überprüfen und sich für die Hilfe bedanken. Barak lehnte die Anweisungen nicht ab, weil sie von einer Frau kamen. Diese Demut lehrt uns, einen Beitrag nach seinem Inhalt zu beurteilen und nicht danach, wer ihn macht.
Kommentar 3: In der Ehe kann ein Bruder diese Einstellung zeigen, indem er aufmerksam auf eine biblisch begründete Beobachtung seiner Frau hört. Es wäre nicht vernünftig zu denken, eine Verantwortung bedeute, niemals Hilfe zu benötigen. Barak hatte eine Aufgabe zu erfüllen und suchte trotzdem Debọras Unterstützung. Ein Ehemann kann von diesem Beispiel lernen und dankbar sein, wenn seine Frau ihm hilft, einen biblischen Grundsatz oder einen Aspekt einer Entscheidung zu berücksichtigen, den er nicht bedacht hatte.
Warum musste Debọra mutig sein, um Barak zu begleiten? In welchen Situationen müssen wir genauso mutig sein wie sie?
Kommentar 1: Debọra brauchte Mut, weil sie mit Barak in die Nähe eines Kampfes gegen einen skrupellosen und gut bewaffneten Feind ging. Vom Berg Tạbor aus konnte sie zusammen mit den anderen sehen, wie sich Sịseras Kriegswagen näherten. Die Gefahr war nicht eingebildet. Trotzdem war sie bereit zu gehen, weil Jehova die Anweisungen gegeben und den Sieg versprochen hatte. Ihr Mut beruhte nicht darauf, den Feind für harmlos zu halten, sondern auf Vertrauen in Jehovas Führung.
Kommentar 2: Wir können ähnlichen Mut zeigen, wenn wir einen Bruder unterstützen, der wegen seines Glaubens Widerstand erlebt. Vielleicht werden andere uns ebenfalls kritisieren, wenn wir zu ihm gehen oder ihn begleiten. Debọras Beispiel ermuntert uns, uns nicht aus Angst zurückzuhalten. Ohne unnötige Gefahren zu suchen, können wir überlegen, welche konkrete Unterstützung wir leisten können. Manchmal zeigt schon unsere Anwesenheit und unser Zuhören, dass unser Wunsch zu helfen über Worte hinausgeht.
Kommentar 3: Wir brauchen auch Mut, wenn wir jemanden unterstützen, der trotz des Drucks seiner Umgebung das Richtige tun möchte. Es könnte ein Angehöriger oder ein Bruder sein, der Ermunterung braucht, um an einem biblischen Grundsatz festzuhalten. Debọra nahm Barak seine Verantwortung nicht ab, sondern stand ihm bei und übermittelte Jehovas Anleitung. Auch wir können andere begleiten und ermuntern, ohne für sie zu entscheiden und ohne uns durch die Reaktion anderer von unserer Unterstützung abbringen zu lassen.
Auf welche weiteren Arten können Sie Baraks und Debọras mutiges Beispiel nachahmen?
Kommentar 1: Ich kann Barak nachahmen, wenn mir klar ist, was Jehova von mir erwartet, es mir aber schwerfällt, danach zu handeln. Barak wartete auf dem Berg nicht, bis alles günstig aussah. Er handelte, als er Jehovas Anweisung erhielt. Für mich könnte das bedeuten, einen biblischen Grundsatz anzuwenden, obwohl ich eine Gewohnheit ändern oder ein unangenehmes Gespräch führen muss. Die Lehre besteht nicht darin, impulsiv zu handeln, sondern den Gehorsam nicht nur deshalb aufzuschieben, weil er Mut erfordert.
Kommentar 2: Eine weitere Möglichkeit ist, um Hilfe zu bitten, wenn ich sie brauche. Stolz könnte mich manchmal denken lassen, ich müsse alles allein schaffen. Barak suchte jedoch Debọras Unterstützung, weil er Jehovas Anleitung wollte. Wenn mir eine Verantwortung schwerfällt oder mich ein Problem überfordert, kann ich mich an einen reifen Bruder wenden und erklären, welche Hilfe ich brauche. Meine Grenzen anzuerkennen bedeutet nicht, dass mir Mut fehlt. Es kann gerade das sein, was mir ermöglicht weiterzumachen und meine Verantwortung besser zu erfüllen.
Kommentar 3: Ich möchte ihre Bereitschaft nachahmen, zu dienen, ohne im Mittelpunkt stehen zu wollen. Barak machte weiter, obwohl er wusste, dass er nicht die Ehre bekommen würde, Sịsera zu besiegen. Debọra gebrauchte ihre Stellung, um Jehovas Anleitung weiterzugeben und das Volk zu unterstützen. Wenn ich mich darauf konzentriere, dass das Richtige getan wird, statt darauf, wer Anerkennung erhält, fällt mir die Zusammenarbeit leichter. Manchmal erfordert es Mut, den Stolz beiseitezuschieben und sich ehrlich über den Beitrag eines anderen zu freuen.
Was lehrt mich dieser Bericht über Jehova?
Kommentar 1: Ich lerne, dass Jehova sein Wort hält. Er hatte die Israeliten vor den Folgen gewarnt, wenn sie sich von ihm abwandten, und ließ zu, dass ihre Feinde sie beherrschten, als sie rebellierten. Aber er erfüllte auch sein Versprechen, Barak den Sieg zu geben. Beide Seiten des Berichts erinnern mich daran, seine Warnungen und Versprechen ernst zu nehmen. Es wäre nicht ausgeglichen, auf seine Hilfe zu vertrauen und gleichzeitig die Bedeutung seines Gehorsamsaufrufs zu übersehen.
Kommentar 2: Ich lerne auch, dass Jehova barmherzig ist. Die Israeliten waren durch ihre Abkehr von ihm in diese Lage geraten. Doch als sie ihre Einstellung änderten und ihn um Hilfe baten, ignorierte er ihr Leiden nicht. Er gab ihnen Anleitung und sorgte für eine Möglichkeit zur Befreiung. Das bedeutet nicht, dass ihr Ungehorsam keine Folgen gehabt hätte. Es zeigt vielmehr, dass Jehova nicht nur vergangene Fehler sieht, sondern auch eine veränderte Einstellung berücksichtigt und auf diejenigen hört, die wieder seine Hilfe suchen.
Kommentar 3: Der Bericht hebt Jehovas Macht hervor. Was Sịseras Heer unbesiegbar erscheinen ließ – seine Kriegswagen –, war nutzlos, als der Boden zu Schlamm wurde. Für Jehova war diese militärische Überlegenheit kein unüberwindbares Hindernis. Das stärkt mein Vertrauen in ihn. Es bedeutet nicht, dass ich für jedes Problem eine wundersame Lösung verlangen kann, aber ich sollte nicht allein anhand meiner vorhandenen Mittel und Möglichkeiten beurteilen, was Jehova tun kann.
Wie steht dieser Bericht mit Jehovas Vorsatz und dem Hauptthema der Bibel in Verbindung?
Kommentar 1: Der Bericht steht mit der Heiligung von Jehovas Namen in Verbindung, weil deutlich wird, wem die Befreiung zuzuschreiben war. Nicht die Kriegswagen, die Waffen oder eine menschliche Strategie bestimmten den Ausgang. Jehova erfüllte sein Versprechen, und Debọra und Barak priesen ihn nach dem Sieg. So zeigt der Bericht, dass er mächtig und vertrauenswürdig ist. Seine Diener tragen zur Ehre seines Namens bei, wenn sie seine Hilfe anerkennen, statt sich selbst alle Anerkennung zuzuschreiben.
Kommentar 2: Er zeigt auch, wie wichtig es ist, Jehovas Autorität anzuerkennen. Israel hatte darunter gelitten, dass es sich von der wahren Anbetung abgewandt hatte, während Barak seine Hilfe erhielt, weil er seine Anweisungen befolgte. Der Gegensatz zeigt, dass die Unabhängigkeit von Gott dem Volk keine Sicherheit gebracht hatte. Die Befreiung kam von ihm. Das passt zum biblischen Thema der Souveränität Jehovas: Der Bericht gibt uns Gründe, seiner Art zu führen zu vertrauen und seine Anleitung freiwillig anzunehmen.
Kommentar 3: Im Zusammenhang mit seinem Vorsatz zeigt der Bericht, dass Jehova sein Volk befreien kann und die Grausamkeit von Unterdrückern nicht außerhalb seiner Reichweite liegt. 20 Jahre lang hatte Sịsera unbesiegbar gewirkt, doch er konnte nicht verhindern, dass Jehova seine Ankündigung erfüllte. Diese Befreiung hilft uns, den Gott kennenzulernen, der seinen Vorsatz verwirklicht. Wir müssen nicht jedes Detail der Schlacht zu einer prophetischen Darstellung machen, um zu lernen, dass kein Widerstand für ihn zu stark ist.
Was würde ich Barak und Debọra gern fragen, wenn sie auferstehen?
Kommentar 1: Barak würde ich gern fragen, wie er den Augenblick erlebte, als er vom Berg Tạbor hinunterging. Der Bericht sagt uns, was er tat, aber nicht alles, was ihm durch den Kopf ging, als er Sịseras Kriegswagen sah. Ich würde ihn auch fragen, was ihm half, sein Vertrauen zu bewahren, während er die 10 000 Männer führte. Seine Antwort würde mich interessieren, weil er aufgrund von Jehovas Versprechen handeln musste, bevor er das Ergebnis sah. Seine Antworten könnten uns helfen, seinen Glauben noch mehr zu schätzen.
Kommentar 2: Debọra würde ich fragen, wie es für sie war, sich um die Israeliten zu kümmern, die zu ihr kamen, um ihre Probleme lösen zu lassen. Das Kapitel erwähnt diese Aufgabe, aber ich würde gern besser verstehen, was es bedeutete, sich in einer so schwierigen Zeit um die Nation zu kümmern. Ich würde sie auch fragen, wie sie die Gelegenheit erlebte, Barak zu begleiten. Wir wissen nicht, welche Einzelheiten sie erzählen würde, aber es wäre schön, von ihr zu hören, wie Jehova sie gebrauchte, um sein Volk anzuleiten und zu unterstützen.
Kommentar 3: Beide würde ich gern fragen, was es für sie bedeutete, nach dem Sieg Loblieder für Jehova zu singen. Sie hatten eine scheinbar aussichtslose Lage erlebt und danach die Befreiung des Volkes miterlebt. Mich würde interessieren, welche Aspekte des Geschehens ihnen besonders im Gedächtnis geblieben waren und wie diese Erfahrung ihr Vertrauen in Jehova beeinflusste. Der Bericht bewahrt ihr Lied auf, aber ein Gespräch mit ihnen würde uns viele Einzelheiten vermitteln, die wir heute nicht kennen, und uns ermöglichen, ihre Dankbarkeit zu teilen.
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