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Versammlungsbibelstudium für die Woche vom 7. bis 13. Dezember 2026

Versammlungsbibelstudium für die Woche vom 7. bis 13. Dezember 2026

Kapitel 20: Er fasste Mut, als er schwach war

Auf welche Weise bewies Simson Mut?

Kommentar 1: Simson bewies Mut, als er gegen die Philister kämpfte, die Israel unterdrückten. Anders als andere Richter führte er kein Heer an; Jehova gebrauchte ihn, um allein gegen viele Feinde zu kämpfen. Als sein eigenes Volk ihn gefesselt auslieferte, zerriss er die Stricke und besiegte mit einem Eselskinnbacken 1000 Philister. Sein Mut beruhte nicht einfach auf körperlicher Kraft. Möglich wurden diese Siege durch die Kraft, die er von Jehova erhielt.

Kommentar 2: Mutig war er auch, als seine Feinde ihm in Gaza auflauerten. Sie wollten ihn im Morgengrauen töten, doch er stand um Mitternacht auf, riss die Stadttore samt Pfosten und Riegel heraus und trug sie zu einem Berg bei Hebron. Das war nicht nur eine Flucht aus einer gefährlichen Lage. Die Tat zeigte erneut, dass die Philister ihn nicht aufhalten konnten, solange er Jehovas Unterstützung hatte. Seine Sicherheit hing von dieser Unterstützung ab, nicht von der Zahl seiner Feinde.

Kommentar 3: Besonders beeindruckt mich der Mut, den er am Ende zeigte. Er hatte sein Augenlicht und seine Freiheit verloren und wusste, dass sein eigener Fehler dazu beigetragen hatte. Trotzdem hörte er nicht auf, Jehova zu suchen. Reumütig bat er um Kraft und nutzte die letzte Gelegenheit, gegen Gottes Feinde zu kämpfen. Sein Beispiel erinnert uns daran, dass man auch nach einem Fall Mut zeigen kann: indem man anerkennt, was geschehen ist, und die Schritte unternimmt, die noch möglich sind, um das Richtige zu tun.

1. Wie konnte Simson Tote berühren und trotzdem Nasiräer bleiben? (w05 15. 1. S. 30, 31)

Richter 13:5 — Du wirst schwanger werden und einen Sohn bekommen. Kein Schermesser soll an seinen Kopf kommen, denn er wird von Geburt an ein Nasiräer Gottes sein. Unter seiner Führung wird Israel aus der Hand der Philịster gerettet werden. “

Kommentar 1: Richter 13:5 zeigt den entscheidenden Unterschied: Jehova bestimmte Simson schon vor seiner Geburt zum Nasiräer. Simson legte also nicht freiwillig für eine bestimmte Zeit ein Gelübde ab. Sein Dienst als Nasiräer sollte sein ganzes Leben dauern und mit einer bestimmten Aufgabe verbunden sein: Israel aus der Hand der Philister zu retten. Deshalb dürfen wir nicht annehmen, dass für ihn alle Einschränkungen eines freiwilligen Nasiräats gleichermaßen galten. Das Verbot, Tote zu berühren, galt für ihn nicht.

Kommentar 2: Ein wichtiger Unterschied zeigt sich darin, was geschah, wenn ein freiwilliger Nasiräer durch einen Toten verunreinigt wurde. Nach 4. Mose 6 musste er sich reinigen und die Zeit seines Nasiräats von vorn beginnen; die vorherigen Tage zählten nicht. Simson war jedoch von Geburt an Nasiräer. Er konnte einen Dienst, der sein ganzes Leben von Geburt an umfasste, nicht neu beginnen. Wie die Referenz erklärt, hilft uns das zu verstehen, dass die Anforderungen an sein Nasiräat anders waren als die an ein freiwilliges Nasiräat.

Kommentar 3: Der Vergleich mit Samuel und Johannes dem Täufer klärt die Sache ebenfalls. Bei Simson wurde ausdrücklich gesagt, dass man sein Haar nicht schneiden sollte. Hanna versprach dasselbe für Samuel, und über Johannes wurde gesagt, dass er weder Wein noch andere alkoholische Getränke trinken sollte. Keinem dieser drei lebenslangen Nasiräer wurde jedoch verboten, sich einem Toten zu nähern. Deshalb sollten wir auf die Anweisungen achten, die jedem Einzelnen gegeben wurden, und keine unerwähnten Anforderungen hinzufügen.

Kommentar 4: Auch Jehovas Auftrag an Simson hilft uns bei der Antwort. Er war einer der Richter, die Gott gebrauchte, um Israel von seinen Plünderern zu befreien. Im Kampf gegen die Philister kam er mit Toten in Berührung, etwa als er 30 Männer tötete und ihnen die Kleidung abnahm. Der Bericht stellt diesen Kontakt nicht als Verletzung seines Nasiräats dar. Er zeigt vielmehr, dass Simson die Aufgabe ausführte, für die Jehova ihn ausgewählt hatte.

Kommentar 5: Ein weiterer Beweis ist, dass Jehova ihm weiterhin seinen Geist gab, damit er solche Taten vollbringen konnte. Richter 14:19 verbindet Simsons Vorgehen gegen 30 Philister ausdrücklich mit der Kraft, die er von Gott erhielt. Wir nehmen also nicht einfach an, dass Jehova sein Handeln billigte. Der Bericht nennt die Quelle seiner Kraft. Das bestätigt, dass der Kontakt mit Toten bei diesen Handlungen ihn weder als Nasiräer disqualifizierte noch Jehova daran hinderte, ihn für den ihm anvertrauten Auftrag zu gebrauchen.

Kommentar 6: Außerdem zählt der Hebräerbrief Simson zu den Glaubensmännern. Diese spätere Einschätzung stimmt mit den Berichten über seine Siege überein: Während er seinen Auftrag ausführte, hatte er Jehovas Gunst. Das lehrt uns, seinen Fall nicht automatisch nach den Bedingungen einer anderen Art von Nasiräat zu beurteilen.

2. Was zeigt, dass Simson Jehovas heiligen Geist brauchte, um die Tore samt Pfosten von Gaza nach Hebron zu tragen? (w04 15. 10. S. 15 Abs. 7, 8)

Richter 16:3 — Simson blieb jedoch nur bis Mitternacht dort liegen. Dann stand er auf, packte die Flügel des Stadttors und die beiden Seitenpfosten und riss sie mitsamt dem Riegel heraus. Er hob sie auf die Schultern und trug sie auf den Gipfel des Berges gegenüber von Hẹbron.

Kommentar 1: Der Bericht zeigt, dass Simson nicht nur einige Türflügel trug. Er riss auch die beiden Pfosten und den Riegel heraus und legte alles auf seine Schultern. Gaza war eine befestigte Stadt, daher müssen diese Teile groß und schwer gewesen sein. Ihr genaues Gewicht wird nicht genannt, und wir müssen es nicht berechnen. Klar ist jedoch, dass das Herausreißen und Tragen außergewöhnliche Kraft erforderte, die Simson von Jehova erhielt.

Kommentar 2: Die Entfernung macht die Tat noch beeindruckender. Simson legte mit den Toren auf den Schultern ungefähr 60 Kilometer zurück. Er hob sie nicht nur an, trug sie ein paar Schritte und ließ sie fallen, sondern brachte sie auf den Gipfel eines Berges bei Hebron. Auch wenn wir die genaue Lage des Berges nicht kennen, macht die beschriebene Strecke das Ausmaß seiner Leistung deutlich. Eine normale körperliche Kraft kann eine solche Tat nicht erklären.

Kommentar 3: Neben der Entfernung muss man den Höhenunterschied berücksichtigen. Gaza liegt nahe dem Meeresspiegel, Hebron dagegen etwa 900 Meter hoch. Simson ging also nicht einfach auf ebenem Weg mit einer schweren Last, sondern musste bergauf. Wenn wir uns diesen Aufstieg vorstellen, lesen wir den Bericht aufmerksamer. Die geografischen Einzelheiten bestätigen dieselbe Schlussfolgerung: Diese Kraft war keine Fähigkeit, die Simson unabhängig von Gott besaß, sondern außergewöhnliche Hilfe von Jehova.

Kommentar 4: Zu dieser Schlussfolgerung kommen wir nicht nur, weil die Tore schwer und der Weg weit waren. Bei anderen Taten Simsons sagt die Bibel ausdrücklich, dass Jehovas Geist ihn mit Kraft erfüllte. Das geschah, als er den Löwen auseinanderzerriss und als er seine Fesseln zerriss, nachdem er zu den Philistern gebracht worden war. Diese Berichte erklären die Quelle seiner außergewöhnlichen Kraft. Liest man das Geschehen in Gaza in diesem Zusammenhang, versteht man, dass er vom heiligen Geist abhängig war, nicht einfach von seinen Muskeln.

Kommentar 5: Die Anwendung für uns besteht nicht darin, eine Muskelkraft wie Simson zu erwarten. Die Referenz erklärt, dass der heilige Geist uns innerlich stärken und uns helfen kann, geistige Dinge zu verstehen. Epheser 3:16 hebt gerade diese innere Kraft hervor. Wenn uns eine Aufgabe oder Prüfung zu schwer erscheint, können wir Jehova um Hilfe bitten. Der Bericht stärkt unser Vertrauen in die Kraft seines Geistes, auch wenn sich diese Hilfe heute nicht durch außergewöhnliche körperliche Leistungen zeigt.

3. Was deutet darauf hin, dass Dalila vielleicht Israelitin war? (w05 15. 3. S. 28 Abs. 3)

Kommentar 1: Ein Hinweis liegt darin, wie die Philisterfürsten Dalilas Mitarbeit gewinnen wollten. Sie appellierten nicht an ihre Loyalität gegenüber dem Philistervolk, sondern an ihre Habgier und boten ihr viel Silber. Die Referenz erklärt, dass dies darauf schließen lässt, dass sie vielleicht Israelitin war. Wäre sie Philisterin gewesen, hätten sie an ihre nationale Loyalität appellieren können. Es handelt sich jedoch nur um einen Hinweis, nicht um einen endgültigen Beweis für ihre Herkunft.

2. Mose 21:32 — Wenn der Stier auf einen Sklaven oder eine Sklavin losgegangen ist, soll sein Besitzer dem Herrn des Betreffenden 30 Schekel zahlen, und der Stier muss gesteinigt werden.

Kommentar 2: 2. Mose 21:32 erwähnt eine Entschädigung von 30 Schekel für einen Sklaven, der von einem Stier getötet wurde. Diese Summe hilft, die Bestechung Dalilas einzuordnen: Wenn die 5500 Silberstücke Schekel waren, handelte es sich um eine enorme Summe. Der Vergleich beweist nicht, dass sie Israelitin war, zeigt aber, welches Mittel die Fürsten wählten, um sie zu überzeugen. Sie wollten ihre Mitarbeit mit Geld kaufen, statt sie zu bitten, aus Loyalität zum Philistervolk zu handeln.

Kommentar 3: Wir sollten zwischen dem Möglichen und dem Sicheren unterscheiden. Aufgrund des Angebots ist es möglich, dass Dalila Israelitin war. Sicher ist, dass sie die Bestechung annahm und Simson verriet. Das Kapitel lenkt die Aufmerksamkeit auf ihre Untreue, nicht darauf, ihre Nationalität festzustellen. Deshalb sollten wir die Vorsicht der Referenz bewahren und sagen, dass sie vielleicht Israelitin war. Wir müssen eine Möglichkeit nicht zur Tatsache machen, um zu verstehen, wie schwerwiegend ihre Tat war.

4. Warum wollte sich Simson nur für eines seiner Augen rächen? (Ri. 16:28; it-2 „Simson“ Abs. 10)

Richter 16:28 — Simson rief nun zu Jehova: „Souveräner Herr Jehova, erinnere dich bitte an mich. Gib mir bitte nur noch dieses eine Mal Kraft, o Gott, damit ich mich an den Philịstern für eines meiner beiden Augen rächen kann. “

Kommentar 1: Eine mögliche Erklärung ist, dass Simson seinen Anteil an dem Geschehen erkannte. Er hatte das Geheimnis seines Nasiräats verraten, und dieser schwere Fehler trug dazu bei, dass er gefangen genommen und geblendet wurde. Die Referenz weist darauf hin, dass dies erklären könnte, warum er darum bat, sich für nur eines seiner Augen zu rächen. Der Vers erklärt diesen Einzelaspekt nicht direkt, daher können wir ihn nicht mit Sicherheit behaupten. Diese Möglichkeit passt jedoch zu dem, was das Kapitel über seine Reue sagt.

Kommentar 2: Die andere Möglichkeit, die das Einsichten-Buch nennt, ist, dass Simson verstand, dass er als Vertreter Jehovas nicht vollständig gerächt werden konnte. Dadurch wird seine Bitte in einen größeren Zusammenhang gestellt als nur den persönlichen Schaden, den er erlitten hatte. Die Philister schrieben seine Gefangennahme Dagon zu und feierten den Sieg ihres Gottes. Bei der Erklärung sollten wir daher beide Möglichkeiten der Referenz erwähnen, ohne eine davon als sicher darzustellen.

Kommentar 3: Obwohl wir nicht genau wissen, warum er ein Auge erwähnte, zeigt sein Gebet deutlich, dass er von Jehova abhängig war. Simson nahm nicht einfach an, er könne den Tempel niederreißen, weil sein Haar wieder gewachsen war. Er flehte Gott an, ihm Kraft zu geben. Für mich ist das ein wichtiger Gedanke: Er erkannte, wer ihm helfen konnte. Wenn der Grund für eine Aussage nicht vollständig erklärt wird, können wir vorsichtig bleiben und trotzdem aus dem lernen, was der Bericht klar zeigt.

Dalila drängte Simson, vertrauliche Informationen preiszugeben, und er gab dem Druck nach. Was lernen Älteste und ihre Frauen daraus?

Kommentar 1: Älteste werden daran erinnert, dass die Beharrlichkeit eines Menschen, der ihnen nahesteht, den vertraulichen Charakter einer Information nicht ändert. Simson verriet sein Geheimnis schließlich, weil Dalila ihn so lange bedrängte, bis er es nicht mehr aushielt. Ein Ältester muss auch in einer entspannten Atmosphäre, etwa bei einem Gespräch zu Hause, diskret bleiben. Er kann seine Frau liebevoll und vertrauensvoll behandeln, ohne ihr Angelegenheiten mitzuteilen, die er für sich behalten muss. Diese Informationen zu schützen ist eine Art, sich um die Menschen zu kümmern, die bei den Ältesten Hilfe suchen.

Kommentar 2: Eine Ehefrau kann ihren Mann sehr unterstützen, wenn sie respektiert, dass es Angelegenheiten der Versammlung gibt, die er ihr nicht erzählen darf. Sie muss keine Einzelheiten kennen, um Verständnis für die Zeit und Mühe zu zeigen, die er für die Brüder einsetzt. Statt weiterzufragen, kann sie ihm helfen, vertraulich zu bleiben. Diskretion ist dann kein Zeichen mangelnden Vertrauens in der Ehe. Beide können sie als Ausdruck des Respekts und der Liebe zu den Brüdern ansehen.

Kommentar 3: Der Bericht zeigt auch, wie gefährlich es ist, wegen Erschöpfung unachtsam zu werden. Simson gab nicht sofort nach, doch der anhaltende Druck überwältigte schließlich seinen Widerstand. Das lehrt uns, dass es nicht genügt, nur einmal diskret zu sein; wir müssen es bleiben, wenn ein Gespräch wiederholt wird oder wir müde sind. Der Älteste kann freundlich erklären, dass er nicht darüber sprechen kann, und seine Frau kann diese Grenze akzeptieren, ohne weiterzufragen. So werden sowohl die Vertraulichkeit als auch der Frieden in der Ehe geschützt.

Simson machte einen schweren Fehler, doch Jehova gebrauchte ihn danach auf erstaunliche Weise. Wie hilft uns sein Beispiel, nicht aufzugeben, wenn wir einen Fehler machen?

Kommentar 1: Simsons Beispiel lehrt mich, dass ein schwerer Fehler nicht das Ende unseres Dienstes für Jehova sein muss. Er bereute sehr und suchte wieder Gottes Hilfe. Er konnte das Geschehene nicht rückgängig machen, aber er konnte noch eine Gelegenheit nutzen, das Richtige zu tun. Auch wenn wir versagen, sollten wir nicht denken, jede Anstrengung sei sinnlos. Wichtig ist, den Fehler anzuerkennen, ehrlich zu bereuen und die kommenden Gelegenheiten zu nutzen, richtig zu handeln.

Kommentar 2: Es hilft mir, zwischen den Folgen eines Fehlers und dem Gedanken zu unterscheiden, Jehova könne uns nicht mehr helfen. Simson war noch blind und gefangen, als er betete; seine Reue hatte die Folgen nicht beseitigt. Jehova erhörte ihn dennoch und gab ihm wieder Kraft. Das bedeutet nicht, dass nach unserer Reue alle Probleme verschwinden. Es bedeutet, dass wir selbst während der Folgen unserer Taten Jehovas Hilfe suchen und uns bemühen können, wieder ein gutes Verhältnis zu ihm zu erlangen.

Kommentar 3: Mich ermutigt auch, dass Paulus Simson Jahrhunderte später zu den Glaubensmännern zählte. Die Bibel verschweigt seinen schweren Fehler nicht, stellt ihn aber auch nicht als das Einzige dar, was sein Leben bestimmte. Jehova berücksichtigte seinen Glauben. Das hilft uns, nicht ständig nur an unsere Fehler zu denken. Ohne ihre Schwere zu verharmlosen, können wir daran denken, dass Reue und Glaube für Jehova wertvoll sind. Die Antwort ist nicht aufzugeben, sondern weiter das zu tun, was ihm gefällt.

Auf welche Weise kannst du Simsons mutiges Beispiel nachahmen?

Kommentar 1: Ich kann sein Beispiel nachahmen, indem ich anerkenne, dass ich Jehovas Kraft brauche, statt mich nur auf meine Fähigkeiten zu verlassen. Simson vollbrachte seine Taten durch den heiligen Geist. Ich erwarte keine außergewöhnliche körperliche Kraft, kann aber um Hilfe bitten, treu zu bleiben, wenn ich Angst habe oder mich überfordert fühle. Vor einer schwierigen Situation kann ich beten und mich daran erinnern, was Jehova von mir erwartet. Mut bedeutet nicht, zu denken, ich könne alles allein schaffen, sondern mich auf den zu stützen, der mich stärken kann.

Kommentar 2: Ich kann seinen Mut nachahmen, ohne mich von der Angst anderer bestimmen zu lassen. Simsons eigenes Volk lieferte ihn aus Angst vor den Philistern aus, doch mit Jehovas Hilfe erfüllte er seinen Auftrag weiter. Wir ahmen nicht seine Kriegshandlungen nach, sondern sein Vertrauen auf Gott. Wenn es schwierig ist, Jehova zu gehorchen, oder wir nicht die erwartete Unterstützung erhalten, können wir trotzdem das Richtige tun.

Kommentar 3: Eine weitere Möglichkeit besteht darin, den Mut zu haben, einen Fehler anzuerkennen und den Kurs zu korrigieren. Manchmal fällt es schwerer, ein Versagen zuzugeben, als eine äußere Schwierigkeit zu bewältigen. Simson konnte seine Vergangenheit nicht ändern, suchte aber Jehova und nutzte die noch vorhandene Gelegenheit. Auch ich kann aufhören, einen Fehler zu rechtfertigen, und mich darauf konzentrieren, was ich jetzt tun muss. Dieser Mut fällt weniger auf als eine körperliche Heldentat, ist aber für unseren weiteren Dienst sehr wichtig.

Was lehrt mich dieser Bericht über Jehova?

Kommentar 1: Ich lerne, dass Jehova keine großen menschlichen Mittel braucht, um seinen Vorsatz auszuführen. Andere Richter führten Heere an, doch Jehova gebrauchte Simson, um allein sehr viele Philister zu besiegen. Der Unterschied lag nicht in der Zahl der Kämpfer, sondern in Gottes Macht. Das hilft mir, meine Aussichten auf Hilfe nicht nur nach dem zu beurteilen, was ich sehe. Meine Kräfte sind begrenzt, aber Jehova kann mir die Kraft geben, die ich brauche, um seinen Willen zu tun.

Kommentar 2: Der Bericht lehrt mich, dass wir Jehovas Unterstützung nicht als selbstverständlich ansehen dürfen. Jahre lang hatte Simson beeindruckende Taten vollbracht. Als er jedoch sein Geheimnis verriet und man ihm das Haar schnitt, verlor er seine Kraft, weil Jehova ihn verlassen hatte. Frühere Siege machten ihn nicht unempfindlich gegenüber den Folgen einer schlechten Entscheidung. Für mich bedeutet das, jeden Tag auf meine Beziehung zu Jehova zu achten. Was ich früher getan habe, ersetzt nicht die Notwendigkeit, ihm jetzt weiter zu gehorchen.

Kommentar 3: Ich sehe auch Jehovas Barmherzigkeit. Er übersah Simsons Fehler nicht, reagierte aber auf sein Gebet, als er bereute. Mich bewegt, dass der Mann, der so schwach und gedemütigt geworden war, in Jehovas Hand wieder nützlich sein konnte. Das hilft mir, Jehova zu suchen, wenn ich versagt habe, statt mich von ihm zu entfernen. Seine Barmherzigkeit macht Sünde nicht weniger schwerwiegend, gibt uns aber Grund, zu bereuen und zu ihm zurückzukehren.

Wie hängt dieser Bericht mit Jehovas Vorsatz und dem Hauptthema der Bibel zusammen?

Kommentar 1: Der Bericht hebt den Unterschied zwischen Jehova und falschen Göttern hervor. Die Philister schrieben Simsons Gefangennahme Dagon zu und veranstalteten ihm zu Ehren ein Fest. Doch Jehova gab Simson seine Kraft zurück, und der Tempel stürzte ein. Es ging also nicht nur um eine Auseinandersetzung zwischen Simson und seinen Feinden. Auch die Frage, wem die Macht zugeschrieben werden sollte, stand auf dem Spiel. Das hängt mit der Heiligung von Jehovas Namen und der Anerkennung zusammen, dass er der wahre Gott ist.

Kommentar 2: Wir sehen auch, dass Jehova seinen Vorsatz weiterführte, sein Volk von Unterdrückung zu befreien. Schon vor Simsons Geburt hatte er angekündigt, dass Simson beginnen würde, Israel aus der Hand der Philister zu retten. Seine Siege waren daher keine zwecklosen Kraftdemonstrationen, sondern Teil des Auftrags, den Gott ihm gegeben hatte. Der Bericht hilft uns, nicht nur auf die Taten zu achten, sondern darauf, was Jehova dadurch erreichte: Er handelte für sein Volk gegen dessen Unterdrücker.

Kommentar 3: Simsons abschließendes Gebet hebt Jehovas Souveränität hervor. Obwohl Simson sehr mächtig gewesen war, erkannte er, dass er sich an Gott wenden musste, um Kraft zu erhalten. Und obwohl die Philister ihren vermeintlichen Sieg feierten, konnten sie Jehova nicht daran hindern zu handeln. Dieser Gegensatz steht mit dem Hauptthema der Bibel in Verbindung: Jehovas Recht zu regieren und die Heiligung seines Namens. Der Bericht lenkt unser Vertrauen nicht auf einen menschlichen Helden, sondern auf den Gott, dem dieser Mann seine Kraft verdankte.

Was möchte ich Simson fragen, wenn er aufersteht?

Kommentar 1: Ich würde ihn gern fragen, wie er den Augenblick erlebte, als Jehova ihm Kraft gab, nachdem sein eigenes Volk ihn gefesselt ausgeliefert hatte. Der Bericht erzählt, was geschah, erklärt aber nicht alle seine Gedanken. Ich möchte wissen, was er damals darüber lernte, auf Jehova zu vertrauen, wenn andere Angst haben. Wir können seine Antwort nicht so darstellen, als würden wir sie bereits kennen; ein Gespräch mit ihm würde uns jedoch aus erster Hand zeigen, wie er Gottes Hilfe in einer so schwierigen Lage erlebte.

Kommentar 2: Ich würde ihn fragen, was er während seiner 20 Jahre als Richter Israels gelernt hat. Das Kapitel hebt mehrere außergewöhnliche Taten hervor, doch sein Dienst dauerte viele Jahre. Ich möchte besser verstehen, wie es war, den Auftrag Jehovas auszuführen, und welche Erlebnisse ihm halfen, seinen Glauben zu stärken. Es wäre interessant, mehr als Einzelheiten eines Sieges zu hören und aus seiner eigenen Erklärung zu lernen, was es bedeutete, während dieses Lebensabschnitts von Jehova abhängig zu sein.

Kommentar 3: Ich würde ihn gern fragen, was ihm half, sich nach seinem schweren Fehler wieder an Jehova zu wenden. Das Kapitel sagt, dass er sehr bereute und erneut um Kraft bat, berichtet aber nicht alles, was er während seiner Gefangenschaft dachte. Seine Erfahrung könnte uns helfen, Jehovas Barmherzigkeit noch mehr zu schätzen. Besonders würde mich interessieren, welchen Rat er nach allem Erlebten jemandem geben würde, der sich wegen eines Fehlers schämt und Mut braucht, weiterzumachen.

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