Wird geladen…

8%

Versammlungsbibelstudium für die Woche vom 4. bis 10. Januar 2027

Versammlungsbibelstudium für die Woche vom 4. bis 10. Januar 2027

Hesekiel

1, 2. Was lehrt uns das Buch Hesekiel über Jehovas Namen?

Hesekiel 36:22 — „Richte dem Haus Israel deshalb aus: ‚Das sagt der Souveräne Herr Jehova: „Ich handle nicht euretwegen, ihr Israeliten, sondern meinem heiligen Namen zuliebe, den ihr entweiht habt unter den Völkern, zu denen ihr gegangen seid. “‘

Kommentar 1: Dieser Abschnitt zeigt, dass Jehova handelte, um seinen Namen zu heiligen, und zwar nicht, weil die Israeliten es verdient hätten. Das Wichtigste war, seinen Ruf von den Lügen zu reinigen, die über ihn verbreitet worden waren. Das hilft uns zu verstehen, dass die Heiligung seines Namens über unseren persönlichen Interessen steht.

Kommentar 2: Mir fällt auf, wie sehr Hesekiel Jehovas Souveränität hervorhebt. Er verwendet den Ausdruck „Souveräner Herr Jehova“ mehr als zweihundert Mal. Es reicht nicht, nur zu wissen, wie Gott heißt; wir müssen auch seine Autorität anerkennen. Die Ereignisse, die Hesekiel ankündigte, würden zeigen, dass Jehova sowohl seine Warnungen als auch seine Versprechen erfüllt.

Kommentar 3: Die Heiligung von Jehovas Namen hängt auch mit unserem Glück zusammen. Das Buch erklärt, dass Jehovas Diener, wenn er sie belohnt, noch besser verstehen werden, dass er seine Versprechen erfüllt. Deshalb nimmt es uns nichts Gutes, seinen guten Namen zu verteidigen; es ist mit unserer Hoffnung verbunden, in Frieden zu leben.

3. Was sagt das Buch Hesekiel über den versprochenen Messias?

Kommentar 1: Hesekiel kündigte an, dass der Messias ein Nachkomme Davids sein und das Recht haben würde, auf seinem Thron zu sitzen. Obwohl dieser Thron sehr lange leer bleiben würde, hatte Jehova sein Versprechen nicht vergessen. Jesus erfüllte diese Prophezeiung. Das stärkt unser Vertrauen in Jehova, auch wenn wir auf die Erfüllung eines Versprechens warten müssen.

Kommentar 2: Eine andere Prophezeiung beschreibt den Messias als den Hirten, den Jehova über seine Schafe einsetzen würde. Der Absatz bringt dieses Versprechen mit Jesus, einem Nachkommen Davids, in Verbindung. Es handelt sich also nicht nur um jemand, der die Befugnis zum Regieren hat. Er ist auch jemand, der für diejenigen sorgt und sie versorgt, die Jehova ihm anvertraut hat.

Kommentar 3: Es ist interessant, Hesekiel mit Lukas und Johannes zu vergleichen. Lukas bestätigt, dass Jesus den Thron Davids erhalten würde, und Johannes zeigt, dass er bereit war, sein Leben für die Schafe zu geben. Die beiden Gedanken ergänzen sich: Jesus hat das Recht zu regieren und hat bewiesen, wie sehr er diejenigen liebt, die seiner Fürsorge unterstehen.

4. Was erfahren wir durch die Visionen Hesekiels über den himmlischen Teil von Jehovas Organisation?

Kommentar 1: Der himmlische Wagen, den Hesekiel sah, zeigt, dass der himmlische Teil von Jehovas Organisation beeindruckend und sehr gut organisiert ist. Die Vision lässt uns etwas schätzen, was wir mit unseren Augen nicht sehen können: Im Himmel gibt es eine Organisation, die unter Jehovas Autorität handelt.

Kommentar 2: Die Visionen ermöglichen uns auch, etwas über die Tätigkeit der Engel zu erfahren, besonders über die Tätigkeit der Cherubim. Hesekiel sah nicht nur einen beeindruckenden Wagen; Jehova zeigte ihm diese Geistwesen in Aktion. Das erweitert unseren Blick und erinnert uns daran, dass die Anbetung Jehovas nicht auf die Erde beschränkt ist.

Kommentar 3: Ich bin dankbar, dass Jehova dafür sorgte, dass diese Visionen aufgeschrieben wurden. Obwohl sie uns nur einen kleinen Teil von dem sehen lassen, was im Himmel geschieht, helfen sie uns, seine Organisation besser kennenzulernen. Beim Lesen können wir uns auf das konzentrieren, was sie eindeutig über seine Größe und Ordnung lehren, ohne über jedes Detail zu spekulieren.

5. Was lehrt uns das Buch Hesekiel über Jehova?

Kommentar 1: Wir lernen, dass Jehova barmherzig ist, ohne Ungehorsam zu übersehen. Er hatte Grund, über die Juden empört zu sein, aber zuerst warnte er sie und bot ihnen Vergebung an, wenn sie bereuten. Seine Handlungsweise zeigt, dass er sie nicht bestrafen wollte, ohne ihnen die Gelegenheit zu geben, sich zu ändern.

Kommentar 2: Jehova hörte nicht auf, sich um sein Volk zu kümmern, als er es disziplinierte. Obwohl er das Exil zuließ, versprach er, die Völker zu bestrafen, die die Juden schlecht behandelten. Das hilft uns, Disziplin nicht mit Lieblosigkeit zu verwechseln. Jehova konnte sein Volk korrigieren und sich gleichzeitig weiterhin für es interessieren.

Kommentar 3: Es macht mir Mut, dass Jehova nicht nur über die Folgen von Sünden sprach, sondern auch über eine bessere Zukunft. Er versprach, dass die Juden nach Jerusalem zurückkehren und Segnungen erhalten würden. Diese Verbindung von Warnungen und Hoffnung lehrt uns, Jehova als einen Vater zu sehen, der korrigiert, aber auch hilft, wieder auf die Beine zu kommen.

6. Welche wichtigen Lektionen finden wir im Buch Hesekiel?

Kommentar 1: Eine Lektion ist, dass jeder vor Jehova für seine eigenen Handlungen verantwortlich ist. Wir können nicht einfach voraussetzen, dass unser Verhältnis zu ihm davon abhängt, was unsere Angehörigen oder andere Menschen in unserem Umfeld tun. Das spornt uns an, unsere Entscheidungen zu überprüfen und persönlich die Verantwortung dafür zu übernehmen, Jehova zu gehorchen.

Kommentar 2: Wir lernen auch, dass unser Verhalten Jehova und seinen Ruf berührt. Hesekiel erklärt, dass die Untreue der Israeliten ihm Schmerzen bereitete. Deshalb ist es bei einer Entscheidung gut, nicht nur über ihre Folgen für uns nachzudenken, sondern auch darüber, wie sie Jehova berühren wird und welchen Eindruck sie von ihm vermitteln wird.

Kommentar 3: Unser Leben hängt davon ab, Jehovas Namen zu respektieren und ihm reine Anbetung darzubringen. Es geht nicht nur darum zu sagen, dass wir an ihn glauben. Das Buch verbindet Jehovas Anerkennung mit rechtschaffenem Verhalten. Die Anwendung ist klar: Unsere Anbetung muss sich in dem widerspiegeln, was wir jeden Tag tun.

7. Was wissen wir über den Propheten Hesekiel?

Kommentar 1: Hesekiel war der Sohn eines Priesters, der in Jerusalem diente, und sein Name bedeutet „Gott stärkt“. Möglicherweise wurde er um das Jahr 643 v. u. Z. geboren. Diese Angaben helfen uns, ihn zeitlich einzuordnen, obwohl das Material sein Geburtsjahr als ungefähr und nicht als sicher bezeichnet.

Kommentar 2: Er wurde im Jahr 617 v. u. Z. nach Babylon gebracht, als er ungefähr 26 Jahre alt gewesen sein dürfte. Etwa vier Jahre später ernannte Jehova ihn zum Propheten. Hesekiel sprach also nicht aus der Ferne über das Exil: Er lebte selbst unter den Juden, die nach Babylon gebracht worden waren.

Kommentar 3: Hesekiel war ein Zeitgenosse von Jeremia, Daniel und Obadja. Jeremia diente in Juda, während Daniel und Hesekiel in Babylon waren. Das hilft uns, ihre Botschaften miteinander in Verbindung zu bringen. Jehova gab durch verschiedene Propheten Warnungen und Anleitung, und das Buch Hesekiel ergänzt das, was wir in anderen Büchern aus dieser Zeit finden.

8. An wen richteten sich die Prophezeiungen Hesekiels?

Kommentar 1: Sie richteten sich an die nach Babylon verbannten Juden. Einige, wie Hesekiel, waren schon vor der Zerstörung Jerusalems dorthin gekommen; andere trafen später ein. Wenn wir diese Zielgruppe im Sinn behalten, verstehen wir besser, warum das Buch sowohl von der Lage Jerusalems als auch von der Hoffnung spricht, in die Heimat zurückzukehren.

Kommentar 2: Die Empfänger durchlebten schwierige Umstände. Der Kasten erklärt, dass die Babylonier sich über sie lustig machten und eine Rückkehr unmöglich erscheinen konnte, weil Babylon seine Gefangenen nicht freiließ. In diesem Zusammenhang waren Jehovas Versprechen sehr wertvoll: Sie gaben ihnen Gründe, hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken, statt von menschlichen Möglichkeiten abhängig zu sein.

Kommentar 3: Obwohl sie im Exil waren, konnten sich treue Juden versammeln, um die Schriften zu lesen und Jehova anzubeten. Weit weg von Jerusalem zu leben bedeutete also nicht, dass es unmöglich war, ein gutes Verhältnis zu ihm zu bewahren. Dieser Zusammenhang macht uns Mut, jede Gelegenheit zu nutzen, geistige Nahrung zu uns zu nehmen, selbst wenn unsere Umstände schwierig sind.

9. Was wollte Jehova, dass die Juden in Babylon verstanden?

Kommentar 1: Sie sollten verstehen, warum sie im Exil waren, und seine Disziplinierung akzeptieren. Ihre abtrünnigen Praktiken hatten Jehovas Namen in Verruf gebracht. Es reichte nicht, nur den Verlust ihrer Heimat zu beklagen; sie mussten ihre Verantwortung anerkennen und verstehen, dass Jehova Gehorsam und eine Anbetung verdiente, die seinem Willen entsprach.

Kommentar 2: Die Veränderung in Hesekiels Botschaft ist bedeutsam. Vor der Zerstörung Jerusalems kündigte er wegen der dort verübten abscheulichen Dinge ein Strafgericht an. Danach übermittelte er Hoffnung. Jehova half seinem Volk, der Realität ins Auge zu sehen, zeigte ihm aber auch, dass es nach der Disziplinierung eine Zukunft geben konnte.

Kommentar 3: Nicht alle reagierten gleich: Einige verspotteten Hesekiel, andere glaubten ihm. Das regt uns an, über unsere Reaktion nachzudenken, wenn wir biblische Korrektur erhalten. Statt sie abzulehnen, weil sie unangenehm ist, können wir uns fragen, was sich bei uns ändern muss. Disziplinierung zu akzeptieren beginnt damit, demütig zuzuhören.

10. Wie ist das Buch Hesekiel aufgebaut?

Kommentar 1: Das Buch folgt größtenteils einer chronologischen Reihenfolge und ist außerdem nach Themen gegliedert. Nach Hesekiels Ernennung werden drei große Gruppen von Prophezeiungen behandelt: die Zerstörung Jerusalems, das Strafgericht über die Nachbarnationen und die Wiederherstellung Israels. Diese einfache Gliederung hilft uns, uns beim Lesen zurechtzufinden.

Kommentar 2: Hesekiel gab bei vielen seiner Prophezeiungen das Jahr, den Monat und den Tag an. Als Ausgangspunkt nahm er das Jahr, in dem König Jojachin ins Exil gebracht wurde. Anhand dieser Datumsangaben können wir die Botschaften mit den Ereignissen in Verbindung bringen und die vorausgehenden Warnungen von den späteren Hoffnungsbotschaften unterscheiden.

Kommentar 3: Die Gliederung des Buches zeigt uns, dass es nicht nur Ankündigungen von Strafe enthält. Sein letzter großer Teil handelt von der Wiederherstellung Israels. Deshalb ist es wichtig, jede Bibelstelle in ihrem Zusammenhang zu lesen. So erkennen wir sowohl Jehovas Gerechtigkeit als auch die Hoffnung, die er seinem Volk gab.

11. Was ließ Jehova Hesekiel tun, und warum?

Kommentar 1: Jehova bat ihn, mehrere Botschaften darzustellen. Zum Beispiel musste er sich mit einem Ziegelstein vor sich auf die Seite legen und sich Kopf und Bart scheren. Diese Handlungen mochten seltsam wirken, hatten aber einen Zweck: Sie sollten das Interesse der Verbannten wecken, damit sie auf die Bedeutung der Botschaft achteten.

Kommentar 2: Er musste auch sein Gepäck vorbereiten und es aus der Stadt hinausbringen; bei einer anderen Gelegenheit sollte er zwei Stöcke zusammenfügen. Jehova übermittelte nicht alle seine Botschaften auf dieselbe Weise. Durch diese Darstellungen wurden die Prophezeiungen sichtbar, und die Beobachter erhielten Gründe, sich dafür zu interessieren, was Hesekiel ankündigte.

Kommentar 3: Hesekiels Beispiel zeigt, wie wichtig es ist zu gehorchen, auch wenn eine Aufgabe ungewöhnlich oder schwierig erscheint. Er führte das aus, was Jehova ihm aufgetragen hatte. Wir müssen jene Prophezeiungen nicht darstellen, können aber seine Bereitschaft nachahmen, Jehovas Willen über unsere eigene Bequemlichkeit zu stellen.

12. Was sieht Hesekiel, bevor Jehova ihn zum Propheten ernennt?

Kommentar 1: Hesekiel sieht, wie sich die Himmel öffnen, und erhält Visionen von Gott. Unter anderem sieht er beeindruckende Lebewesen, die später als Cherubim identifiziert werden. Seine Ernennung zum Propheten wurde also von einer Vision vorausgegangen, durch die er etwas von der Größe des himmlischen Teils von Jehovas Organisation erkennen konnte.

Kommentar 2: Neben den Cherubim sieht er einen himmlischen Wagen und einen Glanz, der mit Jehovas Herrlichkeit verbunden ist. In dem Bericht ist von einer Vision die Rede, nicht davon, dass Hesekiel Gott buchstäblich sah. Dieses Detail hilft uns, sorgfältig zu beschreiben, was er beobachtete, ohne über das hinauszugehen, was das Material erklärt.

Kommentar 3: Nach dieser Vision ernennt Jehova ihn zum Propheten und Wächter. Die Aufgabe erforderte, die Warnung weiterzugeben, auch wenn die Menschen nicht zuhören wollten. Die Reihenfolge des Berichts ist wichtig: Zuerst wird Jehovas Herrlichkeit hervorgehoben, und dann wird Hesekiels Verantwortung dargestellt, die Botschaft, die er von ihm erhalten würde, treu zu übermitteln.

13. Welche Prophezeiungen stellt Hesekiel dar?

Kommentar 1: Hesekiel stellt die Belagerung Jerusalems dar. Der Kasten 26A bringt diese Prophezeiung mit der Zeit in Verbindung, als die Babylonier die Stadt belagerten. Die Darstellung war nicht lediglich eine Veranschaulichung von etwas, was geschehen konnte, sondern übermittelte eine Warnung Jehovas, die später eine konkrete Erfüllung hatte.

Kommentar 2: Außerdem stellt er den Hunger dar, den die Bewohner Jerusalems erleiden würden. Der Kasten verbindet diese Warnung mit dem Bericht aus dem Zweiten Buch der Könige über den Mangel an Nahrungsmitteln während der Belagerung. Wenn wir die Prophezeiung mit ihrer Erfüllung vergleichen, können wir erkennen, dass Jehovas Warnungen keine unbegründeten Drohungen waren.

Kommentar 3: Jehova befiehlt ihm, sich den Kopf und den Bart zu rasieren, und weist ihn an, was er mit den Haaren tun soll. Diese Darstellung zeigt, was mit den Bewohnern geschehen würde, wenn Jerusalem zerstört würde. Danach prophezeit Hesekiel gegen den Götzendienst. Die Szenen müssen im Zusammenhang mit diesem Ungehorsam und Gericht verstanden werden.

14, 15. Was sagt Jehova über Jerusalem voraus?

Kommentar 1: Jehova sagt voraus, dass er Jerusalem wegen der dort begangenen abscheulichen Praktiken bestrafen wird. In der Vision markiert ein Mann diejenigen, die über diese Situation seufzen und stöhnen, und danach werden diejenigen hingerichtet, die das Zeichen nicht tragen. Die Vision hebt hervor, dass Jehova die Einstellung zur Bosheit wichtig war.

Kommentar 2: Hesekiel stellt auch das Exil dar und kündigt an, dass Jerusalem zerstört wird. Die falschen Propheten konnten diesen Ausgang mit ihren Botschaften nicht verhindern. Das lehrt uns, eine beruhigende Aussage nicht mit einer Verheißung Jehovas zu verwechseln. Entscheidend war, was Gott gesagt hatte, nicht das, was einige hören wollten.

Kommentar 3: Doch selbst inmitten dieser Warnungen kündigte Jehova an, dass einige der Verbannten nach Jerusalem zurückkehren würden. Das Gericht an der Stadt bedeutete nicht, dass jede Hoffnung verschwunden war. Dieses Detail lässt uns das Gleichgewicht der Botschaft erkennen: Jehova würde die Bosheit nicht verharmlosen, aber er hatte auch seinen Vorsatz, sein Volk wiederherzustellen, nicht vergessen.

16-18. Welche Vergleiche gebraucht Jehova?

Kommentar 1: Jehova vergleicht Jerusalem mit einer nutzlosen Rebe, die nur als Brennholz taugt, und mit einer sehr geliebten Ehefrau, die untreu wird. Beide Bilder zeigen, wie ernst die Lage war. Die Stadt erfüllte nicht das, was Jehova von ihr erwartete, und ihre Bewohner hatten auf seine Liebe mit Untreue reagiert.

Kommentar 2: Er vergleicht Samaria und Jerusalem auch mit zwei Schwestern, die Prostitution treiben. Samaria war bereits zerstört worden, aber Jerusalem hatte daraus nichts gelernt. Der Vergleich erinnert uns daran, dass es nicht genügt, die Folgen des Ungehorsams zu kennen. Wir müssen zulassen, dass warnende Beispiele unser Verhalten wirklich beeinflussen.

Kommentar 3: Zedekia wird durch eine Rebe dargestellt, die vertrocknen wird, und Jerusalem wird mit einem verrosteten Kochtopf verglichen, der ins Feuer gelegt werden muss. Das sind eindringliche Bilder, die ein sicheres Gericht vermitteln. Doch derselbe Zusammenhang bewahrt Hoffnung: Jehova würde jeden Einzelnen richten und schließlich dem verheißenen Messias das Königreich geben.

19, 20. Welche Nationen verurteilt Jehova, und warum?

Kommentar 1: Jehova verurteilt Ammon, Moab, Edom und die Philister und kündigt auch Gerichte gegen Tyrus und Sidon an. Der Zusammenhang hebt hervor, dass sich die Nationen über den Fall Jerusalems gefreut hatten. Dass Jehova sein Volk disziplinierte, gab anderen nicht das Recht, es zu hassen oder sich über sein Leid zu freuen.

Kommentar 2: Die Kapitel 29 bis 32 enthalten Botschaften gegen Ägypten. Jehova kündigt an, dass Babylon in dieses Land einfallen wird. Das Buch stellt Jehova somit nicht als einen Gott dar, der nur innerhalb Israels richten kann. Seine Botschaften gegen andere Nationen zeigen, dass auch sie ihm gegenüber Rechenschaft ablegen mussten.

Kommentar 3: Eine Anwendung ist, dass wir uns niemals über das Leid eines anderen Menschen freuen sollten. Die verurteilten Nationen hatten auf den Fall Jerusalems eine falsche Reaktion gezeigt. Statt diese Einstellung nachzuahmen, möchten wir Respekt vor Jehovas Urteilen und Mitgefühl für diejenigen entwickeln, die Schwierigkeiten durchmachen, ohne das zu rechtfertigen, was sie falsch gemacht haben.

21, 22. Welche positiven Dinge für die Israeliten prophezeit Hesekiel?

Kommentar 1: Jehova verspricht, sich persönlich um seine Schafe zu kümmern und den Hirten über sie einzusetzen, den er angekündigt hatte. Das stand im Gegensatz zu den falschen Hirten Israels, auf die er zornig war. Die Israeliten konnten Hoffnung haben, weil ihr Wohlergehen nicht für immer in den Händen derer bleiben würde, die sich nicht um sie gekümmert hatten.

Kommentar 2: Hesekiel kündigt an, dass die Juden in ihr Land zurückkehren würden. Die Vision von den Knochen, die wieder lebendig werden, vermittelt eine kraftvolle Hoffnung auf Wiederherstellung. Obwohl die Zerstörung Jerusalems eine schmerzliche Realität war, konnte Jehova einer Nation, die ihre Zukunft scheinbar verloren hatte, sozusagen wieder Leben geben.

Kommentar 3: Als Hesekiel zwei Stöcke zusammenfügt, stellt das die künftige Vereinigung der beiden Königreiche dar. Juda und Israel würden wieder eine einzige Nation sein. Die Wiederherstellung würde also nicht nur darin bestehen, in ein Gebiet zurückzukehren. Jehova versprach auch, sein Volk wieder zu vereinen und die Spaltung hinter sich zu lassen, die zwischen ihnen bestanden hatte.

23, 24. Was wird Jehova tun, wenn Gog sein Volk angreift, und welche Vision hat Hesekiel?

Kommentar 1: Wenn Gog angreift, wird Jehova sein Volk verteidigen und Gog und sein Heer vernichten. In der Prophezeiung steht nicht die Fähigkeit des Volkes im Mittelpunkt, sich selbst zu verteidigen, sondern das, was Jehova tun wird. Das hilft uns, unsere Sicherheit auf ihn zu gründen und nicht auf menschliche Kräfte.

Kommentar 2: Hesekiel sieht einen gewaltigen Tempel und einen Engel, der seine verschiedenen Teile ausmisst. Jehovas Herrlichkeit erfüllt den Tempel, und der Prophet erhält Anweisungen in Verbindung mit der Anbetung. Das Material erklärt, dass diese Vision Jehovas gerechte Maßstäbe hervorhebt und den Verbannten versichert, dass die reine Anbetung wiederhergestellt werden wird.

Kommentar 3: Die Vision umfasst einen Fluss, der aus dem Tempel fließt, und die Verteilung des Landes unter den zwölf Stämmen. Sie stellt auch eine Stadt vor, deren Name Jehovas Gegenwart hervorhebt. Das Ganze lenkt die Aufmerksamkeit auf eine Wiederherstellung, die mit ihm verbunden ist: Entscheidend waren nicht nur die Gebäude, sondern die reine Anbetung.

a. Wie entscheidet Jehova gemäß Hesekiel 18:19-22, ob ein Mensch gut oder schlecht ist?

Hesekiel 18:19-22 — Ihr werdet jedoch fragen: „Warum trägt der Sohn keine Schuld am Vergehen seines Vaters? “Da der Sohn fair und gerecht gehandelt hat, sich an all meine Bestimmungen gehalten und sie umgesetzt hat, wird er ganz bestimmt am Leben bleiben. Die Seele, die sündigt, sie wird sterben. Ein Sohn wird nicht die Schuld am Vergehen seines Vaters tragen und ein Vater nicht die Schuld am Vergehen seines Sohnes. Dem gerechten Menschen allein wird seine Gerechtigkeit angerechnet werden und dem schlechten Menschen allein wird seine Schlechtigkeit angerechnet werden. Wenn sich nun ein schlechter Mensch von all seinen Sünden abwendet, sich an meine Bestimmungen hält und nach Recht und Gerechtigkeit handelt, wird er ganz bestimmt am Leben bleiben. Er wird nicht sterben. Keine seiner Übertretungen wird ihm angelastet werden. Er wird am Leben bleiben, weil er gerecht handelt.‘

Kommentar 1: Jehova beurteilt jeden Menschen nach seinen eigenen Taten. Ein Sohn ist nicht für die Sünden seines Vaters verantwortlich, und ein Vater nicht für die seines Sohnes. Das zeigt vollkommene Gerechtigkeit: Jehova stempelt uns nicht aufgrund unserer Familie ab, sondern berücksichtigt, was wir selbst tun.

Kommentar 2: Der Abschnitt zeigt auch, dass Jehova auf aufrichtige Veränderungen achtet. Wenn jemand das Böse aufgibt und anfängt zu gehorchen, wird er wegen seiner Vergangenheit nicht für immer verurteilt. Das lehrt uns, niemanden so zu behandeln, als könnte er sich niemals ändern, wenn Jehova ihm selbst diese Möglichkeit gibt.

Kommentar 3: Für Jehova muss sich Reue im Verhalten zeigen. Der Text verbindet das Aufgeben der Sünde mit Gehorsam und gerechtem Handeln. Es genügt daher nicht, Bedauern auszudrücken. Wir können uns fragen, welche konkreten Entscheidungen zeigen, dass wir das Richtige tun möchten, und Jehovas Hilfe annehmen, um uns weiter zu ändern.

b. Achte darauf, wie Jehova reagieren wird, wenn Gog sein Volk angreift (38:18, 19, 22). Was löst das in dir aus?

Hesekiel 38:18-19 — ‚An jenem Tag, dem Tag, an dem Gog ins Land Israel einmarschiert‘, so erklärt der Souveräne Herr Jehova, ‚wird mein heftiger Zorn aufflammen. In meinem Eifer, in meinem glühenden Zorn, werde ich reden, und an jenem Tag wird sich im Land Israel ein großes Erdbeben ereignen.

Kommentar 1: Diese Worte geben Sicherheit, weil sie zeigen, dass Jehova nicht gleichgültig bleiben wird, wenn sein Volk angegriffen wird. Die Heftigkeit seiner Reaktion macht deutlich, dass ihm wichtig ist, was seinen Dienern widerfährt. Wir können der Zukunft entgegensehen und darauf vertrauen, dass er sich für sie interessiert und sie verteidigen kann.

Kommentar 2: Das hilft uns auch, uns geliebt zu fühlen. Jehova stellt den Angriff auf sein Volk nicht als eine Angelegenheit dar, die ihn nichts angeht. Zu wissen, dass er entschlossen reagieren wird, stärkt unser Vertrauen in ihn. Der Schutz, den er verspricht, hängt nicht davon ab, ob seine Diener vor der Welt stark erscheinen, sondern von ihrer Beziehung zu ihm.

Kommentar 3: Gleichzeitig weckt dieser Bericht tiefen Respekt vor Jehova. Seine Geduld bedeutet nicht, dass er das Böse unbegrenzt dulden wird. Statt über jedes Detail des Angriffs zu spekulieren, können wir uns auf die sichere Lehre konzentrieren: Jehova weiß, was geschieht, und wird handeln, um sein Volk zu verteidigen.

c. Jehova verspricht seinem Volk „Regen von Segen“ (34:26). Wie haben sich diese Worte in deinem Leben erfüllt?

Hesekiel 34:26 — Ich werde sie und die Gegend um meinen Hügel herum zu einem Segen werden lassen und dafür sorgen, dass es zur richtigen Zeit regnet. Der Segen wird wie Regen auf sie herabströmen.

Kommentar 1: Ein Segen, an den wir denken können, ist, Jehova durch sein Wort immer besser kennenzulernen. Dieses Studium ermöglicht es uns, seine Barmherzigkeit, seine Gerechtigkeit und seine Versprechen zu schätzen. Bei der Vorbereitung einer persönlichen Antwort können wir eine dieser Lehren herausgreifen und erklären, wie sie uns geholfen hat, Jehova näherzukommen.

Kommentar 2: Wir können auch darüber nachdenken, wie wertvoll es ist, zusammenzukommen, um Jehova anzubeten. Das Material erinnert daran, dass sich die treuen Verbannten versammelten, um in den Schriften zu lesen. In unserem Fall ist es gut, uns zu fragen, welche Anleitung oder Ermunterung wir in den Zusammenkünften erhalten haben, und diese Hilfe als einen Segen anzuerkennen, ohne sie als selbstverständlich hinzunehmen.

Kommentar 3: Auch die Hoffnung, die Jehova uns gibt, ist ein Segen, den wir persönlich schätzen können. Hesekiel spricht von Frieden, Sicherheit und Wiederherstellung. Um aufrichtig zu antworten, können wir darüber nachdenken, wie diese Versprechen unsere Art beeinflussen, mit einer Schwierigkeit umzugehen. Wir müssen nichts Außergewöhnliches erzählen; es genügt, eine echte Hilfe anzuerkennen.

a. Warum wird Hesekiel „Menschensohn“ genannt? (3:17; nwt Glossar). Wer wird in der Bibel noch so genannt? (Mat. 20:28).

Hesekiel 3:17 — „Menschensohn, ich habe dich als Wächter für das Volk Israel eingesetzt, und wenn du ein Wort aus meinem Mund hörst, musst du es in meinem Namen warnen.

Kommentar 1: Der Ausdruck hebt hervor, dass Hesekiel ein Mensch war. Jehova hatte ihm zwar eine sehr wichtige Verantwortung übertragen, aber der Prophet war nicht die Quelle der Botschaft. Er musste hören, was Gott sagte, und es weitergeben. Seine Autorität als Wächter kam von Jehova, nicht von seiner eigenen Stellung.

Matthäus 20:28 — genauso wie der Menschensohn nicht gekommen ist, um bedient zu werden, sondern um zu dienen und sein Leben als Lösegeld für viele zu geben. “

Kommentar 2: Auch Jesus wird so bezeichnet. In Matthäus erklärt er damit, dass er gekommen ist, um zu dienen und sein Leben als Lösegeld zu geben. Der Vers hilft uns, den zweiten Teil der Frage zu beantworten, und lässt uns außerdem erkennen, dass Jesus seine Stellung nutzte, um anderen zu helfen, und nicht, um sich bedienen zu lassen.

Kommentar 3: Beide Bibeltexte lehren uns etwas über den Dienst für Jehova. Hesekiel musste eine Botschaft, die er von Gott erhalten hatte, treu weitergeben, und Jesus zeigte seine Bereitschaft zu dienen. Wir können diese Lektion anwenden, indem wir daran denken, dass eine Verantwortung kein Grund ist, uns wichtig zu nehmen, sondern eine Gelegenheit, Jehovas Willen zu tun.

b. Wie erfüllte sich Hesekiel 17:16? (Jer. 52:11).

Hesekiel 17:16 — ‚„So wahr ich lebe! “, erklärt der Souveräne Herr Jehova. „Er wird in Babylon sterben, an dem Ort, wo der König lebt, der ihn zum König machte, derjenige, dessen Eid er verachtete und dessen Bund er brach.

Kommentar 1: Jehova hatte angekündigt, dass Zedekịa in Babylon sterben würde. Der Kasten 26 A zeigt, dass es nach der Zerstörung Jerusalems tatsächlich so kam. Es handelte sich nicht um eine vage Vorhersage über einen schwierigen Ausgang. Es wurde der Ort genannt, an dem sein Leben enden würde, und der spätere Bericht bestätigt die Erfüllung.

Jeremia 52:11 — Dann blendete der König von Babylon Zedekịa, legte ihm kupferne Ketten an, brachte ihn nach Babylon und hielt ihn bis zum Tag seines Todes gefangen.

Kommentar 2: Jeremia liefert die Einzelheiten der Erfüllung. Der König von Babylon ließ Zedekịa erblinden, brachte ihn als Gefangenen nach Babylon und hielt ihn dort bis zu seinem Tod in Haft. Wenn wir die beiden Bücher vergleichen, sehen wir, wie der Bericht über die Ereignisse bestätigt, was Jehova durch Hesekiel angekündigt hatte.

Kommentar 3: Die Prophezeiung erwähnt auch, dass Zedekịa einen Eid verachtet und einen Bund gebrochen hatte. Das erinnert uns daran, wie ernst Verpflichtungen sind. Die Erfüllung stärkt unser Vertrauen in Jehovas Wort und spornt uns gleichzeitig an, das, was wir versprechen, nicht herunterzuspielen.

c. Wie zeigt die Genealogie aus Matthäus 1, dass Jesus „das gesetzliche Recht“ hatte, „die Krone“ zu erhalten? (21:26, 27).

Hesekiel 21:26-27 — Das sagt der Souveräne Herr Jehova: ‚Entfern den Turban und nimm die Krone ab. Es wird nicht so bleiben wie bisher. Erhöhe den Niedrigen und erniedrige den Hohen. In Trümmer, Trümmer, Trümmer werde ich es legen. Und es wird niemandem gehören, bis der kommt, der das gesetzliche Recht hat, und ihm werde ich es geben.‘

Kommentar 1: Die Prophezeiung zeigt, dass Jehova das Königreich für jemand reserviert hatte, der das Recht hatte, es zu erhalten. Matthäus’ Genealogie verbindet Jesus mit der Familie Davids, wie das Material über den Messias zeigt. Jesus war also kein Außenstehender, der nichts mit der verheißenen Königslinie zu tun hatte.

Kommentar 2: Zwischen der Verheißung Hesekiels und der Identifizierung Jesu als Nachkomme Davids besteht ein Zusammenhang. Der Thron konnte viele Jahre leer stehen, doch dadurch wurde die Verheißung nicht aufgehoben. Die Genealogie hilft uns, den Messias zu erkennen, in dem sich die Verheißung erfüllen würde, statt seine Identität ohne Grundlage zu lassen.

Kommentar 3: Lukas ergänzt diese Information, indem er erklärt, dass Jehova Jesus den Thron Davids geben würde. So verbinden sich zwei Gesichtspunkte: Jesus gehört zu der angekündigten Familie, und Jehova bestimmt ihn zum Herrscher. Unser Vertrauen in seine Regierung stützt sich auf Gottes Verheißungen, nicht einfach auf eine menschliche Vorliebe.

a. Wie kann dir das, was in Hesekiel 18:21, 22 steht, helfen, wenn du wegen Fehlern aus der Vergangenheit bedrückt bist?

Hesekiel 18:21-22 — Wenn sich nun ein schlechter Mensch von all seinen Sünden abwendet, sich an meine Bestimmungen hält und nach Recht und Gerechtigkeit handelt, wird er ganz bestimmt am Leben bleiben. Er wird nicht sterben. Keine seiner Übertretungen wird ihm angelastet werden. Er wird am Leben bleiben, weil er gerecht handelt.‘

Kommentar 1: Dieser Abschnitt versichert uns, dass Jehova die Sünden eines Menschen nicht weiter anrechnet, wenn er bereut und sich ändert. Wenn wir den schlechten Weg verlassen haben, müssen wir nicht denken, dass wir für ihn immer noch dieselbe Person sind. Seine Verheißung gibt uns gute Gründe, auf seine Vergebung zu vertrauen.

Kommentar 2: Der Text zeigt uns auch, was wir jetzt tun können: Jehova gehorchen und das tun, was gerecht ist. Wir können die Vergangenheit nicht ändern, wohl aber unsere gegenwärtigen Entscheidungen. Statt wegen Schuldgefühlen wie gelähmt zu sein, können wir unsere Reue durch ein Verhalten zeigen, das Jehova gefällt.

Kommentar 3: Schmerz über einen Fehler bedeutet nicht, dass Jehova sich weigert, uns zu vergeben. Es ist gut, unsere Gefühle von dem zu unterscheiden, was er verspricht. Sein Wort verharmlost Sünde nicht, bietet dem Reumütigen aber Hoffnung. Über diese Barmherzigkeit nachzudenken kann uns helfen, Jehova weiter zu dienen, ohne uns ausschließlich durch unsere Fehler zu definieren.

b. Wie hängt Hesekiel 3:18, 19 mit dem Predigtdienst zusammen?

Hesekiel 3:18-19 — Wenn ich zu einem Bösen sage: ‚Du wirst ganz bestimmt sterben‘, aber du warnst ihn nicht und sagst ihm nicht, er soll sich von seinem schlechten Kurs abwenden, damit er am Leben bleibt, dann wird er wegen seiner Schlechtigkeit für sein Vergehen sterben, aber sein Blut werde ich von dir zurückfordern. Wenn du jedoch einen Bösen warnst und er sich von seiner Schlechtigkeit nicht abwendet und seinen schlechten Kurs nicht verlässt, dann wird er für sein Vergehen sterben, doch dein eigenes Leben wirst du ganz bestimmt retten.

Kommentar 1: Hesekiel hatte die Verantwortung, Jehovas Warnung weiterzugeben. Ähnlich müssen auch wir den Predigtdienst ernst nehmen. Die Botschaft kann Menschen helfen, ihr Verhalten zu ändern und Gott näherzukommen. Deshalb wollen wir nicht aufhören zu sprechen, nur weil manche nicht zuhören möchten.

Kommentar 2: Der Abschnitt unterscheidet zwischen der Verantwortung, die Botschaft mitzuteilen, und der Entscheidung, sie anzunehmen. Hesekiel konnte niemanden zwingen, sich zu ändern. Das hilft uns, ausgeglichen zu bleiben: Wir sollten uns bemühen, treu zu predigen, aber unseren Dienst nicht nur an der Reaktion derer messen, die uns zuhören.

Kommentar 3: Wir erkennen auch den liebevollen Zweck der Warnung: Einem schlechten Menschen die Gelegenheit zu geben, seinen Weg zu verlassen und am Leben zu bleiben. Dieser Gedanke kann unseren Ton beim Predigen beeinflussen. Wir sprechen nicht, um Menschen zu verurteilen, sondern weil wir möchten, dass sie Jehova zuhören und von seiner Anleitung profitieren.

c. Was können die Ältesten aus Hesekiel 34:11-16 lernen? (1. Pet. 5:2)

Hesekiel 34:11-16 — Denn das sagt der Souveräne Herr Jehova: „Hier bin ich! Ich werde selbst nach meinen Schafen suchen und mich um sie kümmern. Ich werde mich so um meine Schafe kümmern wie ein Hirte, der seine verstreuten Schafe gefunden hat und sie weidet. Ich werde sie retten, wohin sie auch immer zerstreut wurden am Tag der Wolken und des dichten Dunkels. Ich werde sie aus den Völkern herausführen, sie aus den Ländern sammeln und in ihr Land bringen und sie auf den Bergen Israels weiden, an den Bächen und an allen bewohnten Orten im Land. Auf gutem Land werde ich sie weiden und die Plätze, auf denen sie grasen, werden sich auf Israels hohen Bergen befinden. Dort werden sie auf gutem Weideland lagern und auf den besten Wiesen der Berge Israels weiden. “ „Ich selbst werde meine Schafe weiden und ich selbst werde sie lagern lassen“, erklärt der Souveräne Herr Jehova. „Nach den Verlorenen werde ich suchen, die Verirrten zurückbringen, die Verletzten verbinden und die Schwachen stärken. Aber die Fetten und Starken werde ich vernichten — nach Recht und Gerechtigkeit werde ich sie weiden. “

Kommentar 1: Die Ältesten können Jehovas Initiative nachahmen. Er sucht nach den Schafen und kümmert sich um diejenigen, die zerstreut sind oder sich entfernt haben. Das motiviert die Hirten der Versammlung, nicht immer darauf zu warten, dass jemand um Hilfe bittet, sondern sich für seine Situation zu interessieren.

Kommentar 2: Jehova unterscheidet zwischen verletzten, schwachen und verirrten Schafen und kümmert sich um ihre Bedürfnisse. Die Ältesten können lernen, nicht alle Situationen gleich zu behandeln. Wenn sie zuhören und verstehen, was mit jedem Bruder geschieht, können sie ihm den Trost, die Ermutigung oder die Anleitung geben, die er braucht.

1. Petrus 5:2 — Hütet die Herde Gottes, die euch anvertraut ist, und dient als Aufseher — nicht aus Zwang, sondern freiwillig vor Gott, nicht aus Liebe zu unehrlichem Gewinn, sondern voll Eifer.

Kommentar 3: Petrus fügt hinzu, dass sie die Herde bereitwillig und voll Eifer hüten sollen. Es geht nicht nur darum, Aufgaben zu erfüllen, sondern um die Betreuung von Menschen, die Jehova gehören. Wenn sich die Ältesten vor Augen halten, wem die Herde gehört, hilft ihnen das, demütig zu dienen, reine Beweggründe zu haben und sich wirklich für die Brüder zu interessieren.

4. Welche wertvollen Schätze hast du in diesem Bibelbuch gefunden?

Kommentar 1: Der Kasten 26A zeigt, wie eng Hesekiel mit anderen Bibelbüchern verbunden ist. Zum Beispiel verknüpft er die Ankündigung der Rückkehr der Juden mit dem Bericht über Esra. Wenn wir ein Versprechen mit seiner Erfüllung vergleichen, wird unser Bibellesen bereichert und wir erkennen besser, dass die Bibel eine zusammenhängende Botschaft enthält.

Kommentar 2: Eine weitere wertvolle Lehre ist, dass das Tragen des Namens Jehovas mit Verantwortung verbunden ist. Der Kasten stellt eine Verbindung zwischen Hesekiel und dem Römerbrief her und zeigt, dass schlechtes Verhalten dazu führen kann, dass andere schlecht über Gott reden. Das motiviert uns, darüber nachzudenken, wie unsere Handlungen die Meinung beeinflussen, die Menschen von ihm haben.

Kommentar 3: Außerdem wird Jehovas Wunsch hervorgehoben, bei seinem Volk zu sein. Der Kasten verbindet diese Zusage aus Hesekiel mit anderen Bibelpassagen. Zwischen all den Visionen und Ankündigungen von Strafgerichten ist dieser Gedanke besonders tröstlich: Die reine Anbetung ermöglicht uns eine enge Beziehung zu Jehova, der sich um seine Diener kümmern möchte.

★ Premium

Alle Premium-Funktionen nutzen

Bereite dich bequemer auf die Zusammenkünfte vor und nutze alle Werkzeuge der Website.

  • Werbefreies Surfen
  • Mein Rekorder und Live-Transkription
  • Aufgabenprüfung
  • Vollständige Akademie
  • Audiobeiträge und Leselupe
  • Gespeicherte und synchronisierte Kommentare
  • Unterstütze das Projekt und hilf, es zu erhalten
2 Monate gratis

Jahresplan

30 € pro Jahr

Einmalzahlung für 12 Monate. Keine automatische Verlängerung.

Jahresplan wählen

Schreibe einen Kommentar

Scrollen Sie zu Top
Mein Rekorder